Liebe = Neptun(Fische)?

Hier noch ein wirklich toller Beitrag meines ehemaligen Lehrers und Freund Fritz Gehre:


Neptun – Poseidon – Sintflut – All - Liebe.





Das neptunisch Unfassbare.





Erst 1845 wurde Neptun als Planet entdeckt, zu einer Zeit, als das Unbewusste im Menschen wissenschaftlich mit einbezogen wurde. Zugleich ist in diesem Jahre das Telefon erfunden worden: tele = das weit Entfernte, weist wie in de Worten Telepathie, Telekinese, Television auf die unfassbaren, die grenzenlosen, die sich auf der Beweisbarkeit entziehenden Merkmale Neptuns hin. Da wir Neptun nicht mehr mit bloßen Augen sehen, können wir von da aus schließen, dass er in den imaginativen Bereich unserer Vorstellungswelt hinein gehört, ein Bereich, der außerhalb des alles begrenzenden Saturn liegt!



Symbolisch gehört Neptun zum Wasser und in der Genesis wird vom Geist Gottes gesprochen, der im Uranfang über den Wassern schwebte. Zugleich beinhaltet das Wasserelement die Reinigung, wie sie sich geistig in der Taufe, dem Neu-geboren-Werden zeigt. Wenn die Psychoanalyse im Wasser die unbewussten, urweiblichen Kräfte sieht, wird uns auch jene bedrohliche, zerstörerische Seite bewusst, wie sie jedem in der Sintflut bekannt ist. Andererseits sehen wir die kamplose, alles liebende, die sich mit der Unendlichkeit vermählende Hingabe in Echnaton selbst. Neptun ist ein neuer Planet, der uns erst im Laufe unseres Lebens immer bewusster wird. So werde ich auf das Altertum bezogen seine zerstörerische Seite in der Sintflut und seine allumfassende Liebe in Echnatons Persönlichkeit verdeutlichen. Der griechische Poseidon macht uns über seine differenzierte Farbenpracht mit allen unseren menschlichen Eigenschaften bekannt und lädt uns ein, da hinein zu horchen.





Babylon.





In der Schöpfungsaussage der Babylonier ist zu Anfang alles ein Chaos, und weiter heißt es dann: „Zu der Zeit, als noch nichts oben war, das den Namen Himmel verdiente, noch etwas unten, das der Vorstellung der Erde entsprach, da mengten Apsu der Ozean, der zuerst ihr Vater war, und Tiamat das Chaos, die sie alle gebar, ihre Wasser zu einem einzigen. Die Göttin Tiamat versuchte alles was da wächst und Formen annimmt zu zerstören und sich an die Spitze zu setzen; wir haben bereits in der Mythologie von Mars gehört, wie Marduk ihr den Speer in den Mund schleuderte. Neptunisch müssen wir dies Chaos gleich einem großen, sich weit ausdehnenden Nebel verstehen, der unendlich und zugleich formlos ist. Im Wasser, als dem Fruchtbarkeitssymbol, in dem sich die männliche und die weibliche Seite vereinigen, entsteht aus dieser Mischung das Leben.



Wird dies wachsende, sich selbst formende Leben zerstört, dann zerstört es sich selbst, wie die Göttin Tiamat. Das Wasser aber galt als das Einzige, galt als der Uranfang der lebendigen Welt! Aus ihm heraus stieg ein sonderbares Ungeheuer, das sich Oannes nannte, halb war es ein Fisch, halb ein Philosoph; es lehrte die Menschen die Künste und Wissenschaften und teilte ihnen die Regeln des Städtebaus und die Grundsätze des Rechts mit – darauf sprang es ins Meer zurück, wo es ein Buch über die Geschichte der Kultur schrieb. Und was ist das Tierkreiszeichen Fische mit Neptun anderes, als jene uranfängliche Weisheit, jenes geheimnisvolle Auftauchen aus dem unbewussten Wasserraum, um darin wieder zu verschwinden? Die Babylonier dachten sich die ersten Menschen in tierischer Einfachheit und Unwissenheit lebend, weswegen später die Götter mit ihnen unzufrieden waren, so wie sie sie erschufen und sie in einer großen Flut mit ihren Werken vernichteten. In Oannes wird die Hilfsbereitschaft, die er der menschlichen Welt geben will, nicht angenommen. Umgesetzt bedeutet dies, dass ich über Neptun nur dem helfen kann, der zu mir kommt – alles andere führt hin zu Täuschungen oder Illusionen.



