Politik-Sexismus-Journalismus

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Erstens ist dies überhaupt nicht so gewesen, wie Du es vermutest und selbst wenn sie nackig dagesessen hätte, hätte der alte Mann seriös reagieren können.

LG
Any

Ja, der alte Mann und Mensch hätte vielleicht, aber von Tieren dürfen wir das doch nicht erwarten. Verstehe du doch bitte Evy, wenn sies schon selbst nicht kann. :)
 
Jetzt hast du viel geschrieben, doch hast du in diese Fiktion einen Makel hineingearbeitet, auf den ich nicht antworten kann, weil ich "absolut" GEGEN jedwede Form der Anpassung und Gleichheite eingestellt bin. Wie könnte ich da dir also eine sinngerechte Antwort zeigen? Geht nicht. Selbst, wenn ich mich versuchen wollte, hineinzudenken, es würde nicht funktionieren, denn allein schon das Können von angepasster Möglichkeit, relativiert die gegenteilige Einstellung. Der Rest ist dir eigentlich gut gelungen und diskussionswürdig. Nur wie gesagt, schreib es nochmal "ohne Anpassung", dann bin ich auch bereit für eine Antwort.

Hi Jack,

dieser Makel namens Anpassung, wie du ihn nennst... ist aber das non plus ultra in dieser Darstellung.

Schau, du ziehst dir jeden Morgen fleissig etwas über. Und kannst dir das noch in irgendeiner Weise zurechtlegen, wieso du es tust. Sprich, meinst AM Ende, du folgtest hier einem freien, selbstbestimmten Willen.

Der letztliche Grund, dass du es tust liegt schlicht an Anpassung und Nachahmung, die, merkwürdigerweise schlussendlich auch den Grossteil deiner Realitätsgestaltung sowie die Wahrnehmung für *richtig*, gut, falsch, böse usw... hervorbringen.


Wie könnte ich da dir also eine sinngerechte Antwort zeigen?

Wer will denn hier über Sinn und Unsinn entscheiden? Antworte oder lass es, oder tue beides gleichzeitig. Ist dir zumindest hier gelungen. :D


Selbst, wenn ich mich versuchen wollte, hineinzudenken, es würde nicht funktionieren, denn allein schon das Können von angepasster Möglichkeit, relativiert die gegenteilige Einstellung.

Tja, so ist das wohl. Erkenntnis ist, wenn du erkennst. Selbsterkenntnis ist, wenn du erkennst und die notwendige Konsequenz daraus ziehst, in deiner Handlung zb.. Dabei kann man sich ego (statt selbst *g) schon mal ins Aus schiessen. Höhö.

Ansonsten. So befremdlich das hier auch sein mag, dieses mein gewähltes Beispiel, aber es gibt sogar Branchen in denen dieses Szenario gar nicht so unüblich ist. Ich kenne einen Menschen aus der damaligen Boygroup Touché, seine Eintrittskarte für eine Karriere in diesem Geschäft wäre nach eigener Bekundung gewesen, erstmal einem international allgmein bekannten Titan der Szene gepflegt einen zu blasen. Er verweigerte und wurde aussortiert bzw. ausgetauscht.

Also nochmal die Frage: Was ist das? Du bist (relativ) jung, hübsch, frisch und zu dem im jeweiligen Bereich kompetent. Egal, ob nun Männlein oder Weiblein auf allen Seiten... es wird von elegant, vornehm und politisch korrekt sowie gesellschaftlich genehm bis hin zu ordinär und unverhohlen gefrotzelt und herabgewürdigt (objektiv...) oder aufgewertet (subjektiv, frag evy, zb :D)


Sind sexistische Anwandlungen nun menschlich oder männlich, zb.?

Nur wie gesagt, schreib es nochmal "ohne Anpassung", dann bin ich auch bereit für eine Antwort.

Blende halt aus, was dir nicht passt und antworte. Meine ich ernst. Ich möchte es anders nicht formulieren, denn wie gesagt ist gerade die Anpassung und das Hinterfragen ihrer hier der Schlüssel zu... ich möchte es mal... uns Menschen nennen.

Anders gesagt, wenn du hier so drauf pochst, dass DU es ja nicht so mit Anpassung hättest; ist dies ein indirekter Verweis auf die Selbstverantwortung der (nutzniessenden?) Frauen, die sich ja hätten schlicht nicht auf dieses Spiel der Geschlechter einzulassen brauchen?
 
Von Gerechtigkeit spreche ich sowieso nicht. Aus menschlich-individueller Perspektive glaube ich nicht, allerdings glaube ich an eine Art "spirituelle Gerechtigkeit", eine Art Ausgleich die das Ganze als Einheit in einem ständigen Prozess immer wieder verwirklicht.


