Joey
Sehr aktives Mitglied
Man kann nix machen.
So ist es ja.
Die Frage die sich mir stellt welche Vorteile, da Waffen bringen
Sie halten die Ukraine wehrfähig, so dass sie nicht sofort bedigungslos kapitulieren müssen.
Schlimmsteinfalls zögern sie damit nur das unvermeidliche hinaus.
Bestenfalls hilft diese gewonnene Zeit dabei, dass Russland ein stärkeres Anliegen hat, abzuziehen, so dass Putin eben tatsächlich auch Kompromissbereitschaft zeigen könnte dadurch.
Die Ukraine selbst entscheidet, wie lange sie kämpfen wollen und diese (wahrscheinlich geringe) Chance probieren. Keine Waffen zu liefern bedeutet, dass wir für die Ukraine entscheiden, dass sie sofort bedingungslos kapitulieren sollen.
Sind ja nun nicht nur Waffen, sondern auch Racheversprechen.
Militärische Ziele nahe der Grenze anzugreifen, zähle ich durchaus auch zu Selbstverteidigung - auch, wenn sie selbst in der Ukraine "Rache" genannt werden.
Wenn die Ukraine dabei auch zivile Ziele angreifen sollte, ist das natürlich auch ein Kriegsverbrechen und als solches nicht zu dulden.
In wie fern könnte all das helfen?
Eine geringe Chance gegenüber KEINE Chance.
Die Verhandlungsposition verbessern?
Ja, bestenfalls. Falls es für Putin bzw. Russland "zu teuer" wird auch weiter zu kämpfen, so dass sie zu dem Schluss kommen, dass ein echter Kompromiss für sie dann doch auch besser wäre.
Bis jetzt ist ja nicht so, das Putin irgendwie eingeschüchert wirkt.
Ja. Er ist militärisch klar im Vorteil.
Als Reaktion stellt er seine Leute in Russland auf Weltkrieg ein.
Muss nicht das schlimmste bedeuten aber ich würde es so werten, das er sie auf langen Krieg eunstelkt und Nato ist schuld wegen den Waffen.
Natürlich möchte er, dass das ganze schnell geht. Anfänglich dachte er, seine Ziele wären binnen zwei Tagen erreicht.
Halten wir fest:
Der einzige, der einen Waffenstillstand anfangen kann, ist nur Russland. Die Ukraine kann bestenfalls bitten - mehr nicht. Und aktuell ist das einzig mögliche Verhandlungsergebnis die totale bedingungslose Kapitulation der Ukraine. Und das ist KEIN Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können, sondern bedeutet das Ende der Demokratie in der Ukraine wie auch mittelfristig das wirtschaftliche Ende des Landes. Und auf weniger wird sich Putin in der aktuellen Situation nicht einlassen.
Wer das Ende der Waffenlieferungen fordert oder wünscht, soll wenigstens diesem Umstand in die Augen schauen und ebenfalls klar und ehrlich benennen und nicht so tun, als würde da ein echter ehrlicher Kompromiss bei rauskommen.
Tu also nicht so, als könne die Ukraine einfach einen waffenstillstand anfangen, und sie müsse ja in Verhandlungen nicht allem zustimmen etc. Wirf der Ukraine nicht vor, dass sie kein Waffenstillstand anfängt. Tu nicht so, es wäre einfach ein Konflikt zwischen zwei etwa gleichstarken Parteien... aber beide wollen einfach kämpfen und nicht verhandeln. Wenn die Ukraine eine kleine Chance auf Fortbestehen etc. haben will, dann kann sie aktuell nichts anderes tun, als kämpfen.
Und ja: Weiter kämpfen bedeutet leider mehr Bomben, mehr Zerstörung, mehr Tote und mehr direktes Leid. Diesem hässlichen Umstand muss man natürlich auch ins Auge blicken. Die Ukraine selbst sollte entscheiden - mindestens länger - wieviel sie kämpfen wollen.