moral & magie

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Ich war jedenfalls damals von seinen Werken (besonders von den ersten 3 Romanen) hellauf begeistert. :)

was würdest du mir denn empfehlen zum anfangen?

bin ja noch einige andere bücher und schriftsteller am lesen, hab drum nur beschränkt zeit für noch einen...

diese "reise nach ixtlan"?
 
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Ich war jedenfalls damals von seinen Werken (besonders von den ersten 3 Romanen) hellauf begeistert. :)
Mich hat "Die Kunst des Träumen" damals begeistert und ich mag Castanedas Werken ihren Wert gar nicht absprechen. Nur sollte man sich m.E. der Tatsachen bewusst sein, dass er wie so viele Gurus vor und nach ihm am eigenen Anspruch scheiterte, dass seine Erfahrungen auf dem massiven Gebrauch halluzinogener Drogen basieren, sein Kosmos der eines primitiven Medizinmanns und seine Moral (ja, die hat er, und zwar nicht zu knapp!) entsprechend fragwürdig ist.
 
Sobald die Ketten der Selbstbetrachtung zerrissen sind, sind wir nicht mehr an die Sorgen der Alltagswelt gefesselt. Wir sind noch immer in der Alltagswelt, aber wir gehören nicht mehr dazu. Um dazu zu gehören, müßten wir die Sorgen der Leute teilen, und ohne Ketten können wir es nicht. Als Durchschnittsmensch haben wir alle ein gemeinsames Merkmal, einen symbolischen Dolch, die Sorgen unserer Selbstbetrachtung. Mit diesem Dolch schneiden wir uns blutig.

Die Ketten unserer Selbstbetrachtung geben uns das Gefühl, als bluten wir gemeinsam, als teilten wir mit anderen Menschen etwas Wunderbares: Unsere Menschlichkeit. Bei genauerer Prüfung aber entdecken wir, daß wir allein bluten und das wir überhaupt nichts gemeinsam haben; daß wir uns in unserem manipulierbaren, unwirklichen und von Menschen gemachten Selbstbild spiegeln.

Hat man die Einheit ereicht, lebt man nicht mehr in der Welt der alltäglichen Sorgen und ist nicht mehr Opfer seiner Selbstbetrachtung.

(Don Juan Matus)
 
was würdest du mir denn empfehlen zum anfangen?

bin ja noch einige andere bücher und schriftsteller am lesen, hab drum nur beschränkt zeit für noch einen...

diese "reise nach ixtlan"?

Vielleicht am besten chronologisch - mit dem ersten Band „Die Lehren des Don Juan – Ein Yayui-Weg des Wissens“ beginnen.
 
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Mich hat "Die Kunst des Träumen" damals begeistert und ich mag Castanedas Werken ihren Wert gar nicht absprechen. Nur sollte man sich m.E. der Tatsachen bewusst sein, dass er wie so viele Gurus vor und nach ihm am eigenen Anspruch scheiterte, dass seine Erfahrungen auf dem massiven Gebrauch halluzinogener Drogen basieren, sein Kosmos der eines primitiven Medizinmanns und seine Moral (ja, die hat er, und zwar nicht zu knapp!) entsprechend fragwürdig ist.

Vieles darin lässt sich aber meiner Ansicht nach trotzdem auch auf drogenfreie andere subjektive Meditationserfahrungen übertragen.
 
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