Wenn wir hier dein Eingangspost nehmen, dann gehts doch auch vor allem um Gerechtigkeit, oder nicht?

Und spirituelle Gerechtigkeit? Du meinst sowas wie Karma?

eine Art Ausgleich die das Ganze als Einheit in einem ständigen Prozess immer wieder verwirklicht.

Finde ich so ganz schön formuliert. Nur, sind dann nicht wir die Handlanger eines Ausgleichs, der sich praktisch über uns und unsere individuellen Wünsche, Vorstellungen usw. hin vollzieht?

Frage: Was gibts denn so gesehen noch zu tun? Was bewegt dich zb. so einen Thread ins Leben zu rufen?

Unterm Strich haben wir ja nichts anderes als die eigenen Wertvorstellungen und natürlich auch viele Bewertungen die aus individuellen Schwächen resultieren, etwa aus Vorurteilen, resultieren.


Sehe ich anders. Unterm Strich bleibt uns nichts anderes übrig als unsere Wertvorstellungen einer übergeordneten natürlichen Ordnung anzupassen, früher oder später. Da gibt es also etwas, das unseren Wertvorstellungen überstellt ist. Nur, was ist das, (wenn du lust zu folgen hast)? Die Ausgleichende Gerechtigkeit, wie oben erwähnt? Gott, Natur... Liebe?

Und Bewertungen... resultieren die grundsätzlich aus Vorurteilen und individuellen Schwächen? Was ist mit einer Ausweisung von Gleichwertigkeit? Wie kann etwas "Schlechtes und Schlimmes" gleichwertig dem sein was "Gut und Harmlos" ist?

Klar sind Mann und Frau gleichwertig. Sind tun in dieser Definition ja auch nichts ausser Mann und Frau zusein. Und das nicht mal freiwillig. Aber sind es der Psychopathische Massenmörder und zb. Ghandi auch?

Und doch nochmal Hitler... du beschreibst, wie du wahrscheinlich unter den unterschiedlichsten Voraussetzungen reagieren und handeln würdest. Nach bestem Wissen und Gewissen... aber... als Symbol des Bösen schlechthin ist von vorneherein ja klar, dass er eben auch entsprechend geahndet werden müsste. Nur, wie vereinbart sich das mit einer "Gerechtigkeit als eine Art Ausgleich die das Ganze als Einheit in einem ständigen Prozess immer wieder verwirklicht." Gilt das dann nicht mehr allumfassend, auch ihn betreffend? Oder jetzt erstrecht?

Was ist hier das Ganze? Wie können wir überhaupt zu einer Erkenntnis dessen was Ganz (vollständig, unfragmentiert, unkaputt, erfüllt) ist gelangen bzw. sind dazu gelangt?

Ich frage das durchaus auch im Hinblick auf den Finger, den du in die Wunde "Timing" bzgl. Brüderle/Himmelreich legst.

Wir haben eine sehr ähnliche Definition von Respekt. Ich schrieb in diesem Thread dazu:

Es geht letztlich um Respekt... um das Abbauen von Unterschieden die da sind oder die man nur zu sehen glaubt oder sogar sehen will. In dem Moment wo einem klar ist, da steht einfach "nur" ein Mensch vor einem, mit all seinen Schwächen und Stärken, und letztlich verletzlich wie es jeder ist, geht man respektvoll mit jemandem um.

Ok. Eine Orientierung für das Soll gibt hier also die eingene Verletzlichkeit. Irgendwann gilt: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu. Nur... ist das bloss "beigebracht" oder selbsterkannt? Wenn es beigebracht ist und wurde, dürfte solch eine verlautbarte Erkenntnis wohl eher der Imagepflege gelten. Fällt die wie auch immer geartete Öffentlichkeit im Sinne des Regulativs weg, wars das auch schon mit der Lebbarkeit dieser holden Erkenntnis und wir könn(t)en uns gehen lassen.

"Selbsterkannt" aber ist da also etwas, das uns in der Isolationshaft des "Selbstbewusstseins" hingegen dennoch klare, für die Allgemeinheit verbindliche Ethik vermittelt, die auch unabhängig irgendeiner Imagepflege konsequent gelebt wird. Woher kommt sie und wieso ist sie verbindlich wenn doch nur in der Isolation erfahren? Was ist dieses "Ganze"? :)
 
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Wenn wir hier dein Eingangspost nehmen, dann gehts doch auch vor allem um Gerechtigkeit, oder nicht?
Ich denke, es geht vor allem um Respekt (und wir definieren Respekt ja sehr ähnlich). Wir Menschen sind fähig respektvoll zu sein und wir können auch aufrichtig respektvoll sein. Aber wir können nicht wirklich gerecht sein, weil wir nie das Ganze überblicken. Man kann natürlich sagen, dass Respekt zumindest eine Vorraussetzung ist um gerecht zu sein. Und Menschen nicht ständig und aufgrund von Vorurteilen in Schubladen zu packen ist sicherlich ein Anfang.


