Leben

Geld und Konsum sind unwichtig, schreibst du, schon mal überlegt, ob wir "ohne" evtl. auseinanderfallen und uns "mit" so was wie zusammenziehen? Wer also was ohne will, will dann nur sein Ableben, irgendwie.

Der Mensch "fällt" ohne Geld definitiv nicht auseinander. Und ja, ich bleibe dabei, es ginge auch ohne. Allerdings wäre es ein ziemlicher Kraftakt, aus dem Geldsystem und allem, was da dranhängt, herauszukommen. Man müsste anfangen, dass man ein Tauschsystem einführt, das ohne Geldwährung auskommt. So wie es vor Urzeiten Gang und Gebe war.

Allerdings dürfte das nicht einfach werden, ganz zu schweigen davon, dass die Großbanken das nicht so sang- und klanglos zulassen würden.
 
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Der Mensch "fällt" ohne Geld definitiv nicht auseinander. Und ja, ich bleibe dabei, es ginge auch ohne. Allerdings wäre es ein ziemlicher Kraftakt, aus dem Geldsystem und allem, was da dranhängt, herauszukommen. Man müsste anfangen, dass man ein Tauschsystem einführt, das ohne Geldwährung auskommt. So wie es vor Urzeiten Gang und Gebe war.

Allerdings dürfte das nicht einfach werden, ganz zu schweigen davon, dass die Großbanken das nicht so sang- und klanglos zulassen würden.
Dadurch hat ein Mensch keine Bewegung oder eine andere und nur Abrieb, so war das gemeint. Es wird sich mit nichts eingedeckt, von allem nur das, was man bekommt oder das Nötigste. Dadurch werden Menschen vielleicht auch müde und fallen auseinander.
 
Dadurch hat ein Mensch keine Bewegung oder eine andere und nur Abrieb, so war das gemeint. Es wird sich mit nichts eingedeckt, von allem nur das, was man bekommt oder das Nötigste. Dadurch werden Menschen vielleicht auch müde und fallen auseinander.

Wieso sollte ein Mensch nur Abrieb haben, wenn er ohne Geld und Konsum auskäme? Wieso hat er dann keine Bewegung? Haben die Naturvölker Abrieb? Fallen sie auseinander? Leben sie in Stillstand? Nein. Tatsächlich leben sie aber ohne Geld und Konsum.

Hast Du Dir das von mir verlinkte Video zu den Kogi-Indianern angesehen? Da siehst Du, wie es gehen könnte.

Letztendlich haben wir hier in unserer zivilisierten Welt uns viel zu abhängig von Dingen gemacht, von denen wir glauben, dass sie unbedingt notwendig für's Leben seien, ohne zu erkennen, dass dem nicht so ist, und dass man uns das nur eingeredet hat, damit andere an uns - Achtung - Geld verdienen können, da wir unnötige Dinge kaufen, weil wir denken sie seien nötig.
 
Wieso sollte ein Mensch nur Abrieb haben, wenn er ohne Geld und Konsum auskäme? Wieso hat er dann keine Bewegung? Haben die Naturvölker Abrieb? Fallen sie auseinander? Leben sie in Stillstand? Nein. Tatsächlich leben sie aber ohne Geld und Konsum.

Hast Du Dir das von mir verlinkte Video zu den Kogi-Indianern angesehen? Da siehst Du, wie es gehen könnte.

Letztendlich haben wir hier in unserer zivilisierten Welt uns viel zu abhängig von Dingen gemacht, von denen wir glauben, dass sie unbedingt notwendig für's Leben seien, ohne zu erkennen, dass dem nicht so ist, und dass man uns das nur eingeredet hat, damit andere an uns - Achtung - Geld verdienen können, da wir unnötige Dinge kaufen, weil wir denken sie seien nötig.

vom Prinzip geht natürlich ein Leben ohne Geld, doch auch Geld ist nur ein Tauschmittel.
Und Bezahlung für etwas ist eben auch Tausch.

