Russland greift Ukraine an

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Ich verstehe das nicht, warum Leute nicht sagen dürfen, dass sie RU als militärisch überlegen betrachten und die Ukraine sich überlegen sollte, wie lange und bis zu welchem Punkt sie gegenhalten wollen.

Darf man doch sagen. Ich sehe niemanden, der dieser Aussage vehement widerspricht. Ich sehe niemanden, der behauptet, due Ukraine würde sicher Russland aus dem Land rausdrängen können.

Das Problem ist aber: Was folgt daraus? Es wird eben nicht nur das geäußert, sondern da wird dann auch mit angedeutet, dass es wohl besser wäre, die Ukraine würde aufgeben und der Westen sollte die militärische Unterstützung einstellen. Tatsächlich ist es eben ein Zweig der Gegner der Waffenlieferungen, die meinen, dass es eh keinen Zweck hätte, und die deswegen die Kapitulation bevorzugen.

Und es geht dabei ja nicht nur um ein paar Gebiete - 10%-20% des bisherigen Staatsgebietes - sondern auch um einige Freiheiten der Ukraine. Und Russland wird sich nicht mit halben Sachen zufrieden geben, wenn die Ukraine aufhört sich zu wehren.

Man kann doch auch in den Raum stellen, dass man den Ukrainern irgendwann eine Teilung vor Tötung von noch mehr Zehntausenden empfiehlt, wenn man das wirklich als sinnlos und grausam empfindet und sich ein jahrelanger Stellungskrieg abzeichnet. Nicht jetzt, aber wenn es sich halt noch ewig hinzieht.... kann doch sein, dass es so ausgeht.
Kann einfach passieren, dass ihnen nicht anderes bleibt irgendwann, obwohl man es ihnen natürlich nicht wünscht.

Natürlich kann es so sein, dass es so ausgeht. Wie gesagt: Niemend hier behauptet, die Ukraine würde sicher vollends erfolgreich sein. Aber auch wieder die Frage: Was folgt daraus? Wie soll die Ukraine oder der Wetsen Verhandlungen darüber einleiten? Denn, sobald die Ukraine sich nicht mehr wehrt, wird Russland sich nicht mit ein paar Gebieten begnügen, sondern es wird versuchen seine komplette Kriegsziel- Liste durchzusetzen.

Und dass sie sich die Teilung bezahlen lassen sollen vom Westen, als Unterstützung, Entschädigung, wie auch immer man es nennt, weil sie die Köpfe auch für den Westen hingehalten haben.
Das fände ich okay, nur nicht für Ewigkeiten...

Entschädigung kann nur für etwas bezahlt werden, was man selbst verbockt/verbrochen hat. Und, also dem Westen, trifft an diesem Krieg oder einer damit einhergehenden möglichen Teilung des Landes, aber keinerlei Schuld. Es ist und bleibt Russland, was die Ukraine angreift und so versucht seine Ziele durchzuboxen.
Unterstützung wird es geben müssen. Die Größe davon hängt aber auch daon ab, wie stark die Ukraine betroffen sein wird. Der Wirtschaftsschaden wird um einiges größer sein, wenn eben Gebiete mit wichtiger Wirtschaftsinfrastruktur - wie z.B. Seehäfen - wegfallen. Dann müsste sich die Ukraine nicht nur wieder aufbauen sondern auch wirtschaftlich fast komplett neu erfinden und aufstellen. Stell Dir vor, von Deutschland würden die nördlichen 20% abgeschnitten werden. Das würde das Land auch nicht so einfach wegstecken.

Was bei alldem implizieren soll, dass man auf Russlands Seite ist, wirklich, keine Ahnung, was das soll.

Man ist dann auf Russlands Seite in dem Sinne, dass man andeutet, Russland den Sieg einfacher zu machen zu wollen.

Und, wenn man dann z.B. wie @Underdog, das ukrainische Volk als "egoistisch" u.ä. betitelt, weil sie in die EU wollen - was den ganzen Schlammassel anno 2014 erst ausgelöst hat - liegt eine Putin-affinität schon durchaus nahe. Es ist das gute Recht des Volkes, sich eher Richtung Eu zu orierntieren, ohne dass das negativ geframt wird, weil das Putin so stark getriggert hat, dass er u.a. deswegen einen Krieg anzettelt.
 
ch verstehe das nicht, warum Leute nicht sagen dürfen, dass sie RU als militärisch überlegen betrachten und die Ukraine sich überlegen sollte, wie lange und bis zu welchem Punkt sie gegenhalten wollen.
Die Überlegenheit ist doch einfach eine Tatsache, die unumstritten ist,
Bei wem "unumstritten"? Doch allenfalls bei den Propagandisten im Kreml und bei den Hetzern im russischen TV.
Und auch an dich die simple Frage von JV, die bereits @Underdog verstummen ließ. Vielleicht fällt ja dir ja was halbwegs Gescheites ein, bin ganz Ohr. :rolleyes:

Wenn Russland tatsächlich so "unumstritten" überlegen, wie ihr beide behauptet - Warum ist die Landnahme Russlands bereits nach wenigen Monaten zum Erliegen gekommen und warum legt Putin seitdem kontinuierlich den Rückwärtsgang ein? Im Moment sieht es sogar so aus, dass er gehörig Wasser saufen geht.

Was hast du davon, hier Kreml-Propaganda zu verbreiten?

