Russland greift Ukraine an

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Ja. Eben.



Weil in der Rückschau alles immer klar erscheint. Und die einen sagen, die zufällig Recht behielten, sagen, dass sie es schon immer gewusst haben, und die anderen sagen, dass man es damals nicht hätte absehen können.



Was nur dann irgendeinen Wert hätte, wenn gut belegt wäre, dass sich damit überzufällig treffsicher sich irgendetwas über die betreffendne Menschen aussagen ließe. Das ist aber nicht der Fall.



Politikwissenschaftler weltweit beschäftigen sich mit der Frage, wie sich Nationalismus, Populismus o.ä. breitmacht und ggf. auch durchsetzt. Wieso ist nach Umfragen z.B. die AfD in Deutschland gerade so stark, und ist Merz bzw. die CDU so gut beraten, wenn er versucht die Wähler zurück zu gewinnen, indem er AfD-Narrative und Populismus kopiert? Zumindest kann man nicht behaupten, dass es in Deutschland daran liegt, dass andere Länder es so ganz böse/arrogant behandelt hätten. Es gibt da viele Möglichkeiten/Faktoren, die solche Entwicklungen begünstigen. Es ist aber nicht die volle Verantwortung anderer Länder, diese Entwicklung im Ausland zu verhindern.



Und was würde daraus folgen?



Und was folgt daraus jetzt bzgl. der aktuellen Situation?



Die Todesstrafe, auch, dass sie in den USA in einigen der Bundesstaaten verhängt und vollstreckt wird, wird hierzulande verurteilt. U.a. darum liefert Deutschland explizit keine Menschen an die USA aus, wenn ihnen da die Todesstrafe droht. Und auch für das Lager in Guantamu Bay wurde international Kritik geäußert. Sonst wüsstest Du davon auch nicht viel, wie es da zugegangen ist und noch zugeht.



Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich würde lieber in den USA als in Russland leben wollen, wenn ich die Wahl zwischen nur den beiden hätte. Die USA begeht unbestritten auch Gräueltaten, aber unterm Strich ist man da freier.



Schön wäre es. Dazu muss Europa sich in anderen Dingen erst einmal auch einig werden.



Natürlich wurden Fehler gemacht. Das lässt sich im Nachhinnein immer sagen und so darstellen/aufdecken. Im Rückblick ist man immer schlauer.

War es ein Fehler, dass Deutschland den Gasdeal mit Russland geschlossen hat - sozusagen Russland da als Handelspartner brüderlich auf Augenhöhe begegnet ist - oder hätte man eher auf die Warnungen anderer Staaten inklusive der USA hören sollen? Im Nachhinein betrachtet war der Gasdeal ein Fehler, aber er entsprach eigentlich genau dem, was Du Dir ein einem früheren Beitrag heute als Ideal hingestellt hast: Eben Russland als Partner auf Augenhöhe zu begegnen.

Also war es Deiner Meinung nach auch ein Fehler oder nicht?

War es ein Fehler der Ukraine, die Kernwaffen auf eigenen Territorium an Russland abzugeben, als die Sowjetunion zerfallen ist - mit dem Versprechen, dass Russland nicht angreifen wird? Wenn die Ukraine das nicht getan hätte, wäre sie jetzt Atommacht. Aber, was hätte es ihr gebracht?

War es ein Fehler, dass die Ukraine sich der EU annähern wollte und Anfang 2014 schon ein Vertrag für engere Wirtschaftsbeziehungen bereit stand? War es ein Fehler, dass Europa das mitmachte? Oder war es ein Fehler, dass Janukowytsch, der damalige Präsident der Ukraine und persönlicher Freund Putins - ihn doch nicht unterschrieben hat, anchdem Putin ihn telefonisch davon abbrachte? Damit tat Janukowytsch auch wieder das, was Du eigentlich als Ideal hingestellt hast: er begegnete Putin brüderlich auf Augenhöhe und ging auf dessen Wünsche ein - allerdings zuwider den Wünschen des eigenen Volkes, welches daraufhin dann auch protestierte. Alleine schon diese Annäherung an die EU war Putin ein Dorn im Auge - und das ist nicht zu verwechseln mit der NATO- Osterweiterung, weil es militärisch noch nicht viel bedeutet hätte. Hätte man davon absehen müssen - ENTGEGEN dem Willen des ukrainischen Volkes - weil man ja Russland brüderlich und auf Augenhöhe begegnen will?

War es ein Fehler, nachdem die Raumfahrt ein Wettbewerb im Rahmen des kalten Krieges war, nach (angeblicher) Beendigung eben dieses kalten Krieges, die ISS als globales Gemeinschaftsprojekt zu starten - mit viel PR-Potential? Immerhin hat sich auch die USA da ziemlich mit-abhängig von Russland gemacht, indem sie die Weiterentwicklung eigener Trägerraketen-Systeme dadurch auf Eis gelegt haben, während die ISS großanteilig durch russische Raketen und Raketen mit russischen Teilen versorgt wird. Immerhin ist jetzt gerade fraglich, wie lange und weit die ISS ohne russische Mitarbeit weiter betrieben werden könnte, und Russland droht immer wieder damit, die Zusammenarbeit komplett zu stoppen. War es also ein Fehler, brüderlich und auf Augenhöhe mit Europa und Russland dieses Projekt zusammen zu starten und zu verwirklichen?

