Russland greift Ukraine an

Was „die Ukrainer“ wollen und was sie deutlich vor dem Einfall der Russen wollten ist keineswegs so eindeutig, wie Du hier glauben machen willst

die Waage Richtung EU verschob sich erst nach ihren reingebutterten Milliarden.

Du suggerierst hier ein freies demokratisches Land was völlig frei wählen dürfe, wo es Mitglied werden dürfe.

Das sind mindestens so lupenreine Demokraten wie Putin,
🧐
die noch nicht einmal vor Sprengsätzen gegenüber dem Land halt macht, das sie mit Geld und Waffen füttert.
Wie meinen?



Scholl-Latour war übrigens pro-putiner

Peter Scholl-Latour galt als großer Welterklärer der Deutschen. Der legendäre Kriegsreporter ordnete die Geschehnisse auf dem Globus in TV-Talkshows und seinen Büchern ein. Was er jedoch kurz vor seinem Tod 2014 über die Ukraine sagte, wäre heutzutage unvorstellbar, sogar ein Sakrileg. Wladimir Putin würde es jedenfalls gefallen!

Dabei spiegelt seine damalige Einschätzung der Lage in der Ukraine das wider, was viele politische Beobachter hierzulande, etwa Altbundeskanzler Helmut Schmidt, ebenso äußerten.

Peter Scholl-Latour: „Die Ukraine ist zum großen Teil russisch“​

Zu seinem 90. Geburtstag gab der deutsch-französische Journalist Peter Scholl-Latour dem TV-Sender Phoenix ein langes Interview. In diesem wurde sein Leben porträtiert, aber man ging auch auf aktuelle Ereignisse ein, etwa die Annexion der Krim durch Putin, die 2014 Europa erschütterte. Die Ereignisse von damals waren der Vorläufer für den Ukraine-Krieg 2022.

Natürlich kann niemand wissen, was die geschätzten internationalen Experten Scholl-Latour und Schmidt angesichts der „Zeitenwende“ nach dem Angriffskrieg Putins auf die gesamte Ukraine 2022 gesagt hätten. Jedoch sind einige ihrer damaligen Aussagen im Rückblick ziemlich irritierend. Sie würden heutzutage mindestens als „Putin-Versteher“ gelten.

https://www.derwesten.de/politik/uk...to-helmut-schmidt-altkanzler-id235192723.html
 
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Ich sage das nicht, es ist mir auch egal, was andere sagen oder was ein "echter Putin-Troll" sein soll.

Ein echter Putin-Troll ist jemand, der Putins Interessen teilweise durch die Hintertür umfänglich vertritt. Dazu muss man nicht unbedingt offen Putin huldigen; die Trolle gehen da geschickter vor. Sie drehen die Sachen so hin, dass am Schluss dann doch Putins Wünsche alle erfüllt wären... auch, wenn sie vordergründig den Angriff verurteilen.

Siehe z.B. der Vorschlag der AfD am Anfang dieses Jahres: Sie vschreiben, sie verurteilen den Angriff, aber ihr Vorschlag, was Russland nun angeboten werden sollte, erfüllt wirklich JEDEN von Putins Wünschen vollumfänglich.

Und natürlich kann Dir egal sein, was andere sagen. Falls es Dir nicht egal sein sollte, könntest Du aber vielleicht verstehen, wie gewisse Eindrücke entstehen, was Du hier bemängelst... was Dir also offensichtlich nicht egal ist. Und es ist nunmal so: Es gibt echte Putin-Trolle. Und die können sich auch über Seiten bzw. Stunden ausschließlich darüber ausgießen, wie böse der Westen doch Russland gemobbt hätte etc.

Ich hatte vielmehr gesagt, dass keine Gespräche mit ihm möglich sind, weil die Russen per Staatsräson lügen und Veträge brechen. Mit so jemandem kann man nicht verhandeln, das ist völlig unmöglich.

Das hast Du vor allem heute geschrieben. In den vergangenen Monaten kamen von Dir sehr viele Posts, in denen Du bemängelt hast, wie übel doch die USA und die NATO Russland gemobbt hätten, und dass der Putin von heute ein Produkt dieses Mobbings wäre. Ein Haufen Beiträge von Dir behandelt ausschließlich, was der Westen alles verbockt hätte Deiner Meinung nach.

