Natürlich ist Öl "natürlich". Es wird ja aus dem Boden gefördert. Chemie ist auch "natürlich", denn alles was die Chemie verwendet besteht aus Grundstoffen, die man in der Natur findet.
Weiters: Das Heizöl wurde nicht von Leuten in die Flüsse gelassen, sondern lief aus den Kellern der überschwemmten Häuser. Und zwar nicht von Häusern die offiziell "hochwassergefährdet" waren, sondern Häuser die mitten in der Stadt stehen. In diversen Städten in Bayern sind nämlich teilweise ganze Stadtteile unter Wasser gestanden, und nicht nur die Häuschen an den Flussufern.
Und: Es hilft nichts, zu sagen "der Mensch ist Schuld und nicht die Natur" - das mag schon sein, dass es ohne den Menschen diverse Probleme nicht gab, aber das heißt nicht, dass es sinnvoll ist zu argumentieren "früher wär das alles anders gewesen", "wenn der Mensch nicht ..." usw., denn der Mensch ist da, und die Leute brauchen nunmal im Winter Öl zum Heizen, und wenn einem das nicht gefällt ist das zwar schade, aber das ändert nichts am status quo. Was willst du dagegen machen? Wir haben nen Haufen Menschen auf diesem Planeten, und die haben nunmal Bedürfnisse, die man nicht einfach so stillen kann, und jeder der glaubt man könnte noch "wie früher" leben liegt falsch - denn das, was vermeintlich als "im Einklang mit der Natur leben" bezeichnet wird ist teilweise nicht mal mehr möglich - z.B. sich selbst Früchte im Garten anzupflanzen. Würde das jeder Mensch versuchen, würde der Platz recht schnell recht wenig werden. Also entweder akzeptierst du die Welt so, wie sie ist und nicht "früher war alles besser", oder du fängst mit einem globalen Genozid an und tötest die Menschen auf angenehme 500 000 000 zurück, sodass alle wieder mehr Platz und Freiraum haben.
Mit einer von den beiden Lösungsvorschlägen hab ich aber so persönlich meine Probleme.
Ich akzeptiere Deine Dummheit nicht!
Mach Dich mal schlau, bevor Du mit mir sprichst!
Klar Junge, Öl ist natürlich und Computer wachsen auf Bäumen und das Internet ist die natürliche Verbundenheit von Allem was ist.
Wenn Du etwas Ernsthaftigkeit zurückbehalten hättest, hättest Du wenigstens Dich dazu hinreissen lassen, zu sagen Öl ist de-naturiert - denn genau darin besteht das größte Problem!
Aber so? Fröhliches Rechthaben noch!
Die Dummheit besteht darin, bereits dort zu bauen, wo es Hochwasser geben kann. Fertig. Daran ist nichts zu deuteln. Und zwar gar nichts. Es ist und bleibt ein Verbrechen gegen die Mitmenschen und die Natur.
Deine Totschlag-Argumente kannst Du Dir sparen - denn Du widersprichst Dir selbst und Du hast keine Ahnung, denn auf die wirklich spannenden Stichworte gehst Du gar nicht ein!
Ich will nicht zurück irgendwohin, aber selbst die modernste Landwirtschaft braucht guten Boden, denn auf gutem Boden braucht es auch keinen Kunstdünger, der eh nichts nützt, weil er Pflanzen gezielt schwächt, indem er nur einseitige Eigenschaften scheinbar verbessert. Wenn die Dummen den Boden zerstören dürfen, auf dem am leichtesten und das beste und meiste Lebensmittel wächst, wo leben wir dann eigentlich? Wenn die Dummen durch das Lagern von giftigen Chemikalien in einem Flußtal ganze zukünftige Generationen vergiften, weil alle Wassertiere dabei sterben und sich das Gift im besten Boden ablagert, der dadurch vernichtet wird - was sollte man dazu als Strafe erfinden? Wie können solche Dummies wie Du kapieren, dass hier verdammt was schiefläuft?
Klar muß man aufräumen. Ja putzen ist angesagt. Aber wohl auch in den von Falsch-Informationen überschwemmten Gehirnen der Menschen. Sie haben das Gift der Dummheit schon gefressen und haben Ansprüche die kein normaler Mensch je hätte. Sie wollen nicht nachdenken und machen jeden Tag alles noch schlimmer und jammern auch noch dazu! Und dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Mord oder Totschlag? Spinnst Du eigentlich? Du hast doch keine Ahnung, wie viel auf einem Acker in einem Flußtal (das eben auch noch klein-klimatisch viele Vorzüge hat) im Vergleich zu anderen Böden wächst, wenn es nicht gerade Lösböden sind die durch Windverwehungen zustande kamen, oder Schwarzerdeböden. Lebensmittel kennst Du doch nur aus dem Supermarkt - gestehe! Aber: ich kann Dir verraten: dort wachsen sie nicht! Durch getrockneten Schwemmschlamm kommt fast jede Pflanze sehr schnell durch, bei Beton dauert es etwas länger - leider auch bei Betonköpfen und Betonfraktionen - zu denen Du eindeutig gehörst!
Die Menschen bauen sich ihre Katastrophen in erschreckendem Ausmaß selbst und dann soll man noch mitjammern? Nö. Sie mögen es doch unterlassen, diese Dummheiten und endlich, endlich etwas tun, was ihnen selbst und der Erde wirklich nützt.
Hier bei mir im Dorf ist eine Überschwemmung unwahrscheinlich, da der Bach nur 40 bis 80 Zentimeter Breite misst, aber in den ganzen fruchtbaren Talauen stehen Firmen und Wohnhäuser. Beim Bau der Häuser hat man den (durch zu schwere Maschinen) bereits verdichteten Boden für teuerstes Geld auf den unfruchtbaren Berg gekarrt, damit die Äcker dort oben besser werden. Ein Hohn, den die dummen Bauern auch noch mitmachen, weil sie dafür viel Geld kassieren.
Bevor ich nicht selbst viele Jahre lang im Garten sehr viele Versuche angestellt hatte und viele Bauern und Wissenschaftler befragt hatte, hätte ich DIr vielleicht recht gegeben, man muß etwas tun und helfen, aber man muß das tun, was uns wirklich hilft - also: kein Gift, kein Öl und keine Firma und kein Haus in Flußtälern.
Und falls Du mal was zu essen brauchst, weil man weder Geld noch Computer, noch Öl und Chemie essen kann, dann gibt in Deine Suchmaschine mal das Wort Resilienz und Ökosystem ein oder "Transition Town".