Menschen richtig behandeln

Anbinden ist halt wesentlich einfacher als eine gründliche Auseinandersetzung mit jedem Patienten. Da fehlt es wohl an Personal und am nötigen Budget.
Einfacher solange die konstruktive Kritik nicht verfasst wurde. Aber ist sie verfasst, dreht sich das ganze wieder und ist sie detailreich verfasst, fällt manchen plötzlich aus heiterem Himmel plötzlich ein Klavier auf den Kopf. Also sollte man beim Karriere machen gleich das Ende bedenken.
 
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Als ob psychisch erkrankte Menschen nicht in ihre Behandlung eingebunden werden würden...
Abstellgleise wie geschlossene Psychiatrien drängen therapeutische Ansätze manchmal in den Hintergrund. Wobei ich gar nicht darüber urteilen will, ob eine geschlossene Psychiatrie tatsächlich nötig ist oder nicht. Darüber zu urteilen, dass sollen die Psychiater machen, denn dass erfordert wieder Tiefenanalysen. Was ich aber kritisch betrachte, ist, das Abstellgleise manchmal therapeutische Ansätze vernachlässigen und ein Abstellgleis nenne ich eben "anbinden". Unter einbinden verstehe ich zum Beispiel, jemanden beim Kochen zu unterweisen, da Menschen in Beziehung zueinander stehen und jemanden einbinden, durchaus therapeutisch wirken kann.
 
vimutti schrieb:
Anbinden ist halt wesentlich einfacher als eine gründliche Auseinandersetzung mit jedem Patienten. Da fehlt es wohl an Personal und am nötigen Budget.
Einfacher solange die konstruktive Kritik nicht verfasst wurde. Aber ist sie verfasst, dreht sich das ganze wieder und ist sie detailreich verfasst, fällt manchen plötzlich aus heiterem Himmel plötzlich ein Klavier auf den Kopf. Also sollte man beim Karriere machen gleich das Ende bedenken.
Solange sich alles im legalen Bereich befindet, wird die Kritik kaum eine Karriere beenden, denke ich. Für eine umfassende Veränderung braucht es halt neue Gesetze und mehr entsprechend ausgebildete Ärzte, Pfleger und Kontrolleure. Dazu müssten wohl die Versicherungsbeiträge stark erhöht werden. Gegenwärtig werden vor allem diejenigen besser behandelt, die sich teure Privatkliniken leisten können.
 
Abstellgleise wie geschlossene Psychiatrien drängen therapeutische Ansätze manchmal in den Hintergrund.

Und das ist auch richtig so. In eine geschlossene Psychiatrie geht kaum jemand freiwillig, geschweige denn, dass diejenigen sich oft in einem Zustand befinden in dem sie therapiefähig sind. Das macht sie aber nicht zu einem "Abstellgleis".

(...) da Menschen in Beziehung zueinander stehen

Dass "Menschen in Beziehung zu einander stehen" ist in dieser Pauschalität falsch.

Wer jemanden im

Kochen zu unterweisen,

versucht, setzt voraus, dass derjenige davon wenig Ahnung hat und stellt sich damit auf eine höhere Stufe. In geschlossenen Psychiatrien geht es in erster Linie um Stabilisierung, um später das breiter aufgestellte Angebot in offenen wahrnehmen zu können. Und da geht es um Tagesstrukturierung und Beschäftigungstherapie als um Lehrkurse.

Dort wo es sinnvoll ist, findet in therapeutischen Einrichtungen (meist mit essgestörten jungen Frauen) die sog. "Lehrküche" statt, in der sie lernen sich mahlzeitentechnisch sinnvoll zu organisieren.
 
Und das ist auch richtig so. In eine geschlossene Psychiatrie geht kaum jemand freiwillig, geschweige denn, dass diejenigen sich oft in einem Zustand befinden in dem sie therapiefähig sind. Das macht sie aber nicht zu einem "Abstellgleis".
Es geht mir nicht darum, ob jemand eingewiesen wird, diese Einschätzung überlasse ich anderen. Worum es mir geht, ist, das solche geschlossenen Psychiatrien manchmal therapeutische Ansätze vernachlässigen und auch wenn du das so siehst dass das gut so ist, ich finde, dass das gar nicht gut ist. Das zieht nur weitere Verhaltensstörungen nach sich.
Dass "Menschen in Beziehung zu einander stehen" ist in dieser Pauschalität falsch.
Dann musst du es aber Detailreicher formulieren, aber ich kann das ja gerne übernehmen: Detailreicher könnte man es auch so ausdrücken: Menschen stehen bewusst oder unbewusst, im guten wie im schlechten, im krankmachenden sowie im gesundmachenden, "so" oder "so" in Beziehung zueinander. Wenn ich mir als anerkannter Helfer einrede, dass dem nicht so seie, dann tue ich in dem Augenblick alles dafür, das der Patient keine Fragen stellt und das ist alles andere als gut, weil auch der Helfer, ob er dass will oder nicht, in Beziehung zum Patienten steht und umgekehrt sowieso.
In geschlossenen Psychiatrien geht es in erster Linie um Stabilisierung, um später das breiter aufgestellte Angebot in offenen wahrnehmen zu können. Und da geht es um Tagesstrukturierung und Beschäftigungstherapie als um Lehrkurse.
Jemanden im Kochen zu unterweisen, war nur ein Beispiel, aber trotzdem eine Form von Beziehung, die Orientierung geben kann und ohne Orientierung keine Stabilisierung.
 
