Ein Selbstverwirklicher hat sich von allen Abhängigkeiten befreit. Ob du an der "Liebe" Spaß hast, ob du geliebt wirst oder ob deine Blutslinie erhalten bleibt oder nicht, ist allein deine Entscheidung bzw. die Entscheidung deiner Partnerin. Das ändert aber nichts daran, dass die sexuelle Begierde kein Naturgesetz ist.
Wie weiß man, dass die sexuelle Begierde (Sexualität) kein Naturgesetz ist?
Woher hat dann meine Freundin in der Kindheit so viel Interesse am Sexuellen her bekommen? Sie stammte aus einem guten Elternhaus, in dem darüber bestimmt nie gesprochen wurde, sich auch sonst in dieser Hinsicht nichts abgespielt hat. Sie ist weder verführt noch missbraucht worden. Sie hat mir nämlich alles erzählt und trotzdem wollte sie die Sexualorgane ansehen, betrachten und berühren. Ich stelle mir vor, dass es so beginnt, von Natur aus, weder anerzogen noch sonst etwas Abartiges.
Die sexuellen Spiele in der Kindheit sind bereits eine Vorstufe zur normalen Sexualität. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese kindliche Neugierde bei vielen Menschen nicht vorhanden sein soll.
Obwohl ich keine Selbstverwirklichte bin, hat mich das wohl erstaunt, da es bei mir anders abgelaufen ist, doch die Erfahrung mit meiner Freundin ist vorhanden.
Selbst wenn man als Mädchen an Sex nicht denkt, vor allem die Nähe des anderen Geschlechts nur spüren will und sich verliebt, kommt man schon dadurch über den Mann, der ja normalerweise einen stärkeren Geschlechtstrieb hat, zu dieser ersten sexuellen Kontaktnahme. Es muss einem das erste Mal noch gar nicht gefallen - ist doch die Entjungferung mit Schmerz verbunden - zieht es einem doch immer wieder zum männlichen Geschlecht hin. Zuerst liebt man die Berührung, erst viel später kommt es zu einem Verlangen danach. Und das ist dann auch natürlich, weil sich die Menschheit fortpflanzen will. Das haben wir mit dem Tieren irgendwie gemein wie vieles andere auch.
Von der Homosexualität weiß ich nur, dass sie in der frühen Jugend beim Knaben wohl durch Verführung geprägt werden kann. Ob die Tendenz bereits vorhanden ist, kann ich nicht sagen. Da müsste man ein aufrichtige Gespräch mit einem Homosexuellen führen können. Vielleicht gibt es einen hier im Forum, der uns aufklären kann.
Von einem lieben Jugendfreund weiß ich, dass er auch Mädchen gemocht hatte, aber durch einen Lehrer, der ihn verführt hatte, auch Männer interessant wurden und später viel interessanter waren als Frauen. Er konnte sich in Männer verlieben. Wenn er verlassen wurde, war er genauso traurig wie eine Frau, die verlassen wird.
Vielleicht ist der Knabe in der Jugend von einem Mann Verführte wirklich heilbar, besonders dann, wenn er es als eklig empfand.
Fraglich ist, ob die Tendenz zum eigenen Geschlecht angeboren ist. Ist sie das, dann ist es etwas, das bleibt und nicht als Krankheit bezeichnet werden kann.
Ist die Homosexualität durch Verführungen hervorgerufen worden, dann würde ich sie als nicht natürlich bezeichnen. Die Frage bleibt aber dennoch offen, ob das, was sich entwickelt hat, als Krankheit bezeichnet werden kann. Da bin ich wirklich überfragt.
So denke ich, dass sich über Homosexualität - natürlich, unnatürlich oder krank - streiten lässt.
Aber ich habe ja noch gar nicht den ganzen Thread gelesen. Vielleicht gibt es schon wahre Anhaltpunkte zu diesem heiklen Thema.
Also auf gehts!
lg eva07