Dieser Krieg und die Empörung über ihn werden nach meiner Meinung wie kein anderer zuvor zur Selbstdarstellung missbraucht.
Es muss sich selbst ständig mit Emotionen, Maximalbegriffen und Maximalempörung in Szene gesetzt werden.
Auch die Medien tun das, um Klicks und Aufmerksamkeit zu kriegen.
Das ist abstoßend und widerlich. Es ist ein narzisstischer Missbrauch.
Es geht nicht in erster Linie um die Sache selbst, sondern wie man selbst sich damit lautstark positioniert und darstellt.
Putin ist DAS BÖSE schlechthin (allein wie schnell der Hitler-Vergleich kam, der, wenn es um das Niveau jetzt ginge, schon zig Mal nach dem 2.WK hätte verwendet werden können), und derjenige, der das täglich postet, steht erhaben und strahlend
da- und genau darum geht´s auch vielen.
Nicht allen, aber auch hier ist das bei einigen so.
Das verwischt die Massstäbe und entwertet teils auch die Opfer der Vergangenheit, wie "menschenrechte.org" nach meiner Meinung ganz richtig feststellt im Zusammenhang mit der inflationären Verwendung des Begriffes "Genozid".
Darum geht´s mir.
Für die Selbstdarstellung wird der Respekt vor früheren Verbrechen geopfert, in dem so getan wird, als sei das, was in der Ukraine passiert, mit nichts mehr vergleichbar.
Wie gesagt, meine Meinung.
Und das Feld für dieses Gebaren zu räumen, das sehe ich nicht ein.
Das habe ich schon während Corona überall gesehen, dass Leute deswegen nichts mehr gesagt haben in Kommentarspalten, auch und grade in seriösen Medien, und jetzt wieder.