DieFraenkin
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Ah sorry, ich korrigiere und habe das später auch so geschrieben.
Ohne Waffengewalt ist seit Beginn des russischen Einfalls keine Lösung mehr möglich. Das entscheidende Wort „nur“ fehlt bei „erschossen werden kann“.
Seit Beginn des Einfalls ist kaum Spielraum. Es hilft nicht -nur- Waffengewalt, sondern durch diese eine Verhandlungsbasis herzustellen, wo dann -auch- beide Seiten Zugeständnisse machen müssen.
Diese Option war geplant für diesen Sommer, ist aber kläglich gescheitert….und wird 2024 ebenfalls nicht gelingen, scheint aber die einzige Möglichkeit zu sein. Diese Möglichkeit wird aber unmöglich, wenn Russland das Dreifache an Waffen produziert wie Deutschland und sich die USA aufgrund der Wahlen zurückziehen. Wenn da kein großes Bündnis mehr zustande kommt sieht das ganz ganz schlecht aus.
Und Deutschland macht den gleichen idiotischen Fehler wie die Ukaine damals, es hat keine nennenswerte Verteidigungsfähigkeit.
Du siehst mir die NATO-Mitgliedschaften, wie viele andere auch, viel zu idealistisch.
Dieser Idealismus lässt sich gut „zwitschern“, kostet aber sehr viele Tote, weil er unter anderem ein Grund für diesen Krieg ist
Aber gut, da bin ich gemeinsam mit Merkel halt anderer Meinung und absolut nicht mehr hipp in der kollektiven Meinungswelle.
Mehr Zynismus geht kaum.Der russische Präsident äusserte sich bei seiner Jahrespressekonferenz im Kreml am Donnerstag auch zur Strategie der «militärischen Spezialoperation». Putin betonte, dass ein «Frieden» in der Region erst dann Realität werde, wenn Russlands Ziele erreicht seien.
«Diese Ziele ändern sich nicht», sagte er und nannte die «Entnazifizierung, Entmilitarisierung und den neutralen Status des Landes».
Das waren durchweg Unterstellungen, weil ich am Anfang schrieb, ich rechtfertige diesen Angriff nicht, aber ich sehe den Westen, namentlich die USA als nicht unschuldig in dieser Vorgeschichte von Verrat und unwiderruflich vergebenen Chancen auf Weltfrieden zu Gorbatschows Amtszeiten und teils auch noch zu Jelzins, nur um als Sieger des KK dazustehen.
Da war schon immer alles zu spät- Klappe zu, Stempel drauf, Affe tot, Putin-Freund.
Naja, gehen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens, was soll man dazu sagen..
Und ich hatte Bedenken, was den möglichen begrenzten Einsatz von Atomwaffen (zunächste v.a. in der UA) angeht, wenn man zu scharf eingreift.
Wo sich immer genau die hohnlachend drüber amüsierten, was man für ein jämmerlicher, ängstlicher Feigling wäre, die für Waffenlieferungen ad infinitum plädieren, weil sie Putin komischerweise auf der anderen Seite in jeder Sekunde zutrauen, wenn er in der UA gewänne, morgen halb Europa anzugreifen.
Mir war es dann einfach zu blöd, mich da noch weiter abzulabern, wozu.
Ich bin für die Taktik, die die NATO fährt, und die setzt, nach meiner Ansicht notgedrungen, auf Zermürbung beider Seiten und Zeit gewinnen.
Nicht, weil ich das gut finde, sondern weil ich glaube, dass nichts anderes bleibt.
Ich denke nicht darüber nach, was ich gut finde, weil es keine Rolle spielt und weil ich keinen Königsweg weiß.
Es gibt keine Möglichkeiten, Verhandlungen anzustreben, weil es zur russischen Diplomatie per Staatsräson gehört, zu lügen und Veträge zu brechen, damit drücken sie ihre Verachtung dem Westen gegenüber aus.
Das finden sie männlich, stark und natürlich sozusagen.
Auf diese Art, der Zivilisation den Mittelfinger zu zeigen, sind sie stolz, wir sind die verweichlichten Schwächlinge, die labern und sie die starken Steppenmänner und Bärentöter mit dem Anarchiewimpel am Patronengürtel.
Putin ist der, der diese Verrohung und diesen Männlichkeits-Fetisch eingeführt hat, was sich u.a. darin äußert,dass es neuerdings nicht länger verboten ist in RU, Kinder zu schlagen, was es vorher aber war.(!)
