Gleichgeschlechtliche Seelenpartner

Da hast du recht. Seit einem Jahr spukt sie mir nun im Kopf rum und hat sich in meinem Herzen breit gemacht. Wie soll ich da jemand anderen sehen? Wobei ich auch sagen muss, dass ich niemand interessantem begegnet bin in der Zeit, dem ich eine Chance hätte geben wollen.
Aber ich bin zuversichtlich, dass ich irgendwann klar sehen werde. Mir bleibt ja auch nichts anderes übrig, als mein Leben weiter zu leben und es mit all seinen Höhen und Tiefen zu meistern so gut es geht. Schauen wir mal, wie es in ein paar Monaten aussieht.
 
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Ich versteh euch beide, was ihr damit meint. Liebe ist und lässt sich nicht in Geschlechter einteilen. Aber trotzdem ist das Coming Out ein Lernprozess. Egal ob BI oder nicht. Wenn man irgendwann in die Öffentlichkeit damit geht, oder wie auch immer man das nennen kann, muss man sich damit nochmal auseinander setzen. Kann natürlich sein, dass gerade ihr beide damit ohne Probleme klarkommt. Das will ich niemanden unterstellen. Aber zu Anfang ist die Liebe so stark und das Gefühl, dass man alles rundherum vergisst. Dann tritt der Alltag ein. Das war bei meiner auch sicher der Grund, warum sie abgehauen ist. Weil sie sich mit dem Thema einfach nicht auseinander gesetzt hat. Ich weiß nicht, wie ich das am besten erklären soll. Ich persönlich hab eine Art Lesbenpubertät durchgemacht. Egal ob BI oder nicht, ausseinander setzen sollte man sich mit dem Thema trotzdem irgendwie. Weil Liebe ist ja nicht alles. Es geht um die Beziehung, in Zukunft muss man dazu stehen. Was denken die Eltern, die Arbeitgeber etc. Ich persönlich bin ein sehroffener Mensch. Ich hatte eigentlich wenig Probleme darüber zu sprechen. Aber bei einigen Leuten oute ich mich trotzdem nicht automatisch. Ich hoffe ihr versteht ungefähr was ich damit sagen möchte.

Hallo Caroline,

Ich versteh durchaus was du meinst und ich bin auch als bisexuel geoutet, dennoch habe ich erfahren müssen (jetzt nicht unbedingt in Verbindung mit der SV, sondern allgemein), dass es nichts mit den Leuten um mich herum zu tun hat. Damit möchte ich sagen, dass ich mich in meiner Haut wohlfühlen muss und alles andere wird sich dem anpassen- denn ich bin der Meinung, dass man seine Umwelt durch seine Gedanken, Worte und Gefühle kreiert bzw. diese spiegeln das Innenleben von einem.
Wie schon gesagt bin ich seit vielen Jahren geoutet, aber erst Anfang dieses Jahres bin ich wirklich ICH geworden, weil ich JETZT erst verstanden haben. Und zwar, dass ich mich früher geoutet hatte oder ein Schubladendenken entwickelt habe, weil das Außen es mir so verlangte und erwartete und es daher nichts mit mir zu tun hatte. Ich war zwar out, aber hatte trotzdem ein ungutes Gefühl anderen Menschen zu begegenen- bin zwar zu mir gestanden, aber es war mir irgendwo (eigentlich unbewusst) das Wichtig was andere dazu meinen. Und erst als alles auseinander fiel (Mein Leben wurde Kopf gestellt und ich wurde gezwungen Dinge neu zu ordnen- hatte nichts mit SV zu tun), wurde mir das klar. Ich entschied mich ICH zu sein und Entscheidungen die mich betreffen nicht mehr dem Einfluss von Außen (der Welt) zu überlassen. Familie und Freunde stehen zu mir (auch welche die so einen "Lebenswandel" nicht akzeptiert haben bringen seit Neuestem Verständnis und Respekt dem ganzen gegenüber), egal wie oder was auf mich zukommt. Outen tu ich mich nicht mehr wirklich, wenn jemand mich eine Frau küssen sieht und fragt, dann erkläre ich es der Person. Ich liebe wenn ich liebe und mehr ist nicht notwendig. :D
 