Bei @Underdog ist mir das schon klar. Ihm gehts darum, sich in den Mittelpunkt des Threads zu bringen, indem er provoziert. Er hat erkannt, dass das funktioniert, und bringt seine drei Phrasen (1. Überlegenheit Russlands, 2. Ukraine soll das Besteck abgeben oder sich mindestens aufteilen lassen und 3. Wenn nicht, setzt Russland sowieso Nuklearwaffen ein) immer häufiger und intensiver zu Papier.

Als Troll kann man sich sicher sein, dass man in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerät, indem man sich auf die Seite der Faschisten schlägt. Von dir habe ich zeitweilig gedacht, dass du es reflektierter angehen lässt. Was aber wohl eine Fehleinschätzung war, da du alle drei Narrative von @Underdog teilst. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Russland ist strategisch, organisatorisch sowie moralisch schlecht aufgestellt.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie militärisch nicht doch stärker sind.
Sie haben Waffen in petto, die sie bisher nicht einsetzen.
Das ist kein Märchen, auf das man dann wieder mit Hohngelächter reagieren muss ("Ach, wie die Wunderwaffe von Hitler ja?" und ähnlicher Quark. Nichts von heute ist mit damals vergleichbar). Das ist Realität. das kann jeder bei Wikipedia und überall nachlesen.
Ich persönlich fürchte, dass sie sie in dem Moment einsetzen werden, in dem sie in Gefahr sind,
tatsächlich besiegt zu werden.
Deswegen ist das eingefrorene Konflikt-Szenario (ewiger Naher Osten in der Ukraine) noch die harmlosere
Variante.

Wäre das alles nicht so, gäbe es diese Befürchtungen und Gründe nicht, wären die USA längst dort, vllt sogar mit der gesamten NATO.
Denn nichts läge mehr in westlichem Interesse, als Russland schnell da rauszudrängen- wenn es denn so einfach wäre, wie
all die Sofa- Fachleute hier und anderswo meinen und herumposaunen.
Das ist es aber nicht. Man riskiert es nicht, und zwar, weil es zu gefährlich ist.

Man gewöhnt sich an diese Situation und das macht die Fehleinschätzungen.
Aber Gott sei Dank nicht bei denen, die wirklich Ahnung davon haben und die Entscheidungen treffen....!
 
So wirklich viel mehr als die Gebiete in denen schon die Separatisten waren, hat Russland ja nicht gerade erobert.
In den Separatisten Gebieten hatten sie leichtes Spiel und wie gesagt, drüber hinaus haben die Russen nicht gerade viel eingenommen.
Zur Zeit ist Russland ja eher bemüht die bestehenden Gebiete in russischer Hand zu veteidigen und zu festigen.

Von einer überlegenen russischen Armee kann man wahrlich nicht wirklich reden, wenn man dann auch noch bedenkt, dass bei Mariupol und Bachmut maßgeblich die Wagner-Gruppe an der Einnahme beteiligt war.
 
Russland ist strategisch, organisatorisch sowie moralisch schlecht aufgestellt.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie militärisch nicht doch stärker sind.
Sie haben Waffen in petto, die sie bisher nicht einsetzen.
Das ist kein Märchen, auf das man dann wieder mit Hohngelächter reagieren muss ("Ach, wie die Wunderwaffe von Hitler ja?" und ähnlicher Quark. Nichts von heute ist mit damals vergleichbar). Das ist Realität. das kann jeder bei Wikipedia und überall nachlesen.
Ich persönlich fürchte, dass sie sie in dem Moment einsetzen werden, in dem sie in Gefahr sind,
tatsächlich besiegt zu werden.
Deswegen ist das eingefrorene Konflikt-Szenario (ewiger Naher Osten in der Ukraine) noch die harmlosere
Variante.

Wäre das alles nicht so, gäbe es diese Befürchtungen und Gründe nicht, wären die USA längst dort, vllt sogar mit der gesamten NATO.
Denn nichts läge mehr in westlichem Interesse, als Russland schnell da rauszudrängen- wenn es denn so einfach wäre, wie
all die Sofa- Fachleute hier und anderswo meinen und herumposaunen.
Das ist es aber nicht. Man riskiert es nicht, und zwar, weil es zu gefährlich ist.

Man gewöhnt sich an diese Situation und das macht die Fehleinschätzungen.
Aber Gott sei Dank nicht bei denen, die wirklich Ahnung davon haben und die Entscheidungen treffen....!
Russland hat rund 2.000 Panzer verloren und muss auf Bestände aus Sowjetzeiten zurückgreifen.
Auch das gehört zur Wahrheit mit dazu.
Russland beißt sich an der Ukraine die Zähne bislang aus.
Und welchem Land hat der russische Propagandaapparat noch nicht mit nuklearer Vernichtung gedroht?

Weder die Nato noch die USA haben eine Interesse an einem Krieg mit Russland.
 
Auf dem Papier mag Russland im Bezug auf die Zahl der Soldaten und Kriegsgerät überlegen sein

Die Überlegenheit wird aber an den Erfolgen gemessen.

Vom Papier her, hätte die Ukraine schon untergegangen sein müssen
 
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Und welchem Land hat der russische Propagandaapparat noch nicht mit nuklearer Vernichtung gedroht?
Medwedew haut so ziemlich jeden zweiten Tag eine Atombomben-Drohung gen Westen raus. Jemand sollte diesem Schulabbrecher mal erklären, dass eine Drohung genau dann an Wirksamkeit einbüßt, wenn man sie pausenlos wiederholt.

Außerdem gibt es da noch die bucklige Verwandtschaft Putins, zum Beispiel seine beiden Töchter, die hier im Westen rumlungern, und die er bei einem Einsatz von A-Waffen gleich mitpulverisieren würde.
 
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