innerer und äusserer raum

Hallo Kona,

es erscheint mir nicht besonders sinnvoll, mich von mir selbst zu entfernen, wenn ich mich nicht einmal selbst kenne. „Wer bin ich?“ ist doch eine zentrale Frage, die uns alle beschäftigt. Die Antworten dazu finde ich aber nicht in der Weite des Universums, sondern in mir selbst. Das hat also nichts mit der Überwindung von irgendwelchen Ängsten zu tun.

Das, was ich hingegen im Universum finde, ist eine lebensfeindliche Welt mit ihrer Leere, in der wir uns in der Einsamkeit verlieren. Der erste Schritt in diese Welt ist schon getan, wenn ich den Menschen hinter mir lasse. Es gibt ihm Universum keine Wärme und Geborgenheit des Nächsten, deshalb werde ich dort auch nicht meine Seele finden können.

Für welchen Weg man sich entscheidet, wird wohl daran liegen, ob man seinem Geist oder Seele den Vorzug geben möchte.


Merlin

hey merlin :)

wie soll ich sagen, ich für mich habe nicht das gefühl meine seele finden zu müssen, weil, meine seele hat mich schon längst gefunden. finde ich :)
ich lass auch nix hinter mir, ich geh nur spazieren...
der geist, nun, der geist der alte wanderer, der hat gerne ab und zu ein wenig auslauf :D

:kiss4:

...und der körper ist der, der küsschen verteilt ;)

gruss!

kona
 
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"Übergeordnet" finde ich irgendwie grade noch nicht die richtige Bezeichnung. *überleg* Beigeordnet ist vielleicht besser. Die astrale Welt - man müsste eher von einem Reich sprechen, in dem es unzählige Welten gibt - kann von uns meines Erachtens nur erreicht werden, weil wir selber physische Wesen sind. Für mich persönlich ist die physische Welt die "höchste" Welt, andere Welten sind eher der physischen Welt untergeordnet. Früher habe ich es mal so gesehen, daß die Summe aller anderen Welten die physische Welt ergibt. Die astrale Welt wäre demnach ein Teil der Physis, aber eben ein feinstofflicher oder vielleicht sogar immaterieller Teil.


Würde ich auch so nicht empfinden. Die Wahrnehmung in der physischen Welt ist die intensiveste. Sie ist ja auch an manifestierte Organe gebunden. In der astralen Welt ist die Wahrnehmung eher fein, weniger durchdringend, ja ich würde fast sagen oberflächlicher. Sie betrifft einen weniger, weil man nichts mit sich führt, an dem etwas anhaften könnte. Anders die physische Wahrnehmung, die betrifft Dich, denn Du hast Deine Person und ihr Ich-Erleben mit.


Das Ich ist beim astralen Reisen sowieso sehr hinderlich. Jeder herkömmliche Gedanke, jedes anhaftende Gefühl entfernt mich persönlich aus der astralen Wahrnehmungsfähigkeit und bringt mich in die physische Wahrnehmung sofort zurück. Und so kann auch das Vorhaben, astral zu reisen, nicht dazu führen, daß ein Austritt gelingt. Denn der, der das vorhat, kann nicht austreten. Die Person tritt ja nicht mit aus, wenn es sich um eine astrale Reise handelt.

Ich weiß nicht mehr welche der yogischen Schriften es war, die ich gelesen habe und in der die astrale Seinsebene dem Herzchakra zugeordnet wurde. Alles was "Ich" ist, wird ja aus den unteren 3 Chakren gespeist. Und die drei oberen Chakren reagieren dem Aufgestelltsein der unteren Chakren entsprechend. Das Herchakra dagegen und damit auch die astrale Ebene ist frei von den Auswirkungen des Ich.

Will ich nun reisen und hafte meine Aufmerksamkeit an einen Aspekt des Geschehens an, dann produziert meine Psyche auch alsbald ein Gefühl und einen Kommentar und der Prozeß des Austritts endet. Denn ich bin dann nicht mehr in meiner Herzenergie, sondern in der Energie der unteren Chakren. Genauso ist es während des Reisens: löst irgendein Phänomen eine persönliche Reaktion in mir aus, so endet die Reise. Ergo müsste man zu Beginn erst mal üben, das Anhaften zu unterlassen, das Kommentieren zu unterdrücken und die Gefühle frei, neutral zu lassen. (Und das kann natürlich schlecht gelingen, wenn man austreten "will", denn dann hat man Erwartungen und was man erlebt entspricht diesen erst dann, wenn man den Prozeß des Austretens gut erlernt hat.)

Zunächst einmal würde ich also raten, in ein möglichst pures Wahrnehmen zu geraten, so wie es der Herzebene auch zugehörig ist. Alles lieben, könnte man ebenso sagen. Und wenn man dann schauen kann und hören, dann kann man im nächsten Schritt beginnen, den astralen Körper wahrzunehmen, ihn dann noch etwas später zu bewegen, zu steuern, mit ihm zu interagieren.

lg

das mit der herzebene hab ich gestern erlebt, also dass das herz beim nach-vorne-aus-meinem-körper-treten wie eine art tür dafür zu sein schien. in der herzgegend musst ich mich dann auch am längsten wieder einsammeln, bis ich wieder ganz in mir war...