Als die große Flut, die Sintflut über die Menschen kam und alles zerstörte, empfand der Gott der Weisheit Fa Mitleid mit den armen Geschöpfen und beschloss, wenigstens ein Paar, Utnapischtim und seine Frau zu retten. Dieses Paar baute eine Arche, die die Flut überstand, und auf dem Berge Nisir sandte Utnapischtim eine Taube aus auf Kundschaft, um den Göttern ein Opfer darzubringen. Die Götter nahmen diese Geschenke voller Überraschung und Dankbarkeit an und wie es heißt atmeten sie den ausgezeichneten Geruch ein. Wie ein gereinigtes, ein neu begonnenes Leben mutet es uns an, wenn wir im Opfer das Zurückfinden zum persönlichen Gott erkennen. Eine andere, eine sumerische Sage schildert, wie die Götter die Menschen glücklich erschaffen hatten, wie diese aber willentlich sündigten. Als Strafe dafür wurde über sie die Flut verhängt, und nur ein einziger der Sterblichen – Tagtug der Weber – ist übrig geblieben. Aber auch dieser eine verwirkte langes Leben und Gesundheit, da er die Frucht eines verbotenen Baumes aß. Neptun bedeutet das innere Wissen um Gott, bedeutet demütig dienen zu können, um den höheren Willen in sich zu spüren und aus ihm frei zu werden!





Ägypten.





Amenhotep IV, bekannt unter dem Namen Echnaton, dessen Büste in Amarna entdeckt wurde, enthüllt uns ein Profil von unglaublicher Feinheit, ein Antlitz, aus dem frauenhafte Sanftheit und dichterische Empfindsamkeit spricht. Große Augenlider, wie bei einem Träumer, ein langer, etwas unförmiger Schädel und ein schlanker schwacher Körperbau zeichnen ihn aus. Damit spricht bereits in der Persönlichkeit Echnatons jene transparente, durchsichtige Strahlungskraft eines Neptun. Ob es die sanfte, weibliche Empfindsamkeit oder schwächlich – zerbrechliche Körperbau ist? Sein jugendlicher Idealismus forderte einen reinen, sauberen, einen die ganze Menschheit liebenden Gott! Dieser einzige Gott war Aton, besungen im großartigen Sonnenhymnus wie in den Worten: „Die Schiffe fahren herab und fahren wieder hinauf, und jeder Weg ist offen, weil du ( Sonne ) aufgehst. Die Fische im Strom springen vor deinem Antlitz; deine Strahlen sind innen im Meere“.



Die Fische sind das Fruchtbarkeitssymbol, den Ägyptern sind sie heilig, zugleich aber bedrohlich, um in Christentum als ichhys den Namen Jesous Christo Theou Hiyos Soter. Die Wege sind offen, das heißt: jeder kann den Kontakt mit Neptun aufnehmen. Die Strahlen im Meer sind unbewusst drinnen in uns, im unsichtbaren Raum , sie werden zur unerschöpflichen Lebenskraft, können aber, unbeachtet gelassen, der alles verschlingende Abgrund sein



