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Reden wir übers Leben

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von Eiwa, 4. Juli 2020.

  1. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    17. Februar 2005
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    Ich kann mich einfach nicht unterordnen oder anpassen. Ich habe heute meinen Job verloren, weil ich an meinem zweiten Tag gesagt gabe, dass ich mich unterfordert fühle". Einen Tag darauf habe ich die Kündigung erhalten.
    Es war ein Job, für den ich nicht Qualifiziert war, es beim Vorstellungsgespräch klar und deutlich bekannt gab und trotzdem haben sie mich genommen.
    Als ich den Satz sagte, wusste ich, ich sollte es nicht sagen, ich tat es trotzdem und wusste gleich, dass mir am nächsten Tag gekündigt wird. Ich wusste sogar, als ich die Bewerbung abgesendet habe, dass ich den Job kriegen werde.
    Und als sie mich nahmen, wusste ich, es wird nicht lange halten.

    Meine Frage: hätte mir das nicht erspart bleiben können?
    Ich weiß, wenn ich solche Sätze sage, dass es nicht gut enden wird. Irgendwas in mir automatisiert sich in dem Moment, als hätte ich ein kleines Demon in mir sitzen und ich sage es, obwohl ich es bewusst wahrnehme, davor und danach, wie das enden wird.

    Ich habe diese alltägliche Nettigkeitslügen satt, wie " ja, es passt schon, ist nicht so schlimm, es war schön mit euch". Anstatt viele andere Sachen zu sagen. Das ist auch, wie ein Automatdemon, das in jeden von uns sitzt.
     
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  2. Schöpfung

    Schöpfung Sehr aktives Mitglied

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    Servus,
    spontan fällt mir ein: du hastn falschen Job gewählt, in einer falschen, für dich nicht die beste Position bzw müsstest du wohl eher in die Selbstständigkeit, wenn du dich nicht unterordnen kannst.

    Gute Intuition bzw hast du/dein Bewusstsein schon alles festgelegt und alles ist so eingetreten, wie erwartet/gewollt. Kenne das aus eigener Erfahrung. Vllt sollte da der Fokus zu eine Arbeit, die du gerne machst und wo du dich eben nicht unterordnen musst. :)

    Diese "Nettigkeitslügen" sind Gewohnheitsfloskeln um Empfindungen auszutauschen. Ansicht eine schöne Idee, wenn man nicht das Gefühl hätte, dass es eben wirklich nur Floskeln sind und das Gegenüber sich nicht wirklich für die Gefühle des anderen interessiert. Dennoch danke ich immer für solche nettigkeiten, da man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren sollte bzw doch und ich versuche nur das Gute in jedem einzelnen zu sehen. Und wenn ich mal nichts Gutes sehen kann, so lasse ich diesen Menschen in Liebe gehen.

    Wie Jesus sagte: Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.

    Was würdest du denn für andere Sachen sagen wollen?

    Du hast dich also in einem Job für den du nicht qualifiziert warst unterfordert gefühlt? Also war der Job über deiner Qualifikation? Oder warst du überqulifiziert?

    Wie dem auch sei: Ich denke du hattest die Rahmebbedingungen bereits selbst festgelegt und alles ist so gekommen, wie es kommen sollte.

    Und nun: einen herrlichen, friedvollen, glücklichen und sonnigen Tag gewünscht :flower2:
     
  3. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    @Schöpfung
    ich bin Forscherin, sowohl nach meinen Interessen, als auch nach meiner Ausbildung. Ich habe etwas anderes gelernt, als eine BMA(Biomedizinische Analytikerin). Da in Österreich für die Forschung kein Geld vorhanden ist, gibt es keine Jobs.

    Das AMS hat mir den Jobvorschlag gesendet, da muss man sich bewerben. Die Ausbildung ist ungefähr so, als würde eine Floristin als Bäuerin anfangen. Sie hat eine Theorie darüber, was eine Tomate ist, nur muss ihr jemand erklären, wie man die Tomate richtig plegt/gießt etc. Auch wenn das für die Bäuerin 1x1 ist, ist es für die Floristin nicht. Die hatte andere 1x1 gelernt.

    In der Arbeit habe ich dann zwei Tage damit verbracht, Harn aus Harnbechern in Röhrchen zu schütten. Dazwischen bin ich stundenlang herumgesessen und gewartet, dass Harn kommt.
    Ich habe gefragt, ob es Unterlagen gibt, wo ich über Sachen nachlesen kann, die ich nicht weiß? "Nein".

