Russland greift Ukraine an

Könnte die Ukraine mehr erreichen, wenn wir jetzt mehr liefern würden? Ich würde es eigentlich stark vermuten...
Wer ist denn "wir" bei dir?
Es macht ja keiner mit, also was solls.
Oder meinst du, D kann aus seinen Beständen dafür sorgen, dass die UA gewinnt?
Bisschen sehr unerealistisch, möchte ich meinen.
Wenn es eine geschlossene Front gäbe, alle Nato-Länder liefern alles, was sie haben (da gehts schon los nämlich, viel ist das in Europa nicht), USA hat auch keine innenpolitischen Schwierigkeiten, es durchzuziehen, dann ja.

Die Realität in Washington sieht aber so aus, und das wird sich auch nicht mehr ändern bis zur Wahl 2024, und ob danach steht völlig in Sternen:

Selenyskyj war gestern auf Bittetour in Washington, das ist das Ergebnis:
"Wolodymyr Selenskyjs erfolgloser Besuch in Washington"

Reality bites, so isses nunmal.
 
Werbung:
Oh.
Klar, er hat ja gestern nichts gekriegt in den USA, deswegen kommt er jetzt hierher.

Ich schätze die Lage so ein, ehrlich gesagt, dass man hinter den Kulissen im Westen darauf baut, dass RU die NATO nicht angreifen wird, was auch recht realistisch ist und als unausgesprochene Gegenleistung die UA auf lange Sicht "opfert", sprich, es auf eine Teilung hinauslaufen lässt. Dann haben wir wieder eine Situation wie im KK und alle, die alten weißen Männer jedenfalls, kennen sich wieder aus.:rolleyes:
Vorher noch ein paar Jahre Stellungskrieg vllt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer ist denn "wir" bei dir?
Es macht ja keiner mit, also was solls.
Oder meinst du, D kann aus seinen Beständen dafür sorgen, dass die UA gewinnt?

D könnte zumindest dazu beitragen, dass ein wenig mehr geliefert wird als die Ukraine braucht, um nur die Pattsituation aufrecht zu erhalten. Wenn alle immer nur drauf lauern, ob die anderen auch genug machen, wird schlussendlich niemand helfen - ganz automatisch.

Es gibt ein ganz interesanntes Gruppen-Psychologisches Phänomen: Wenn es von einem Verbrechen oder Unfall viele Zeugen gibt, fühlt sich keiner der Zeugen dazu befugt, zu helfen. Da können auf offener Straße Menschen mit Waffengewalt überfallen werden, das Opfer kann um Hilfe schreien, und Passanten gehen vorbei oder schlimmer noch: bleiben stehen und schauen geschockt zu.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Zuschauereffekt

Die Situation scheint mir hier durchaus analog dazu zu verlaufen, indem halt niemand mehr helfen will als die anderen.

Du sprichst zu Recht an, dass es einfacher wäre, wenn sich eine geeinte Front bilden würde. Der Punkt ist: Wenn niemand anfängt, wird es sehr sehr sicher auch nie soweit kommen.

Opfern, die bemerken, dass keiner der Zeugen helfend auf ihre Hilferufe reagiert, wird geraten, dass sie nicht ziellos in die Menge rufen, sondern gezielt Passanten anschauen und anrufen, damit diese sich auch angesprochen und befugt fühlen einzugreifen.

Und so geht jetzt auch Selenskyj auf Bitt-Tour, in der er einzelne Länder besucht und um weitere und größere Unterstützung bittet. es bleibt ihm leider nichts anderes übrig.

Reality bites, so isses nunmal.

Ja, reality bites - sowohl hier jetzt ein ganzes Land - die Ukraine - als auch im Kleinen die Opfer von Unfällen und Verbrechen, denen auch niemand direkt zu Hilfe kommt, obwohl viele zuschauen.

Wie möchtest Du behandelt werden, wenn Du Opfer eines Verbrechens würdest und viele gehen vorbei oder schauen gar zu? Möchtest Du, dass Dir geholfen wird, oder lässt Du es als argument gelten, wenn hinterher jemand sagt: "Es hat ja niemand anderes geholfen, und ich alleine hätte da nichts ausrichten können."

