Mobbing im Allgemeinen und Besonderen

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Verstehe ich das richtig?
Sie haben nicht das Glück, ihre Entwürfe an die richtigen Menschen zu schicken...?

Ja. Denn sie können ja nicht wissen, welcher Literatur-Agend, welcher Lektor o.ä. vom Geschmack her für sie tatsächlich der richtige wäre, der das Talent, falls es wirklich da ist, erkennt.

Nun... warum schicken diese Menschen ihre Entwürfe nicht an die entsprechenden Menschen, wie es J. K. Rowling tat?

Tun sie doch. Jeder, der Ambitionen hat, Romane oder Bücher zu veröffentlichen, tut das. Die Verlage und Autoren-Agenten werden geradezu "zugespamt" mit Roman- und Buchentwürfen. Der Autor muss das Glück haben, dass er dabei auch einen Menschen findet, dessen Geschmack er trifft, und zu dessen Laune es gerade passt etc. Die Verlage und Agenten sieben da sehr streng und hart. Und so fallen dann auch viele eigentlich gute Entwürfe durchs raster.

Da wären nun die Antworten dazu interessant... die sehr individuell sein können.

Jetzt habe ich mal kurz auf ja.. ich weiß ... Wikipedia die Kurzbiographie von ihr gelesen. Sie (er)kannte ihr Talent des Schreibens... sie wollte "einfach" schreiben, des Schreibens Willen, weil es ihr aus den Händen floss, was sie an Inspiration dazu in sich trug. Sie hatte auch bereits die Gewissheit in sich, dass es mehrere Bände werden würden.

Welche Intension steckte nun hinter ihrem Talent dem Schreiben?
Einfach das Schreiben zu leben... es auszuleben?
Oder zu Schreiben, um damit Geld zu verdienen?

Geld verdiente sie ja weiter als Lehrerin.... doch verfolgte sie auch weiterhin ihre Vision... und schrieb weitere Bände.

Nein, sie verdiente kaum Geld. Sie war arbeitslos und lebte von Sozialhilfe, als sie den ersten Roman veröffentlichte. Und in einer solchen Lage ist es schon angeraten, etwas auch mit der Intention zu tun, damit auch Geld verdienen zu können. Und Rowling hatte da wie gesagt das große Glück sowohl die richtigen Menschen zu kennen, die ihr talent erkannt haben und die weiteren Schritte zur Veröffentlichung eingeleitet haben, als auch, dass sie mit ihrer Idee den Zeitgeist getroffen hat, so dass es auch wirklich ein Bestseller wurde.

Es wird allerdings sicherlich nicht wenige ähnlich talentierte arbeitslose Autoren geben, mit guten Ideen, mit guten Entwürfen vielleicht sogar, die dieses Glück leider nie haben werden.
 
Ob sich nun zum Mobbing verabredet wird... ob nun im Hintergrund per PN in einem Forum oder im RL auf der Toilette der Firma... auf dem Schulhof in der Pause oder per WA.
Das Alter spielt da m. E. auch keine Rolle... und gern kann dies auch skurril genannt werden. Doch es ist so... es ist eine Tatsache, dass sich soetwas abspielt.

Die einen sehen es, andere nicht, da sie es nicht sehen wollen auch nicht können. Und wieder andere sehen es, schweigen jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen, die auch hier von @Tommy bereits genannt wurden.

Und für mich ist nichts gegen verschiedene Meinungen auszusetzen. Die haben in einer Demokratie auch ihre Berechtigung und sind zudem essenziell für eine persönliche wie auch kolliktive Weiterentwicklung und dienen zudem der Vermeidung von Gleichschaltung im Denken, Fühlen und Handeln.

@Joey hat dies mehrfach schon echt detailliert beschrieben... aus seiner Sicht.

Zum Mobbing wird es, wenn eine Gruppe sich einzelne Individuen rauspickt und diese quasi ad huminem und gezielt schlecht macht. Und das in einer Art, dass die Opfer sich dem nicht so leicht entziehen können. Man könnte es beispielsweise Mobbing nennen, wenn im Forum immer und überall - in jedem Thread, in dem das Mobbing-Opfer etwas länger aktiv ist - die Mobber auftauchen und gezielt auch nur die Beiträge des Gemobbten auf- und angreifen.
Doch fehlt aus meiner Sicht dabei noch Folgendes:

Andere schlecht machen kann nun jeder für sich wieder individuell interpretieren... je nach Gusto und der eigenen emotionalen Welle, auf der er gerade so reitet bzw. die gerade getriggert wurde.
Und wenn dann noch die Argumente ausgehen, wird vom sachlichen auf die persönliche Ebene gerutscht... oder auch durch themenverfehlende personenbezogene Kurzkommentare dazwischengefunkt.

Alles immer wieder zu beobachten...
Da geht es dann nicht mehr um Meinungsaustausch oder Missverständnisse, sondern klar um Bewertungen und Beurteilungen einer oder auch mehrerer Personen.

Wie gesagt... der eine erkennt es, der andere will es nicht erkennen, redet es schön oder leugnet es sogar... und das unter Beifall anderer.

Ich kann damit umgehen, lerne viel über Menschen dadurch und bin jedem hier dankbar...
 
Die Vorstellung, dass sich ein Haufen Menschen ab 50, neben ihrem „Normalen“ Leben zum gemeinsamen Mobben in einem Esoforum verabreden, ist ehrlich gesagt ziemlich...skurril :D
Wieso denn das???
Herdenbildung macht weder vor Foren noch vor Menschen ab 50 halt und gemeinschaftliches auf andere "eindreschen" (verbal) genau so wenig. Und wenn du glaubst, dass die User in einem Esoforum automatisch friedlicher und liebevoller sind, dann fürchte ich, dass du ziemlich auf dem Holzweg bist. Aber gründlich.

