kreuzestod warum ?

hallo Woherwig!

jaja, genau so ist es.

aber - woher um alles in der welt kommt die grube?
sind doch nur zwei blinde in der szene,
und vielleicht noch gott, wenn man an ihn glauben möchte?!

oder pflegen wir jetzt schon einen angemessenen verfolgungswahn?


und ein :weihna1
 
Werbung:
Die Kreuzigung Jesu steht Sinnbildlich für die Kreuzigung des Egos und das tut weh :)

schub, schubi. dam, dam.

sehr wohl hat es zuerst eine sturm- und drangzeit gegeben,
auch im leben des nazaräners.

damals stand im zentrum der betrachtungen der psalm von david, wo es heisst:

"der herr sprach zu meinem herrn,
setze dich zu meiner rechten, und ich werde dir deine feinde zu füssen legen .."


sehen wir hier von einem "überdrüber" ab,
dann kommen wir auch mit der reihenfolge: beine, wirbelsäule, arme;
auf den gedanken, wenn david eine gestalt im löwen gewesen ist (arm, hand)
dann ist die der kommunikation ausgehende stelle im krebs zu suchen.

die bereits im vorfeld einen rechtlichen anspruch begründet hatte,
einen gebietsanspruch, und sei es nur durch das besetzen eines gebietes.


ein solcher alter rechtsanspruch wurde auch in der besatzungszeit durch die römer immer wieder gerne ins treffen geführt.

was lag also näher, als eine solche funktion aus der vergangenheit,
im eigenen volke, in der gleichen religiösen gemeinschaft,
mit der aktuellen situation, den lebenden menschen von heute und morgen,
so zusammen zu fügen,

dass aus zwei hälften eine einzige sache werden konnte.

darum also die position jakob im krebs, als richtlinie,
die für die geburt des immanuels die grundlage bildete.

der spross aus dem geschlecht jakob - in jeder hinsicht.

später dann, nachdem zuvor alles daneben gelaufen war,
in der zeit der jünger wurden diese inhalte noch immer transportiert.
nun aber in die richtung des jenseits.
in den führungspersonen, den ältesten, die der reihe nach abgetreten waren,
nach der kreuzigung.
zuerst der älteste, in der waage, der zeugung des immanuels,
dann der zweitälteste, im krebs, der geburt des immanuels.

das war nicht zufall allein. auch nicht die verstrichenen drei jahre nicht.

auch hier in diesem "kindergarten", da rechnete man sehr wohl mit einer bestimmten zeit der entwicklung einer seele im jenseits.
die sollte sich daher nach etwa drei jahren nach einem todesfall bemerkbar machen.
diese information hat der nazaräner sehr wohl "festgehalten", auf seine art.

darum meine ich auch, wenn wir die wiederkunft des nazaräners in der seelischen form finden möchten, dann sollten wir ausgehend von seinem todesjahr 37, in der zeit ab 40 danach suchen.

wer suchet, der findet.

das hat aber nicht direkt etwas mit den konstruktionen rund um die ereignisse in jerusalem zu tun.
auch sehr schön, auch sehr bunt, und spirituell.
aber nicht das was es vorgibt zu sein.

die wahrheit ist gekommen, als man sich schon lange durch eine himmelfahrt
von den erdrückenden erwartungshaltungen befreit hatte.
ganz zu schweigen vom dem traditionellen begräbnis durch die jünger selbst.

zehn jahre später, da lebte man glücklich und zufrieden
in einer sicheren gewissheit für immer.

was das menschliche jenseits betrifft.


und ein :weihna1
 
Die Kreuzigung Jesu steht Sinnbildlich für die Kreuzigung des Egos und das tut weh :)

Ja so ungefähr.
Daher wird auch im NT erwähnt: "Ein jeder trage sein eigenes Kreuz".

Aber nicht nur alleine für die Kreuzigung des Egos (= des alten fleischlich gesinnten Menschen).
Auch für sämtliche Sünden und alle Krankheiten. Für die, die sich zu Jesus bekehrt haben, ihm nachfolgen.
 
Hi Teigi,
kannst du mir das mit der Waage und dem Krebs näher erklähren..?

die stelle im original im AT,
und die direkt verwendeten formen im NT bei philippus (lukas) und paulus:

110

1 Ein Psalm Davids.

Der HERR sprach zu meinem Herrn: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege."

2 Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: "Herrsche unter deinen Feinden!"
3 Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.
4 Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: "Du ist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks."
5 Der HERR zu deiner Rechten wird zerschmettern die Könige am Tage seines Zorns;
6 er wird richten unter den Heiden; er wird ein großes Schlagen unter ihnen tun; er wird zerschmettern das Haupt über große Lande.
7 Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.


Lk 20

41 Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn?
42 Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: "Der HERR hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
43 bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße."
44 David nennt ihn einen HERRN; wie ist er denn sein Sohn?
45 Da aber alles Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern:
46 Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in langen Kleidern und lassen sich gerne grüßen auf dem Markte und sitzen gern obenan in den Schulen und über Tisch;
47 sie fressen der Witwen Häuser und wenden lange Gebete vor. Die werden desto schwerere Verdammnis empfangen.

Heb 1

13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße"?
14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?

in keiner form wird hier auf die kombination

david im löwen,

jakob im krebs,

aufmerksam gemacht.

dabei wäre gerade das ein besondernis gewesen, mit der abrundung,
dass der löwe mit der aufteilung in den jahressektoren ebenso mit der hand, dem arm, in zusammenhang gebracht werden kann, um auf das universelle hinzuweisen.

das wollte man im NT nicht mehr so recht zur vorgeschrittenen stunde,
in dieser richtung verstanden wissen,
mit dem zusammenhang, auszug aus ägypten, in einem jahr als gott die hand ausgestreckt liess, wie es etwa bei jesaja rückblickend hiess.

mit anderen worten, der der da spricht bei david, ist jakob.
gezeugt in der waage und geboren im krebs.