Ich sagte außerdem, die NATO ist in erster Linie ein Verteidgungsbündnis für sich selbst,ihre eigenen Mitglieder, für deren Schutz sie in erster Linie verantwortlich ist. Diese Funktion scheinen viele zu vergessen, Zeit schaffen, um in Europa aufzurüsten. Also muss und wird sie
in dem von mir beschriebenen Spagat weitermachen, bis sich irgendwo was bewegt, woraufhin man neu denken kann oder wir alle in Europa stärker sind, und damit bin ich einverstanden.

Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, dem die Ukraine (noch) nicht angehört. soweit richtig. Die Ukraine hat aber nicht die NATO um Hilfe gebeten, sondern diverse Staaten, die jeweils für sich auch NATO-Mitglieder sind. Mag nach Spitzfindigkeit klingen, ist meiner Meinung nach aber durchaus ein relevanter Unterschied.

Und dieser Spagat, wie Du es nennst, kann nicht lange aufrecht erhalten werden. Falls im nächsten Jahr Trump in den USA das Ruder wieder übernehmen sollte, wäre Schluss. Und Du schreibst ja auch sonst, dass die Unterstützung leider vielerorts auch noch zu bröckeln droht. Wie viel Zeit kann man also so verschaffen? Wieviel kann sich in der Zeit wo was bewegen, sofern es militärisch ein Patt bleibt? Wieviel kann Europa in der Zeit aufrüsten?

Insofern bin ich damit nicht vollumfänglich einverstanden und würde mir vom ganzen Westen - also nicht nur Deutschland - mehr Einsatz wünschen. Soviel, dass die Ukraine die russischen Truppen gut aus dem Land drängen kann.
Die von Dirbeschriebene aktuelle Taktik ist zwar deutlich besser, als es wäre, die Ukraine gar nicht mehr zu unterstützen, aber unterm Strich bedeutet es dann doch nur, die Ukraine verzögert ans Messer zu liefern.

Ich finde es immer toll, dass von denen die von "Friedens"Gespräche reden, gesagt wird, die Ukraine solle Putin doch Zugeständnisse machen, aber es wird Nie gesagt welche Zugeständnisse Putin der Ukraine machen soll

Sehr Einseitig das Ganze immer
Weil jeder weiß, dass Putin keine machen wird, wozu soll man das also sagen?
Um es mal gesagt zu haben? Wozu?

Nun, wenn man schon die Meinung vertritt, dass die Ukraine Zugeständnisse an Russland machen sollte, sollte man zumindest auch konkret überlegen, was das jeweils für die Ukraine bedeutet. Putins Wunschzettel enthält einige verschiedene Punkte, die jeweils die Ukraine bzw. ihre Handlungsfähigkeit unterschiedlich stark und auf unterschiedliche Weise einschränken. Da kann man zumindest mal konkret detailiert-differenzierter benennen, bei welchen der Punkte man der Meinung ist, dass die Ukraine das Russland zubilligt, und bei welchen Punkten man selber auch der Ukraine zugesteht, da sicher nicht nachzugeben. Sozusagen Prioritäten setzen.

Kurz nach dem Einmarsch hat Selenskyj selber skizziert, worüber man seiner Meinung nach zu dem damaligen Zeitpunkt - ich glaube zwei Monate nach dem ersten Einmarsch - durchaus reden hätte können. Da meinte er beispielsweise, dass er auf den NATO-Beitritt verzichten könnte, aber beispielsweise Gebietsabgaben (Krim, Ost-Ukraine ...) sind halt noch einschneidender und nicht so leicht verhandelbar. Mittlerweise ist er da nicht mehr so offen und ließe soweit ich weiß auch nicht mehr über den NATO-Beitritt verhandeln, was ich sehr gut nachvollziehen und ihm in keinster Weise irgendwie verübeln kann.

Die Strategie dahinter, die man durchaus kritisieren aber auch nachvollziehen kann ist die "Einer muss anfangen und ich spreche die Seite an, die ich überhaupt ansprechen kann, weil ich ihr noch Vernunft zutraue".

