Ich glaube, es geht beides in die ähnliche Richtung.
Naja, ich hatte den Eindruck, es wurde so getan, als sei Kommunikation, also die ohne Anfassen, wichtiger.
Und es ist nunmal so, dass der Tastsinn der erste ist, der sofort so ausgeprägt entwickelt ist, dass die Reize über ihn den Babies die sicherste Rückmeldung für Kontakt mit sich und der Umwelt bilden.
Das Urvertrauen, was im ersten Jahr auf diesem Wege entsteht, ist am Wichtigsten, wenn das schon nicht klappt, dann darf nicht mehr sehr viel schiefgehen später...
Deswegen stecken Babies irgendwann alles in den Mund, es geht nicht nur um schmecken, sondern um tasten, und die
Zunge ist extrem gut geeignet für Tasterfahrung.
Verlassene Äffchen klammern sich auch nicht Mutterersatzpuppen aus Draht, sondern an die mit weichem Fell (Harlow-Experimente ), auch wenn die Drahtmutter das Fläschchen mit der Milch hatte.
Aus Wiki "Harry Harlow":
"International bekannt wurde er, als er ab 1957 Rhesusaffen-Babys dazu benutzte, um an ihnen die Grundlagen der
Mutter-Kind-Bindung zu erforschen. In Experimenten zeigt Harlow junge Rhesus-Äffchen, die ohne ihre Mutter in einen Käfig gesetzt werden, in dem sie die Wahl zwischen zwei
Attrappen haben: einer aus Draht nachgebildeten, Milch spendenden „Ersatzmutter“ und einer gleich großen, mit Stoff bespannten „Ersatzmutter“, die aber keine Milch spendet. Die Äffchen hielten sich bei der Milchspenderin stets nur zur Nahrungsaufnahme auf, kuschelten sich aber ansonsten auf die stoffbespannte Attrappe.
Dies war damals für Psychologie und
Kinderpsychologie neu, da es nicht nur in den USA besonders gegenüber männlichem Nachwuchs weit verbreitet die Gewohnheit gab, Umarmungen und anderen intensiven Körperkontakt zu vermeiden."
de.wikipedia.org
Da wissen wir, warum Trump und Konsorten so eine Klatsche haben, die hatten wohl ausgeprägte "Drahtmütter"...