"... und gott rümpft weiterhin die nase! ..."


und ein :weihna1
 
recht hilfreich für das nachschlagen der planeten, etwa des jupiters,
wann er sich wo befunden hat, oder befinden werde,
eigenen sich sehr gut diese schweizer berechnungstafeln:

http://www.astro.com/swisseph/swepha_g.htm

sie sind sowohl astromisch als auch astrologisch verwendbar.

z.b. befindet sich der jupiter nun im steinbock.

erst am 6. 1. 2009 wandert er in den wassermann.
dort ist er dann das ganze jahr.

und ein :weihna2
 
Werbung:
Die meisten Beiträge, die ich gelesen haben, beziehen sich auf den Christus aus heutiger Sicht, was letztlich nicht die Hintergründe zum Kreuzestod erklären. Hier wird sicherlich der Blick auf den historischen Jesus mehr erklären können.

Dazu sollte man sich zunächst das erste Paradigma der Juden-Christen ansehen, um die eigentliche Botschaft Jesus zu erkennen. Es ging ihm nämlich um die Vorstellung, dass der Jüngste Tag und das Reich Gottes nach jüdischer Vorstellung mittelbar bevorstehen oder sogar schon begonnen haben sollte.

Jesus lebte streng in seinem jüdischen Glauben und hatte zu keinem Zeitpunkt vor, eine neue Religion zu gründen. Ähnlich Luther versuchte er vielmehr die eingefahrenen Muster infrage zu stellen, um zu den eigentlichen Glaubensinhalten zurückzufinden.

Man muss dazu die ganze Geschichte kennen, in der verschiedene jüdische Propheten die Zeichen nannten, die erfüllt werden mussten, ehe das Reich Gottes auf Erden einziehen konnte. Jesus war so von dieser Vorstellung überzeugt, dass er begann diese Zeichen zu erfüllen, um die Herrschaft Gottes herbeizuführen.

Deswegen ist er auch nach Jerusalem gezogen und deshalb ist er auch auf dem Esel mit einem Palmzweig in die Stadt eingezogen. Alleine dieser Akt war für gläubige Juden eine ungeheuere Anmaßung, welche nicht ungestraft hingenommen werden konnte. Das hatte auch Jesus als strenggläubiger Jude gewusst.

Es galt nun in letzter Konsequenz die Prophezeiungen umzusetzen, welche den Tod des Knechtes Gottes (2. Jesajas) erforderte und er war bereit diesen Schritt zu gehen. Nach Jesajas sollte der Knecht Gottes durch seine Leiden die Welt von seinen Sünden befreien, um damit das Reich Gottes herbeiführen zu können (man beachte die Parallelität). Nach diesem Verständnis spielte sein Tod ohnehin keine Rolle mehr, denn am Jüngsten Tag bedurfte er auch nicht mehr seines Körpers. Dieses Verständnis erklärt auch einige seiner Gleichungen.

Die ganzen Ereignisse in Garten Getsemani und dem letzten Abendmahl bekommen so einen Sinn, er war bereit, der Knecht Gottes zu sein. Deshalb hatte er auch seinen Lieblingsjünger Judas beauftragt den entscheidenden Tipp an die Hohepriester zu geben. Es war kein Verrat, sondern ein sehr schwerer Auftrag, der zu erfüllen war.

Jesus sah sich selbst zu keinem Zeitpunkt als Christus, erst Paulus hatte diese Überhöhung vorgenommen. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" manifestiert dann auch die ganze Menschlichkeit Jesus, da spricht kein göttliches Wesen, sondern ein verzweifelter Mensch in seinen Qualen.

Die Vorstellung von dem unmittelbar bevorstehende Reich Gottes, blieb noch über einen längeren Zeitraum ein wesentlicher Glaubensinhalt für die Urchristen. Auch Paulus glaubte, Jesus würde als Christus zu seinen Lebzeiten wiederkommen, um besagtes Reich zu etablieren.

Mit zunehmender Zeitspanne wurde das Ereignis auch immer weiter in die Zukunft verlegt. Mit der Einführung der christlichen Zeitrechnung im 3. Jahrhundert wurde dann das Ereignis nach mehrmaliger Nachbesserung auf das Jahr 1000 verschoben. Da auch dieses Jahr ohne Folgen verstrich, hatte man es dann auf eine unbestimmte Zeit verlegt.

Unabhängig von der späteren Entwicklung des christlichen Glaubens und dessen Inhalts, hatte sich so der historische Jesus einfach nur geirrt, er ist für seine Vorstellung gestorben. So etwas sehen wir auch heute noch im Irrglauben muslimischer Terroristen. Um es gleich klar zu stellen, ich stelle Jesus nicht in deren Nähe. Wäre Paulus mit seiner Missionierung der Heiden nicht gewesen, würde heute niemand mehr von Jesus sprechen. Vermutlich würden wir dann an Mitras glauben.

Wer das alles nicht glauben mag, sollte sich einmal mit einschlägiger Literatur rund um Jesus und dem christlichen Glauben namhafter Autoren beschäftigen. (z.B. "Das Christentum -Wesen und Geschichte" von dem Theologieprofessor Hans Küng, ISBN 3-492-03747).

Auf die anderen Fehlschlüsse möchte ich erst gar nicht eingehen, das würde diesen engen Rahmen meines Beitrages sprengen (Bergpredigt, Auferstehung, Indien usw.).


Merlin :zauberer1
 
Zurück
Oben