Er redet, wenn er vor den restlichen Verbündeten redet, immer davon, dass sie auf der richtigen, der männlichen Seite stehen..
Habe ich mehrfach gesehen.
>Menschenrechte sind auch eine westliche Weichlings-Erfindung.
Usw usw.
Eine militärische Verschärfung, die RU wirklich besiegen könnte, steigert die Möglichkeit einer Eskalation so sehr, dass man das nicht wagen kann. RU wird sich niemals besiegen lassen und das sage ich auch nicht, weil ich das so heldenhaft und super finde, sondern weil ich die einfach so einschätze.
Also bleibt nur Stillstand, Zermürbung, Verbrauch von Ressourcen, Warten auf irgendeine Wendung von irgendwoher, und vor allem: Zeit gewinnen, sich selbst militärisch besser aufzustellen, in Europa vor allem.
Vllt verliert die UA darüber, das kann sein, das ist bitter, aber kommt vor in der Weltgeschichte.
Frieden in Europa für das nächste Jahrzehnt, die Regeln
1) Putin will Ost- und Mitteleuropa kontrollieren
2) Länder in der Region müssen in der Lage sein, sich zu verteidigen / Russland mit eigener militärischer Macht abzuschrecken
3) Oder auf glaubwürdige Verteidigung & Abschreckung durch eine andere Macht / ein Bündnis
Mit anderen Worten, Putin kann nur durch ein für ihn ungünstiges Gleichgewicht gestoppt werden. Er wird keine Vereinbarung unterzeichnen oder einen Auftrag akzeptieren, der nicht durch ein solches Machtgleichgewicht unterstützt wird.
Anstatt über einen "Deal" mit Russland oder eine "neue Sicherheitsordnung" nachzudenken, muss sich der Westen darauf konzentrieren, ein militärisches Machtgleichgewicht zu schaffen, das für Russland ungünstig ist.
Das heißt: eigene Verteidigungen aufbauen und Russlands Militärmacht schwächen.
Mit Ländern, die die liberale Ordnung ablehnen (Menge, Win-Win, regelbasierte Ordnung), müssen liberale Länder eine Beziehung aufbauen, die auf Realismus basiert, d. h. Machtgleichgewicht.
Der Fehler, den der Westen in den letzten Jahrzehnten mit Russland gemacht hat, bestand darin, davon auszugehen, dass er eine Beziehung zu Russland auf der Grundlage liberaler Prinzipien haben kann. Zeitenwende bedeutet, dass die Beziehung zu einem Kräfteverhältnis wechseln muss.
Die Frage ist, ob Berlin, Paris und andere das jetzt verstehen - und endlich damit beginnen, die Ukraine ernsthaft zu bewaffnen. Oder ob sie warten, bis die Situation viel dramatischer und gefährlicher wird; mit massiven Kosten, die sich anhäufen.
Die gleiche Frage nach einer friedlichen Lösung wurde Peter Scholl Latour in dem von mir verlinkten Film auch gefragt… und ich würde die gleiche Antwort geben.Und wie wäre die friedloiche Lösung vorher angestrebt werden sollen? Wie gesagt und wohl gemerkt: Die Ukraine sollte dabei ein souveräner und frei handlungsfähiger Staat bleiben. Auf z.B. EU-Annäherung zu verzichten, weil Putin droht, ist keine gute Option.
Verhandlungen machen für die Ukraine aber erst dann Sinn, wenn Putin sich mit weniger als der bedingungslosen Kapitulation zufrieden geben würde - wenn er also signalisieren würde, dass ER deutliche Zugeständnisse machen würde und bei weitem nicht die Erfüllungs seines ganzes Wunschzettels erwartet.
Und warum sollte die Ukraine Zugeständnisse machen? Sie ist nicht Schuld Schuld an dem Krieg. Sie macht nichts böses. Sie macht nur Dinge, die Putin nicht gefallen, die aber trotzdem ihr Recht sind und als freier souveräner Staat auch sein müssen.
Ein freier souveräner Staat genießt Bündnisfreiheit. Da gibt es zum Beispiel Wirtschaftsbündnisse, mit denen ein Staat dann auch wirtschaftlich mit-wachsen kann. Das wollte und will die Ukraine mit der EU eingehen. Das muss sie drüfen. Niemand darf ihr das verbieten.
