Macht es "Sinn" an der Beziehung festzuhalten ?

wenn es Kraft kostet, dann ist da ja kein Friede, sondern Konflikt in dir und diesen kann man ja nicht lösen indem man nicht reagiert, oder es einsieht und Prägung entgegen zu wirken.
Das kostet alles Kraft, weil das ja keine Methode ist etwas zu lösen.

sagen wir mal so: sich zu beherrschen und den sonst üblichen Reaktionsmustern mal entgegen zu wirken und sich "anders als sonst" zu verhalten, kostet schon Kraft...
kann aber auch zu neuen Erkenntnissen führen, da man ja "normalerweise" anders reagiert. Ob's den Konflikt mit dem anderen löst, ist natürlich fraglich, aber den eigenen inneren Konflikt
kann es in neue Bahnen lenken, neue Erkenntnisse bringen. Die nächste Überlegung ist die, ob man überhaupt den Konflikt mit dem anderen lösen möchte, oder ob es im Grunde nur um einen selbst geht. Damit stelle ich die Frage in den Raum: Ist jeder Konflikt ein Konflikt, den ich "mit" dem anderen lösen will, oder brauchte ich den anderen nur für den Konflikt, um meine eigenen inneren Konflikte zu lösen?"

Wenn man diese Frage mit ja beantworten kann oder muss, dann kann oder muss man sich auch eingestehen, dass man andere Menschen "benutzt", um seine eigene Seele zu reinigen. Wenn man sich hinterher noch mit demjenigen dazu austauscht, ohne ihn im Regen stehen zu lassen, dann ist das löblich und hilft ggf. dem Karma (wenn man an sowas glaubt), wenn man diese Aussprache nicht sucht, dann darf man sich getrost einen Egoisten nennen, der eben mal zum Glück jemanden gefunden hat, der einem als Konfliktpate half, eigene Baustellen abzuarbeiten.
 
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Ohne zurück zu schlagen.

wenn du das als "Schagen" empfindest, ja dann ist das vielleicht besser, du könntest es aber auch einfach als Meinungsaustausch sehen.

Es verhindert Gewalt, Verletzungen und teilweise auch Kriege.

ja gut, soweit habe ich nicht gedacht, ich wusste zwar, dass du dich gehasst fühlst, wenn jemand anderer Meinung ist als du, aber daran könntest du wirklich deine Sicht näher betrachten, das Forum hier hat wirklich einige Stinkstiefel, aber Gewalt, Verletzung und Krieg zu sehen, ist schon extrem.

Seit ich versuche die Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen, hat sich viel verändert.
Dinge, die ich seit mehr als 10 Jahren versuche besser in den Griff zu bekommen.
Deswegen ist diese Methode für mich gerade sehr richtig.

ja gut, da hast du recht, es kann keine andere geben als die, die man gerade als richtig empfindet.

bevor du mir etwas unterstellst.

Unterstellen? wieder so eine extrem negative Empfindung von dir, ich kann ja nix für wenn du nicht verstehst worauf ich geantwortet habe, aber ich kann mir in Zukunft mehr Mühe geben.
 
Ich würd auch gern mal was zu dir @David Cohen schreiben :):

Ich bin sehr an deinen Ansichten interessiert, da sich da aus meiner Sicht Interessen überschneiden und freue mich immer über Antworten von dir. Hast mich hier ja auch auf viele neue Ideen gebracht.:)

Ich empfinde dich aber auch als ziemlich von deinen eigenen Einsichten überzeugt, und weiß nicht, wie sehr du andere Sichtweisen in dir wirken lässt.

Da kommt dann oft so was wie: dann mach mal.... (wirst schon sehen...)
So fühlt es sich zumindest für mich an.

Beim Schreiben fehlen halt wahrscheinlich auch viele zusätzliche Informationen.

LG santal
 
Damit stelle ich die Frage in den Raum: Ist jeder Konflikt ein Konflikt, den ich "mit" dem anderen lösen will, oder brauchte ich den anderen nur für den Konflikt, um meine eigenen inneren Konflikte zu lösen?"

Wenn man diese Frage mit ja beantworten kann oder muss, dann kann oder muss man sich auch eingestehen, dass man andere Menschen "benutzt", um seine eigene Seele zu reinigen. Wenn man sich hinterher noch mit demjenigen dazu austauscht, ohne ihn im Regen stehen zu lassen, dann ist das löblich und hilft ggf. dem Karma (wenn man an sowas glaubt), wenn man diese Aussprache nicht sucht, dann darf man sich getrost einen Egoisten nennen, der eben mal zum Glück jemanden gefunden hat, der einem als Konfliktpate half, eigene Baustellen abzuarbeiten.
Boah, ist das bösartig.
Dann wirf doch mal den ersten Stein, Kayamea, wenn du diesbezüglich ohne Sünde bist!
Aber nein, das brauchst du nicht mehr, das hast du mit dem Posting ja eh schon getan. Ich wette du hast dein Ziel erreicht, und @David Cohen fühlt sich jetzt so richtig schön scheiße.
 
Also für mich ist die Antwort von @Kayamea gar nicht bösartig, sondern regt sehr zum Nachdenken an.

Prinzipiell ist mir zum Thema noch aufgefallen, dass es mir wie ein Konflikt zwischen den Lagern "jeder Mensch ist anders" und "jeder Mensch ist gleich" vorkommt.

