Irgendwas tut der Mensch immer für sein Leben, daher empfinde ich solche Beiträge, die Hartz IV Empfänger diskreditieren falsch und als Gegenpropaganda zum bGE.
Sicher gibt es Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakteren und so manch einer wird da auch dabei sein, der sich auf den Kosten anderer ein gutes Leben machen möchte. Diese repräsentieren jedoch nicht eine ganze Gruppe von armen Menschen. Alleine die Behauptung, dass es so sei, würde ich als Diskriminierung betrachten.
Faule Menschen, die sogar ihren Luxus auf Kosten der anderen finanzieren versuchen, treffen auch bei mir auf Antipathie. Und doch würde ich mich hüten zu behaupten, dass die Mehrheit der Hartz IV Empfänger solche Menschen seien.
Ich selbst beziehe von nirgendwo her Geld, wirklich von keiner Institution. Seit Jahren versuche ich mich mit Jobs und von der Unterstützung meiner Familie, mein Studium zu finanzieren. Wenn ich mir die Semesterbeiträge leisten kann, gehe ich hin und wenn nicht, na ja....
Ich hatte auch mal einen guten Job und habe dort ca. 9 Jahre gearbeitet, zwischendurch sogar als Teamleiterin. Ich wurde dort über Jahre hinweg Zeugin diverser Mobbing-Fälle bis sie mich selbst einholten. Menschen lassen sich so viel gefallen, um ihre Jobs, Brot und Wasser, nicht zu verlieren. Aber wohin führt sie das? Wenn man es zulässt, dann bis zum hellen Wahnsinn. Kurz davor bin ich gegangen. Ich liess mir nicht alles gefallen, auch wenn der Preis das Verhungern werden sollte. Aber muss das sein? Müssen sich Menschen wirklich ALLES gefallen lassen, damit sie bei Brot und Wasser überleben können?