Nicht Resonanz. Nicht Feld. Nicht Code. Sondern Bezug.

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Ich will Satori weder korrigieren noch neu definieren. Wenn du sagst, es meint das Überwinden von Körper und Geist und dass danach „alles wie vorher“ ist, nur ohne Anhaftung – dann ist das eine Beschreibung einer bestimmten Erfahrungsebene.

Mein Begriff von „Bezug“ zielt jedoch nicht auf eine Erfahrung – weder auf ihre Entstehung noch auf ihr Verschwinden.

Ich spreche nicht vom Überwinden von Körper und Geist.
Ich spreche auch nicht von einem verbleibenden „Hier“.

Ich spreche von der strukturellen Bedingung, dass überhaupt etwas als „Körper“, „Geist“, „Hier“ oder „Erfahrung“ bestimmbar sein kann.

Wenn du sagst: „Da ist dann nichts weg, sondern alles wie vorher, weil es immer noch das Hier gibt“, dann setzt auch diese Aussage bereits eine Bestimmbarkeit von „Hier“ voraus.

Genau diese Bestimmbarkeit nenne ich Bezug.

Nicht als Erlebnis.
Nicht als spirituellen Zustand.
Nicht als metaphysische Substanz.

Sondern als formale Voraussetzung von Unterscheidbarkeit.

Ob jemand Satori erlebt oder nicht, ändert an dieser Struktur nichts.
Sie betrifft die Ebene, auf der überhaupt von „Erleben“, „Verschwinden“ oder „Hier“ gesprochen werden kann.
Klar der Bezug und der Unterschied definiert doch auch unser komplettes Sein. Wir definieren unsere Persönlichkeit und unser Karma durch unseren Bezug. Durch Annahme oder Ablehnung. Und wie gut wir all unserer Sein umsetzen können. Ist nämlich auch alles Bezug.
 
Sehe ich dies richtig? Der allergrößte Bezug und die gegenseitige Bedingtheit liegt doch darin:
Nichts/Nichtexistenz und Existenz.

Darauffolgend als zweite Wichtigkeit:
Glückliche und leidvolle Existenz.
Ich würde das nicht so formulieren.

„Nichts und Existenz“ als größter Bezug klingt zunächst plausibel, setzt aber bereits zwei Pole voraus, die zueinander in Beziehung stehen.

Mein Punkt ist gerade:
Ein Bezug ist nicht etwas zwischen zwei bereits bestehenden Polen.

Er ist die Bedingung, dass solche Pole überhaupt unterscheidbar sind.

„Nichts“ ist kein Gegenpol zu „Existenz“ im symmetrischen Sinn.
Denn sobald ich „Nichts“ als Bezugspol setze, behandle ich es bereits wie etwas Bestimmbares.

Und genau das ist problematisch.

Nicht-Existenz ist kein zweiter Zustand neben Existenz.
Sie ist die Unbestimmbarkeit eines Zustands.

Deshalb würde ich nicht sagen, der „größte Bezug“ sei Nichts und Existenz.

Bezug ist die Bedingung, dass so eine Unterscheidung überhaupt formulierbar wird.

Was den zweiten Punkt betrifft – glückliche und leidvolle Existenz –
das sind qualitative Differenzierungen innerhalb der Erscheinungsebene.

Sie sind wichtig für das Leben.
Aber sie sind nicht fundamental im strukturellen Sinn.

Fundamental ist nicht Glück oder Leid.
Fundamental ist die Möglichkeit, dass ein Zustand als Zustand bestimmbar wird.

Alles Weitere – Existenz, Nichtexistenz, Glück, Leid – sind bereits Differenzierungen innerhalb dieses Rahmens.
 
All diese Dualität aus Nichts und Existenz ermöglicht doch erst Gott und all unser Sein.
Ne das ist nicht mit Dualität gemeint, mit Dualität ist die Subjekt-Objekt Spaltung gemeint.
Das Nirvana meint eher eine Auflösung der Dualität.
Evfntuell gibt es einen gewissen Einfluss des Nichts auf die Dualität, aber Bezug von der Existenz zum Nichts? Ausgeschlossen.
 
Ich würde das nicht so formulieren.

„Nichts und Existenz“ als größter Bezug klingt zunächst plausibel, setzt aber bereits zwei Pole voraus, die zueinander in Beziehung stehen.

Mein Punkt ist gerade:
Ein Bezug ist nicht etwas zwischen zwei bereits bestehenden Polen.

Er ist die Bedingung, dass solche Pole überhaupt unterscheidbar sind.

„Nichts“ ist kein Gegenpol zu „Existenz“ im symmetrischen Sinn.
Denn sobald ich „Nichts“ als Bezugspol setze, behandle ich es bereits wie etwas Bestimmbares.

Und genau das ist problematisch.

Nicht-Existenz ist kein zweiter Zustand neben Existenz.
Sie ist die Unbestimmbarkeit eines Zustands.

Deshalb würde ich nicht sagen, der „größte Bezug“ sei Nichts und Existenz.

Bezug ist die Bedingung, dass so eine Unterscheidung überhaupt formulierbar wird.

Was den zweiten Punkt betrifft – glückliche und leidvolle Existenz –
das sind qualitative Differenzierungen innerhalb der Erscheinungsebene.

Sie sind wichtig für das Leben.
Aber sie sind nicht fundamental im strukturellen Sinn.

Fundamental ist nicht Glück oder Leid.
Fundamental ist die Möglichkeit, dass ein Zustand als Zustand bestimmbar wird.

