Magical Jukebox: People Are Strange

  • Ersteller Ersteller Tandava
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Dali hatte eine unverholene Leidenschaft für Hitler, auch, wenn er sich selbst "als den unpolitischsten Menschen der Welt" bezeichnete ......;)

 
süßeKüsse;4714113 schrieb:
Dali hatte eine unverholene Leidenschaft für Hitler, auch, wenn er sich selbst "als den unpolitischsten Menschen der Welt" bezeichnete ......;)
Der alte geltungssüchtige Provokateur....:D
Later, when asked about his fascination with Hitler, Dali said: “I often dreamed about Hitler as other men dreamed about women.”
In case you’re thinking this couldn’t get any creepier, don’t worry, it does. Dali went on to say: “Hitler turned me on in the highest…His [Hitler’s] fat back, especially when I saw him appear in the uniform with the Sam Browne belt and shoulder straps that tightly held in his flesh, aroused in me a delicious gustatory thrill originating in the mouth and affording me a Wagnerian ecstasy.”
Ohne das jetzt moralisch werten zu wollen, sah Dali in seinem eigenwilligen Gedankengebäude in Hitler anscheinend sowas wie einen fleischgewordenen Maldoror, eine Verkörperung der eher radikalen frühen Thesen über das Wesen des Surrealismus.
„Die einfachste surrealistische Handlung besteht darin, mit Revolvern in den Fäusten auf die Straße zu gehen und blindlings soviel wie möglich in die Menge zu schießen.“
―Andre Breton
Darauf hat Dali eine Argumentation in Bezug zu Hitler aufgebaut, wie sie hier ein wenig genauer beschrieben wird:
http://books.google.de/books?id=0kC_nuYe7YgC&pg=PA116&lpg=PA116&dq=dali+hitler&source=bl&ots=EUuwC_uLWH&sig=iPTFRindJWE76q_vH4hNCqVrlO8&hl=de&sa=X&ei=uDAhVPWHC-vnygOAtYC4Cg&ved=0CDwQ6AEwBDgK#v=onepage&q=dali%20hitler&f=false

Wobei mir nicht so ganz klar ist, wieviel davon später als mögliche Rechtfertigung dazugekommen ist (siehe erstes Zitat), denn man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass Dali in all seiner Widersprüchlichkeit auch einen gewissen Opportunismus der Macht gegenüber zeigte, er hat ebenso schwülstige Lobeshymnen auf Franco verfasst, der ihn in späteren Jahren protegierte.
Die Forschung streitet bis heute darüber, inwieweit solche übertriebenen Lobeshymnen ironische Überspitzungen seitens Dalis waren.
Ich persönlich möchte mir dazu keine abschließende Meinung bilden.

Bei Antony hingegen fällt mir die Einschätzung der vermeintlichen Provokation erheblich leichter....
;)
 
Der alte geltungssüchtige Provokateur....:D

Ohne das jetzt moralisch werten zu wollen, sah Dali in seinem eigenwilligen Gedankengebäude in Hitler anscheinend sowas wie einen fleischgewordenen Maldoror, eine Verkörperung der eher radikalen frühen Thesen über das Wesen des Surrealismus.

Darauf hat Dali eine Argumentation in Bezug zu Hitler aufgebaut, wie sie hier ein wenig genauer beschrieben wird:
http://books.google.de/books?id=0kC_nuYe7YgC&pg=PA116&lpg=PA116&dq=dali+hitler&source=bl&ots=EUuwC_uLWH&sig=iPTFRindJWE76q_vH4hNCqVrlO8&hl=de&sa=X&ei=uDAhVPWHC-vnygOAtYC4Cg&ved=0CDwQ6AEwBDgK#v=onepage&q=dali%20hitler&f=false

Wobei mir nicht so ganz klar ist, wieviel davon später als mögliche Rechtfertigung dazugekommen ist (siehe erstes Zitat), denn man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass Dali in all seiner Widersprüchlichkeit auch einen gewissen Opportunismus der Macht gegenüber zeigte, er hat ebenso schwülstige Lobeshymnen auf Franco verfasst, der ihn in späteren Jahren protegierte.
Die Forschung streitet bis heute darüber, inwieweit solche übertriebenen Lobeshymnen ironische Überspitzungen seitens Dalis waren.
Ich persönlich möchte mir dazu keine abschließende Meinung bilden.

Bei Antony hingegen fällt mir die Einschätzung der vermeintlichen Provokation erheblich leichter....
;)

Hallo Tandava,

schon richtig und by the way, die Sympathie Dalis zu Hitler war auf jeden Fall einseitiger Natur, man weiß ja, dass alle Kunstformen, die nicht der geltenden Norm entsprachen von den Nazis als "abartig", oder "entfremdet" gebrandmarkt wurden;-):D

 
süßeKüsse;4714113 schrieb:
Dali hatte eine unverholene Leidenschaft für Hitler, auch, wenn er sich selbst "als den unpolitischsten Menschen der Welt" bezeichnete ......;)

Falls dem so war, beruhte dies aber garantiert nicht auf Gegenseitigkeit. ;)
Als „Entartete Kunst“ galten im NS-Regime alle Kunstwerke und kulturellen Strömungen, die mit dem Kunstverständnis und dem Schönheitsideal der Nationalsozialisten nicht in Einklang zu bringen waren: Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus oder Fauvismus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Entartete_Kunst
:D
@[süßeKüsse "war auf jeden Fall einseitiger Natur"
Sorry, hatte ich erst nach meinem Post gelesen! :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Elfman,

das sagte ich bereits :) :


süßeKüsse;4714383 schrieb:
schon richtig und by the way, die Sympathie Dalis zu Hitler war auf jeden Fall einseitiger Natur, man weiß ja, dass alle Kunstformen, die nicht der geltenden Norm entsprachen von den Nazis als "abartig", oder "entfremdet" gebrandmarkt wurden;-) :D

 
Ich kann mich noch gut an die Diskussionen über die sogenannte "Neue Slowenische Kunst", und Laibach als deren musikalische Vertreter während der Achtziger erinnern.
Denen wurde damals gerne Nähe zum Faschismus unterstellt, ohne zu realisieren, dass ihre Verwendung faschistischer Ästhetik ursprünglich als künstlerisch gedachte Provokation gegenüber Titos Jugoslawien entstanden war. Selbst die Verwendung von John Heartfields eindeutig antifaschistischer Swastika-Collage(http://www.djibnet.com/photo/heartfield/swastika-2397262808.html), wurde ihnen dabei absurderweise als Nazi-Verherrlichung untergejubelt.
Jahre später haben Rammstein dann das Konzept musikalisch und ästhetisch geklaut und in einer weichgespülten Variante in die Charts gebracht.
Laibach sind dann auf Techno umgestiegen....:D

P.S.
Eine meiner Lieblingsparodien "völkischer" Ästhetik wird vermutlich immer diese hier bleiben..
:D
 
Dali zum Vorwurf des Faschismus:„Man forderte […] von mir, ich solle mich endlich entscheiden, Stalinist oder Hitlerist zu werden. Nein! […] Ich würde immer bis zum Tod derjenige bleiben, der ich war, Dalí und nur Dalí! Ich glaubte weder an die kommunistische Revolution noch an die nationalsozialistische Revolution.“

Und weiter zum Ausschluss aus der Surrealistengruppe:"Der Unterschied zwischen den Surrealisten und mir ist der, das ich Surrealist bin"

 
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