    Die Stunden des Nichtstuns haben mich frustriert. Ich habe gefragt, ob ich etwas tun kann - nein.
    Und irgendwann sagte ich, dass ich mich unterfordert fühle.
    Der Job hat mich geistig mächtig unterfordert, das Nichtstun war tödlich. Die Hygienebedingungen ebenso.
    Wir hatten tägluch viele COVID19- Abstriche. Die wurden im Labor beim Umordnen mit der bloßen Hand, ohne Handschuhe angefasst, umgesteckt, dann mit der selben Hand, ohne Desinfektion Telefon abgehoben, auf dem PC getippt.
    Dann hatten wir Harnproben mit Clamydien - der Überschuss wurde in den Waschbeckenabfluss gegossen.
    Wir hatte Spernienproben, da wurde ohne Handschuhe, ohne Maske damit gearbeitet, die Kollegin zieht nicht gerne Handschuhe an. Es wurden auch in Sperma COVID19 nachgewiesen.
    Keine Klimaanlage im Labor, wenn COVID19 Erreger un der Luft sind, muss sich die Luft bewegen, weil COVId sich hauptsächlich durch Aerosole verbreitet. Aerisole sind extrem kleine Tröpfchen, die z.B. auch schon beim Sprechen entstehen und stunden lang in der Luft bleiben, wenn sich die Luft nicht bewegt.
    Sie machen in jede dritte Woche COVID-Abstriche für Mitarbeiter. Unter den Bedingungen sollten sie mi destens jede Woche einen Abstrich machen.
    Ich bin COVID negativ. Als ich das Ergebis erhalten habe, dachte ich "noch, aber wie lange?"
    Neben der Hygienebedingungen einer Mikrobiologielabor, wie ich es gewohnt bin, war das ein Horror-Schweinestall.

    Ich hätte den Job gemacht, weil es endlich ein Job war.
    An Selbstständigkeit habe uch auch gwdacht, in meinem Beruf nicht möglich, ohne ein Milliardär zu sein.

    Ich frage mich immer noch, was ich aus der Situation zu lernen habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2020
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  4. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien
    Spermienproben wurden von Männern abgegeben, die wegen Kinderwunsch gekommen sind, auch die wurden auf Geschlechtskrankheitserregern untersucht. Der Raum war ein stickiger abstellkammerlgoßer Raum, ohne Fenstern und Klimaanlage, von innen absperrbar. Ich habe keine Abdeckung auf dem Sessel gesehen. Ich kann mir vorstellen, dass die Männer dabei die Maske abnahmen.
    Es waren drei Probenabgaben pro Tag vorgesehen.
    Der Vorgänger hat den Raum vollgeatmet - der nächster hat dann die Mögluchkeit, sich mit COVID anzustecken. Mahlzeit. Hast ein Kinderwunsch und kruegst eine Ansteckungsmöglichkeit als Draufgabe.
    COVID-Abstrich hat die Kollegin bei uns in dem Raum gemacht - ohne Maske. Die selbe Kollegin isst und trinkt auch im Labor. Das ist verboten wegen Ansteckungsgefahr.
    In meinem Bereich ist das ein Kündigungsgrund, wenn man Proben ohne Handschuhe anfasst, im Labor isst und trinkt. Bzw. in meunem Bereich ist der PC in einem abgetrennten Raum und Klimaanlage ist Grundausstattung.
     
  5. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

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    vielleicht das du schon früher auf dein Bauchgefühl hören solltest,
    der Job kann nichts dafür das du dich dort beworben und angefangen hast.
    Egal wie der Job war, für dich nicht der Richtige.


    ich denke auch deine Vorstellungen können als Job gefunden werden, ich bemerke aus deinen Sätzen eine Resignation......
    arbeitslos...musste job nehmen.....musste mich bewerben.....

    nein musst du nicht....
    aber wegen dem Geld hast du es getan

    warum gehst du nicht los und erweiterst deine Arbeitssuche?
    formuliere für dich genau was du kannst und machen willst und dann suche danach,
    niemand hindert dich doch selber den passenden job zu suchen?

    aber ansonsten hört sich das auch an, als wenn du im selbstständigen Bereich besser aufgehoben bist, auf Grund von Anpassungsschwierigkeiten.
    kannst du nicht auf selbstständiger Basis dich einbringen irgendwo?
    und dann die Rechnung schreiben?
    in Firmen ist Anpassungsfähigkeit im Team sehr gefragt und oftmals sogar ein Eingangskriterium noch vor dem Können.


    ansonsten wünsche ich dir viel Glück bei der Suche.
     
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  6. Schöpfung

    Schöpfung Sehr aktives Mitglied

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    Aussen hui, inn pfui...

    Gibt es die Möglichkeit das irgendwo zu melden?
    Vllt solltest du deine Erfahrungen als Bericht zusammenfassen, ggf. dir mal noch andere Labore jobmässig zu Gemüte führen und auch darüber Berichten. Hmmm.. echt krass was in diesem Labor abgeht.
     
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  7. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

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    was ärgert dich so daran? (bist du sauer weil du gekündigt wurdest?)
    dann ist doch die Firma die die das zulässt,

    was meinst du mit *deinem * Bereich?
     
  8. Wellenspiel

    Wellenspiel Guest

    Für mich klingt das alles hervorragend. Ja, füttere diese Dämonen nicht weiter.
    Da du dich ja offenbar damit noch herumquälst:
    Dass du richtig gehandelt hast.
     
