Nicht Resonanz. Nicht Feld. Nicht Code. Sondern Bezug.

Ok ich verstehe. Was ist deiner Meinung nach die Konsequenz davon?
Die Konsequenz ist keine neue Weltanschauung und auch kein spirituelles Ziel.

Die eigentliche Konsequenz ist eine Verschiebung der Fragestellung.

Wenn Bezug die Bedingung der Bestimmbarkeit ist, dann hören wir auf, nach dem „Grundstoff“ der Welt zu suchen – nach Energie, Information, Null und Eins oder Bewusstsein als Substanz.

Stattdessen erkennen wir:
Die Welt besteht nicht aus Dingen, sondern aus unterscheidbaren Zuständen.
Und diese Zustände sind nicht selbstständig, sondern nur innerhalb eines Bezugsrahmens bestimmbar.

Das hat drei Folgen:

Ontologisch:
Es gibt kein isoliertes Sein. „Dinge an sich“ verlieren ihren absoluten Status.

Erkenntnistheoretisch:
Jede Erkenntnis ist eine Operation innerhalb eines Bezugsrahmens.
Wir beschreiben nie das Absolute, sondern immer Unterscheidungen.

Existentiell:
Das Zentrum verschwindet.
Nicht im Sinne von Nihilismus – sondern im Sinne von Entlastung.
Wir sind kein Ursprung, sondern Teil eines Bezugsgefüges.

Die Konsequenz ist also nicht, dass „nichts real ist“.
Sondern dass Realität nicht aus Substanzen besteht, sondern aus Bestimmbarkeit.

Und das verändert, wie man über Ursprung, Identität und Kontrolle spricht.

Man sucht nicht mehr nach dem ersten Baustein.
Man erkennt die Struktur, in der Bausteine erscheinen.
 
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Die Konsequenz ist keine neue Weltanschauung und auch kein spirituelles Ziel.

Die eigentliche Konsequenz ist eine Verschiebung der Fragestellung.

Wenn Bezug die Bedingung der Bestimmbarkeit ist, dann hören wir auf, nach dem „Grundstoff“ der Welt zu suchen – nach Energie, Information, Null und Eins oder Bewusstsein als Substanz.

Stattdessen erkennen wir:
Die Welt besteht nicht aus Dingen, sondern aus unterscheidbaren Zuständen.
Und diese Zustände sind nicht selbstständig, sondern nur innerhalb eines Bezugsrahmens bestimmbar.

Das hat drei Folgen:

Ontologisch:
Es gibt kein isoliertes Sein. „Dinge an sich“ verlieren ihren absoluten Status.

Erkenntnistheoretisch:
Jede Erkenntnis ist eine Operation innerhalb eines Bezugsrahmens.
Wir beschreiben nie das Absolute, sondern immer Unterscheidungen.

Existentiell:
Das Zentrum verschwindet.
Nicht im Sinne von Nihilismus – sondern im Sinne von Entlastung.
Wir sind kein Ursprung, sondern Teil eines Bezugsgefüges.

Die Konsequenz ist also nicht, dass „nichts real ist“.
Sondern dass Realität nicht aus Substanzen besteht, sondern aus Bestimmbarkeit.

Und das verändert, wie man über Ursprung, Identität und Kontrolle spricht.

Man sucht nicht mehr nach dem ersten Baustein.
Man erkennt die Struktur, in der Bausteine erscheinen.
Nun gut... aber was genau bringt mir diese Erkenntnis in Bezug auf mein irdisches Leben als Mensch, meinen Wohlbefinden und meinen spirituellen Vorgehensweisen?
 
Nun gut... aber was genau bringt mir diese Erkenntnis in Bezug auf mein irdisches Leben als Mensch, meinen Wohlbefinden und meinen spirituellen Vorgehensweisen?
Praktisch heißt das: Beobachte Unterschiede, ohne sofort zu bewerten. Erkenne Erscheinungen als Erscheinungen – nicht als Substanz. Und nutze deine Handlungskraft dort, wo sie wirksam ist.

Das Leben verändert sich nicht, weil du alles kontrollierst.
Es verändert sich, weil du klarer siehst.
 
Praktisch heißt das: Beobachte Unterschiede, ohne sofort zu bewerten. Erkenne Erscheinungen als Erscheinungen – nicht als Substanz. Und nutze deine Handlungskraft dort, wo sie wirksam ist.

Das Leben verändert sich nicht, weil du alles kontrollierst.
Es verändert sich, weil du klarer siehst.
Aber wenn ich Dinge beobachte und analysiere, so muss ich es doch bewerten wegen der Analyse.
 
Ontologisch:
Es gibt kein isoliertes Sein. „Dinge an sich“ verlieren ihren absoluten Status.

Erkenntnistheoretisch:
Jede Erkenntnis ist eine Operation innerhalb eines Bezugsrahmens.
Wir beschreiben nie das Absolute, sondern immer Unterscheidungen.

