@Tommy
Momentan ist noch nicht sicher, ob die Sprossenzucht in Uelzen die Quelle ist.
Denn interessant hierbei: Dieser Sprossenhof ist laut eigener Website eine vegtetarische Hofgemeinschaft ohne Tiere, in der überhaupt kein Dünger - vor allem
keine Gülle - zur Sprossenaufzucht verwendet wird.
Eine der Mitarbeiterinnen ist an Ehec erkrankt. Das ist momentan das Hauptindiz.
Ich frage mich: Kann man schon ausschließen, dass die Mitarbeiterin nicht auch durch eine ganz andere Quelle erkrankte und der Erreger erst danach in die Sprossen-Produktionskette gelangte?
Und genauso ist fraglich, wie viele der u.a. auch über 80-Jährigen EHEC-Erkrankten oder Kinder Sprossen gegessen haben. Sprossen sind m.E. nicht gerade ein Nahrungsmittel, das in großen Märkten reißenden Absatz findet, selbst unter kalorienzählenden Frauen nicht unbedingt?
Sprossen wären den befragten Patientinnen doch als Zutat zu Tomaten, Gurken, Salat sicher schon früher aufgefallen?
Nach Angaben von Lindemann erkrankte eine Mitarbeiterin aus dem betroffenen Betrieb nachweislich an Ehec. "Das ist für uns die plausibelste Erkrankungsursache", sagte er und nahm den Betrieb in Schutz. "Wir können nicht erkennen, dass der Betriebsinhaber ein Verschulden an der Entwicklung trägt."
Die Temperatur von 38 Grad bei der Zucht begünstige die Vermehrung von Bakterien. Einige Sprossenmischungen, die als Ehec-Quelle infrage kommen, stammen auch aus dem Ausland. Aus welchem Land genau Sprossenkeimlinge nach Niedersachsen importiert wurden, sagte [Landwirtschaftsminister] Lindemann nicht.
Quelle:
http://www.stern.de/gesundheit/ehec-epidemie-sprossen-aus-bienenbuettel-unter-verdacht-1692497.html
Nach dieser Quelle könnten sowohl Lieferanten des Saatguts als auch das Gießwasser unter Verdacht stehen. Aber es wird auch erwähnt, dass nicht klar ist, ob es überhaupt die Ursache aller Infektionen sein kann.