Wie würdest Du wollen, dass andere (befreundete) Länder auf einen Überfall auf Deutschland reagieren? Wir sind uns denke ich einig, dass Deutschland dann dringend auch Unterstützung nötig hätte. Soll ausreichend geholfen werden, dass Deutschland sich effektiv wehren kann? Oder würdest Du es als gutes Argument anerkennen, wenn auch da gesagt wird: "Die anderen helfen ja auch nicht so viel, und mit unseren Hilfen alleine würdet Ihr auch nicht viel weiter kommen."?
 
Klar, er hat ja gestern nichts gekriegt in den USA, deswegen kommt er jetzt hierher.

Ich schätze die Lage so ein, ehrlich gesagt, dass man hinter den Kulissen im Westen darauf baut, dass RU die NATO nicht angreifen wird, was auch recht realistisch ist und als unausgesprochene Gegenleistung die UA auf lange Sicht "opfert", sprich, es auf eine Teilung hinauslaufen lässt. Dann haben wir wieder eine Situation wie im KK und alle, die alten weißen Männer jedenfalls, kennen sich wieder aus.:rolleyes:
Vorher noch ein paar Jahre Stellungskrieg vllt.

Und was wäre ein besseres Vorgehen z.B. von Deutschland als Teil des "Westens"? Soll Deutschland weiter diese stille Übereinkunft mitmachen?
 
wird ... zusammenhängen ..weil er nicht gekauft ist - einfache mutmassliche Spekulation. :cool:
Uns bleibt
Doch, es gibt ein paar einfache Wahrheiten hierbei:

Zum Beispiel, dass der Angriff Russlands auf die Ukraine keinesfalls gerechtfertigt ist, dass also Russland der Aggressor und die Ukraine unverschuldet drangsaliert wird - und das schon seit 2014.

Etwas schwieriger könnte die Frage werden, wie wir als außenstehende Staaten damit umgehen. Aber da kann man sich mal überlegen: Wie möchte man behandelt werden, wenn man selbst in vergleichbarer Situation der Ukraine wäre? Wie weit würde man selbst Unterstützung von außen erwarten? Wie enttäuscht wäre man selber, wenn diese Hilfe nur zögerlich plätschert und nicht ermöglicht, sich vom Aggressor vollumfänglich zu befreien?
Ja, der erste Teil ist einfach. Schwieriger ist die Lösung. Ich weiß nicht ob ich wollte das mein Freund gezwungen werden sollte zu kämpfen, ich würde mit ihm lieber gehen, er darf allerdings nicht, ist unter 60. Vor allem wenn der Krieg offensichtlich nicht kriegerisch auf die Schnelle zum Sieg führt, Militär und Politik nicht gerade Hand in Hand arbeiten.
Aber im Forum gibt’s Gott sei Dank reichlich Helden.
Ich zähle nicht dazu und bezweifle, dass der Sieg erschossen wird. Erst glaubten es die Russen, dann die Ukraine und der Westen. Ich bezweifle das, aber wer weiß, ich bin weder vor Ort, noch kenne ich die Gesamtlage.
Offenbar im Gegensatz zu allen anderen hier. Irgendwoher beziehen sie zuverlässige Informationen, was im Krieg wirklich ne Kunst ist, nicht schlecht 👍
 
Ja, der erste Teil ist einfach. Schwieriger ist die Lösung. Ich weiß nicht ob ich wollte das mein Freund gezwungen werden sollte zu kämpfen, ich würde mit ihm lieber gehen, er darf allerdings nicht, ist unter 60.

Ist Dein Freund Ukrainer?

Ob er gezwungen werden sollte zu kämpfen, ist natürlich keine schöne Frage. Aber sehr viele Länder haben eine solche Regelung, dass ein Teil der Bevölkerung im Kriegsfall eingezogen wird. Und die Ukraine hat diesen Krieg nicht verschuldet. Wenn sie sich nicht weiter dem Angriff verwehren kann, bliebe ihr nur die bedingungslose Kapitulation übrig. Das wäre ebenfalls nicht im Interesse der Menschen - auch nicht derjenigen, die nicht kämpfen wollen... auch, wenn man das verstehen kann, dass sie es nicht wollen.