Die einen betonen immer wieder die Unterschiede, wogegen die anderen von der Grundlage ausgehen, dass Mensch Mensch ist. (Ist auch für mich die "Urgrundlage":))

Schönen Tag santal
 
Also für mich ist die Antwort von @Kayamea gar nicht bösartig, sondern regt sehr zum Nachdenken an.
Ja,so sehe ich das auch. Kayas Worte sind ja nicht persönlich gemeint.


Ist jeder Konflikt ein Konflikt, den ich "mit" dem anderen lösen will, oder brauchte ich den anderen nur für den Konflikt, um meine eigenen inneren Konflikte zu lösen?"
Wäre fast schon einen eigenen Faden wert. Ich persönlich glaube, dass es immer nur um einen selbst geht, und die anderen sind Mitspieler, die wir uns auf einer unbewußten Ebene aussuchen, weil wir von und mit ihnen Lösungen für unsere Seele erhoffen. Wir lösen nicht einen Konflk mit einem anderen, sondern in uns selbst. Im besten Fall gehts dem Konfliktpartner genauso.


Wenn man diese Frage mit ja beantworten kann oder muss, dann kann oder muss man sich auch eingestehen, dass man andere Menschen "benutzt", um seine eigene Seele zu reinigen.
Ich glaube, das findet alles auf einer eher unbewussten Ebene statt,deshalb würde ich es nicht "benutzen" nennen. Auch der Gegenspieler hat mit Sicherheit einen inneren Zustand zu klären und zieht seinen Nutzen aus der Situation.
 
Boah, ist das bösartig.

ich lese nichts bösartiges, aber so empfindet eben jeder anders und steckt seine Grenzen und was DavidCohen angeht, der fühlt sich durch alles mögliche angegriffen, da kann man sagen was man will, das spielt dann eigentlich keine Rolle ob man etwas böse meint oder nicht, geht eh in den falschen Hals.
 
ich lese nichts bösartiges, aber so empfindet eben jeder anders und steckt seine Grenzen und was DavidCohen angeht, der fühlt sich durch alles mögliche angegriffen, da kann man sagen was man will, das spielt dann eigentlich keine Rolle ob man etwas böse meint oder nicht, geht eh in den falschen Hals.
Meinem Empfinden nach und im Kontext gesehen, war es das sehr wohl. Ausgangspunkt ihrer "Überlegungen" war das Konfliktlöseverhalten des TE. Und in dem Zusammenhang war es nichts anderes als eine Analyse seines Verhaltens, gegenüber anderen und sich selbst. Das ist destabilisierend und für den Fragesteller das Gegenteil von hilfreich. Im Grunde hat sie ihm in schönen, "sachlichen" Worten gesagt, dass er andere nur benutzt, sich selbst darüber aber nicht einmal im klaren ist.

Versteh mich nicht falsch - ich sage nicht, dass sie Unrecht hat. Was sie aber nicht dazu gesagt hat, was aber ganz wesentlich bei der Sache ist: Wir ALLE machen das in größerem oder kleinerem Umfang täglich und ständig. In jeder Begegnung. So funktioniert nämlich Bewusstwerdung - über den anderen. Immer. Das ist kein Verbrechen und es ist keine Sünde. Es ist die Natur des Menschen, der aus der Liebe gestoßen wurde. Und wir machen es umso weniger, je mehr wir bereits die Liebe in uns selbst gefunden haben. Deshalb: Einem Menschen, der ehrlich auf der Suche ist, ungefragt reinzuwürgen, seine wohlwollenden Bestrebungen wären in Wahrheit ein Schaden für andere, und ihn quasi gleich noch als Täter zu brandmarken ("ob man die anderen nur benutzt..."), das ist Psychoterror, und ja, das ist bösartig.

Ich kenne David Cohen nicht und werde mich hüten ein Urteil über ihn abzugeben. Aber ich weiß, dass hier viele sensible Seelen auf der Suche nach Orientierung unterwegs sind. Und falls er eine davon ist, gehört ihm in so einer Situation der Rücken gestärkt.
 
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Einem Menschen, der ehrlich auf der Suche ist, ungefragt reinzuwürgen, seine wohlwollenden Bestrebungen wären in Wahrheit ein Schaden für andere, und ihn quasi gleich noch als Täter zu brandmarken ("ob man die anderen nur benutzt..."), das ist Psychoterror, und ja, das ist bösartig.

Ich habe @Kayamea ´s post nicht als "reinwürgen" empfunden - absolut nicht. Das ist deine Interpretation.
Im Gegenteil, Kaya wirft interessante und überdenkenswerte Überlegungen in die Runde, und zwar nicht explizit auf David bezogen (Kaya antwortet auf einen post von @Suchira) und spricht dabei von ihren Überlegungen, von "man" und stellt Fragen in den Raum.


Die nächste Überlegung

Damit stelle ich die Frage in den Raum

Sorry Kaya, wenn ich mich einmische. Es ist schon beachtenswert, dass dein Beitrag mit Inhalt und Sinn als bösartig und sogar als Psychoterror gesehen wird. Zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Inhalte interpretiert werden können, je nachdem auf welchen Acker die Saat fällt...:D

lg
Gabi
 
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