Alles Weitere – Existenz, Nichtexistenz, Glück, Leid – sind bereits Differenzierungen innerhalb dieses Rahmens.
Ein Computer kann auch nur deshalb funktionieren, weil es Null und Eins gibt. Unsere Realitätsmatrix besteht im erhöhten Zustand ähnlich, nur halt viel komplexer. Aber durch den Bezug zu Null und Eins kann man Realitäten erschaffen.
 
Ein Computer kann auch nur deshalb funktionieren, weil es Null und Eins gibt. Unsere Realitätsmatrix besteht im erhöhten Zustand ähnlich, nur halt viel komplexer. Aber durch den Bezug zu Null und Eins kann man Realitäten erschaffen.
Null ist eine Zahl
Aus ist ein Operator
Das ist alles Etwas
Und nicht Nichts...

Also man kann es schon so denken, wid du, aber mit dem Begriff.... und da dann noch den "Bezug" dazu...
Da kommen wir nicht zu Groot, glaube ich.
 
Ne das ist nicht mit Dualität gemeint, mit Dualität ist die Subjekt-Objekt Spaltung gemeint.
Das Nirvana meint eher eine Auflösung der Dualität.
Evfntuell gibt es einen gewissen Einfluss des Nichts auf die Dualität, aber Bezug von der Existenz zum Nichts? Ausgeschlossen.
Ich glaube, dass die höchste Dualität, die höchste bedingte Gegensätzlichkeit, der höchste Bezug die Nichts-Existenz-Dualität ist. Dies ermöglicht erstmal unser Sein und die Existenz von Gott.
 
Ein Computer kann auch nur deshalb funktionieren, weil es Null und Eins gibt. Unsere Realitätsmatrix besteht im erhöhten Zustand ähnlich, nur halt viel komplexer. Aber durch den Bezug zu Null und Eins kann man Realitäten erschaffen.
Die Analogie mit Null und Eins ist verständlich – aber sie trägt nur begrenzt.

Ein Computer funktioniert nicht, weil es metaphysisch Null und Eins gibt.
Er funktioniert, weil es physikalisch unterscheidbare Zustände gibt (Spannung / keine Spannung, leitend / nicht leitend usw.), die als 0 und 1 interpretiert werden.

Null und Eins sind keine ontologischen Grundbausteine.
Sie sind symbolische Codierungen bereits vorhandener Unterscheidbarkeit.

Und genau da liegt der Unterschied zu meinem Begriff von Bezug.

Ich sage nicht, dass Realität aus zwei Polen besteht, aus denen man durch Kombination etwas „erschafft“.
Ich sage: Damit überhaupt etwas als 0 oder 1 bestimmbar ist, muss bereits eine Unterscheidbarkeit gegeben sein.

Der Bezug liegt also nicht zwischen Null und Eins.
Er ist die Bedingung, dass „Null“ und „Eins“ als unterschiedliche Zustände gesetzt werden können.

Wenn man sagt, „durch Bezug zu Null und Eins kann man Realitäten erschaffen“, dann beschreibt man eine Operation innerhalb eines Systems.

Ich frage jedoch nach der Bedingung, dass ein System überhaupt Zustände unterscheiden kann.

Null und Eins sind Differenzen.
Bezug ist die Möglichkeit von Differenz.

Das ist eine Ebene darunter.
 
Die Analogie mit Null und Eins ist verständlich – aber sie trägt nur begrenzt.

Ein Computer funktioniert nicht, weil es metaphysisch Null und Eins gibt.
Er funktioniert, weil es physikalisch unterscheidbare Zustände gibt (Spannung / keine Spannung, leitend / nicht leitend usw.), die als 0 und 1 interpretiert werden.

Null und Eins sind keine ontologischen Grundbausteine.
Sie sind symbolische Codierungen bereits vorhandener Unterscheidbarkeit.

Und genau da liegt der Unterschied zu meinem Begriff von Bezug.

Ich sage nicht, dass Realität aus zwei Polen besteht, aus denen man durch Kombination etwas „erschafft“.
Ich sage: Damit überhaupt etwas als 0 oder 1 bestimmbar ist, muss bereits eine Unterscheidbarkeit gegeben sein.

Der Bezug liegt also nicht zwischen Null und Eins.
Er ist die Bedingung, dass „Null“ und „Eins“ als unterschiedliche Zustände gesetzt werden können.

Wenn man sagt, „durch Bezug zu Null und Eins kann man Realitäten erschaffen“, dann beschreibt man eine Operation innerhalb eines Systems.

Ich frage jedoch nach der Bedingung, dass ein System überhaupt Zustände unterscheiden kann.

Null und Eins sind Differenzen.
Bezug ist die Möglichkeit von Differenz.

Das ist eine Ebene darunter.
Ok ich verstehe. Was ist deiner Meinung nach die Konsequenz davon?
 
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Ich glaube, dass die höchste Dualität, die höchste bedingte Gegensätzlichkeit, der höchste Bezug die Nichts-Existenz-Dualität ist. Dies ermöglicht erstmal unser Sein und die Existenz von Gott.
Ja versteh schon...
Es wäre halt hier so:
Wenn du von einer Nichts-Existenz-Dualität sprichst, machst du konsequenter Weise das Nichts zum Gegenteil von Existenz.
Das Gegenteil von Etwas ist nicht Nichts, sondern Etwas.
Also "Dualität" dürfte in diesem Kontext nicht funktionieren...
Was du meinst ist
"Weil nicht Nichts ist, ist .... Sein, Gott...", also eine Antithese, aus der alles folgt und keine weitere gegenseitige Bedingung oder Bezug.
 
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