Ansonsten ist es schwer in der Gegenwart, denn wo kannst du leben , auf freien Grund und Boden, zumindest in D nicht vorhanden, entweder ist er Privatbesitz oder gehört der Stadt.
Deswegen was willst du geben um dort zu leben , wo du leben willst?

Ich denke auch viele Menschen könnten was geben? Von sich aus, ohne Arbeitsplatz? Oder was sollte jemand bekommen für eine tägliche Arbeit?
Vielleicht Äpfel, Brot und Kartoffeln? Selbst Wasser ist nicht umsonst, naja, in manchen Gegenden schon wo es Quellen gibt.

Was meinst du machen dann die die nichts geben können,wollen? Bekommen also nichts, lässt du diesen dann neben dir verhungern?
Wie sähe dann der Sozialstaat aus?

Ich glaube in Richtung Selbstversorger kann gelebt werden, aber eben trotzdem im Geldsystem.
Aber wie viele wollen das überhaupt?
 
Letztendlich haben wir hier in unserer zivilisierten Welt uns viel zu abhängig von Dingen gemacht, von denen wir glauben, dass sie unbedingt notwendig für's Leben seien, ohne zu erkennen, dass dem nicht so ist, und dass man uns das nur eingeredet hat, damit andere an uns - Achtung - Geld verdienen können, da wir unnötige Dinge kaufen, weil wir denken sie seien nötig.

Den Absatz deines Beitrages finde ich richtig gut, denn genauso ist das kapitalistische System aufgebaut, es werden künstliche Abhängigkeiten erzeugt, zum Zweck der Selbstbereicherung. Brauchen wir wirklich 1000 Dipp-Sossen und Sagrotan für Kleinstkinder und zig Gesichtcremes? Dem Menschen wird so seine Natürlichkeit genommen und er von seinem Job abhängig gemacht, um sich all den Quatsch leisten zu können.

Kennst du den Film "Sie leben" mit Roddy Piper ? Der ist genial, Aliens übernahmen den Planeten und versklavten dort die Menschen durch Konsum, "obey und kaufe" war dort in versteckten Botschaften Teil der gesamten Werbung. der Film ist deswegen so genial, weil er quasi gezeigte Gesellschaftskritik war, gepaart mit einer ordentlichen Prise Humor. ;)

Back to the Roots, ist etwas das ich auch gerne leben würde, aber leider stimmt, was @flimm hier argumentiert. Jeder Meter Fläche gehört in DE jemandem und man könnte kaum irgendwo-hin um ein autarkes Leben sich aufzubauen. Wer kein Geld für eigenes Land besitzt, der kann es kaum verwirklichen ( evtl. ist genau das so auch vom System gewollt) .

Ich finde deine Ansichten jedoch sehr gut und gehe mit dir 100 % konform. ;)
 
vom Prinzip geht natürlich ein Leben ohne Geld, doch auch Geld ist nur ein Tauschmittel. Und Bezahlung für etwas ist eben auch Tausch.

Da gehe ich einerseits mit Dir konform, ja, Geld ist auch "nur" ein Tauschmittel. Mit einer besonderen Besonderheit: Es kommt aus nur einer Richtung - dem Bankensystem. Ich könnte jetzt viel schreiben, was das Geld an negativen Auswirkungen hat, Stichwort "es gibt mehr Geld als Tauschgüter" bzw. es wird mehr Geld auf Knopfdruck gedruckt, als man dafür kaufen könnte etc. Das würde in diesem Faden aber den Rahmen sprengen.

Hier ein Videolink, der ganz nett und anschaulich erklärt, in welchem Dilemma wir mit dem Geld hängen:


Wichtig wäre, dass es viele verschiedene Tauschmittel gäbe, damit niemand durch Geld die "Oberhand" über den Rest der Menschen hätte, wie es derzeit der Fall ist.

Ansonsten ist es schwer in der Gegenwart, denn wo kannst du leben, auf freien Grund und Boden, zumindest in D nicht vorhanden, entweder ist er Privatbesitz oder gehört der Stadt.

