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süßeKüsse;4715051 schrieb:Ja, dann lese doch mal das Zitat weiter, also genau DAS, welches du gestern gebracht hast;-)
Ich habe es gestern aus Faulheit nicht weiter aufgegriffen, weil ich alles mühsam abtippen müsste, weil`s im Netz kaum was darüber gibt, aber am Schluss äußert er sich klar national-ideologisch dass die Spanier die beste Rasse wären!
So, als nächstes könnten wir uns jetzt eigentlich C.G.Jungs kurzzeitigem Flirt mit der faschistischen Ideologie oder der Frage nach proto-faschistischen Tendenzen im Werk Friedrich Nietzsches zuwenden, wenn wir schon mal beim Thema sind....![]()
Das sollte n Scherz sein, mein Bedürfniss danach hält sich in Grenzen...Erst mal Nietzsche vielleicht, das wird sonst zu verwirrend.
...doch, leider.Wer war denn nun Nietzsches Übermensch? Und bitte sagt nicht ......
Das Problem mit den Zitaten ist, das sie sich in surrealistischer Manier im Kreis drehen...aber wenn du etwas bestümmtes aussagen möchtest und deine Sichtweise mit einem Zitat untermauern willst, dann tue es oder lasse es.Es bleibt dir überlassen, das von mir zu erwarten, empfinde ich als ein bisschen zu viel verlangt.
Meine Sichtweise zu dieser Thematik ist die des Surrealismus aus seinem Selbstverständnis heraus. Sur-real, also über-real. Dali hat sinngemäß selbst gesagt das er der faschistischen Ideologie nichts abgewinnen konnte, weil er sich sehr bewusst darüber war das die Nazis ihn aufgrund seines Bewusstseinsgewandels, als degeneriert klassifizieren würden und ihn demnach sowieso ins Jenseits manövrieren würden(so las ich jedenfalls)
Er flüchtete auch 1940 vor den Nazis, nach Amerika um diesem Schicksal zu entgehen. Seine zurückgebliebenen Werke wurden von den Nazis als entartete Kunst klassifiziert und zerstört.
Hitler hatte für ihn nur die Bedeutung als Objekt seines oder dieses allgemeinen kollektiven Deliriums. Ich denke schon das er die kollektiven Neurosen seiner Zeit aufgegriffen hat und sich mit eben diesen auf seine exzentrische Art und Weise auseinandergesetzt hat. Seine Werke Enigma de Hitler empfinde ich überhaupt nicht als verherrlichend, im Gegenteil sogar. Er hat auch in einem anderen Werk Hitler masturbierend gemalt(also Hitler masturbiert in dem Bild). Wenn das verherrlichend sein soll, naja dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
Zu dieser ganzen Franco-Thematik kann ich anknüpfend nur sagen, dass ich seine Verhaltensweisen ähnlich kontrovers empfinde, da ich auch weiß das Dali Katalane war und würde mich dahingehend tendenziell Tandavas Ausführungen anschließen.

süßeKüsse;4716023 schrieb:Wenn du denkst, dass ich das von dir erwartet hätte, dann sind das deine Erwartungen und nicht meine ;-)
Und ich stimme euch beiden sogar weitgehend zu, sehe nur das Ganze nicht durch die rosarote Brille und finde seinen "Hitlerfetisch" schon derart skurril, um diesen Aspekt zumindest zu erwähnen und nicht unter den Teppich zu kehren.
Als er in die USA ging hat er viele von seinen früheren Aussagen dementiert, weil er sonst seine Werke weder ausstellen , bzw. nicht mehr hätte verkaufen können, und auch später fand ein Richtungswechsel statt - im Alter wurde er immer katholischer.
Das sollte n Scherz sein, mein Bedürfniss danach hält sich in Grenzen...
Ich kam drauf, weil ich mich an Rechtfertigungs-Forderungen erinnern kann, als ich Ende der Achtziger anfing mich mit ihm zu beschäftigen, da war die allgemeine Rezeption Nietzsches noch nicht so freundlich wie heute. Mein Bedarf an Diskussionen dazu is eigentlich mehr als gedeckt.
...doch, leider.
Den Übermenschen findest du ständig hier im Forum, all die Aufgestiegenen, Schwingungserhöhten und was weiß ich noch alles, der gedachte "Idealmensch" eben.
Wir anderen sind ja nur blöde Seile...
Wird ja gerne übersehen, dass Nietzsches Philosophie letztlich in einem unbedingtem JA dem Leben (nicht der Kultur!!) gegenüber mündet.Kill your Idols oder so ähnlich.
„Unschuld ist das Kind und Vergessen, ein Neubeginnen, ein Spiel, ein aus sich rollendes Rad, eine erste Bewegung, ein heiliges Ja-sagen. Ja, zum Spiele des Schaffens, meine Brüder, bedarf es eines heiligen Ja-sagens: s e i n e n Willen will nun der Geist, s e i n e Welt gewinnt sich der Weltverlorene.“
Wird ja gerne übersehen, dass Nietzsches Philosophie letztlich in einem unbedingtem JA dem Leben (nicht der Kultur!!) gegenüber mündet.
Ich krieg gerne mal die Kretze, wenn ich lese Fritzchen sei Nihilist gewesen. Ganz im Gegenteil verstand er sich ja als Mahner gegen einen Nihilismus, den er in der "Decadance" der vorherrschenden Kultur erblickte.
Ich find seine Einteilung der Lebensabschnitte des Menschen (worauf sich dein Zitat bezieht) ja sehr interessant.
Zu Beginn gleicht der Mensch in Nietzsches Worten einem Kamel, dass in der Karavane mitläuft und dabei vom Mindset der Karavane geprägt wird.
Wenn er beginnt diesen Mindset kritisch zu hinterfragen wird er zum Löwen, der gegen die als für sich als unsinnig erkannten Paradigmen wild und wütend rebelliert.
Der letzte und erstrebenswerte Mindset nach Nietzsche wäre dann wieder der des (jetzt erwachsenen) Kindes (kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?),
mit welchem er eben dieses bedingungslose, heilige Ja-Sagen allen Aspekten des Lebens(die "dekadente" Kultur ausgenommen, die Nietzsche sozusagen als "Feind" des Lebendigen sah) gegenüber gemeint hat. Die bedingungslose Annahme des Lebendigen. In diesem Sinne wäre der Mensch dann letztlich frei.
Wie du siehst, mag ich das Zitat da oben ganz gerne....![]()
"Man muß systematisch Verwirrung stiften, das setzt Kreativität frei."
Kill your Idols oder so ähnlich.
Unschuld ist das Kind und Vergessen, ein Neubeginnen, ein Spiel, ein aus sich rollendes Rad, eine erste Bewegung, ein heiliges Ja-sagen. Ja, zum Spiele des Schaffens, meine Brüder, bedarf es eines heiligen Ja-sagens: s e i n e n Willen will nun der Geist, s e i n e Welt gewinnt sich der Weltverlorene.

"Ich will" sagt zu "Du sollst" :"Leck mich am Arsch."Ja, die drei Wandlungen des Geistes. Vom "Du-sollst" zum "Ich will" und dann zum "Ich bin".