Ehrlich gesagt, verstehe ich dich und deine Ablehnung nicht.
Die Ikönchen, die sich heute aufspielen und meinen es ginge anders, sind nur Emporkömmlinge, die meinen, sie wüssten es besser oder sie könnten es besser, aber ihr Ego narrt sie nur, denn in Wirklichkeit haben sie nicht verstanden und wissen nichts. Sie sind blind geboren, narren andere Blinde und werden blind sterben. Schaden, denen, die wie sie selbst sind und daraus entsteht eine unheilvolle Spirale.
Würde auch nicht gehen. Was ich habe, halte ich in Händen und gebe es nicht fort.
Denn wie eine alte Schrift (Thomas Evangelium) schon mahnte:
Es sprach Jesus so:
Dem, der in seiner Hand hält, wird man geben, und von dem, der nicht (s) hält, wird man auch das bisschen, was er hat, wegtragen.
Vers 41
Von was sprichst du denn?
Kannst du mir das einmal näher bringen, damit ich das nachvollziehen kann?
Gerne.
Mir ist ziemlich unklar, was an den Schriften und den Lehren verbessert oder geändert werden sollte.
Das Problem ist, dass die alten Schriften das Moksha/Nirvana, das durch Samadhi erreicht wird als Ziel beschreiben.
Und bis zu einem gewissen Grad ist es ja eine Befreiung. Der kleine Haken an der Sache ist, dass beim Eintritt in den Zustand des Samadhi, eine Ablösung vom Körper geschieht, wenn das 'Ich' mit dem Göttlichen, der kosmischen Seele, dem Sein, wie auch immer man es nennen will, verschmilzt und somit eine Art 'Ichverlust', 'Egotod' beschrieben wird, der sich, und das weiß ich aus Erfahrung, wie die ultimative Befreiung anfühlt.
Es ist wie wenn alle Schleier sich lichten, die Gedanken laufen nicht mehr im Autopilot, sondern man kann entscheiden ob man denken will oder in absoluter Stille verweilt, das 'Ich-Gefühl hat sich völlig aufgelöst und man ist reine Präsenz. Eine tiefe Einsicht in die Struktur des Lebens öffnet sich und es wird mit präziser Klarheit alles als gleichzeitige Leere und Fülle erkannt.
Das Herzchackra ist weit offen und Liebe sprudelt in einem unendlichen Strom aus dem Herzen wie aus einem Vulkan.
Das was ich erlebt habe kann man als ein mildes, nicht sehr tiefes Samadhi bezeichnen. Da gibts ja verschiedene Stufen die erreicht werden können, eben bis zum Nirvikalpa Samadhi, in dem 'Nichts' das 'Nichts' wahrnimmt und bei der Rückkehr aus dem Zustand der kein Zustand mehr ist, auch nicht mehr davon gesprochen werden kann weil da keine Erfahrung mehr erfahrbar ist.
Um den Haken auf den Punkt zu bringen.
Dadurch, dass sich in den Zuständen des Samadhi durch die zunehmende Ablösung des Bewusstseins vom Körper und das verschmelzen mit der kosmischen Seele, dem Göttlichen, die mit tieferen Samadhis immer stärker wird, der Körper immer weniger wahrgenommen wird. Man kennt die Beschreibungen von den grossen Meistern, die nicht mehr spüren wenn sie von Maden angefressen werden oder von Ramana Maharshi der nicht mehr merkt dass er auf einem Ameisenhügel meditiert.
Mittlerweile wird gesehen, dass diese Ablösung vom Körper dafür sorgt, dass das Ego, das noch im materiellen Körper wohnt, in den Zellen des Körpers noch gespeichert ist, durch diese Abspaltung, durch das nicht wahrnehmen, dort freie Bahn hat und unheimlichen Schaden anrichtet. Wenn man sich die Geschichten vieler großer Meister ansieht wird mit fortschreitendem Leben in Moshka immer von grossem Leid durch Krankheit und starken Schmerzen berichtet und dass sie irgendwann alle zurück in den Körper absteigen mussten um dort aufzuräumen.
Erwähnt werden da Ramana Maharshi, Anandamayi Ma, Sri Aurobindo zum Beispiel. Sie alle mussten, je länger das Samadhi andauerte komplett versorgt werden, da sie sich durch die Abspaltung vom Körper nicht mehr um sich selbst kümmern konnten und sonst schnell gestorben wären.
(Was übrigens mit vielen, die im Samadhi verweilen und nicht als große Lehrer mit Schülern bekannt werden, auch passiert. Die sterben dann relativ schnell weg.)
Und für dieses 'Aufräumen' im Köper gibt es sehr gute Sadhanas. Zum Beispiel Samarpan. Man übt sich in Hingabe, Demut zum Antar Atman, dem Tropfen des Göttlichen in jedem Körper, man identifiziert sich nicht, verschmilzt nicht damit sonder verbeugt sich vor diesem Motor des Lebens. Und in dieser Haltung unterscheidet man in jedem Moment, kommt diese Handlung vom 'Selbst', 'Sein', 'Antar Atman', 'der Seele', oder kommt sie vom 'ahankaar', dem Ego.
Das geht anfangs sehr schwierig weil sich das Ego in allen Schichten des Körpers wehrt, aber es ist auch eine spirituelle Übung die Zeit und Übung braucht. Ziel ist es die Hingabe im Laufe seines Lebens immer weiter zu vertiefen bis das Ich als Instrument der Seele in voller Bewusstheit jeder Zelle des Körpers wegfällt.
(Jetzt ganz oberflächlich beschrieben)
Und weiter, bin ich der Ansicht, dass die Menschen immer mehr und immer mehr die Tuchfühlung zum Göttlichen verlieren, weil sie immer mehr im Außen leben und sich wie Getriebene verhalten und keine Frieden mehr in sich selbst finden. Gerade deshalb begrüße ich diese alten Schriften und Lehren, weil sie den Weg noch kennen, der zu Gott und inneren Frieden mit Gott führt. Sie haben noch Fundament und irren nicht umher.
Da stimme ich dir mit einem kleinen Zusatz, siehe oben, völlig zu.
Lieben Gruß
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