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Kleine Geschichten und Gedichte

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Tolkien, 6. Juli 2017.

  1. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Sieglinde



    Munter streift die Frau Sieglinde,
    durch den tiefen grauen Wald,
    Hand in Hand mit ihrem Kinde,
    schnell jetzt, es wird dunkel bald!

    Über Stock und über Steine,
    wird geklettert und gesprungen
    und als müde dann die Beine,
    noch ein Liedlein angesungen.

    Ängstlich zwischen dunklen Eichen,
    will die Kleine auf den Arm,
    und wie sie so weiterschleichen,
    drückt dem Kind auch noch der Darm.

    Unter einer alten Linde,
    sitzt es nun im Dämmerlicht,
    gibt sie diese Zeit dem Kinde,
    glühend Augen sieht sie nicht.

    Bald geht ihre Reise weiter,
    immer dunkler wird es nun,
    nächstes Mal sind wir gescheiter,
    werden nur bei Licht es tun.

    Stockend kam dann das Gebet,
    als die Augen rot sie sah,
    doch da war es schon zu spät,
    denn der Wolf war schon zu nah.

    Lieber Gott so steh`uns bei,
    waren ihre letzten Worte,
    doch er hatte heut' wohl frei,
    nun ist sie an anderem Orte......

    Die Moral von der Geschicht:

    Gehe mit dem Kinde
    nachts nicht raus zur Linde
     
  2. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Frau Specht


    Dunkel war's in Baumes Ritze,
    und Frau Specht die war genervt,
    denn der Grund für ihr Geschwitze,
    hatte ihre Wut geschärft.

    Brütend sass sie auf den Eiern
    und der Gatte der war weg,
    ist bestimmt mit Freunden feiern
    und wir hungern hier im Dreck.

    Lässt mich einfach hier verhungern,
    lieber Freund, Du kannst mich mal,
    jetzt woanders rumzulungern,
    war heut' echt nicht meine Wahl.

    Schnell gereut das kurze Glück,
    das sie mit dem Vogel hatte,
    zieht enttäuscht sie sich zurück,
    deckt sich zu mit einem Blatte.

    Ihre Flügel weit gespreizt,
    ob der Wärme für die Eier,
    blieb sie weiterhin gereizt,
    wo er ist das weiss der Geier.

    Dann erlöst durch einen Traum,
    sie dem Drama kurz entschwindet,
    das Geklopfe hört sie kaum,
    als der Gatte zu ihr findet.

    Aufgeschreckt und voller Wut,
    hackt ihr Schnabel auf ihn ein,
    gibt ihm reichlich auf den Hut,
    so viel Rache muss nun sein.

    Doch dann finden neu Gedanken,
    ihren Weg hin zu Frau Specht,
    weisen sie in ihre Schranken,

    ...sind nicht alle Männer schlecht...




     
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  3. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Fesseln


    Manche Fessel nie gelöst,
    in so vielen Lebensjahren,
    nun an unsere Seele stösst,
    drängen sie in diesen Tagen.

    Ein Gefühl spült sie nach oben,
    aus dem Bauche in den Kopf,
    alles war so eng verwoben,
    hat es hier nun angeklopft.

    Flut an Bildern, Unterdrücktes,
    überfluten dann die Sinne
    und bisweilen auch Verrücktes,
    dass man meint dass man wohl spinne.

    Doch ist der Zeitpunkt erst gekommen,
    kommt der Moment an dem wird klar,
    was man sich alles hat genommen
    und das der falsche Weg es war.

    Dann liegt's an uns es zu verändern,
    das Leben in der nächsten Zeit,
    den Weg zu geh'n in neu Gewändern,
    Ja, ja, jetzt ist's soweit!


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  4. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Heimweh


    Nicht, dass Du von weit gekommen,
    nein, Du bist ein Kind von hier,
    wurd' Dir doch so viel genommen
    und davon erzählst Du mir.

    Von den Lieben sind gegangen,
    schon so viele Dir voraus,
    und nach grosser Angst und Bangen,
    war es oft dann einfach aus.