Und spirituelle Gerechtigkeit? Du meinst sowas wie Karma?
Nicht unbedingt so, wie Karma oft verstanden wird, also im Sinne von "Jetzt bin ich böse... im nächsten Leben kriege ich die Rechnung". Ich meine es eher so: Ich glaube, das alles eins ist und letztlich alles dasselbe... das allem Bewusstsein zugrunde liegt, dass sich auf vielerlei Art selbst erfährt und diese Formen (z.B. Dich und mich) dann wieder auflöst. Das in der Form gebundene Bewusstsein wacht auf wie aus einem Traum, und dieser Traum kann ziemlich fies oder auch schön gewesen sein, spielt danach aber keine Rolle mehr, da nur ein einziges Bewusstsein alles geträumt hat. Das bedeutet, dass aus unserer subjektiven und kleinen Perspektive eine Person durchaus die komplette A...-Karte gezogen haben kann und es für eine andere Person super lief... letztlich wurden beide von demselben "geträumt".

Und im Kleinen findet dieser Ausgleich immer wieder statt... eine Art Wechsel von "wach" zu "Traum", den wir kaum mitbekommen, wie ein Flimmern (vergleichbar mit aufeinanderfolgenden Bildern im Kino...erscheint wie ein Film, aber jedes Bild ist neu und dazwischen und darin eben Licht).



Finde ich so ganz schön formuliert. Nur, sind dann nicht wir die Handlanger eines Ausgleichs, der sich praktisch über uns und unsere individuellen Wünsche, Vorstellungen usw. hin vollzieht?
Man kann vermutlich genauso gut begründet sagen, wir seien die Handlanger des Ausgleichs wie auch, dass wir dem Ausgleich im Wege stehen...


Frage: Was gibts denn so gesehen noch zu tun? Was bewegt dich zb. so einen Thread ins Leben zu rufen?
Wenn ich da richtig liegen sollte, ändert das ja nichts an dem wie ich bin. Ich habe Interessen, Wünsche, Ängste, Stärken, Schwächen usw. Man kann sich dem Spiel ja nicht entziehen. Hab den Erleuchtungsknopf noch nicht gefunden der es mir gestattet friedlich lächelnd in einer Höhle zu vergammeln. :D


Sehe ich anders. Unterm Strich bleibt uns nichts anderes übrig als unsere Wertvorstellungen einer übergeordneten natürlichen Ordnung anzupassen, früher oder später. Da gibt es also etwas, das unseren Wertvorstellungen überstellt ist. Nur, was ist das, (wenn du lust zu folgen hast)? Die Ausgleichende Gerechtigkeit, wie oben erwähnt? Gott, Natur... Liebe?
Wir sehen das nicht so verschieden. Ich denke, das je bewusster man wird, desto weiter der Fokus wird, man immer weniger auf vordergründige Schein-Ursachen hereinfällt und Täuschungen damit immer weniger unterliegt. Probleme werden dann nicht mehr durch Kampf zu lösen versucht weil das keine dauerhaften Lösungen bringt sondern nur Verschiebungen. Nimm das Thread-Thema... Das ist Schein, die wirklichen Ursachen werden doch nicht nur nicht berührt, sie werden sogar verstärkt. Es gibt da m.A.n. bisher keine Gewinner aber einige die wirklich verloren haben. U.a. Brüderle und Laura Himmelreich. Beide werden extrem respektlos behandelt.


Und Bewertungen... resultieren die grundsätzlich aus Vorurteilen und individuellen Schwächen? Was ist mit einer Ausweisung von Gleichwertigkeit? Wie kann etwas "Schlechtes und Schlimmes" gleichwertig dem sein was "Gut und Harmlos" ist?
Philosophisch bzw. "übergeordnet" gesehen braucht es ja zwingend beides, damit diese Art der Erfahrung überhaupt möglich ist. Die Erfahrung von Auflösung einer Spannung kann man nur machen wenn die Spannung eben auch erfahren wird. Das lässt sich auf alles übersetzen... Alle Beziehungen z.B.. Wenn ein Mädchen mit 14 einen 14jährigen Traumprinzen trifft, vollkommenstes Vertrauen erfährt und das ultimative Liebesglück, was ist diese Erfahrung wert wenn sie das Gegenteil nicht mal im Ansatz kennt?