Ja, einer muss anfangen. Soweit richtig. Das ergibt aber nur dann Sinn, wenn die Chance da ist, dass Russland dann auch deutliche Zugeständnisse machen würde. Ist das realistisch? Nein. Die Forderung nach "Friedensgesprächen", bei denen beide Seiten Zugeständnisse machen - ein Euphemismus, als wenn Opfer und Täter irgendwie gleicherart Schuld am Konflikt wären - zeigt eigentlich nur, dass diese Personen entweder nicht realistisch nachgedacht haben, dass Putin eben keine Zugeständnisse machen wird, dass also der einzig wirklich friedliche Ausgang solcher Gespräche zum aktuellen Zeitpunkt die bedingungslose Kapitulation der Ukraine wäre, oder dass diese Menschen das wissen und geheim billigend in Kauf nehmen. Das würde sie dann zu Putin.Trollen machen.

Aber es wird nicht weitergedacht dabei, nämlich, s.o., dass man mit ihm nicht verhandeln kann, weil er sich auch bei Zugeständnissen nicht an die ausgehandelten Veträge halten wird.

Eben, das haben sie entweder nicht auf dem Schirm, oder sie nehmen es insgeheim billigend in Kauf. Aber die Forderung nach "Friedensgesprächen" klingt halt besser als die Forderung nach totaler Selbstaufgabe.
 
Die gleiche Frage nach einer friedlichen Lösung wurde Peter Scholl Latour in dem von mir verlinkten Film auch gefragt… und ich würde die gleiche Antwort geben.

Und ich lehne seine Antwort darauf definitiv ab. Das Interview geschah kurz nach und im Kontext auf den Einmarsch auf die Krim.

Was „die Ukrainer“ wollen und was sie deutlich vor dem Einfall der Russen wollten ist keineswegs so eindeutig, wie Du hier glauben machen willst die Waage Richtung EU verschob sich erst nach ihren reingebutterten Milliarden.

Nun, die Ukrainer haben immerhin einen Volksaufstand inklusive Präsidentensturz verübt, u.a. anlässlich dessen, dass besagter damaliger Präsident Janukowitsch einen schon ausgehandelten Vertrag über engere Handelsbeziehungen mit der EU auf Eis gelegt hat, weil Putin ihn am Telefon dazu überredet hat, eben doch nicht zu unterschreiben. Ich denke, das zeigt schon deutlich einen gewissen Willen des Volkes. Natürlich wird es nicht 100% eindeutig sein - das ist bei solchen Fragestellungen ein Volk nie - aber doch ein signifikant großer Anteil.

Die in Deutschland lebende ukrainisch-stämmige Publizistin und Politikerin Marina Weisband war damals auch dabei, und berichtet hier direkt im Spiegel-Interview davon: https://www.spiegel.de/politik/ausl...em-maidan-viele-sind-frustriert-a-955163.html

Hier findest Du auch eine längere und aktuellere Sendung, in der u.a. auch die selbe Marina Weisband über die Lage in der Ukraine im Krieg ausfürhlich berichtet und erklärt:


Du suggerierst hier ein freies demokratisches Land was völlig frei wählen dürfe, wo es Mitglied werden dürfe.

Nun, die Ukraine heute ist deutlich demokratischer als z.B. vor zehn Jahren. Davon abgesehen ist es für die Rechte eines Landes relativ egal, wie demokratisch es ist. Sie dürfen sich alle Bündnisse suchen, die das Ersuchen annehmen oder ablehnen, und kein anderer daran nicht-beteiligter Staat hat etwas dagenen zu unternehmen. Man kann zwar natürlich Missfallen äußern ggf... aber weitere härtere Behinderungsmaßnahmen verbieten sich. Erst Recht ein Angriffskrieg mit u.a. dem nicht einmal heimlichen Ziel das Bündnis - sowohl EU-beitritt als auch NATO-beitritt - zu verhindern. Die Ukraine war und ist jedenfalls demokratisch genug, dass die EU nicht auf Abstand geht und bleibt.

Das sind mindestens so lupenreine Demokraten wie Putin, die noch nicht einmal vor Sprengsätzen gegenüber dem Land halt macht, das sie mit Geld und Waffen füttert.

Also zumächst einmal ist es nicht wirklich klar, ob es die Ukraine "offiziel", unabhängige ukrainische Gruppen ohne Wissen der Regierung oder vielleicht doch ganz andere Staaten oder Gruppen waren, die North Stream II sabotiert haben. Zu allen möglichen Verdächtigten gibt es Sendungen, Videos und Berichte, die meinen, die jeweilige Schuld beweisen zu können. Hier im Thread tauchte auch schon die Behauptung auf, es wäre die USA gewesen.