Worum es mir geht, ist, das solche geschlossenen Psychiatrien manchmal therapeutische Ansätze vernachlässigen und auch wenn du das so siehst dass das gut so ist, ich finde, dass das gar nicht gut ist.

Kannst du ja auch behaupten und finden.

Dann musst du es aber Detailreicher formulieren, aber ich kann das ja gerne übernehmen: Detailreicher könnte man es auch so ausdrücken: Menschen stehen bewusst oder unbewusst, im guten wie im schlechten, im krankmachenden sowie im gesundmachenden, "so" oder "so" in Beziehung zueinander.

Deine Behauptung wird durch deine "Details" nicht richtiger. Es stimmt pauschal eben nicht, dass Menschen "in Beziehung zueinander stünden.

Wenn ich mir als anerkannter Helfer einrede, dass dem nicht so seie, dann tue ich in dem Augenblick alles dafür, das der Patient keine Fragen stellt und das ist alles andere als gut, weil auch der Helfer, ob er dass will oder nicht, in Beziehung zum Patienten steht und umgekehrt sowies

Nein. Anerkanntes Fachpersonal akzeptiert seine Grenzen.

Jemanden im Kochen zu unterweisen, war nur ein Beispiel, aber trotzdem eine Form von Beziehung, die Orientierung geben kann und ohne Orientierung keine Stabilisierung.

Egal, ob du vorsieht, man mögen denjenigen im Kochen unterweisen, im Zeichnen oder Klavierspiel: Du erhebst dicht damit über ihn.

Der Ablauf in der geschlossenen bietet durch seine Struktur Orientierung - aber nicht dadurch, dass sich "anerkannte Helfer" als Besserwisser über die Patienten erheben.
 
Solange sich alles im legalen Bereich befindet
Ich halte es nicht für legal, wenn psychisch kranke immer verhaltensgestörter werden, weil man sie auf Abstellgleisen anbindet.
wird die Kritik kaum eine Karriere beenden, denke ich
naja, etwas zu benennen, bewirkt zumindest schonmal, dass man dem auch Aufmerksamkeit widmet und dann wird sich der Helfer auch anstrengen, dass er nicht in den Fokus dessen rückt, was benannt und erkannt wurde.
braucht es halt neue Gesetze und mehr entsprechend ausgebildete Ärzte, Pfleger und Kontrolleure
Wenn Gesetze ein Zusammenleben fördern, halte ich sie für förderlich, wenn sie uns krank machen, halte ich sie nicht für förderlich. Ausgebildete Ärzte und Pfleger sowieso und mit Kontrolle habe ich so meine eigene geschlagene Erfahrung. Du kannst das Leben nur navigieren, aber kontrollieren lassen sich Menschen nicht. Leute mit viel Erfahrung können sozusagen Leute mit nicht so viel Erfahrung navigieren, die Selbstständigkeit bleibt dadurch bewahrt. Das könnte man auch als Mentoring umschreiben und einen Mentor, den bräuchten wir alle.
Dazu müssten wohl die Versicherungsbeiträge stark erhöht werden. Gegenwärtig werden vor allem diejenigen besser behandelt, die sich teure Privatkliniken leisten können.
vermutlich.
 
Deine Behauptung wird durch deine "Details" nicht richtiger. Es stimmt pauschal eben nicht, dass Menschen "in Beziehung zueinander stünden.
man kann Beziehungen nie pauschalisieren, weil sie immer individuell sind, aber sie individuell zu veranschaulichen, das möchtest du nicht.
Nein. Anerkanntes Fachpersonal akzeptiert seine Grenzen.
grenzen setzen bedeutet für mich, sich selbst zu achten, denn dadurch strahlt man etwas aus, was Leuten die es nicht gut mit dir meinen, dir mit Vorsicht begegnen. Die Grenze wäre aber hinfällig, sobald man sich auf die Auseinandersetzung im guten einlässt, denn Worte, egal ob du das siehst oder verleugnest, sind keine Wände.
Egal, ob du vorsieht, man mögen denjenigen im Kochen unterweisen, im Zeichnen oder Klavierspiel: Du erhebst dicht damit über ihn.
ich spiele Klavier und lasse mir etwas beibringen, ich habe sozusagen einen Mentor, von dessen Erfahrung ich etwas lerne. Das passiert übrigens auf Augenhöhe, sonst könnte ich gar nichts lernen
Der Ablauf in der geschlossenen bietet durch seine Struktur Orientierung - aber nicht dadurch, dass sich "anerkannte Helfer" als Besserwisser über die Patienten erheben.
Ohne Augenhöhe gehts eh nicht
 
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Du behauptest pauschal, dass psychisch Kranke "immer verhaltensgestörter" werden
das habe ich behauptet
, womit du per se unterstellst, sie seien alle verhaltensgestört.
ich wollte einfach sagen, dass man nicht ohne Grund in die geschlossene kommt, was ich auch nie infrage stellen wollte, denn das zu beurteilen sollen die beurteilen, die es können. Was ich infrage stelle, ist, dass in geschlossenen Psychiatrien manchmal therapeutische Ansätze in den Hintergrund rücken und was die Konsequenz ist, dass diese Menschen mehr und mehr krank werden.
 
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