Aton trifft man nicht auf den Schlachtfeldern und im Siege an, sondern in Blumen und Bäumen, in allen Formen des Lebens und Wachsens: ein Gott, der allen Völkern in gleichem Maße gehört, der eine Vereinheitlichung der Mittelmeerwelt unter ägyptischer Führung bewirken soll! Sowohl diese ferne, aus wahrer und echter Sehnsucht geborene Friedenswelt, wie auch Echnatons Weggehen ( heute Tell-el-Amarna ) mit vorheriger Vernichtung der alten Götterwelt, sind jenem tiefen esoterischen Verstehen Neptuns gleichzusetzen, jenem Entdecken einer höheren, göttlichen Wirklichkeit. Zu dieser Zeit wurden die vielen von Ägypten abhängigen Staaten überfallen, doch einen Krieg, um diesen Staaten zu helfen, den konnte Echnaton nicht bejahen; deswegen hat er auch keine Truppen auf die Schlachtfelder geschickt. Ägypten verarmte, wurde kleiner, denn seine jahrhundertealten Einkünfte entfielen. Kaum 30 Jahre alt, musste Echnaton 1362 vor Christus sterben, denn er hatte die innere Reife noch nicht, um diese monotheistische, all liebende Gottheit auch anderen verstehbar zu machen. Wir können sagen, Neptun kann mit Mars, mit Gewalt oder mit äußerer Kraft nie zusammengehen, da werden wir ins Unbewusste zurückgestoßen.





Griechenland.





Kronos schleuderte den Hades in den Tartaros, Poseidon in die Meerestiefe und der dritte Sohn Zeus wurde, wie wir wissen, dem Kronos verheimlicht. Auf alten Vasenbildern sieht man diese Dreiheit mit den Symbolen ihrer Macht: Zeus mit dem Blitz, Poseidon mit dem Dreizack und Hades mit rückwärts gewandtem Kopf = der nicht Anzuschauende. Den Dreizack kann ich als die Zähne von Meeresungeheuern oder als die Strahlen der Sonne ansehen. Auch Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft kann symbolisch damit gemeint sein. Poseidon, so heißt es, schlug mit seinem Dreizack den Felsen auf dem später die Akropolis stehen sollte, und ließ dadurch sogar da oben ein „Meer“, eine salzige Quelle entstehen. Es wird auch erzählt, er habe bei jener Gelegenheit das erste Ross aus dem Boden entspringen lassen. Auch bei der Hengsthochzeit – Poseidon vermählte sich mit Demeter in Hengstgestalt – wurde aus dieser Vereinigung das berühmte Ross Arion mit der schwarzen Mähne geboren. Die schwarze Mähne bekam er von Poseidon, denn auch er wurde wie Hader der Gott mit den dunklen Locken genannt.



Viele Symbole sind darin enthalten, so war das Pferd wie in den altsteinzeitlichen Felsmalereien ein chtonisches Wesen, das mit Lebens spendenden und zugleich gefährlichen Mächte in Verbindung stand. Zugleich wird die unkontrollierte Triebhaftigkeit auf das Ross bezogen, während das geflügelte Pferd die Lichtsymbolik verkörpert. Bringe ich dies mit der Lebens spendenden Kraft der Quelle zusammen, einem Sinnbild von Reinheit und fruchtbaren Überfluss, dann wird uns jener zauberhafter Dreizack Poseidons verstehbar: er bringt unsere tiefsten und unbewussten Schichten hoch hinauf auf die Erde, er macht bewusst, was wir an unschuldigen, an unberührten Trieben in uns haben – die Vereinigung des Tieres, des Dunkeln, mit den Strahlen der Sonne!



