Meine Einstellung zur Arbeit + Lebensgeschichte

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immer wieder erstaunlich wie tief die Calvinistisch/Lutherianische Leistungsmoral in der Seele der Deutschen Verankert worden ist :rolleyes:

das heisst also dann: ein Menschenleben ist nichts wert, ausser das Menschenleben wird dazu verwendet zu arbeiten, bzw Arbeit zu suchen :rolleyes:

Es ist und bleibt eben so, dass wenn keiner arbeitet, auch keiner Geld hat, keiner was zum Fressen hat... wenn der Bauer lieber aufm Sofa hängt und TV sieht. Wenn immer alle Menschen so faul gewesen wären, weil kein Bock auf irgendwas, dann säßen wir heute nicht am PC, kein TV, und all die Dinge , die jeder zu haben scheint und gerne nutzt.

Selbst bei den Tieren faulenzt sich kaum einer durchs Leben. Jeder hat seine Aufgabe, jeder muß sehen, wie er was zwischen die Zähne bekommt. Dabei wird nichts geschenkt.
 
Es ist und bleibt eben so, dass wenn keiner arbeitet, auch keiner Geld hat, keiner was zum Fressen hat...

nun sind aber eben nicht alle Faul... wo also ist das Problem?

währen alles Workaholics die täglich 4 Stunden überzeit machen würden hätten wir 50 % weniger Arbeitsstellen :rolleyes:
 
Irgendwas tut der Mensch immer für sein Leben, daher empfinde ich solche Beiträge, die Hartz IV Empfänger diskreditieren falsch und als Gegenpropaganda zum bGE.

Sicher gibt es Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakteren und so manch einer wird da auch dabei sein, der sich auf den Kosten anderer ein gutes Leben machen möchte. Diese repräsentieren jedoch nicht eine ganze Gruppe von armen Menschen. Alleine die Behauptung, dass es so sei, würde ich als Diskriminierung betrachten.

Faule Menschen, die sogar ihren Luxus auf Kosten der anderen finanzieren versuchen, treffen auch bei mir auf Antipathie. Und doch würde ich mich hüten zu behaupten, dass die Mehrheit der Hartz IV Empfänger solche Menschen seien.

Ich selbst beziehe von nirgendwo her Geld, wirklich von keiner Institution. Seit Jahren versuche ich mich mit Jobs und von der Unterstützung meiner Familie, mein Studium zu finanzieren. Wenn ich mir die Semesterbeiträge leisten kann, gehe ich hin und wenn nicht, na ja....
Ich hatte auch mal einen guten Job und habe dort ca. 9 Jahre gearbeitet, zwischendurch sogar als Teamleiterin. Ich wurde dort über Jahre hinweg Zeugin diverser Mobbing-Fälle bis sie mich selbst einholten. Menschen lassen sich so viel gefallen, um ihre Jobs, Brot und Wasser, nicht zu verlieren. Aber wohin führt sie das? Wenn man es zulässt, dann bis zum hellen Wahnsinn. Kurz davor bin ich gegangen. Ich liess mir nicht alles gefallen, auch wenn der Preis das Verhungern werden sollte. Aber muss das sein? Müssen sich Menschen wirklich ALLES gefallen lassen, damit sie bei Brot und Wasser überleben können?
 
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