Wenn ich mir angucke, was es für Beerdigungsriten gibt, deckt sich das ungefähr mit meiner persönlichen Wahrnehmung. Tote können ein bis zwei Monate Getriebene sein und dann geht's in den Reißwolf. Bis dahin meine ich Kontakt zu verstorbenen Verwandten oder meinem Hund gehabt zu haben. Bestenfalls bleibt so was ähnliches wie ne Hülle/Larve, aber da steckt nichts mehr drin oder es ist ne Ausgeburt unserer Fantasie, ein Abdruck aus dem alten Leben.
Andererseits bleiben für mich auch offene Fragen. So hatte ich Kontakt zu einer bekannten Persönlichkeit aus dem 13. Jahrhundert. Nun schließe ich Brainfuck nicht aus, aber wenn ich Wochen später mit einem respektablen Magier telefoniere wegen einem anderen Thema und er dann sagt "übrigens hatte ich Kontakt mit xy und er meinte, er hätte sich mit Dir über Thema z vor ein paar Wochen unterhalten " ergibt das für mich ne gewisse Sicherheit, das es auch nach dieser Zeitspanne evtl. menschliche Bewusstseinsformen, die noch etwas umtreibt, existieren. Ich spekuliere mal, dass das Jungs und Mädels sind, die genug 'Substanz ' 'Leere' 'einen Diamantgeist' hergestellt haben, was dem Reißwolf nichts anhaben kann. M.E. Ausnahmen, fast jeder von uns wird im Arsch sein
Jenseits dieser Angst liegt das reine Gewahrsein des Geistes, was vielleicht mit dem netten Zustand des kleinen Todes zu vergleichen ist.
Ich kann mich so schlecht erinnern, weil ich offenbar bisher zu den kleinen Wichsern aus dem Reißwolf gehöre, wo nix übriggeblieben ist

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Aber es gibt gute Bücher. Die für mich plausibelsten Und erstaunlich präzisen Beschreibungen finde ich im tibetischen Totenbuch. Hohe Lamas waren offenbar in der Lage, durchgehend ein Bewusstsein zu halten. Der eine oder andere trieb ja noch Scherze nach seinem Tod plus Phänomene mit seinem Leichnam.
Bei Kontakten der Art ins 13.Jh. sind vor allem die Synchronizitäten interessant. Wenn Informationen auf mehreren Ebenen reflektiert werden, darf man Brainfuck getrost ausschliessen bzw. können formlose Muster echt, häufig aber trotzdem weitgehend - in unserem Verständnis sinnbefreit sein. Ist die Information klar, geht der Bezug weitgehend in eine Richtung, die für uns selbst oder den "Zwischenzuständler" hilfreich (gewesen) sein kann...ein kleiner Bereich, wo es eine gute Filterwahrnehmung braucht: die nicht alles durchläßt, aber auch nicht alles blockt.
Bei solcher Resonanz wäre es durchaus interessant mal nachzusehen, ob du selbst etwas im 13Jh. "konserviert" hast, gleich einem Stein, ins Wasser geworfen, der Wellen schlägt. Umso mehr Zeit vergeht, umso kleiner werden die Wellen, aber die Kreise erahnend/erkennend, kannst du das "Zentrum", in dem der Stein ins Wasser gefallen ist "sehen", dort eintauchen und evtl. fündig werden, ins Detail. Und manchmal hat man einfach nur eine Welle vorbeiziehen gesehen, der einst geworfene Stein für einen selbst, ohne Bedeutung. Derlei Dinge sehe ich der Ahnenarbeit angehörig - erkenne dich selbst als deinen Urahn- bzw. deine Urahnin!xD
Ich führe einen Raum durch die Zeit, der mir mal sehr wichtig war, aber heute finde ich darin nur mehr den Tand der Vergangenheit, Erinnerungen, die im Hier und Jetzt keine große Bedeutung mehr haben, ganz einfach, weil der schamanische Tod auf gewisse Art und Weise initiert, die einen das Alte getrost über Board werfen läßt. Loslassen der Erinnerung/des Wissens...das Häferl ganz ausleeren...nur dann ist Platz für neues...nichts anderes, als das, was auch ein Zen-Mönch lernt und unterrichtet, wobei das ganz ausleeren in scham. Kontext keine ganz so "freiwillige" Angelegenheit ist...
Der größte Mist, den jemand verzapfen könnte, ist der, an den man selber glaubt. Jenseits von all dem wartet etwas, das größer ist, als die Vorstellungskraft und unser Bild, unsere Wahrnehmung davon wird bei kaum 2 Menschen gleich sein. Religionsstifter, die das göttl. Selbst und sei es nur annähernd verwirklicht haben, sind greifbarer als das Formlose und wurden/werden durch alle Zeiten mit dem Weber ohne Gewebe gleichgesetzt...das Bildnis...
Das Bildnis der Schöpfung, mir entsprechend, finde ich nirgends so gut beschrieben wie in den ersten 2 Zeichen des I Ging; in KUN, dem Empfangenden und KIEN, dem Schöpferischen Prinzip. Die Aspekte des weiblichen und männlichen sind hierbei vorkommend, aber in ihrer Form nicht mehr als solche bestehend, in sich aufgelöst wirkend...
Das Wirken des Schöpferischen auf das Empfangende kann auch eine Vater-Sohn Beziehung beschreiben, oder aber auch die alte Hierarchie der Kaiserlichen Minister, es ist in allem erfahrbar. Während das Gelingen des Schöpferischen darin besteht, daß die Einzelwesen ihre bestimmte Form erhalten, bewirkt das Gelingen des Empfangenden, daß sie gedeihen und sich entfalten.
Das ist das Wirken der Urkräfte, durch das m und w erst zu dem wird, was es ist, noch bevor es irgendwelche Aspekte gäbe, die man zuordnen könnte.
Derlei Dinge sind mir bekannterweise im Zwischenzustand (des Loslassens) erfahrbar, infolge der schamanischen Zerstückelung und bestimmt auch in der magischen Praxis,- ich denke da an alchimistische Prozesse, wobei ich auf diesen Wegen einst in eine Sackgasse geraten bin und nichts Brauchbares dazu bieten kann, außer eine Menge Erfahrung an Irrtümern und zelebriertem Aberglaube xD
1. Kiën - Das Schöpferische
http://schuledesrades.org/public/iging/buch/?Q=5/1/2/1
2. Kun - Das Empfangende
http://schuledesrades.org/public/iging/buch/?Q=5/1/2/2
http://schuledesrades.org/public/iging/buch/ (Quelle I Ging: frei zugängl. Vollfassung)