    Es gab einfach kein Zurück,
    fromme Wünsche gar so viele,
    keiner brachte Dir das Glück,
    dass es in den Schoss Dir fiele.

    Und voll Trauer lebst Du weiter,
    Du folgst täglich Deinem Trott,
    kaum etwas stimmt Dich noch heiter,
    haderst Du nun arg mit Gott.

    Auch die Arbeit kam zum Ende
    und Beschäftigung war fort,
    trotz der Hoffnung auf die Wende,
    hängst Du fest an heimisch Ort.

    Deine Rente hilft nicht weiter,
    viel zu klein ist sie geraten,
    bist ganz unten auf der Leiter,
    bist es satt, noch mehr zu warten.

    Die Gesundheit macht nun Zicken
    und Bewegung fällt Dir schwer,
    würd' die Uhr doch anders ticken,
    rennst dem Leben hinterher.

    Doch was kannst Du noch erreichen,
    viel zu viel ist schon verloren,
    fühlst Dich müde ohne Gleichen,
    Lebenssaft ist fast vergoren.

    Du hast Heimweh sagst Du leise,
    nach dem Ort wo alle sind,
    willst bald gehen auf die Reise,
    wo man seine Ruhe find'.

    Macht mich traurig die Geschichte,
    ich nehm' zärtlich Deine Hand,
    dass nicht alles geht zunichte
    und nicht reisst das letzte Band.

    Heimweh fühl' ich in Dir steigen
    und ein Meer von Traurigkeit,
    wir geniessen unser Schweigen,
    ist es wirklich schon soweit?

    Sag', was kann ich Dir nun geben,
    ausser meine warme Hand,
    wünschte Dich zurück ins Leben,
    und Du schaust mich an....gebannt.

    Nicht, dass Du von weit gekommen,
    all die Zeit, die warst Du hier,
    doch wurd' Dir so viel genommen
    und dies spür' ich neben Dir.

    [​IMG]
     
  5. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Schabenweisheit


    Es sass die Küchenschabe,
    versteckt mit ihrem Kinde,
    dass sich das Kleine labe,
    im Küchenkrautgebinde.

    Bei Minze und Koreander,
    bei Bärlauch und bei Schnecken
    war man hier beieinander
    und liess es sich recht schmecken.

    Herum das Hausgesinde,
    in Arbeit viel versunken,
    sie hoffentlich nicht finde,
    dass hätte ihr gestunken.

    Doch wie sie grad' so kaut,
    an einem Minzenblatte,
    erscheint hier furchtbar laut,
    der Schaben-Göttergatte.

    Begrüsst sie gar so laut,
    vom Minzentopf am Rand,
    schon hat die Magd geschaut,
    die Klatsche in der Hand.

    Zwar schnell war stets ihr Gatte,
    doch war die Klatsche schneller,
    der Mann den sie grad' hatte,
    fiel tot nun auf den Teller.

    So zogen sie geduckt,
    um nicht geseh'n zu werden,
    sich blitzeschnell zuruck,
    hinunter hin zur Erden.

    Zwar war das Kind geschockt,
    doch Mutter lehrt es weise,
    bei Tisch wird nicht gerockt,
    bei Tisch da ist man leise.
     
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  6. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Schattenweg

    Es gab kein Licht,
    entlang der Schatten,
    die schlechte Sicht,
    die wir dort hatten,
    erschwerte unseren Weg.

    Es gab kein Glück,
    entlang der Schatten,
    und so viel Pech,
    das wir dort hatten,
    erschwerte unseren Weg.

    Es war zuviel,
    der dunklen Dinge,
    verpasst das Ziel,
    um das es ginge,
    so hat man uns gesagt.

    Und das Gefühl,
    das wir dort hatten,
    das saugten auf,
    die dunklen Schatten,
    ernährten sich davon.

    Man kam nicht raus,
    aus diesem Kreis,
    bald war es aus,
    ein Wimmern leis,
    die Leere kam.

    Wir war'n zu dritt,
    hin aufgebrochen,
    ich wollte mit,
    bis meine Knochen,
    war'n gebrochen.

    Zurück geschafft,
    so viele Wunden,
    Körper erschlafft
    und so geschunden,
    auf meinem Weg.