Der Witz an der Sache ist: Nur weil jemand auf ein Papier schreibt "dieses Land gehört der Stadt" - glaubst Du das? Kann Land wirklich jemandem gehören? Ich könnte auch hier nebenan ein Schild auf die derzeit freistehende Grünfläche stellen und draufschreiben "dieses Grundstück gehört Frau Blumenfreundin".

So lange Du Regeln befolgst, die von anderen aufgestellt wurden, sei es das Zahlen von Rundfunkgebühren etc., solange ist nichts und niemand frei. ABER: Wie Du siehst, begibt sich mehr oder weniger jeder freiwillig in diese Abhängigkeit, ohne Nachzudenken.

Kann mein Nachbar mir befehlen, dass ich ab sofort sein Grundstück mitreinige, nur weil er das sagt oder das auf Papier geschrieben hat? Nein, natürlich nicht. ICH entscheide, was ich tue oder lasse. Aber warum machen wir dann alles, was die Politik sagt, nur weil sie es auf Papier geschrieben hat?

Ich will keine Anarchie hierzulande mit brennenden Autos etc., aber wenn jeder von uns erkennen würde, was da getrieben wird - dann hätten "die da oben" ganz ganz schnell keine Oberhand mehr. Gut, dann gäbe es noch das Problem, dass man ggf. Waffen oder Gefängnisaufenthalt gegen uns einsetzen würde. Das wäre die Konsequenz aus Gehorsamsverweigerung. Aber man wäre trotzdem freier, als das, was wir jetzt leben.



Ich denke auch viele Menschen könnten was geben? Von sich aus, ohne Arbeitsplatz? Oder was sollte jemand bekommen für eine tägliche Arbeit?Vielleicht Äpfel, Brot und Kartoffeln? Selbst Wasser ist nicht umsonst, naja, in manchen Gegenden schon wo es Quellen gibt.

Natürlich kann jeder geben. Dafür ist kein regulärer "Arbeitsplatz" nötig. Der eine kann Brot backen, der andere kann nähen, um Bekleidung zu flicken, wieder ein anderer kennt sich mit Kräutern und Pflanzen aus, dann hat jemand anderes wiederum einfach "nur" gute Muskelkraft, um damit den anderen bei Transport, Bau von Behausungen etc. zu helfen oder um "mitanzupacken".

Man kann sich abwechseln mit diesen einfachen Arbeiten, so dass niemand 40 Stunden pro Woche arbeiten müsste, wie man es uns suggeriert. Nochmals Hinweis auf die Kogi-Indianer. Schau Dir Videos von denen an. Die arbeiten nur in den Sommermonaten relativ viel auf den Feldern und weben Kleidung und reparieren oder bauen ihre Hütten, ansonsten beobachten sie die Natur, leben mit der Natur. Es ist ein Irrglaube, dass man im Leben 12 Monate im Jahr hauptsächlich nur arbeiten müsste. Das war früher auch nicht so.

Was meinst du machen dann die die nichts geben können,wollen? Bekommen also nichts, lässt du diesen dann neben dir verhungern?

Die, die nichts geben können, gibt es meiner Meinung nach nicht. JEDER kann in irgend einer Art und Weise etwas geben. Die, die nicht geben wollen - die würden auch nicht überleben können. Mit Egoismus käme man meiner Meinung nach in solchen Gemeinschaften nicht weit.

Wie sähe dann der Sozialstaat aus?

Anders als heute sähe er aus. Oder findest Du den heutigen Sozialstaat besser, in dem viele Menschen arbeitslos dahinvegetieren, da man "aus Kostengründen" auch einfachste Arbeitsplätze ins Ausland verlegt hat und den Menschen hier im Land lieber Sozialhilfe zahlt, als dass man sie einen einfachen Job machen ließe?