Die Geburt Poseidons verbindet ihn mit dem Widder, denn das Pferd wurde erst viel später vom Norden eingeführt. So hat Rhea, nachdem sie Poseidon gebar, das Kind in einer Schafherde vor Kronos versteckt, bei der Quelle Arne heißt sowohl Schaf wie als Verb verleugnen. Das Nicht zeigen dürfen, das Geheim halten vor der vernünftigen Realität von Kronos, dem Saturn, kann übersetzt werden als das empfindsame, das in sich hinein gehende Schweigen von Neptun. Poseidon hielt seine Hochzeit in Widder – Gestalt, ein Hinweis auf das Widderzeitalter von 1919 – 67 vor Christus, er verwandelte die Braut in ein Schaf und sich selbst in einen Widder, ja er verwandelte sogar die Einwohner der Insel in Schafe. Neptun kann sich wie ein Schauspieler mit allem identifizieren. Doch was bedeutet die Insel, auf der die Hochzeit stattfand? Sie ist der schwer zugängliche Bereich, ein Sinnbild des Besonderen oder Vollkommenen; wir alle denken gerne an jenen traumhaften, erst in der Zukunft zu erreichenden Ort.



Von den vielen Nachkommen Poseidons will ich den Meergreis von Ägypten, den unsterblichen Proteus nennen, dem Menelaos auflauern will. Auf seine Frage antwortet ihm die Göttin: „Ich sag es dir, Fremdling, ganz genau: wenn die Sonne im Mittag steht, steigt der Meergreis aus dem Wasser, der Greis, der die Wahrheit sagt. Er kommt beim Wehen des Westwindes im dunklen Wellengekräusel.“ Wieder entsteht jene suchende und daher dringliche Frage nach dem Vollkommenen, und wieder wird uns am Mittag am MC ganz klar bewusst, wie groß eine Wahrheit ist, die aus den dunklen Wellen des Wassers uns anweht! Aber alle mit dem Wasserelement verbundenen Wesen gehören dazu, damit uns Neptun verstehbar wird. So sind hinter den Gorgonen , die mit Masken zu vergleichen sind, die Stärke ( Stheno ) oder die Herrscherin ( Medusa ) verborgen.



Was wir nicht kennen, und wo wir in den Gorgonen nur das Hässliche oder Schreckliche vermuten, das kann ganz anders sein, denn viele kleine Mädchen bekamen in Griechenland den Namen Gorgo. Neptun – die Maske – sie lässt nur den dahinter blicken, der stark und selbstbeherrscht zugleich ist! Da, wo die hell singenden Hesperiden weilen, über den Okeanos hinaus, da wohnen sie, die Gorgonen – ein Weg, der es hell macht in unserem Bewusstsein. Die Nereiden, die berühmten Meergöttinnen, sind von reizender Gestalt, früher bekleidet, später nackt. Alle 50 haben ihre Aufträge, wie es sich an der Namensgebung ausdrückt: „Die um Rat wissende Meergöttin“, „die Wellen Beschwichtigende“, oder „die Schenkende“; Göttinnen sind sie, deren knospenhaftes Gesicht gerühmt wird.



Zum Schluss will ich noch auf die so genannten Wundertiere verweisen, wie den Hundfisch – vorne Hund, hinten Fisch, wie sie Homer in der Skylla beschreibt. Oder Charybdis, das alles verschlingende Ungeheuer, das unsichtbar blieb; dreimal täglich schlürfte sie das Wasser des Meeres in sich hinein, und dreimal täglich spie sie es wieder aus. Neptun, dem lateinischen Namen für den lebendigen Poseidon, wird das Tierische menschlich ein Weg, der das Dunkle heller werden lässt, der uns umwandeln soll zum bewusst empfindenden Menschen!





Uranus, Neptun und Pluto im Gespräch.





Hohe, duftende Bäume und ein unablässig springender Brunnen geben dem Garten eine ganz eigene Atmosphäre. Auch die hinter Rhododendron und Mimosen versteckte Mauer lässt die drei um einen marmornen Tisch sitzenden Männer ganz persönlich in ihrer Eigenart sprechen. Der schwere Wein aus Samos ist vielleicht schuld daran, dass das Gespräch so mühelos fließen kann und dass jeder den anderen von INNEN versteht. Schlank, mit reicher Gestik und gewitzten Augen stellt Uranus sich vor…



Uranus: Welch göttlicher Zufall, dass ich euch hier treffe, denn nur selten kann ich bleiben an einem Ort. Heute verweile ich mal länger als einige Stunden, bis ein neuer Einfall mich woandershin treibt. Ich bin – so sagt man – die Intuition, also das Rasche, das unvorhergesehen da ist. Dabei schütze ich mich vor bösen Geistern, die reinkommen könnten, damit aus dem Einfall nicht ein Unfall wird.