In einer normalen Welt haben normale Menschen zufällig auch einfach mal die gleiche Meinung oder Sichtweise. 🤷‍♂️
Dagegen ist nix einzuwenden, nur wenn sich diese normalen Menschen die Sichtweise teilen, jemanden anzicken zu wollen, wirds schon mal unschön. Da gehts auch nicht um die Wahl der Worte, aber die Energie, die manchmal ausgedünstet wird, duftet echt nicht nach Rosenwasser.

Aber wie schon vorher erwähnt: Ich glaube nicht, dass manchen Menschen wirklich bewusst ist, wie sie sich innerlich fühlen und was sie da veranstalten. Und manche Menschen können das spüren, selbst wenn es die Schreiberleins selbst gar nicht mitbekommen (wollen).

Kurz: Es geht nicht um die gleiche Meinung, sondern um Ziel und Wirkung.
Kucke, sogar unter Rechtsradikalen, Islamisten, Nazis und innerhalb des KuKluxClan findet man gleiche Meinungen, das ist nu wirklich kein Hinweis auf Wohlwollen andere betreffend. Nur die Tatsache, dass Menschen einer Meinung sind - das ist nu wirklich nix, was sie besonders nett machen muss.
 
Wie gesagt... der eine erkennt es, der andere will es nicht erkennen, redet es schön oder leugnet es sogar... und das unter Beifall anderer.

Oh ich erkenne es, bzw. ich will es erkennen, wenn es wirklich stattfindet. Aber nicht überall, wo einige Leute Mobbing zu erkennen glauben, findet das auch wirklch statt. Wenn wir den Begriff derart inflationär verwenden und zulassen könnten/würden, könnte ich Dir auch vorzeigen wo und wie Du andere User mobbst. Das wirst Du dann leugnen wollen und von Missverständnissen reden o.ä., aber auch Du reitest mitunter auf der gleichen Dynamik, die hier schon als Mobbing bezeichnet wurde. Und, wenn Du mir wisersprechen wollen würdest, könnte ich dann auch sagen: "Tja, der eine erkennt es... andere wollen es nicht erkennen", und so Deinen Widerspruch wegwischen.
 
@Joey
Ich habe Deine Beiträge sorgfältig gelesen. Ich werde jedoch zum Schutz aller Betroffenen keine Namen nennen oder auf Einzelheiten eingehen.

Seit meiner Kindheit ist mir Mobbing bekannt. Heutzutage weiß ich mich zu wehren, wenn es sein muss.
 
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Ja. Denn sie können ja nicht wissen, welcher Literatur-Agend, welcher Lektor o.ä. vom Geschmack her für sie tatsächlich der richtige wäre, der das Talent, falls es wirklich da ist, erkennt.
Da bin ich einfacher gestrickt... als um derlei Ecken zu denken... was wäre, wenn der Hund geschissen hätte?
Dann hät er den Has net gekriegt...

Versuch macht klug... und da bin meinem Göttergatten so dankbar, dass er mir diesen Spruch immer wieder gedrückt hat in den letzten 24 Jahren, denn seit ich diesen lebe... ist dieser verstummt. :LOL:

Tun sie doch. Jeder, der Ambitionen hat, Romane oder Bücher zu veröffentlichen, tut das.
Uhhh... was für ein Wort der deutschen Sprache: "Ambitionen".
Und vielleicht liegt genau in dieser Strebsamkeit, Bestrebung, Ehrbegierde, in diesem Ehrgeiz die Krux begraben...

Wie auch nicht jeder der bei DSDS oder Voice of... Germany oder sonstwo einen Plattenvertrag ergattern kann.

Alle haben sie Ambitionen, einige haben echtes Talent und tuen es des Tuens Willen und der Hingabe an diesem und nicht der Ambition wegen.
Erkennst Du den Unterschied?

Der Autor muss das Glück haben, dass er dabei auch einen Menschen findet, dessen Geschmack er trifft, und zu dessen Laune es gerade passt etc.
Also... der Zeitgeist ist aus meiner Sicht ein wichtiges Kriterium dafür.
Doch der persönliche Geschmack und die Laune des Verlegers... uhh... schwierig.

So einem Verleger würde ich mein Geschriebenes erst gar nicht vorlegen, wenn ich weiß, dass dieser einen durch seinen Geschmack und vor allem seine Laune gesteuerten Blick bzw. Leseverständnis hat.
Ein Buch bzw. Literatur die durch ihre Worte, wie und was sie ausdrücken, berühren kann, wo vorher noch keine Berührung stattgefunden hat... können zu Bestseller werden.

Und solche Worte bringt Talent hervor, welches aus dem Wesenskern des Schreibenden kommt, aus Herz und Seele, welche beide den Verstand infiziert haben, um Werke zu kreieren, die die Welt bezaubern und verändern können.

So wie z. B. Harry Potter, die ich selbst auch alle gelesen habe.

Es wird allerdings sicherlich nicht wenige ähnlich talentierte arbeitslose Autoren geben, mit guten Ideen, mit guten Entwürfen vielleicht sogar, die dieses Glück leider nie haben werden.
Mit Sicherheit... und ich wünsche ihnen dennoch, das sie sich ihres Talents bewusst sind und vielleicht doch den Mut bekommen, den Versuch zu starten, diese an einen Lektor zu schicken.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst... sondern genau das zu tun, wovor man Angst hat... hier vielleicht die Angst, abgelehnt zu werden bzw. ihre Entwürfe...
 
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