Bzgl. dem NATO-Beitritt kann man zumindest halbwegs nachvollziehen, warum das Putin nicht gefällt. Aber dass die Ukraine auch ein Verteidigungsbündnis dringend braucht, wurde durch diesen Angriff gerade deutlich gezeigt - und das, obwohl es eigentlich ein Nichtangriffs-Versprechen von Russland an die Ukraine gab, im Gegenzug dazu, dass die Ukraine die Atomwaffen der zerfallenen Sowjetunion auf ihrem Staatsgebiet an Russland übergeben hat. Wenn so ein Versprechen offensichtlich so wenig Wert ist, dann ist es sowohl verständlich als auch notwendig, dass die Ukraine Verteidigungsbündnisse mit anderen Staaten als Russland sucht.
Welche Zugeständnisse sollte die Ukraine also machen sollen?
Wie schon gesgt: Verhandlungen sind erst dann sinnvoll möglich, wenn entweder Russland signalisiert, dass es von seinem Wunschzettel deutliche Abstriche macht, oder aber, wenn die Ukraine sich tatsächlich nicht mehr verteidigen kann, was dann die kapitulation bedeuten würde. Vorher kann es keine sinnvollen Verhandlungen geben.
Das ist zwar schlecht, aber die Frage wäre: Wie schnell muss Deutschland verteidigungsfähig sein? Von wem droht in kurzfristiger Zukunft ein Angriff?
Es gibt ja manchmal die Befürchtung, dass Russland, wenn es die Ukraine unterjocht hat, dann anch Westen weiter treibt, was schlussendlich bedeutet, dass dann NATO-Staaten angegriffen würden. Ich persönlich glaube zwar nicht, dass Putin derart dumm ist, aber man kann es ja in Gedanken durchspielen:
Die russischen Truppen, die dann also ausgehend von der unterjochten Ukraine weiter nach Westen vordringen würden, sind umso stärker, je leichter es war, die Ukraine zu unterjochen. Wäre es da nicht besser und sinnvoller, die Waffen, die wir haben, da einsetzen zu lassen, lange BEVOR die Truppen uns erreichen könnten? Das würde u.U. einem Angriff auf uns mehr entgegenwirken als die direkte Verteidigung, sollten sie uns erreichen und angreifen.
Und falls Putin tatsächlich nicht vor hat, weiter nach Westen zu treiben - wovon ich eigentlich ausgehe - dann muss Deutschland auch nicht kurzfristig verteidigungsfähig sein, so dass es aus diesem Gesichtpunkt durchaus mit Waffenlieferungen die Ukraine weiter unterstützen kann.
Es geht ja nicht nur um die NATO. Putin möchte auch verhindern, dass die Ukraine der EU beitritt. Ja sogar eine erste einfache Annäherung, die 2013/14 ausgehandelt wurde und unterschrieben werden sollte, war ihm ein Dorn im Auge.
Und der Idealismus ist nicht der Grund für dne Krieg. Der Grund des Krieges ist, dass es Putin ein Dorn im Auge war und ist, dass die Ukraine Bündnisse im Westen sucht, was ihr gutes Recht ist und auch weiter sein muss. Und das war und ist nicht nur Wille irgendwelcher Politiker, sondern auch des ukrainischen Volkes. Sonst wäre es nicht zu derartigen Aufständen gekommen, nachdem Putin den damaligen Präsidenten am Telefon davon abgebracht hat, den eigentlich schon ausgehandelten Annäherungsvertrag mit der EU doch nicht zu unterzeichnen.
Ich sage das nicht, es ist mir auch egal, was andere sagen oder was ein "echter Putin-Troll" sein soll.Wie schon gesagt: Echte Putin-Trolle würden jetzt sagen, dass doch einfach "Friedensgespräche" angestrengt werden sollten, und Putin Zugeständnisse gemacht werden müssen, die Ukraine eh nicht siegen kann, so dass man Leben retten kann, indem man jetzt schon aufgibt ... etc.
Weil jeder weiß, dass Putin keine machen wird, wozu soll man das also sagen?Ich finde es immer toll, dass von denen die von "Friedens"Gespräche reden, gesagt wird, die Ukraine solle Putin doch Zugeständnisse machen, aber es wird Nie gesagt welche Zugeständnisse Putin der Ukraine machen soll
Sehr Einseitig das Ganze immer