Auch hier sind eben viele Handlungen geschehen, die man je nach Sichtweise entweder als Fehler betrachten kann doer auch nicht. Niemand behauptet, es wäre alles richtig und gut gemacht worden - auch die Akteure selbst bereuen im nachhinein einige der Aktionen. Aber: Was war ein fehler und was nicht? Und was bedeutet das für das beste weitere Vorgehen in der aktuellen Lage?



Gerne. Dann denke Du aber auch mal nach. Dazu dienen dann auch die Nachfragen, die ich dann stelle. Einfach mal nachdeken und die Beiträge der anderen ebenso differenziert lesen, wie Du es Dir von anderen bei Deinen Beiträgen wünschst. Dann wird Dir vielleicht auch auffallen, dass niemand hier die USA o.ä. heilig spricht. Und, wenn Du bemängelst, dass die USA zu wenig kritisiert wird, und Du dadurch vielleicht den Eindruck von schwarz-weiß-Denken bzw. angeblicher Heiligsprechung gewinnst, kannst Du mal überlegen, welchen Eindruck Deine Beiträge machen, wenn darin zwar geäußert wird, dass der angriff Russlands zu verurteilen ist, aber Deine sonstige Kritik nur gegen den Westen bzw. die USA gerichtet ist.

Und im Topic dieses Threads wäre es interessant zu überlegen, wie man denn nun jetzt am besten weiter macht. Soll die Ukraine aufgeben oder weiter kämpfen? Soll der Ukraine beim Kämpfen geholfen werden? Wenn ja, wie und in welchem Ausmaß? Wir können es zwar nicht entscheiden, aber was wäre ein brauchbarer Kompromiss, der den Namen auch verdient? Was kann Russland evtl. zugebilligt werden, und warum, und was soll der Ukraine zugestanden werden? Welche Rechte hat die Ukraine, bzw. was davon übrig bleibt, danach? Wie können Verhandlungen dann ggf. eingeleutet werden, die auch Aussicht darauf haben, dass ein Kompromiss bei rauskommt, der diese Bezeoichnung auch verdient?



Zu welchen Schlussfolgerungen kommt man denn Deiner Meinung nach bzgl. der obigen aktuelleren Fragen? Was soll die Ukraine dürfen und was nicht? War alleine der Wunsch der Ukraine, sich der EU anzunähern, schon ganz übles Russland-Mobbing? Putin hat es so gesehen. Zu Recht? War es nicht brüderlich auf Augenhöhe genug, dass die EU mit der Ukraine schon einen Vertrag ausgehandelt hat? Ist der Wille des ukrainischen Volkes egal? Hätte die EU diese Annäherung schon vorher stoppen sollen, weil das ja zu wenig "brüderlich" Russland gegenüber war?



... indem Du schreibst, dass er es sein könnte, Du aber trotzdem seine Einschätzung offensichtlich voll übernimmst.

Und was wären die Schlussfolgerungen aus seiner sichtweise bzgl. der aktuellen Situation? Wie ginge man Deiner Meinung nach jetzt am besten mit Russland um? Folgen daraus Deiner Meinung nach irgendwelche Zugeständnisse, die man Russland machen sollte? Wenn ja, dann beschreide das doch mal.



Dann nimm mal Deine eigenen Schuklappen und Bretter vorm Kopf ab und lies Dir die Erwiderungen wirklich ebenso differenziert und aufmerksam durch, wie Du es Dir im gegenzug wünscht. Dann gehe auch auf Nachfragen mal ebenso überlegt, konkret und differenziert ein - nötigenfalls auch wiedertholt - anstelle dem Gegenüber Naivität, Schwarz-Weiß-Denken o.ä. nachzusagen. DAS könnte dann namlich evtl. mal in eine interessante Diskussion münden.
Deine Beiträge sind für mich unlesbar, ich hatte bereits angekündigt, darauf nicht mehr einzugehen, weil du
ständig auf jede Frage, die man dir beantwortet, 5 neue stellst.
 
Warum so zaghaft. ;-) Fühle dich frei zu sagen, was immer du meinst.

Noch einmal zur Nato-Osterweiterung.
Stellt euch mal vor, es würden sich russische Truppen (quasi Russo, statt Nato :ROFLMAO: ) rinks um Washington oder sonst einem eklatanten Teil Amerikas stationieren! :eek: Da wäre sofort die Hölle los!
Und sagen wir mal das, obwohl abgemacht war, dass dies nicht geschehen wird.
Also, ich meine, selbst wenn dies nicht abgemacht war, würde die USA das mit wegbomben beantworten! ;-)
Wenn es zuvor abgemacht war, ja dann umso heftiger. (wenn das bei den Amis überhaupt geht bzw. einen Unterschied macht ;-) )
Und so, kann ein Krieg eben auch provoziert werden.
Schon krass, was du dir hier so öffentlich zusammen lügst.
 
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Schon krass, was du dir hier so öffentlich zusammen lügst.

Ach ja, erzähl mal...die USA würde also eine RussenNATO um sich herum, vor der eigenen Haustür dulden, oder wie? Wo die Raketen nicht mehr abgewehrt werden können, weil sie binnen 2 Minuten einschlagen. DAS gibt es nirgendwo, einzig um Russland drängte sich diese Bild auf. Die Unterbindung bzw. das damalige Versprechen die NATO nicht zu erweitern hatte schließlich berechtigte Gründe.
Man muss schon wirklich auf dem Baum schlafen oder sich mit der Kneifzange die Hose schließen, um anzunehmen, dass die USA stillschweigend zusehen würde.
 
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