venus-pluto
Aktives Mitglied
Interessantes Thema, mit dem ich mich schon oft auseinandergesetzt habe. Ich möcht jetzt auch gar nicht weit ausholen. Kann ich ja noch nachholen, wenn ich mag.
Jetzt möcht ich aber nur auf die anfänglichen Beiträge eingehen. Hat man das denn nicht mitbekommen? Nein! Hat man nicht. Weil der normale Mensch nicht wusste, was da passiert, ergo es auch nicht als solches assoziieren konnte. Ein Teil meiner Family stammt aus Weimar, wo ja bekanntlich Buchenwald thront. Niemand wusste bis 1944 was da los war. Woher auch? Das hätte die Bereitschaft der Heerscharen doch etwas mürbe gemacht.
Hier in der Stadt, in der ich jetzt wohne, stinkt es auch oft. Aber der Wind weht nicht immer aus einer Richtung. Also gibt es auch mal klare Momente. Hier gibt es auch ein Krematorium. Aber daraus stank es wohl nie so sehr wir aus dem Fluss, der jahrzehntelang vergiftet wurde.
Ich hab meinem Opa oft die Frage gestellt, ob er wusste, was da abging. Er hatte einen Befehl. Viel wusste er nicht. Es ging für ihn ums eigene Überleben. Da fragt man nicht soviel. In meiner Family gab es einige Opfer. Auch Nachkriegs-Opfer. Zu denen gehören meine Eltern auch noch. Ich auch, weil ich noch voll in den Kalten Krieg danach reingeboren worden bin und leider auf der falschen Seite war. Vieles, mit dem ich heute noch kämpfe (mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten etc.) haben seine Ursachen noch in den damaligen politischen Konstrukten. Aber mein Gott! Was will man machen? Ich war genauso gefangen wie die, die damals losmarschieren mussten...Jeder macht sich mehr oder weniger seinen Kopf. Doch in Zeiten von Diktaturen isses nicht so einfach, seinen Kopf und dessen authentischen Inhalt auch frei entfalten zu können :-(
Leidige Grüße, die Miez
Jetzt möcht ich aber nur auf die anfänglichen Beiträge eingehen. Hat man das denn nicht mitbekommen? Nein! Hat man nicht. Weil der normale Mensch nicht wusste, was da passiert, ergo es auch nicht als solches assoziieren konnte. Ein Teil meiner Family stammt aus Weimar, wo ja bekanntlich Buchenwald thront. Niemand wusste bis 1944 was da los war. Woher auch? Das hätte die Bereitschaft der Heerscharen doch etwas mürbe gemacht.
Hier in der Stadt, in der ich jetzt wohne, stinkt es auch oft. Aber der Wind weht nicht immer aus einer Richtung. Also gibt es auch mal klare Momente. Hier gibt es auch ein Krematorium. Aber daraus stank es wohl nie so sehr wir aus dem Fluss, der jahrzehntelang vergiftet wurde.
Ich hab meinem Opa oft die Frage gestellt, ob er wusste, was da abging. Er hatte einen Befehl. Viel wusste er nicht. Es ging für ihn ums eigene Überleben. Da fragt man nicht soviel. In meiner Family gab es einige Opfer. Auch Nachkriegs-Opfer. Zu denen gehören meine Eltern auch noch. Ich auch, weil ich noch voll in den Kalten Krieg danach reingeboren worden bin und leider auf der falschen Seite war. Vieles, mit dem ich heute noch kämpfe (mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten etc.) haben seine Ursachen noch in den damaligen politischen Konstrukten. Aber mein Gott! Was will man machen? Ich war genauso gefangen wie die, die damals losmarschieren mussten...Jeder macht sich mehr oder weniger seinen Kopf. Doch in Zeiten von Diktaturen isses nicht so einfach, seinen Kopf und dessen authentischen Inhalt auch frei entfalten zu können :-(
Leidige Grüße, die Miez