Klar sind Mann und Frau gleichwertig. Sind tun in dieser Definition ja auch nichts ausser Mann und Frau zusein. Und das nicht mal freiwillig. Aber sind es der Psychopathische Massenmörder und zb. Ghandi auch?
Aus meiner subjektiven Sicht nicht (nebenbei: Gandhi war nicht so heilig wie die meisten glauben, sondern ziemlich rassistisch). Aber übergeordnet glaube ich das schon. Wir brauchen für die Erfahrung die wir machen all diese Rollen. Wir tragen ja in uns selbst schon viele Rollen... nach und nach werden wir einige davon vielleicht los, manchmal ist es auch umgekehrt und ein Mensch mit sehr perfekter Kindheit kommt in Situationen (z.B. als Soldat in traumatische Kriegs-Situationen) die ihn psychisch so mitnehmen, dass er danach ein Psycho ist. Und mit Sicherheit kann jeder sagen: "Viele Fehler die ich in der Vergangenheit gemacht habe würde ich heute nicht mehr machen." Aber nur aus einem Grund: Man hat sie ja gemacht.


Und doch nochmal Hitler... du beschreibst, wie du wahrscheinlich unter den unterschiedlichsten Voraussetzungen reagieren und handeln würdest. Nach bestem Wissen und Gewissen... aber... als Symbol des Bösen schlechthin ist von vorneherein ja klar, dass er eben auch entsprechend geahndet werden müsste. Nur, wie vereinbart sich das mit einer "Gerechtigkeit als eine Art Ausgleich die das Ganze als Einheit in einem ständigen Prozess immer wieder verwirklicht." Gilt das dann nicht mehr allumfassend, auch ihn betreffend? Oder jetzt erstrecht?
Ich unterscheide da wirklich sehr zwischen dieser übergeordneten Sicht... aus dieser Perspektive wäre ich einfach ein kleines Rädchen im Getriebe. Was ich tue ist Teil des Spiels und ich bin entweder Teil einer Dynamik die zur Auflösung strebt ("das Gute") oder Teil einer Dynamik die Spannung erzeugt und aufrechterhält ("das Böse"). Für mich ist aber nicht immer einschätzbar welche Rolle ich spiele. In meinem kleinen Umfeld kann ich das noch überschauen, zumindest hoffe ich das. Aber in so einem gigantischen Hitler-Kontext kann ich das nicht und ich kann mich da auch kaum hineinversetzen. Der ideale Weg würde mir sicherlich nicht offenstehen (wirklich etwas zu verändern... Hitler und am besten gleich ganz Nazideutschland zu therapieren sozusagen). Alles andere würde ja wahrscheinlich nur eine Verschiebung bedeuten.

Beispiel: Wir leben heute und ich bin in die Vergangenheit gereist und habe Hitler ermordet. Ist es zwingend, dass das im Rückblick wirklich viel verändert hätte? Möglicherweise hätten wir heute die gleichen Resultate vor uns, würden aber eben nicht über Hitler (dann eine Fußnote der Geschichte) sprechen sondern von einem anderen der diese Rolle gespielt hat. Oder es hätte die Geschichte vielleicht nur zeitlich verschoben... keine Millionenfachen Morde an den Juden, kein 2. WK ab 1938... aber vielleicht 30 Jahre später etwas Ähnliches.



Was ist hier das Ganze? Wie können wir überhaupt zu einer Erkenntnis dessen was Ganz (vollständig, unfragmentiert, unkaputt, erfüllt) ist gelangen bzw. sind dazu gelangt?
Ich glaube nicht, dass wir das aus unserer jeweils sehr subjektiven Perspektive können. Aber je bewusster wir werden, desto mehr Dynamiken können wir vielleicht überschauen und dann weniger überrascht werden.


Ich frage das durchaus auch im Hinblick auf den Finger, den du in die Wunde "Timing" bzgl. Brüderle/Himmelreich legst.
Ich finde, die Brüderle-Situation ist ein sehr gutes Beispiel dafür das einzelne Perspektiven immer nur die eigenen Interessen sehr kurzsichtig im Blick hatten und eben nicht berechnen konnten was daraus wird. Es ist ja klar, dass das Anheizen der Bar-Episode auf die Art wie es geschah (ich meine die Online-Artikel die den Fokus voll auf Brüderle-Sexist richteten) auch Gegenbewegungen erzeugt. Und der Stern stellt damit Brüderle an die Wand und L. Himmelreich zwischen viele Fronten. Mit einer (vermutlich) guten Auflage ist die Chefredaktion der lachende Dritte. Aber auf längere Sicht stimmt das nicht, denn die meisten finden diese Art der Berichterstattung unseriös und das wird dem Stern nicht nützen. Der Debatte selbst hat es auch nicht geholfen... gefühlte 10 Talkshows in einer Woche laufen oberflächlich und auf Brüderle fixiert, während Dieter Bohlen bei DSDS ganz locker irgendein Mädchen als Schlampe tituliert. Es ändert sich ja letztlich nix... Dafür wird zu sehr gekämpft anstatt zu hinterfragen. Wenn alle erzählen wie der jeweils andere sein müsste und keiner fragt sich selbst, wie er/sie sich denn im Alltag verhält... bleibt das ein ewiger Kampf.