Genüsslich langsam mit verträumten Augen den Wein genießend sagt Neptun dazu:



Ich selber rieche, höre und empfinde von weitem bereits, was sich später abspielt. Das macht mich oft traurig, denn ich kann es nicht sagen, bleibe in der nebeligen Wiese alleine. Dann weiß ich nicht, ob ich mich täusche, oder ob die Welt selber die Täuschung ist! Man nennt mich ganz einfach übersensibel, sagt aber auch, dass ich gerne helfe.



Elegant sieht er aus, jener Mann mit schwarz gekräuseltem Haar, wie er den diamantenen Edelstein betrachtet, ihn dabei immer drehend. Es ist Pluto, der folgendes sagt: Schaut euch den Stein an, ganz genau, und ihr seht ihn in immer anderer Farbe, anderer Form, in anderen Maßen, je nach euerer eigenen Perspektive, eben so, wie ihr hinschaut! Viele Menschen haben Angst ihre Sichtweise zu ändern und darum fällt ihnen ihre eigene Wandlung so schwer. Ich selber versuche ihnen die Kraft dazu zu verleihen.



Uranus: Um uns besser kennen zu lernen, möchte ich an euch beide je eine Frage stellen, die ihr mir dann beantworten sollt. Seid ihr mit diesem Fragespiel einverstanden?



Neptun und Pluto: Wir finden darin einen sehr glücklichen uranischen Einfall und bitten dich lieber Uranus, frage uns gleich in kurzen Worten!



Uranus: Worin, Neptun siehst du den Sinn, dass sich die Menschen erst täuschen müssen, bevor sie die hintergründige Wahrheit erfahren? Und von dir Pluto, möchte ich hören, was jene Angst bedeutet, die der inneren Wandlung vorausgeht?



Neptun: Im Täuschen vertauscht der Mensch seine Sichtweise so lange, bis er erkennt, dass die Liebe viel umfassender ist, als sein kleines irdisches Sein.



Pluto: Erst in der Beengung, in der dunklen Höhle, wird es hell im Menschen, von einem Licht, das größer scheint als er selber – und von da an wandelt sich alles Bisherige um.



Neptun: Ich frage dich Uranus, warum du so vieles zerschlägst, bis erst NACHHER die göttliche Einsicht herein kann? Und von dir Pluto, möchte ich wissen, warum die Menschheit alles Schreckliche auf dich projeziert?



Uranus: Erst wenn die saturnische Grenze, wie beim Ei die Schale zerbröckelt, erst dann ist der Weg frei für die sich erneuernde Frucht. Im Zerschlagen liegt also Freiwerden!



Pluto: Menschen die lieber beim Alten bleiben, werden immer ihre eingefrorenen Sünden auf das projizieren, was sie nicht hereinlassen wollen. Darum bin ich nur schrecklich für jene, die mich von dieser Seite aus sehen! Mein lieber Uranus, sage mir bitte, was für dich der Einfall bedeutet. Und von dir vielschichtiger Neptun will ich wissen, was in deinen Augen die Sucht im Grunde hervorbringt!



Uranus: Einfall ist angenommener Zufall, der mit meiner inneren Verantwortung übereinstimmen muss. Den Einfall sehe ich als göttliches Resultat einer langen persönlichen Erfahrung.



Neptun: In der Sucht liegt ein Suchen nach göttlicher Erkenntnis. Doch kommt sie nur dann, wenn der Mensch seine selbst geschmiedeten Bilder loslassen kann.



