Hallo, Anne,
habe das ganz lesenswert gefunden in Bezug auf Deine Frage...
Solltest Du mal lesen...
Herzlichst
Maike
http://www.onmeda.de/sexualitaet_und_partnerschaft/lexikon_der_sexualitaet/orgasmus.html?p=1
Störungen
Gerade bei Frauen ist das Erreichen des Orgasmus häufig an einen sehr individuellen Ablauf der sexuellen Reaktionsphasen gebunden, die eher störungsanfällig sind als bei Männern. Dazu gehören z.B. der Coitus interruptus oder der sehr kurze Coitus. Beim Coitus interruptus, also dem unterbrochenen Beischlaf, wird der Penis kurz vor der Ejakulation aus der Scheide gezogen. Der sehr kurze Coitus ist durch eine äußerst rasche Erregungsphase beim Mann mit unmittelbarem Übergang in die Orgasmusphase gekennzeichnet. In beiden Fällen stagniert die Erregung bei der Frau häufig auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau und ein Orgasmus bleibt aus. Allerdings kann auch das Gegenteil der Fall sein: Wenn der männliche Partner sich bewusst zurückhalten kann, ist die Frau durchaus in der Lage, mehrere Orgasmen zu erleben, bevor auch er einen Orgasmus erreicht.
Ab wann eine Störung vorliegt, ist zunächst eine sehr individuelle Empfindung. Auch ein Liebesspiel ohne das Erreichen eines Orgasmus kann für einen Menschen sexuelle Befriedigung bedeuten.
Erst wenn das Ausbleiben des Orgasmus selber als Störung empfunden wird, ist es als Problem anzusehen, dem man auf den Grund gehen sollte. Außerdem ist zu bedenken, dass sich nach wie vor viel zu viele Männer und Frauen bestimmten "Klischeebildern" unterwerfen und sich selbst unter "Leistungsdruck" setzen, was die Orgasmusfähigkeit und -häufigkeit anbelangt. Ein Nichtfunktionieren in diesen Klischeebildern wird dann auch oft fälschlicherweise als Orgasmusstörung gedeutet.
Natürlich gibt es auch reale Orgasmusstörungen, die behandlungsbedürftig sind und verschiedene Ursachen haben können:
Störungen der sexuellen Erlebnisfähigkeit, wie z.B. Angst vor dem Geschlechtsverkehr (Moralvorstellungen), Angst vor einer Schwangerschaft, Angst vor dem Versagen, Schuldgefühle
organische Erkrankungen, wie z.B. ein schwerer Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen, Operationen an der Gebärmutter oder Scheide
schmerzhafter Geschlechtsverkehr
Vaginismus, also eine krampfartige Verengung der Scheide, die das Einführen des Penis unmöglich macht.
Die Behandlung von Störungen im Erleben eines Orgasmus richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Sind keine organischen Erkrankungen vorhanden, kommen häufig psychotherapeutische Verfahren zur Anwendung.