Ok. Eine Orientierung für das Soll gibt hier also die eingene Verletzlichkeit. Irgendwann gilt: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu. Nur... ist das bloss "beigebracht" oder selbsterkannt? Wenn es beigebracht ist und wurde, dürfte solch eine verlautbarte Erkenntnis wohl eher der Imagepflege gelten. Fällt die wie auch immer geartete Öffentlichkeit im Sinne des Regulativs weg, wars das auch schon mit der Lebbarkeit dieser holden Erkenntnis und wir könn(t)en uns gehen lassen.
Wenn es nur beigebracht ist wird es nicht gelebt. Man kann Respekt zwar nachmachen, aber die Resultate passen ja nicht. Alles was "Pseudo" ist verrät sich selbst in doppelter Hinsicht... weil es sich wirklich selbst verrät. Ich glaube, das "Pseudo" (man spielt etwas das man nicht ist) vor allem verschwendete Zeit ist.


"Selbsterkannt" aber ist da also etwas, das uns in der Isolationshaft des "Selbstbewusstseins" hingegen dennoch klare, für die Allgemeinheit verbindliche Ethik vermittelt, die auch unabhängig irgendeiner Imagepflege konsequent gelebt wird. Woher kommt sie und wieso ist sie verbindlich wenn doch nur in der Isolation erfahren? Was ist dieses "Ganze"? :)
Ich denke, das selbsterkannte Ethik das Resultat aus verstandenem Leid ist... man hat gefühlt, man hat es angenommen, man hat es verstanden. Vielleicht auch zuerst verstanden und dann erst angenommen. Wenn jemand aus eigener Schwäche heraus kritische Situationen erfahren und irgendwann überwunden hat, wird er niemanden verurteilen der gerade mitten drin steckt. Jemand, der diese Erfahrung nie gemacht hat, kommt eher mit selbstgefälligen Urteilen.. im Sinne von "Der muss doch nur mal......." und erkennt die tieferen Dynamiken gar nicht.

Und das ist verbindlich, weil Leid zwar in Isolation erfahren wurde aber doch alle verbindet. Wenn ich aus leidvollen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehe, kann ich die tieferen Dynamiken auf andere übersetzen deren Erfahrungen oberflächlich gesehen ganz andere sind als meine, also trotzdem Gemeinsamkeiten erkennen. Nimm irgendetwas das in Deinem Leben sehr leidvoll war und aus eigener Schwäche entstand oder zumindest dadurch erhalten wurde, Du aber möglichst gut verstanden und vielleicht sogar ganz überwunden hast... Du kannst das theoretisch auf jede leidvolle Situation einer anderen Person übersetzen.
 
Gut... das ist ne kleine Entschädigung dafür, dass Günther Jauch sich heute wieder anderen Themen zuwendet und in Deutschland sowieso langsam die Luft raus zu sein scheint. :D

Ja in Ö schießen die Preußen nicht so schnell...:D

Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass es im öffentlich-rechtlichen TV nur eine Diskussionssendung in der Woche gibt, und die ist Sonntag abends.
 
Ja in Ö schießen die Preußen nicht so schnell...:D

Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass es im öffentlich-rechtlichen TV nur eine Diskussionssendung in der Woche gibt, und die ist Sonntag abends.

Okay.. das ist echt wenig, verglichen mit Deutschland.

Aber dafür gibts nen cooles Ösi-Eso-Forum, in dem der Diskussionsrückstand nachgeholt werden kann. :D
 
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Nur wie gesagt, schreib es nochmal "ohne Anpassung", dann bin ich auch bereit für eine Antwort.

hach ja..... der ach so unangepaßte Freigeist, der es nicht lassen kann zu fordern, daß andere ihm in seinem Sinne zu anworten haben, damit er gnädig herabschwebt und vielleicht geneigt ist, seine einzig wahre Senftube zu öffnen.

alles wie gehabt Nebelwerfer.
 
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