Mir persönlich ist es ziemlich egal, wer es geprengt hat, weil die Täterschaft rein gar nichts an der Situation ändert. Die Ukraine wird nicht mehr oder weniger Unterstützenswert, sollten sie tatsächlich die Täter gewesen sein. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird nicht nachträglich dadurch besser oder irgendwie hinnehmbar, weil die Ukraine ja angeblich oder vielleicht tatsächlich NS II gesprengt hat.

Es waren Sprengsätze an einer Pipeline, deren Bau alleine schon fragwürdig war - Deutschland wurd von vielen Seiten gewarnt, sich derart abhängig von Russland zu machen - und deren geplanter Betrieb den Angriff Russlands auf die Ukraine mitfinanziert.
 
Und ich lehne seine Antwort darauf definitiv ab. Das Interview geschah kurz nach und im Kontext auf den Einmarsch auf die Krim.



Nun, die Ukrainer haben immerhin einen Volksaufstand inklusive Präsidentensturz verübt, u.a. anlässlich dessen, dass besagter damaliger Präsident Janukowitsch einen schon ausgehandelten Vertrag über engere Handelsbeziehungen mit der EU auf Eis gelegt hat, weil Putin ihn am Telefon dazu überredet hat, eben doch nicht zu unterschreiben. Ich denke, das zeigt schon deutlich einen gewissen Willen des Volkes. Natürlich wird es nicht 100% eindeutig sein - das ist bei solchen Fragestellungen ein Volk nie - aber doch ein signifikant großer Anteil.

Die in Deutschland lebende ukrainisch-stämmige Publizistin und Politikerin Marina Weisband war damals auch dabei, und berichtet hier direkt im Spiegel-Interview davon: https://www.spiegel.de/politik/ausl...em-maidan-viele-sind-frustriert-a-955163.html

Hier findest Du auch eine längere und aktuellere Sendung, in der u.a. auch die selbe Marina Weisband über die Lage in der Ukraine im Krieg ausfürhlich berichtet und erklärt:




Nun, die Ukraine heute ist deutlich demokratischer als z.B. vor zehn Jahren. Davon abgesehen ist es für die Rechte eines Landes relativ egal, wie demokratisch es ist. Sie dürfen sich alle Bündnisse suchen, die das Ersuchen annehmen oder ablehnen, und kein anderer daran nicht-beteiligter Staat hat etwas dagenen zu unternehmen. Man kann zwar natürlich Missfallen äußern ggf... aber weitere härtere Behinderungsmaßnahmen verbieten sich. Erst Recht ein Angriffskrieg mit u.a. dem nicht einmal heimlichen Ziel das Bündnis - sowohl EU-beitritt als auch NATO-beitritt - zu verhindern. Die Ukraine war und ist jedenfalls demokratisch genug, dass die EU nicht auf Abstand geht und bleibt.



Also zumächst einmal ist es nicht wirklich klar, ob es die Ukraine "offiziel", unabhängige ukrainische Gruppen ohne Wissen der Regierung oder vielleicht doch ganz andere Staaten oder Gruppen waren, die North Stream II sabotiert haben. Zu allen möglichen Verdächtigten gibt es Sendungen, Videos und Berichte, die meinen, die jeweilige Schuld beweisen zu können. Hier im Thread tauchte auch schon die Behauptung auf, es wäre die USA gewesen.

Mir persönlich ist es ziemlich egal, wer es geprengt hat, weil die Täterschaft rein gar nichts an der Situation ändert. Die Ukraine wird nicht mehr oder weniger Unterstützenswert, sollten sie tatsächlich die Täter gewesen sein. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird nicht nachträglich dadurch besser oder irgendwie hinnehmbar, weil die Ukraine ja angeblich oder vielleicht tatsächlich NS II gesprengt hat.

Es waren Sprengsätze an einer Pipeline, deren Bau alleine schon fragwürdig war - Deutschland wurd von vielen Seiten gewarnt, sich derart abhängig von Russland zu machen - und deren geplanter Betrieb den Angriff Russlands auf die Ukraine mitfinanziert.
Nun stehen wir da wo wir stehen., ob man die Ursachen vor dem Krieg nun ablehnt oder nicht. Eine Lösung ist für 2024 wohl nicht in Sicht und man wird sich in einem Stellungskrieg gegenseitig erschiessen, in dessen Russland das Dreifache an Waffen produziert wie Deutschland, selbst wenn man mehr produzieren wollte. Putin hat Zeit sich vorzubereiten .Kann man nur beten, das Deutschland nicht alleine gelassen wird. Mehr Grund für Russland weiterzumachen kann man kaum bieten.
Nein, der Krieg begann vor dem ersten Schuss und es wird nur Verlierer geben.
Nun ist es zu spät. Da mag der Scholz nun die letzten kläglichen Reste der Bundeswehr liefern oder auch nicht.
 