Alle drei stoßen mit den Weingläsern an und schauen sich ganz tief in die Augen. Sie wissen, dass sie jenseits der saturnischen Mauern, oder der begrenzenden Körperlichkeit eine Aufgabe haben. Sie sind dazu da den Menschen seinen göttlichen Lebenssinn wieder zurück zu geben…..
 
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Die letzten Beiträge sind mir alle zuuu philosophisch.

Ok, Liebe ist neptunisch. Wenn, dann mit allen neptunischen Facetten, denn Neptun schließt nichts aus.

In der energetischen Psychologie lautet der zweite Teil des Einstimmungsatzes wie folgt:
"..... , liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin".

Bei sehr vielen sieht man schon in der Mimik, daß sie damit erhebliche Schwierigkeiten haben. Kürzt man wie folgt:
"..... , akzeptiere ich mich so wie ich bin"
geht es den meisten schon besser damit. Manchmal funktioniert nur "...., bin ich ok."

Warum haben soviele damit Schwierigkeiten?
Ihre Erfahrungen sind voller Verwundungen, Schmerz u. Leid wenn sie diese Begriffe schon hören.

Liebe = Lüge = Täuschung (alles neptunisch). Ganz zu schweigen von dem Hormoncocktail. Die Erfahrungen haben Traumatas (Neptun) hinterlassen.

So wird empfunden, so ist der Stand, das IST wo sie gerade sind. Da helfen nur "kleine Schritte", jedoch keine "hohen Meßlatten" philosophischer bzw. theologischer Art.

Ja, Liebe ist neptunisch. Liebe ist wie das TAO. Wenn du sie beschreibst, ist sie nicht Liebe (TAO).

D.
 
LOL Arnold, wir sollten mal zuammen ein Bier trinken gehen.

Didaktisch ok, jedoch methodisch Schrott. Denn im Vergleich zur hohen Meßlatte wird aus "ich bin ok" ein "ich bin nicht ok", was einer Erniedrigung gleich kommt. Diese Wertlosikkeit wird von denen gespürt, die mit Abwehrhaltung auf "..., liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin" reagieren. Eine Zeilsetzung ist eine Sache. Wenn es um die Umsetzung geht, sollte man mal raus aus dem Elfenbeinturm. Haben die alten Konzepte was gebracht? Nein, dann ab in den Mülleimer.

"Für jemand, der in Resignation lebt, ist Wut schon ein High", schreibt S. Hawkin in "Ebenen des Bewußtseins".
(Liebe ist zu Wut ein weiteres High.)

Mir fehlt Saturn i.S. von Reife, von schrittweiser Vorgehensweise. Die großen Sprünge (Uranus) folgen dann von alleine, wenn man sie nicht erwartet und dann kommt man auch zu Neptun. (über Steinbock zu Wassermann zu Fische).

D.
 
Hallo Dilbert,

Gerne, wobei ich strikt keinen Alkohol zu mir nehme, weil dieser meine klare Fensterscheibe der Wahrnehmung trübt :) Ich denke, wir sind jetzt am Anfang der Diskussion angelangt, daher werde ich gerne auf die Zusammenhänge von Saturn und Neptun ausführlich eingehen. Ich bin ok - ich bin nicht ok - darin drückt sich ein Lebenserfahrungsprozess aus. Neptun kann so etwas wie verletzten Selbstwert bedeuten. Aber es kommt auch dem gleich, dass man ein Ego oder Ich hat, welches zuletzt aufgelöst wird, um in die kosmische Ursuppe eintauchen zu können. Wie im Tibetanischen Totenbuch wo es heißt: "O Edelgeborener, gleich wird das zu dir kommen, was man als Ich-Tod bezeichnet". Klar, der Buddhist sagt richtigerweise: "Ein Gedanke und der Geist ist verloren". Da sind wir bei der normalen und rationellen Eigenschaft eines Saturn angekommen, der aus natürlicher Befürchtung die Kontrolle über Neptun, oder über das "zwischen den Dingen schwebende Geheimnis" (Thomas Ring) vorgehen möchte und dabei immer wieder an die Wand fahren möchte. Ich habe zwar ein Horoskop zur Verfügung, mit all den brauchbaren astrologischen Werkzeugen. Aber ich kann den Menschen darin nur darin erkennen, wohin seine Reise gehen könnte. Aber ich kann nicht erkennen, ob jemand mit Neptun so etwas wie tiefe Weisheit erlangt hat, oder ob er mit Neptun Süchten, Illusionen, Fantastereien unterliegt.

