Irans wirtschaftliche nukleare Option: Zerstörung der Energie-Infrastruktur im Persischen Golf
Die Ölmärkte wurden am 2. März erschüttert, nachdem ein Drohnenangriff die größte Raffinerie Saudi-Arabiens stilllegte und Irakisch-Kurdistan im Zuge des eskalierenden Konflikts die Produktion stoppte.
Wie könnte sich die Krise von hier aus weiter zuspitzen?
Straße von Hormus
- Rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag passieren die Meerenge
- Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben die Wasserstraße faktisch geschlossen
- Hunderte Tanker, darunter Rohöl- und LNG-Schiffe, liegen in der Region vor Anker
- Die Ost-West-Pipeline von Saudi Aramco kann bis zu 5 Mio. Barrel pro Tag vom Golf nach Yanbu am Roten Meer umleiten und damit Hormus umgehen. Aber:
- Die derzeitige freie Kapazität liegt nur bei etwa 2,4 Mio. Barrel pro Tag (CSIS)
- Die Terminals in Yanbu liegen in Reichweite von Drohnen und Raketen der Ansar-Allah im Jemen
- Die VAE können die Hälfte ihrer 2 Mio. Barrel pro Tag Golf-Exporte nach Fujairah umleiten, doch etwa 1 Mio. Barrel pro Tag bliebe blockiert
Öl-Infrastruktur am Golf unter Beschuss
Die Raffinerie Ras Tanura in Saudi-Arabien, eine der größten der Welt mit über 500.000 Barrel pro Tag, wurde getroffen und vorübergehend stillgelegt
Die Ahmadi-Raffinerie in Kuwait wurde beschädigt, bleibt aber in Betrieb; auch zwei Energieanlagen in Katar wurden getroffen
Die Golfregion (Saudi-Arabien, Iran, Irak, VAE, Kuwait, Katar) produziert über 20 Mio. Barrel pro Tag, rund 25 % der weltweiten Rohölproduktion
Wenn die Angriffe auf Förderanlagen weitergehen und die Straße von Hormus blockiert bleibt, könnten die Ölpreise stark steigen.
Wie hoch könnten die Preise steigen?
Analysten sagen, Brent-Öl könnte über 100 US-Dollar pro Barrel steigen oder sogar 120–130 US-Dollar erreichen, falls Golf-Exporte ausfallen.
Breite wirtschaftliche Auswirkungen
Höhere Benzin- und Energiekosten weltweit
Inflationsdruck in ölimportierenden Volkswirtschaften
Freigabe strategischer Ölreserven durch große Verbraucherstaaten
Was würde das für Trump und Europa bedeuten?
- Ein Anstieg auf 120 $/Barrel wäre ein „Black Swan“ für Donald Trump vor den Zwischenwahlen und könnte einen demokratisch kontrollierten Kongress begünstigen, falls seine Partei verliert
- Die US-Strategie für 2026 basiert auf einem Ölpreis von 60 $/Barrel; ein Anstieg auf 120 $ könnte den Zugriff auf die Strategische Ölreserve (SPR) erzwingen
- Europa, das inzwischen auf Öl aus den USA, Norwegen und Kasachstan (sowie in geringerem Maß auf Saudi-Arabien und Irak) angewiesen ist, könnte bei 120 $ Brent steigende Inflation und schwächeres Wachstum erleben
- Unterbrochene Lieferungen aus dem Golf würden Europas Abhängigkeit von US-Energie weiter verstärken
US-Israel-Iran-Krieg | @geopolitics_prime (Zitat s.o.)
Wer verschiedene unabhängige Informationsquellen hört, der weiss ganz genau, worum es geht. Ganz sicher geht es nicht um das Wohl der Iraner, sonst hätten die USA doch schon längst die Sanktionen lockern oder aufheben können.
Angriffe von ausserhalb ergeben immer einen Schulterschluss der angegriffenen Menschen.
Es geht auch nicht um eine atomare Bewaffnung, denn diese wurde vom obersten Religionsführer Chamenei in einer Fatwa verboten und heute erneut von der IAEA dahingehend bestätigt, dass es keine Hinweise auf ein Atomwaffen Programm im Iran gibt.
Es wäre ganz einfach die Lage zu entschärfen: Die echte Zwei-Staaten-Lösung in der Levante! So einfach.
Geht leider nicht, wegen des zionistenwahnsinnigen Plan´s, Eretz Israel / Gross-Israel zu schaffen. Das ist das Problem, nicht der Iran.
Zur Fatwa, leider nicht im DE WIKIPEDIA:
en.wikipedia.org