Gut, leider gibt es kaum noch einfache Jobs, das ist dann das nächste Problem, man müsste sie wieder schaffen und viele, viele Maschinen verschrotten und die maschinelle Arbeit wieder durch Menschen verrichten lassen (z.B. Kühe melken, um ein einfachstes Beispiel zu nennen).

Nun, ist Sozialhilfe wirklich so toll? Ist es toll, bei einer Behörde ständig Rechenschaft ablegen zu müssen, warum man noch immer keine Arbeit gefunden hat oder warum die "Wohnung zu teuer ist"? Ist es toll, irgendwann Rente zu bekommen, die nochmals besteuert wird und die einen hinterher zwingen wird, in Mülltonnen nach Pfandflaschen zu suchen, da diese tolle, soziale Rente nicht ausreicht? Ist es toll, viel Geld für Krankenversicherung vom monatlichen Lohn zahlen zu müssen, nur um im Ernstfall von der "Versicherung" zu hören zu bekommen, dass man nun 80% der Behandlungskosten selber tragen muss? Ist es toll, die christlich-soziale Kirchensteuer zu zahlen, nur um dann als Katholikin zu hören zu bekommen, dass man als geschiedene katholische Frau niemals mehr in einer katholischen Einrichtung arbeiten kann?

Ist das ein toller Sozialstaat? Alles ist im Endeffekt bis zum kaputtwerden durchorganisiert, man zahlt Sozialabgaben wo es nur geht, aber wenn man wirklich mal in einer Notlage ist - siehe oben.

Nein, ich finde den jetzigen Sozialstaat keine Idee besser als das, was sein könnte. Im Gegenteil.

Ich glaube in Richtung Selbstversorger kann gelebt werden, aber eben trotzdem im Geldsystem.Aber wie viele wollen das überhaupt?

Vielleicht kann man am Anfang im Geldsystem als Selbstversorger leben, um dann später, wenn genug andere ebenfalls diesen Weg beschreiten, genug Tauschgüter zu haben, dass man das Geldsystem nur noch gelegentlich oder gar nicht mehr benötigt.

Wie viele das wollen? Also ich würde nicht Nein sagen :)
 
Kennst du den Film "Sie leben" mit Roddy Piper ? Der ist genial, Aliens übernahmen den Planeten und versklavten dort die Menschen durch Konsum, "obey und kaufe" war dort in versteckten Botschaften Teil der gesamten Werbung. der Film ist deswegen so genial, weil er quasi gezeigte Gesellschaftskritik war, gepaart mit einer ordentlichen Prise Humor. ;)

Nee, den Film kenne ich noch nicht, werde da mal nach Ausschau halten :) Ich lese gerade ein Buch von William Bramley, das da heißt "die Götter von Eden", das läuft auf dieselbe Thematik hinaus, also dass da jemand von außen die Menschen geschaffen hat, um zu arbeiten bzw. Arbeitssklaven zu sein, um auf der Erde Mineralien abzubauen etc. Allerdings behauptet der Autor, dass es sich hierbei nicht um Fiktion, sondern um Realität handelt - ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll :confused: o_O Ist aber interessant geschrieben.
 
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Nee, den Film kenne ich noch nicht, werde da mal nach Ausschau halten :) Ich lese gerade ein Buch von William Bramley, das da heißt "die Götter von Eden", das läuft auf dieselbe Thematik hinaus, also dass da jemand von außen die Menschen geschaffen hat, um zu arbeiten bzw. Arbeitssklaven zu sein, um auf der Erde Mineralien abzubauen etc. Allerdings behauptet der Autor, dass es sich hierbei nicht um Fiktion, sondern um Realität handelt - ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll :confused: o_O Ist aber interessant geschrieben.

Ja, schaue dir den Film "sie leben" mal an, der ist echt gut gemacht und behandelt genau das Thema, welches du hier ansprichst. Ich finde deine Meinung hier sehr reflektiert und finde gut, wie du argumentierst, du lässt dich nicht vom Konsum blenden, das finde ich gut. ;)
 
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