Aber wie das Wort "Evolution" schon beschreibt - evolutare, voranschreiten, entwickelt sich ein Mensch im Laufe seiner Lebensspanne weiter, egal wie die Entwicklung für ihn auch aussehen mag. Wut und Hass sind eine Art Ausdruck von nicht bekommener Liebe, was besonders unter Neptun/Mars Aspekten vorkommt: "Das was ich am meisten liebe, kann mich am meisten verletzen und ebenso kann ich dadurch verletzt werden. Für Neptun nicht einfach, weil er sich prompt bei dicker Luft zurückzieht. Er will nichts mit Aggression zu tun haben, eher leidet er darunter und zieht sich in sein ihm eigenen Reich der symbiotischen Ursuppe zurück. Die zwei Lichter Sonne und Mond und die anderen Planeten bis hinaus zu Saturn kann man als irdische Welt bezeichnen, auch als die bewusst wahrgenommenen Welt. Jenseits von Saturns Schwelle finden wir die drei Transpersonalplaneten, welche vor allem im Unbewussten ihr Dasein fristen. Aber wie gesagt, die Entwicklung eines Menschen ist spezifisch und einzigartig, da ein jedes Horoskop für sich einzigartig ist und die entsprechenden Konstellationen zeitlich gesehen sich erst nach Quintimillionen Jahren wiederholen.

Auf das Thema bezogen ist es interessant die Neptunstellungen in Zeichen und Häusern anzuschauen, also wie sich der Neptun im Radix eigebunden fühlt oder ist. Zum Beispiel kann Neptun im ersten Haus stehen, also auf der Begegnungsachse. Er steht hier im persönlich, unbewussten Horoskopraum auf der Ich-Du Achse. Also gehe ich zunächst blauäugig zum Du, naiv, wie ein junges Entlein, wobei die Erfahrung rasch kommt, dass es auch Raubtiere gibt und mein Urvertrauen dadurch erschüttert werden kann. Ich kann mit Neptun im ersten Haus auch das Blaue vom Himmel versprechen und zuletzt nichts halten. Oder man ist der Schauspieler und Täuscher, der das Du einlullt und austricksen möchte. Klar, wie auch immer, das Echo aus dem siebten Haus kommt zurück. Aber ebenso kann man durch gemachte Erfahrungen so etwas wie den klaren Durchblick bekommen, in Hinsicht auf mein Gegenüber, gleich einer funktionellen Radarantenne.

Im zweiten Haus geht es um Besitz, auch um den eigenen Selbstwert, und nicht selten kommt dieses "wie gewonnen so zeronnen" häufig als gemachte Erfahrung zutage. Aber zuletzt zeigt Neptun in zwei an, dass man einen Habitus an positiven Eigenschaften Neptuns mit auf diese Welt gebracht hat. Auch mag Neptun in zwei zuletzt den inneren Reichtum offenbaren, so dass es einem egal ist, ob man reich oder arm auf der materiellen Ebene ist. Du kannst dir nur ein Bild machen, wenn du mit dem zu beratenden Menschen im Dialog stehst. Dann kann man eher einschätzen, wie der zu Beratende seinen Neptun lebt oder erlebt. Das Horoskop ist zwar der Ausgangspunkt und der Fingerabdruck eines Menschen. Aber zugleich dreht sich das Rad der Zeit mit Saturn-Chronos ständig, indem man voranschreitet. Hierfür kennen wir die bekannten Methoden und Funktionalität der Transite, Progressionen und Direktionen, welche wiederum die gegenwärtige Zeitqualität ausmachen.