    Geh' nicht noch mal,
    auf diesen Wegen,
    dazu ist mir,
    zu viel gelegen,
    an meinem Leben.

    Vom Weg der Schatten,
    gibt es so viele,
    die einen hatten,
    war'n nie am Ziele,
    tot die Gefühle.

    Zu hoch der Preis,
    für diese Reise
    und eine Träne,
    die rollt leise,
    ich weiss, ich weiss....


    [​IMG]





     
  7. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Frau Hackel


    Schau sie an die alt Frau Hackel,
    hat den Friedolin dabei,
    nicht den Mann, nein nein ihr Dackel
    und sie denkt sich nichts dabei.

    Dauernd kackt er auf den Gehsteig
    und sie macht es dann nicht weg,
    immer dort an diesem Abzweig,
    interessiert sie einen Dreck.

    Diese Haufen bleiben liegen,
    sehr zum Ärger von Herrn Klein,
    der Gestank und diese Fliegen,
    muss das alles wirklich sein?

    Niemals hat er sich beschwert,
    jedenfalls nicht bei Frau Hackel
    und so bleibt er unversehrt,
    dieser kleine Kacke Dackel.

    Doch grad heute hat er Mut,
    tritt heran an die Frau Hackel
    und der Friedolin der tut,
    sich grad dran mit neu Gekackel.

    Er beschwert sich - und zu Recht
    und der Friedolin muss bellen,
    käfft ihn an, mein lieber Specht,
    will's Gespräch ihm wohl vergellen.

    Doch Frau Hackel bleibt die Ruhe,
    sagt, dass sie nicht bücken kann,
    schaut sich schämend auf die Schuhe
    und der Klein der bietet Hilfe an.

    Und seither geh'n sie gemeinsam,
    die Frau Hackel mit dem Hund,
    so sind beide nicht mehr einsam,
    Mann mit Tüte - Frau mit Hund.






     
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  8. Green Eireen

    Green Eireen Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2018
    Beiträge:
    33.577
    :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: :thumbup: :thumbup::thumbup: so richtig mal aus dem richtigen Leben und mit süssem - menschlichen Happyend :)
     
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  9. Ursprung84

    Ursprung84 Aktives Mitglied

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    Stuttgart
    Gute Nacht Geschichte

    Es war einmal ein großes erwachsenes Bärchen.
    Das spielte den ganzen Tag vor dem Haus, da kam eine kleine Piepmaus, die sprach mich an, ich will bei dir sein vor dem Haus.
    Da antwortete das große erwachsene Bärchen, ich spiel nicht mit dir, Raus.
    Da antwortete die Piepmaus, dann suche ich mir eben eine andere Maus.
    Kaum 10 Minuten vergangen, sprang Mamabärchen aus dem Haus, ie, ie, ie, da ist eine Maus.
    Das große erwachsene Bärchen sagte, ich sagte doch Raus und die Maus ging Raus.
    Da nahm die Mama das Bärchen hoch auf den Arm, Danke große und Sie gingen ins Haus.
     
  10. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Sturm der Zeit

    Was wirst Du machen,
    wenn er Dich erreicht,
    stirbt dann Dein Lachen,
    wenn er nicht weicht?

    Wirst Du versuchen,
    ihm zu entkommen?,
    Schutz Dir zu suchen,
    bist ganz benommen.

    Dein ganzes Leben,
    steht auf dem Kopf,
    Du stehst daneben,
    wo ist der Knopf?

    Kann man entweichen,
    den widrigen Zeiten,
    Du suchst nach Zeichen,
    die Dich begleiten.

    Doch keine Gedanken,
    die Dir jetzt nützen,
    nur neue Schranken
    und keine Stützen.

    Denkst an alte Tage,
    da war alles besser,
    stellst Dir die Frage,
    wann zückt er sein Messer.

    Und Sturm dreht nun auf,
    hat so viel an Kraft,
    Welt nimmt ihren Lauf,
    Dein Kampfgeist erschlafft.

    So macht er's beizeiten,
    der Sturm unseres Lebens,
    er wird uns begleiten,
    und Flucht ist vergebens.







     
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