Vor allem wenn der Krieg offensichtlich nicht kriegerisch auf die Schnelle zum Sieg führt, Militär und Politik nicht gerade Hand in Hand arbeiten.

Den Krieg schnell zu beenden, wäre einfach: Bedingungslos kapitulieren und Putin alles geben, was er will. Mit weniger wird er sich sicher nicht zufrieden geben. Das ist keine gute Option.

Aber im Forum gibt’s Gott sei Dank reichlich Helden.

Die ukrainische Armee ist schon heldenhaft genug. Sie bräuchten wahrscheinlich nur noch mehr Waffen in kürzerer Zeit.

Ich zähle nicht dazu und bezweifle, dass der Sieg erschossen wird. Erst glaubten es die Russen, dann die Ukraine und der Westen. Ich bezweifle das, aber wer weiß, ich bin weder vor Ort, noch kenne ich die Gesamtlage.
Offenbar im Gegensatz zu allen anderen hier. Irgendwoher beziehen sie zuverlässige Informationen, was im Krieg wirklich ne Kunst ist, nicht schlecht 👍

Du meinst, der Sieg der Ukraine ließe sich anders erreichen? Prima, dann erkläre das mal konkret und logisch nachvollziehbar. Was kann/muss die Ukraine tun, damit der Krieg schnell aufhört UND gleichzeitig auch die Ukraine als freier und souveräner Staat verbleibt, der natürlich auch Bündnisfreiheit genießt und z.B. der EU beitreten kann. Es ist nämlich u.a. das, was Putin unbedingt verhindern will (siehe die Ereignisse 2014, mit dem das alles begann)

Den Krieg beenden wäre ganz einfach: Die Ukraine müsste nur Putin versprechen, nur noch in seinem Gusto zu handeln und nie wieder mit der EU geschweige denn der NATO zu flirten. Dann wäre sie aber kein freier souveräner Staat mit Bündnisfreiheit mehr. Das wäre kein Sieg der Ukraine sondern nur die bedingungslose Kapitulation.

Wenn Du also einen nachvollziehbaren Weg siehst, der sowohl den Krieg schnell beendet als auch nicht nur bedeutet, dass Putin alles bekommt, was er will und die Ukraine hinterher gar nichts mehr darf... nur zu: Erläutere diesen Weg. Da wäre ich sehr gespannt und glücklich, wenn es das geben würde.
 
Nein, mein Freund ist kein Ukrainer und nein, ich habe keine einfache Antwort. Das überlasse ich anderen.
Was du alles so anderen überlässt
Warum beteiligst du dich hier überhaupt, wenn du es doch eh anderen überlässt?
Scheint nicht darum zu gehen, seine Meinung zu sagen, sondern nur um andere als irgendwas hinstellen zu wollen
Kurzum
STICHELN

Mehr nicht
 
Werbung:
Und was wäre ein besseres Vorgehen z.B. von Deutschland als Teil des "Westens"? Soll Deutschland weiter diese stille Übereinkunft mitmachen?
Du, das interessiert mich alles überhaupt nicht, weil die Gedanken hier eh nicht umgesetzt würden.
Energieverschwendung.
Es ist wie es ist, und so war es schon immer, jeder schaut auf seine Interessen, wenns hart auf hart kommt. Ich weiß nicht, wie ich das in diesem Falle bewerten soll, aber auf Alleingänge von D hätte ich (wie nun schon wieder zum 3. Mal gesagt) auch keinen Bock.
Wenn nicht mal die Hälfte mitmacht in Europa oder sind es noch weniger, dann Pech.
Ich weiß nicht, wie oft so getan wurde, als wäre Waffe xy nun doch der "Gamechanger"- und nie war sie es.
Es lief immer etwas besser und man lavierte sich so durch, und so wird es wohl auch weitergehen.

Mir hängt dieses könnte wäre wenn und Empören zum Halse raus, ich gucke mir das an und versuche einfach, die Lage realistisch einzuschätzen,wie sie ist und was wohl draus wird, bei dem, was ich sehe.
Meine Meinung verändert nichts, ich versuche nur, die Welt zu beobachten und einzuschätzen.

So und nun lass es bitte so stehen und bohr nicht so rum, danke.
Oder erzähl deine Ideen, aber hör auf mit der Fragerei.
 
Zurück
Oben