Saturn ist Wissen, weil sich in ihm alle Erfahrungen aus der Vergangenheit bis hin ins Hier und Jetzt auskristallisieren. Daher wird er mit der Reife in Verbindung gebracht, Neptun mit der Weisheit.

Einstweilen alles liebe, Kaffee reicht sicher bei unserem künftigen Treffen auch aus!

Arnold
 
Auf das Thema bezogen ist es interessant die Neptunstellungen in Zeichen und Häusern anzuschauen, also wie sich der Neptun im Radix eigebunden fühlt oder ist. Zum Beispiel kann Neptun im ersten Haus stehen, also auf der Begegnungsachse. Er steht hier im persönlich, unbewussten Horoskopraum auf der Ich-Du Achse. Also gehe ich zunächst blauäugig zum Du, naiv, wie ein junges Entlein, wobei die Erfahrung rasch kommt, dass es auch Raubtiere gibt und mein Urvertrauen dadurch erschüttert werden kann. Ich kann mit Neptun im ersten Haus auch das Blaue vom Himmel versprechen und zuletzt nichts halten. Oder man ist der Schauspieler und Täuscher, der das Du einlullt und austricksen möchte. Klar, wie auch immer, das Echo aus dem siebten Haus kommt zurück. Aber ebenso kann man durch gemachte Erfahrungen so etwas wie den klaren Durchblick bekommen, in Hinsicht auf mein Gegenüber, gleich einer funktionellen Radarantenne.

ja sicher,
aber auch die Anderen können in einem das sehen was sie wünschen oder haben wollen.
Jedenfalls ist auch der Horoskopeigner für die anderen dann nicht erkennbar. Nicht greifbar.
Da braucht er sich garnicht verstellen oder etwas vorspielen, das machen die anderen schon.

Ich jedenfalls hätte nichts gegen ein Bierchen (was durchaus sehr positive Wirkungen haben kann), das eine vernebelt nicht gleich den Verstand, bzw das Fenster.
Welches der Neptun in 1, eh für sich im Auftreten in Bezug der anderen immer wieder putzen muss. Und doch bleibt es eine Milchglasscheibe.
Um dann wahr zu nehmen brauchts sicher eine andere Ebene..
Ich empfinde da den Neptun nicht als Auge sondern als spüren , ahnen und wissen.
 
Hallo flimm

Astromedizinisch wird Neptun die Füße und der Hirnhangdrüse zugeordnet. Also der Stelle, an der die Hindus das dritte Auge im Menschen ausmachen. Klar, bei den meisten Menschen ist dieses dritte Auge noch nicht geöffnet, daher auch die Milchscheibe. :-)
 
Um Agape werden wir nicht umhinkommen, wenn wir über die Neptunische Liebe nachsinnen. Nur die Agape wird dem Neptun gerecht.
Es bewirkt die Enttäuschung und Desillusionierung wenn man Neptun aus seiner Höhe nach unten, auf die materielle Ebene zerrt, indem man erwartet dass eine irdische Liebe, die Erfüllung bringt.
Neptun schenkt die Klarheit in den Alltag, indem er das Jetzt mit dem Spiritualität verbindet.
Für Jemanden der Klarheit bevorzugt, ist Agape die erstrebenswerte Form der Liebe.
lg
 
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...Agape, da gebe ich die Liebe der Liebe wegen, ohne dafür etwas zu verlangen. Dann wäre der Effekt, dass man an der Quelle der göttlichen All-Liebe angekommen ist.

etwas lieben ohne Verlangen das tue ich immer wenn ich Liebe,
Liebe ist doch ein Gefühl, wie kann man denn *diese Liebe * geben und im gleichen Atemzug etwas verlangen?
Wer verlangt liebt nicht, das ist für mich klar geklärt.
 
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