Religiöser und areligiöser Fanatismus

Das ist keine Frage der Quantität

Mit Quantitäten über religiöse Ansichten werden wir eigentlich überschüttet, wo wir nur hinsehen, was meines Erachtens einen Grad des Fanatismus längst erreicht hat. Beispielsweise standen letzten Samstag, der ja recht sonnig war, in der Hauptfußgängerzone meiner Stadt gleich drei Anbieter ihrer religiösen Ansichten. Im Vorbeigehen schnappte ich bei den Zeugen Jehovas auf, dass eine Anhängerin zu einem Passanten sagte, mit dem sie ins Gespräch gekommen war, man solle Gott ja lieben. Zwar ist diese Ansicht weit verbreitet, doch überschüttet sie gerade dadurch einen außenstehenden Menschen, der sich psychisch diesem verübten Druck gar nicht erwehren kann.

Hingegen ist ein qualitatives Reden gar nicht vorhanden, man weiß ja gar nicht, was das in religiöser Hinsicht eigentlich bedeutet. Es ist vielmehr so, dass Qualität mit einer Flut von Quantitäten verwechselt wird, welche den Menschen nur zu erdrücken versucht.
 
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Mit Quantitäten über religiöse Ansichten werden wir eigentlich überschüttet, wo wir nur hinsehen, was meines Erachtens einen Grad des Fanatismus längst erreicht hat.
ja das passiert immer wieder - was sagt uns das? Ganz sicher nicht, dass religiöse Erfahrungen Unsinn sind, sondern dass Menschen in allen möglichen Bereichen, egal ob kirchlich, esoterisch, politisch oder sonstwie nicht bereit sind in die Tiefe eines Gespräches und auch des eigenen Seins einzusteigen.

LGINti
 
ja das passiert immer wieder - was sagt uns das? Ganz sicher nicht, dass religiöse Erfahrungen Unsinn sind, sondern dass Menschen in allen möglichen Bereichen, egal ob kirchlich, esoterisch, politisch oder sonstwie nicht bereit sind in die Tiefe eines Gespräches und auch des eigenen Seins einzusteigen.

Das ist ja mal ein ordentliches Machtwort. :thumbup:

Aber ich möchte bei der weit verbreiteten Ansicht, man solle seinen Schöpfer lieben, einmal bleiben. Wie ist die Qualität der Aussage denn eigentlich einzuschätzen und woran ließe sich das erkennen?
 
@Solis
Aber ich möchte bei der weit verbreiteten Ansicht, man solle seinen Schöpfer lieben, einmal bleiben. Wie ist die Qualität der Aussage denn eigentlich einzuschätzen und woran ließe sich das erkennen?
Es ist eine Aussage zur Überheblichkeit oder Demut eines Menschen - solange der Mensch nicht alles was ist erschaffen kann, gibt es Kräfte die sein Können übersteigt - momentan ist die Menschheit lediglich dabei, Erkenntnisse zu erlangen.

LGInti
 
Ja der Mensch hat ein großes Potential, aber es ist verkümmert, da er sich bisher um anderes gekümmert hat.

LGInti
 
Aber ich möchte bei der weit verbreiteten Ansicht, man solle seinen Schöpfer lieben, einmal bleiben. Wie ist die Qualität der Aussage denn eigentlich einzuschätzen und woran ließe sich das erkennen?

Es ist eine Aussage zur Überheblichkeit oder Demut eines Menschen ... momentan ist die Menschheit lediglich dabei, Erkenntnisse zu erlangen.

Gut, kann denn die Aussage eine Folge einer Erkenntnis sein? Fehlt der Erkenntnisweg, bleibt Fanatismus übrig. Wie also kann der Weg dorthin beschritten werden?
 
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Gut, kann denn die Aussage eine Folge einer Erkenntnis sein?

ja kann sein - Erkenntnis heißt Bewusstwerdung von Zusammenhängen.

Der Ausgangspunkt war, im Vorbeigehen an einem Stand der Zeugen Jehovas das Aufschnappen der Aussage, man solle seinen Schöpfer lieben. Wir wissen nicht, ob die Aussage hinreichend begündet wurde, aber die Erfahrung lehrt, dass solche Aussagen ohne hinreichende Begründung gemacht werden, denen eine "Bewusstwerdung von Zusammenhängen" fehlt.
Ich frage nun, ob es eine Möglichkeit zur Erkenntnis gibt und wie sie aussehen kann.
 
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