:umarmen:

kona
 
Das man weiß, das auch dieses nicht beständig ist, dem Leiden nicht unterworfen, und Nicht-Selbst ist? Und um nicht zu Glauben, das es mit dem Tod vorbei sein, wo sich das Bewußtsein ja nicht ganz illusionäre von Körper trennt?


Also sich eine scheinbare Gewissheit über angstbeladene Ungewissheiten verschaffen? Mir dünkt, etwas bleibt wohl bei dieserart Unterfangen zurück, vielleicht doch etwas haften.
Flucht nach vorne zurück. ;-)


Hi,

morgen saffrondust :)

dich versteh ich, wie häufig, nicht so ganz.

das macht nichts, kona.

der "körper-geist", tönt für mich nach seele...
?

Nein, mit Körper-Geist ist nicht Seele angesprochen, sondern Körper = Geist. Es gibt da wohl noch einen gänzlich anderen Ansatz mit Verzicht auf die Idee zu kommen etwas abzuspalten.
 
Also sich eine scheinbare Gewissheit über angstbeladene Ungewissheiten verschaffen? Mir dünkt, etwas bleibt wohl bei dieserart Unterfangen zurück, vielleicht doch etwas haften. ;-)
Flucht nach vorne zurück.


Hi,



das macht nichts, kona.



Nein, mit Körper-Geist ist nicht Seele angesprochen, sondern Körper = Geist. Es gibt da wohl noch einen gänzlich anderen Ansatz mit Verzicht auf die Idee zu kommen etwas abzuspalten.


wieso denn abspalten? die empfindungen die ich hatte bis jetzt, hatten echt nichts trennendes an sich...

körper=geist ist auch ein schönes sein, ja.

ich find auch, dass das nichts macht, saffrondust :D
man kann ja bei bedarf nachfragen...

grüssels!

kona
 
... Ich schätze mich hier traurig, der einzige Spirituelle zu sein, dessen Vorstellung von Glück nicht darin besteht, vollständig aus jeder Form von Existenz zu verschwinden. Daher bin ich hier auch der einzige Spirituelle, der sich nicht in hinduistischen oder buddhistischen Systemen suhlt wie einst seine Vorfahren in christlichen.

Du brauchst weder traurig sein noch bist du der einzige, ich bin auch noch da.:):kiss4:
 
... Ich schätze mich hier traurig, der einzige Spirituelle zu sein, dessen Vorstellung von Glück nicht darin besteht, vollständig aus jeder Form von Existenz zu verschwinden. Daher bin ich hier auch der einzige Spirituelle, der sich nicht in hinduistischen oder buddhistischen Systemen suhlt wie einst seine Vorfahren in christlichen.

Du brauchst weder traurig sein noch bist du der einzige, ich bin auch noch da.:):kiss4:

Es ist meist so, daß "Spiritualität" ein bloßer Egotrip ist. Deshalb ist er auch ziemlich wertlos, wenn man Leiden nicht erkennt. (Man nennt das auch "rechtschaffend aus dem Haus gezogen, in die Hauslosigkeit/mental und/oder auch physisch")
Und keine Sorge, die Welt wird nie leer sein von diesen *schmunzel* Sado-maso im Gewühl von Samsara war und wird immer beliebt sein und damit das Leiden auch nicht mindern.

Ist übrigens höchst Hindu, diese Anstrengung in Vereinigung und Sein.
 
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Es ist meist so, daß "Spiritualität" ein bloßer Egotrip ist. Deshalb ist er auch ziemlich wertlos, wenn man Leiden nicht erkennt. (Man nennt das auch "rechtschaffend aus dem Haus gezogen, in die Hauslosigkeit/mental und/oder auch physisch")
Und keine Sorge, die Welt wird nie leer sein von diesen *schmunzel* Sado-maso im Gewühl von Samsara war und wird immer beliebt sein und damit das Leiden auch nicht mindern.

Ist übrigens höchst Hindu, diese Anstrengung in Vereinigung und Sein.

Spritualität - Ego - Leid?


Wie meinst das zusammenhängend?
 
Es ist meist so, daß "Spiritualität" ein bloßer Egotrip ist. Deshalb ist er auch ziemlich wertlos, wenn man Leiden nicht erkennt. (Man nennt das auch "rechtschaffend aus dem Haus gezogen, in die Hauslosigkeit/mental und/oder auch physisch")
Und keine Sorge, die Welt wird nie leer sein von diesen *schmunzel* Sado-maso im Gewühl von Samsara war und wird immer beliebt sein und damit das Leiden auch nicht mindern.

Ist übrigens höchst Hindu, diese Anstrengung in Vereinigung und Sein.

guten morgen JohannB :)

wie erkennt man denn leiden?
 
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