Ich danke Dir für Deine Worte :kiss4:

Aber dann kommt es dem doch nahe, dass es bei gleichgeschlechtlichen Menschen so sein könnte, dass die eine Seele dann ein Mann und die andere Seele dann eine Frau ist oder irre ich mich? Dann wäre ja irgendwo die göttliche Ordnung auch wieder hergestellt ... wenn auch nur auf geistiger Ebene.

ich hatte vor einiger Zeit auch nochmal was ähnliches mit einer anderen Person (nein keine Hochzeit/Ehe, sondern einfach nur sehr starke Verbundenheit auf mentaler Ebene). War auch sehr, sehr heftig. Da kommunizierten die Seelen, endete mit einem "Frage und Antwort-Spiel" ... und danach riss die heftigkeit der Verbindung ab. Fühlt sich an, als stünde da was im Weg, oder die Zeit nicht reif oder was weiß ich.

Näheres dazu gerne per Mail.

:umarmen:
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Ich bin der Meinung das wir beide Seelenaspekte (männlich und weiblich) in uns tragen, wobei ein Aspekt überwiegt- bedingt durch die verschiedenen Leben die wir gelebt haben (mal als Frau und dann wieder Mann- obwohl durchaus aus auch manchmal zweigeschlechtlich). Deshalb stimme ich dir da schon zu, das eine Frau- durchaus den männliche Aspekte überwiegend in sich intergriert hat, und mit einer Frau die den weiblichen Aspekt überwiegend intergriert hat, zusammen kommt. War hoffentlich nicht unmissverständlich. :D
Denke deshalb, dass es sogar in gleichgeschlechtlichen Beziehung oft vorkommt, dass dies der Fall ist.
 
Also, ich finde das gar nicht so abwegig mit der männlichen Seele im geistigen Körper und umgekehrt. Klingt jetzt etwas abgefahren, aber es hat sich für mich von Anfang an so angefühlt, als ob sie und ich schon mal als Liebespaar zusammen waren und ich der Mann war, sie die Frau. Und dieses Gefühl habe ich immer noch, wenn wir uns sehen. Und ich hatte tatsächlich mal kurz eine Vision, die mir das bestätigt hat. Aber ist ja auch gar nicht der Punkt. Liebe ist Liebe. Und daran kann meiner Meinung nach nichts falsch sein. Das würde Gott sicher auch bestätigen. Und wenn er/sie/es das ablehnt, dann werde ich halt nie zu Gott gelangen, was mir dann aber auch wurscht ist.
Bei den alten Griechen (Platon etc.) war gleichgeschlechtliche Liebe übrigens ganz normal, fast schon ein Ideal. Nur mal so am Rande.

Dem Stimme ich auch zu. Aber mir ist augefallen, dass es meistens wenn sich Leute outen, sie von einer konservativen oder sträng katholischen Erziehung kommen. Nur so nebenbei erwähnt. Ist mir vor einigen Jahren aufgefallen. ...Eigentlich witzig... :D
 
Kann mich dem anschließen. Habe auch schon immer meine männlichen Teile in mir wahrgenommen. Wobei mir mal gesagt wurde, dass es daher kommt, dass ich eine dominante Mutter habe, dass ich dann männliche Verhaltensweisen angenommen hätte.
Wie auch immer, versteht mich jetzt nicht falsch. Ich bin gerne eine Frau und optisch sehen ich auch sehr weiblich aus. Nur fühle ich eben manchmal diese männlichen Anteile stärker. Und besonders stark, wenn ich mit ihr zusammen bin. Da habe ich dann dieses Gefühl, sie beschützen zu müssen usw, was völlig absurd ist, weil sie mich einfach mal um zwei Köpfe überragt :lachen:


Sorry, passt vielleicht grad nicht rein.... aber ich find den letzten Part sooooo süüüüüßßßßß :kiss4:

Muss aber dazusagen, dass es bei mir und meiner SV ähnlich ist, obwohl ich denke, dass sie mehr den männlichen Part intergriert hat als ich- sie ist ne Spur männlicher (nicht äußerlich) als ich (obwohl es bei mir irgendwie 50/50, also mal überwiegt der eine, dann der andere.... was merkwürdig ist :rolleyes:).
 
