Kondor schrieb:
Nach der Altindischen Weisheitslehre kann weder die Essenz (Unsagbarer Urgrund als Unbewegtes) noch sein Prinzip (Bewegung) als PERSON bezeichnet werden:
Unbewegter Beweger: Aus ES emaniert ALLES und kehrt (irgendwann) wieder in ES zurück = über ES kann man nur schweigen.
Bewegung = alles durchdringend belebend, unpersönlich, unkörperlich, unmateriell - und an sich ungeboren, ewig, anfangslose und unendlich.
Als Personen (wenn es schon sein muss) können nur Götter (Emanationen des Urgrundes) angesehen werden - zum Beispiel der männliche Brahma = der (angebliche) Schöpfer, der nur periodisch in seinen Manifestationen existiert und dann wieder ins Pralaya eingeht (das heißt, wieder verschwindet).
Liebe Grüße
In der altindischen Weisheitslehre, die ich hier vorliegen habe, dem Srimad Bhagavatam (2.9.33), steht folgendes:
"Brahma, Ich bin es, die Persönlichkeit Gottes, der vor der Schöpfung existierte, als es nichts außer Mir gab, nicht einmal die materielle Natur, die Ursache aller Schöpfung. Das, was du jetzt siehst, bin ebenfalls Ich, die Persölichkeit Gottes, und nach der Vernichtung wird das, was bleibt, ebenfalls Ich, die Persönlichkeit Gottes."
Es gibt noch viele Stellen, die genau das belegen. Dieser Vers oben ist die wichtigste vedische Unterweisung an Brahma, der im leeren Universum geboren wurde und nicht wusste, was er zu tun hat. Dann wurde ihm das, und noch von Gott beschrieben. Davor wurde noch gesagt:
2.9.31
"Wisen über Mich, wie es in den Schriften beschrieben wird, ist sehr vertraulich, und es muss in Verbindung mit hingebungsvolle, Dienst verwirklicht werden. Ich werde dir jetzt erklären, was alles für die Durchführung dieses Vorganges erforderlich ist. Nim es bitte gewissenhaft auf."
Wie man sieht, gibt es Bedingungen, wie man die Aussage der Schriften verstehen kann. Wenn jemand Gott und den Gottesdienst verneint, dann kann er nicht anders, als Gott für eine unpersönliche, unmanifestierte und alldurchdringende Energie zu halten.
Das Gott auch das ist, kann man nicht verneinen, doch Er ist auch mehr. Und dass kann man entdecken.
Die versuche Gott durch intelektuelle Anstrengung, sprich durch Erkenntnis des unpersönlichen Aspektes, ohn Hingabe zu seinem Persönlichen Aspekt, zu verstehen, werden mit den versuchen einer Biene, durch das Glass die Süße des Honigs zu kosten, verglichen.
Aus diesem Grund werden sie fromme und von glück begüstigte Seele dem Hingebungsvollem Dienst zu Gott widemen.
Was dafür erforderlich ist, wird nach dem oben angeführten Zitat des Srimad Bhagavatam erklärt.
Schöne Grüße