Nun stehen wir da wo wir stehen., ob man die Ursachen vor dem Krieg nun ablehnt oder nicht. Eine Lösung ist für 2024 wohl nicht in Sicht und man wird sich in einem Stellungskrieg gegenseitig erschiessen, in dessen Russland das Dreifache an Waffen produziert wie Deutschland, selbst wenn man mehr produzieren wollte. Putin hat Zeit sich vorzubereiten .Kann man nur beten, das Deutschland nicht alleine gelassen wird. Mehr Grund für Russland weiterzumachen kann man kaum bieten.
Nein, der Krieg begann vor dem ersten Schuss und es wird nur Verlierer geben.
Nun ist es zu spät. Da mag der Scholz nun die letzten kläglichen Reste der Bundeswehr liefern oder auch nicht.

Der Krieg begann 2014, nachdem der damalige pro-russische Präsident gestürzt wurde. Das ist auch der selbe, den Putin wieder an die Spitze setzen will, sollte er den Krieg gewinnen.

Und doch: Es kann Gewinner geben: Entweder Russland, wenn es tatsächlich die Ukraine unterjochen kann oder die Ukraine, falls sie es schaffen die russischen Truppen aus dem Land zu drängen. Der Sieg wird in beiden Fällen teuer erkauft sein, aber offensichtlich sind beide Kriegsparteien gewillt, diesen Preis zu bezahlen. Sonst hätte entweder Russland schon zurückgezogen oder die Ukraine aufgegeben.

Und der große Unterschied ist nach wie vor: Der Angriff Russlands ist weder rechtens oder gut begründbar noch irgendwie verzeihlich. Die Verzeidigung der Ukraine ist deren volles Recht.
 
Das hast Du vor allem heute geschrieben. In den vergangenen Monaten kamen von Dir sehr viele Posts, in denen Du bemängelt hast, wie übel doch die USA und die NATO Russland gemobbt hätten, und dass der Putin von heute ein Produkt dieses Mobbings wäre. Ein Haufen Beiträge von Dir behandelt ausschließlich, was der Westen alles verbockt hätte Deiner Meinung nach.
Das stimmt erstens so nicht, zweitens sitze ich hier nicht vor Gericht nach meiner Einschätzung;), diese Vorführung auf "Linintreue" und über die wahren Putin-Trolle kannst du also langsam mal bleiben lassen, den Fokus von mir wegnehmen also, und drittens habe ich das natürlich betont, weil es niemand betont und alle im Gegenteil dagegen waren, fast alle.
Es gehört aber für mich deswegen dazu, weil man immer versuchen muss, aus aktuellen Situationen dazuzulernen, wenn es um Prozesse von Friedens- bzw. Kriegsentwicklungen geht.
Und zwar auch dann, wenn angeblich schon immer absehbar war, dass der andere das größere Asshole war.
Wenn einer das asshole ist, enbindet mich das nicht von der Verantwortung, mich selbst zu überprüfen, wo ich eins bin.
Das heißt nicht, in Nachgiebigkeit ihm gegenüber zu verfallen, aber es heißt, wenn wir Frieden auf der Welt wollen, muss jeder vor seiner eigenen Haustür kehren. Seine Integrität überprüfen. Denn wenn er das nicht tut, trägt er bereits seinen Teil zum nächsten Krieg/Konflikt bei. Amerika ist die führende Welt- und Kriegsmacht und übt sich kein Stück in Selbstreflektion und Fehlerkultur. D.h. im aktuellen Israel-Krieg tun sie es, sie haben Selbstkritk geübt und Israel gewarnt vor denselben Fehlern, die sie im Irak gemacht haben, das fand ich super.