    Eiwa und flimm gefällt das.
  9. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

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    dann sollten aber auch Bilder dazugehören,
    sachliche Berichterstattung,
    und eventuell sich über strafrechtliche Bedingungen erkundigen, was ist erlaubt und was ist strikt nicht erlaubt,
    wie ist die firmenvorgabe und wie sah es aus.
    Verstösst man gegen einen selbst eingegangenen Vertrag?
    (schweigepflichten usw.)
     
  10. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    @flimm dieser Job war die Erweiterung meines Suchspektrums, weil das, was ich machen will, nicht/noch nicht in Österreich gibt - und ich dachte ich mache halt auch andere Sachen.
    Ja, Resignation war/ist mit dabei.

    Ich habe seit mindestens zehn Jahren eine Idee, wo es mich so unglaublich hinzieht, dass es schmerzt. Bis vor einem Jahr wusste ich noch nicht, wie ich das realisieren soll. Ich habe um Führung gebeten und ich habe meine Antwort erhalten. Und eigentlich hat mich das Leben bisher so geführt, dass ich die Fäden parallel zu verschiedene Zeiten gegangen bin und eines Tages ist mir die Erkenntnis aufgegangen, dass die verschiedene Fäden verknüpfbar sind. Es sind zwei sehr verschiedene Bereiche, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Beide Bereiche haben immer eine Faszination auf mich ausgeübt, sodaß ich die folgen musste. Einen Bereich habe ich studiert und abgeschlissen. Der zweite Bereich hat sich vollkommen zufällig ergeben. War aber dann doch der Hauptzutat, oder die ErdäpfelSuppe im Topf, wenn man den Topf am Herd hat und eigentlich Erbseneintopf machen will, aber daraufkommt, dass die Erdäpfelsuppe besser als Erbsen sind, und weil das Leben Erdäpfeln statt Erbsen gibt, weil man die Erdäpfel vorher nicht gekannt hat. Und plötzlich hat man das innere Erlösungsgefühl, "oh ja, ich brauche unbedingt Erdäpfel!". Dann hat man die Erdäpfel über viele Jahre, sie lassen nicht locker, man liest darüber, man hat sie daheim. Und eines Tages wird klar, "OMG! ja, genau, das Essen, was man habem wollte ist eine Erdäpfelsuppe!" Aber das Feuer, das man dafür braucht gibt es noch nicht. Diese Arbeitsgruppe in Slowenien hat aber schon eine Idee und sie haben es schon gepostet. Ich will an diesem Feuer arbeiten. In Metaphern erklärt natürlich :).

    Ich habe die Forschungsgruppe, die im Ausland ist, in Slowenien, genauer gesagt, auch angeschrieben. Noch keine Antwort erhlaten. Ich bin auch bereit, im Ausland zu arbeiten.

    Ich habe Schwierigkeiten, daran zu glauben, dass ich in eine Gruppe reinkommen kann, wo man das macht, was ich machen will. Das liegt wahrscheinlich daran, dass meine Mutter mir das meiste untersagt hat, was ich mir gewünscht habe und ich aufgehört habe meine Wünsche zu äußern, oder sie zu erkennen - und wenn ich sie erkannt habe, danach zu fragen. Dann mache ich immer das, was man halt so macht. Das ist dann etwas, was ich nicht machen will und mein Inneres ist dagegen, will es nicht machen, rebelliert dagegen. Im großen und ganzen ist das der Wurzel von allem - auch von meiner sogenannten kleinen Unangepasstheit.

    Ganz unangepasst bin ich auch wieder nicht. Ich habe nicht andauern die Klappe offen :).
    Vielleicht haben sie, an meinem neuen Arbeitsplatz mein Entsetzen auch mitgekriegt darüber, wie sie mit Proben umgehen - mein Mund blieb buchtsäblich offen, meine Augen weit aufgerissen, als ich gehört habe, dass sie die Harnproben einfach in den Abguss kippen. Mein Mund war immer noch offen, als ich nachgefragt habe, ob sie wenigstens für die Blutprobenentsorgung einen Spezialbehählter haben. Da haben sie auch schon anders geschaut.
    Ich trage immer schwarze Kleidung, ich kann einfach nicht rosa oder andere Farben anziehen, nur damit ich angepasster bin und damit mich die Menschen mehr mögen. Wenn die Arbeitskleidung weiß ist, ziehe ich das selbstverständlich sofort an, bin aber nicht bereit für die Strasse Kleider zu kaufen, die ich nicht gerne tragen möchte. Was ich normalerweise trage, sind normale T-shirts und eine normale Jeanshose und meistens Martens, oder normale Schuhe, nur eben in schwarz. Ich wurde auch schon oft gefragt, warum ich schwarz trage. Es ist eine Farbe, wie jede andere und ich fühle mich wohl damit. Es gibt mir Ruhe. Bunte Kleiden machen mich zu wirbelig und unkonzentriert, es ist für mich zu aufregend, zu ablenkend. Und das zweite ist, wenn ich nach langer Zeit unzufrieden bin, sage ich es irgendwann doch. Also, ein wenig unangepasst eher, nicht zu sehr. Ich werde an der Art, wie ich es in der Zukunft sage, arbeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2020
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