Interessant das ihr das Thema anspricht!
Was bei mir total komisch ist.
Wenn ich mit meiner SV unterwegs war, hab ich mich immer sehr weiblich gefühlt. Zu diesem Zeitü´punkt hab ich Röcke getragen etc. Sie dagegen war immer sehr männlich gepolt. Sie wollte alles selber hinkriegen, keine Hilfe annehmen, war handwerklich begabt, hat alles gemanagt etc. Nun ein wichtiges Detail hab ich in meinem Fall öffentlich nicht erwähnt. Sie hat ein Baby bekommen. Zu Anfang meinte sie die ganze Zeit, wir ziehen es gemeinsam auf. Ich soll sowas wie die 2. Mutter werden. Nur was mir dann aufgefallen ist, sie is natürlich ziemlich weiblich geworden. Und auf einmal hab ic mich in Röcken nicht mehr wohlgefühlt. Seit diesem Zeitpunkt ist mein Styling ganz anders und ich fühle mich auch ganz anders.


Wow, das ist ja witzig.
Wenn ich so überleg sind bei mir und meiner SV auch hi und da solche Sachen vorgekommen, aber irgendwie schien es immer mal sie mal ich zu sein. Weißt du was ich meine? Einmal war sie mehr "männlich" dann wieder ich. ...hhhmmmm, echt witzig wenn man darüber nachdenkt. :)
 
Ich bin der Meinung das wir beide Seelenaspekte (männlich und weiblich) in uns tragen, wobei ein Aspekt überwiegt- bedingt durch die verschiedenen Leben die wir gelebt haben (mal als Frau und dann wieder Mann- obwohl durchaus aus auch manchmal zweigeschlechtlich). Deshalb stimme ich dir da schon zu, das eine Frau- durchaus den männliche Aspekte überwiegend in sich intergriert hat, und mit einer Frau die den weiblichen Aspekt überwiegend intergriert hat, zusammen kommt. War hoffentlich nicht unmissverständlich. :D
Denke deshalb, dass es sogar in gleichgeschlechtlichen Beziehung oft vorkommt, dass dies der Fall ist.

ich würde mal behaupten: eine Seele wird immer gleich inkarnieren, d.h. wer als Frau inkarniert ist, wird immer Frau bleiben u. beim Manne ist es ebenso.
 
So ging es mir auch. Aber bei mir ist es jetzt auch, so dass ich andere Frauen sehr begehrenswert finde. Natürlich nicht so wie die SV. Aber das hat mir eben immer mehr gezeigt, dass ich mit einem Mann nie glücklich sein werde. Du gibst dir die Antworten ja schon fast selber. Ich kann mich auch täuschen, aber ich glaub du stehst wirklich mehr auf Frauen als auf Männer. Ich dachte vor den Frauen auch immer. Bettgeschichten interessieren mich nicht. Jetzt fühl ich mich teilweise wie Charlie Sheen. Nur, dass ich es natürlich nicht auslebe. *g* Ich hab noch immer meinen Standpunkt, dass ich nur mit der ins Bett gehe, die ich liebe. Aber Hinterherschauen tu ich schon sehr oft den Frauen :D


:lachen:
 
Dem Stimme ich auch zu. Aber mir ist augefallen, dass es meistens wenn sich Leute outen, sie von einer konservativen oder sträng katholischen Erziehung kommen. Nur so nebenbei erwähnt. Ist mir vor einigen Jahren aufgefallen. ...Eigentlich witzig... :D

Wo ich gerade so drüber nachdenke, könnte das wirklich stimmen. Dann habe ich noch Hoffnung, dass sie sich vielleicht irgendwann ihre Gefühl eingesteht. Ich glaube, das ist momentan die Größte Hürde. Da nützt es auch nichts, wenn ich extrem geduldig bin und mich sonst wie weiter entwickele. Sie muss sich auch auseinander setzen. Nicht sicher, ob sie die Notwendigkeit sieht, wo sie in einer bequemen Beziehung mit einem Mann steckt.
 
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