Was aber normalerweise statt dessen in Diskussionen Usus ist, ist sich moralisch auszuruhen, wenn einer sich verhält wie ein A****, und genüßlichst voll die eigene Sau rauszulassen, weil man ja auf richtigen Seite ist.
Das langweilt mich außerdem auf Dauer, das ist keine richtige Diskussion, die irgendwo was in einem selbst weiterbewegt.
Es ist nur ein einseitiges Sammeln, Zusammentragen und aufregen.
 
Der Krieg begann 2014, nachdem der damalige pro-russische Präsident gestürzt wurde. Das ist auch der selbe, den Putin wieder an die Spitze setzen will, sollte er den Krieg gewinnen.

Und doch: Es kann Gewinner geben: Entweder Russland, wenn es tatsächlich die Ukraine unterjochen kann oder die Ukraine, falls sie es schaffen die russischen Truppen aus dem Land zu drängen. Der Sieg wird in beiden Fällen teuer erkauft sein, aber offensichtlich sind beide Kriegsparteien gewillt, diesen Preis zu bezahlen. Sonst hätte entweder Russland schon zurückgezogen oder die Ukraine aufgegeben.

Und der große Unterschied ist nach wie vor: Der Angriff Russlands ist weder rechtens oder gut begründbar noch irgendwie verzeihlich. Die Verzeidigung der Ukraine ist deren volles Recht.
Ich bin die Letzte jemanden abzuhalten einen hohen Preis zu zahlen. Du schreibst zwar schon wieder von „den Ukrainern“, die gab es halt damals nicht.
Nun gibt es sie aufgrund des Angriffs und die Deutschen retten nicht nur das Weltklima sondern auch die Ukraine

Ich denke, jeder der in einem Kriegsgebiet lebt scheisst auf das eine oder andere Recht, wenn nur möglichst schnell Schluss damit ist. Da von außerhalb rein zu moralisieren ist ziemlich billig, wenn man nicht im Kugelhagel stehen muss.

Spiegelt das Gerede eines Generals oder Politikers vor Ort das vermeintlich hochmotivierte Volk wieder?
Meine Oma sagte was anderes, aber unsere Kriegsgeneration ist tot.

Wie auch immer, es ist nun wie es ist und es geht weiter, jeder auf sein Recht pochend, ohne Kompromisse. Außer die vielen vielen Leidenden, Schwerverletzten und all die mit verlorenen Angehörigen- also doch nicht jeder?

Das wird nicht teuer erkauft, das war es nicht wert.
Und wenn Du jetzt wieder fragst was ich gemacht hätte verweise ich wieder auf Scholl Latours Aussage im Video und wir drehen uns noch eine Runde im Kreis.
Es ist eh Vergangenheit und so schnell aus besagten Gründen keine Zukunft in Sicht.

Das war es nicht wert.
 
Die alten Videos immer wieder hervorzukramen, macht wenig Sinn.

Es hat sich mittlerweile im ukrainischen Volk Fundamentales verändert.
Es gibt unzählige Berichte von Journalisten und Kriegsberichterstattern, die sich (im Gegensatz zu Russland) in der Ukraine frei bewegen können (mit Ausnahme in direkter Frontnähe) und quer durchs Land mit dem Volk reden können

Und die berichten alle unisono, dass die Ukrainer niemals mehr unter russischer Fuchtel leben wollen.
Viele, die vorher russisch gesprochen haben, sprechen jetzt nur mehr Ukrainisch.
Die Ukrainer haben mittlerweile total fertig mit Russland.

Sehenswerte Duko aus der Ukraine von heute (und nicht vor Jahrzehnten)


 
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Facts matter
Was erwartet die USA und Europa im Falle einer Niederlage der Ukraine und einer vollständigen Besetzung?
ISW:
-Wenn die Ukraine verliert, würde Russland in Lwiw an der Grenze zur NATO stationiert sein.
- Die USA werden ihre Truppen, Waffen und Tarnkappenflugzeuge, die für den Krieg mit China benötigt wurden, nach Polen schicken müssen, was Hunderte von Milliarden pro Jahr kosten wird.
- Es wird eine große Krise und Panik in der Zivilbevölkerung geben.
- Es wird eine neue Welle von Millionen von Flüchtlingen aus der Ukraine geben.
- Russland wird die NATO buchstäblich bedrohen.
-> Die Gründe, um die zu unterstützen, sind also auch im Interesse der USA
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Quelle: Artikel vom 14.Dezember 2023
Fhttps://www.understandingwar.org/backgrounder/high-price-losing-ukraine
 
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