Existentiell:
Das Zentrum verschwindet.
Nicht im Sinne von Nihilismus – sondern im Sinne von Entlastung.
Wir sind kein Ursprung, sondern Teil eines Bezugsgefüges.
:)

Gefällt mir zu Anfang, wenn ich es bezugnehmend lese und nicht als "absolut."
"Ich" setze mich gerne in Sätzen hinzu, da "ich" dann den Satz perspektiviert.
Bezug ist dann immer ausgesagt. "Ich" macht es dann immer bezüglich.

Daher ich sehe, dass "Wir" immer schon diskriminiert den Einzelnen (die jeweilige einzelne Perspektive).
Ich sehe mich dann vor die Wahl gestellt gegen eine Perspektive, behauptet als die Wahrheit, zu rebellieren oder zu weinen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Praktisch heißt das: Beobachte Unterschiede, ohne sofort zu bewerten. Erkenne Erscheinungen als Erscheinungen – nicht als Substanz. Und nutze deine Handlungskraft dort, wo sie wirksam ist.

Das Leben verändert sich nicht, weil du alles kontrollierst.
Es verändert sich, weil du klarer siehst.
Anders oder zusätzlich noch:
Alles ist daher eine Frage der Perspektive und Konflikte sind im Bezugsrahmen bereits eingebettet (=Leben ist letztlich leidvoll),. Man muss Konflikte aus'halten
 
:)

Gefällt mir zu Anfang, wenn ich es bezugnehmend lese und nicht als "absolut."
"Ich" setze mich gerne in Sätzen hinzu, da "ich" dann den Satz perspektiviert.
Bezug ist dann immer ausgesagt. "Ich" macht es dann immer bezüglich.

Daher ich sehe, dass "Wir" immer schon diskriminiert den Einzelnen (die jeweilige einzelne Perspektive).
Ich sehe mich dann vor die Wahl gestellt gegen eine Perspektive, behauptet als die Wahrheit, zu rebellieren oder zu weinen.
Wenn du „Ich“ hinzufügst, machst du die Perspektive sichtbar. Du behauptest keine absolute Wahrheit, sondern markierst deinen Standort. In diesem Sinn ist das „Ich“ kein Absolutheitsanspruch, sondern eine Transparenzgeste.

Mein Punkt richtet sich nicht gegen das „Ich“ als Perspektivierung. Im Gegenteil – es kann sehr hilfreich sein, weil es offenlegt, dass jede Aussage situiert ist.

Die Schwierigkeit beginnt dort, wo aus dem perspektivischen „Ich“ unbemerkt ein implizites Absolutes wird. Also wenn die eigene Sicht nicht mehr als Sicht, sondern als Maßstab erscheint.

Was dein Einwand zum „Wir“ betrifft: Ja, „Wir“ kann nivellieren. Es kann Unterschiede verdecken und Einzelperspektiven übergehen. Deshalb ist Vorsicht geboten. Ein „Wir“ sollte nie behaupten, für alle zu sprechen, sondern eher einen gemeinsamen Möglichkeitsraum andeuten.

Du musst also weder rebellieren noch weinen.
Du kannst einfach deinen Standort markieren – und gleichzeitig anerkennen, dass auch andere Standorte möglich sind.

Vielleicht ist genau das der Punkt: Nicht die Perspektive abschaffen, sondern ihre Relativität bewusst halten.
 
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:)

Gefällt mir zu Anfang, wenn ich es bezugnehmend lese und nicht als "absolut."
"Ich" setze mich gerne in Sätzen hinzu, da "ich" dann den Satz perspektiviert.
Bezug ist dann immer ausgesagt. "Ich" macht es dann immer bezüglich.

Daher ich sehe, dass "Wir" immer schon diskriminiert den Einzelnen (die jeweilige einzelne Perspektive).
Ich sehe mich dann vor die Wahl gestellt gegen eine Perspektive, behauptet als die Wahrheit, zu rebellieren oder zu weinen.

Eigentlich nur, wenn das Wir ein definiertes Wir ist, denke ich. Es wird dann zu einer Art Individualität, das sich von anderen Individualitäten über Sache und Sprache abgrenzen will, oder muss. Darum geht es doch überall in der Welt. Und das braucht starke Individuen mit starken Ichs,, die das gut können, um sich im jeweiligen Wir-Gefühl zu behaupten.

Ich habe gemerkt, dass Individualität eine grosse Verletzlichkeit mit sich bringt. Ständig muss sie nach aussen verteidigt werden, was sehr anstrengend ist. Ich halte das auch für sehr charakteristisch für die heutige Zeit.

Das Ich, das sich zeitweilig selbst verlieren will, braucht einen esoterischen Bezugsrahmen. Das schleckt keine Geiss weg. Nenne ihn Musik, nenne ihn Natur, nenne ihn Liebe, es spielt keine Rolle.
Ich hatte mal eine Zeit, da hab ich sehr viel geweint, aus Liebe. Es war einfach überwältigend. Das ging über Wochen und Monate. Dann war es plötzlich wieder weg. Der spezielle, und für mich eindeutig spirituelle "Bezugsrahmen", wurde wahrscheinlich auch zu anstrengend für mein System. Danach musste ich wieder normale Brötchen backen.
 
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