Kayamea
Sehr aktives Mitglied
wenn es Kraft kostet, dann ist da ja kein Friede, sondern Konflikt in dir und diesen kann man ja nicht lösen indem man nicht reagiert, oder es einsieht und Prägung entgegen zu wirken.
Das kostet alles Kraft, weil das ja keine Methode ist etwas zu lösen.
sagen wir mal so: sich zu beherrschen und den sonst üblichen Reaktionsmustern mal entgegen zu wirken und sich "anders als sonst" zu verhalten, kostet schon Kraft...
kann aber auch zu neuen Erkenntnissen führen, da man ja "normalerweise" anders reagiert. Ob's den Konflikt mit dem anderen löst, ist natürlich fraglich, aber den eigenen inneren Konflikt
kann es in neue Bahnen lenken, neue Erkenntnisse bringen. Die nächste Überlegung ist die, ob man überhaupt den Konflikt mit dem anderen lösen möchte, oder ob es im Grunde nur um einen selbst geht. Damit stelle ich die Frage in den Raum: Ist jeder Konflikt ein Konflikt, den ich "mit" dem anderen lösen will, oder brauchte ich den anderen nur für den Konflikt, um meine eigenen inneren Konflikte zu lösen?"
Wenn man diese Frage mit ja beantworten kann oder muss, dann kann oder muss man sich auch eingestehen, dass man andere Menschen "benutzt", um seine eigene Seele zu reinigen. Wenn man sich hinterher noch mit demjenigen dazu austauscht, ohne ihn im Regen stehen zu lassen, dann ist das löblich und hilft ggf. dem Karma (wenn man an sowas glaubt), wenn man diese Aussprache nicht sucht, dann darf man sich getrost einen Egoisten nennen, der eben mal zum Glück jemanden gefunden hat, der einem als Konfliktpate half, eigene Baustellen abzuarbeiten.