Gaza - geht weiter...

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Na das ist kurios. Wenn es darum geht, eine faschistische Juden- und Schwulenmördertruppe zu protegieren, dann vergisst du dein sonst so obstinates Pochen auf die "Verhältnismäßigkeit" schneller, als ein Israelkritiker "Tötet die Juden" rufen kann. Bemerkenswert.

Ich würds gern verstehen: die Hamas ist antisemitisch, radikal-homophob, ultranationalistisch, erzkonservativ, vulgärreligiös, kollektivistisch und extremistisch antiliberal - in einem Wort: rechtsextremistisch. Ich finds seltsam, dass ein - angeblich - Linker sich mit solchem Elan für eine Bagage von Rechtsterroristen stark macht, neben der die NPD wie ein Kaffeekränzchen wirkt.

Wenn Deine Sichtweise eine objektive wäre, gäbe es nur die Möglichkeit, die Hamas mit Stumpf und Stiel auszurotten um zum Frieden zu kommen.
Nun geht das erstens nicht und zweitens ist Deine Sichtweise eben nur Deine Sichtweise. Die expansive Siedlungspolitik der Israelis, die grundsätzliche Spannungen extrem verschärfte, ist für Dich nicht sichtbar.
 
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immer schön bei den Fakten Bleiben: die Hamas wollte eine Qualition mit der Fatah um Palästina zu einigen, die Fatah hat das Abgeleht und hat dann erst einmal die eine oder andere Bombe gegen Hamasangehörige gelegt und darauf hin kam es zu Bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen Fatah und Hamas, woraus die Hamas siegreich hervorg ging

man kann es drehen und wenden wie man will, die Hamas hat ihre Machtposition Legitim inne.

Ich kann Deiner Logik folgen und nüchtern betrachtet kann man sagen: Wer etwas gewinnt hat legitim gewonnen. Aber mich wundert, dass Du diese Schlußfolgerung bringst. Denn dieselbe Logik kannst Du auf alles anwenden das Dir gegen den Strich geht. Das Prinzip dieser Schlußfolgerung ist letztlich das Recht des Stärkeren, bzw. Macht legitimiert Macht. Wenn man alles einrechnet kann man das wohl als Fakt betrachten und ich persönlich sehe das so. Nur enthebelt man sich mit so einer Argumentation die Möglichkeit irgendetwas/-jemanden als illegitim anzusehen. Selbst die Nazis waren durch Macht legitimiert. Die USA sind es. Die Al Qaida ist es. Saddam Hussein war es. Israel ist es.

Ich frage mich, wie Du mit dieser Argumentation auf der einen Seite dann Vorwürfe gegen die andere richtest. Gilt für sie nicht dasselbe?
 
Fakt ist, daß nach dem WW II hohe Ex-Nazis, z.B. in Ägypten einflußreiche Stellungen hatten und einiges steuern konnten.
Fakt ist, daß es nach diesem Krieg auch in deutschland Flüchtlinge in Lagern gab, die nicht so feudal waren, wie die in Friedland es vor wenigen jahren waren. da wurde von unzumutbaren Zuständen gesprochen, die Situation der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten, die in den 50-ern kamen, war weitaus schlimmer und kein Hahn krähte danach. Aber, auch wenn in der Bevölkerung einige Idioten diese Leute als Pollacken und Schlappohren titulierten, sie wurden eingegliedert, aus den Lagern rausgeholt und sie bzw. ihre Nachkommen sind heute integriert.
Fakt ist auch, daß nach der Gründung des Staates Israel rund 700 000 Juden aus arabischen Ländern fliehen und ihr hab und Gut zurücklassen mußten. Sie wurden aber nicht in Lager gesteckt oder haben selber welche aufgeschlagen, sondern sind in Israel aufgenommen worden.
Die arabischen Länder waren auch schon 1950 nicht arm. Sie hätten durchaus ihre palestinensischen Brüder und Schwestern mit offenen Armen empfangen und mit typisch orientalischer Gastfreundschaft bei sich aufnehmen können.
Aber es war wirksamer, sie in den Lagern zu belassen, ihnen den Haß auf den "Feind" Israel einzutrichtern, sie als Waffe gegen den unerwünschten Nachbarn zu halten.
Hinzu kommt die Propaganda nach dem Vorbild der Nazis, die durch Übersetzungen von Nazi-Litteratur, wie eben "Mein K(r)ampf" oder auch "den Protokollen der Weisen von Zion" ein übriges zu einem verfälschen Weltbild bei den Insaßen der Lager führen.
Und natürlich inzwischen auch die "netten" Kindersendungen im palestinensischen Fernsehen, dass mit Strom aus Israel betrieben wird....
Alles in allem kann man an dem, was da passiert sehen, wie es in Deutschland aussähe, wenn die Nazis 1945 nicht von den Allierten besiegt worden wären.



Sage
Palästinensische "Flüchtlinge" sind außerdem grundsätzlich besser und wertvoller als alle anderen Flüchtlinge (ach, machen wir gleich Nägel mit Köpfen: besser und wertvoller als alle anderen Menschen). Daher genießen sie das weltweit einzigartige Privileg, ihren Flüchtlingsstatus an alle ihre Nachfahren weitervererben zu dürfen. Palästinensische "Flüchtlingslager" sind vermutlich auch die weltweit einzigen mit alphaltierten Straßen und Satellitenfernsehen. Unglücklicherweise hat den (muslimischen) Darfur-Flüchtlingen vor ihrer Flucht nach Israel (!!!!!) keine Sau verraten, dass dies ein exklusives Vorrecht der wertvolleren Palästinenser ist. Da mussten sie kurzerhand von tapferen ägyptischen Grenzern niedergemäht werden. Ging halt nicht anders. Gibt es eigentlich neben dem UN-Hilfswerk für Palästina-"Flüchtlinge" auch ein UN-Hilfswerk für jüdische, tschetschenische oder sudanesische Flüchtlinge? :confused:
 
Wenn Deine Sichtweise eine objektive wäre, gäbe es nur die Möglichkeit, die Hamas mit Stumpf und Stiel auszurotten um zum Frieden zu kommen.
Nun geht das erstens nicht und zweitens ist Deine Sichtweise eben nur Deine Sichtweise. Die expansive Siedlungspolitik der Israelis, die grundsätzliche Spannungen extrem verschärfte, ist für Dich nicht sichtbar.

Man sieht eben nur das, was man sehen will. Leider.

Es ist ja nicht nur die palästinenserfeindliche Siedlungspolitik unter welcher die Palästinenser, die genauso ein Anrecht auf Palästina gehabt hätten oder noch viel eher, die sie zu dem macht, was sie sind.

Sie wurden ganz einfach okkupiert und in jeder Hinsicht niedergehalten. Die Israelis durften bauen, wann und wie sie wollten, Den Palästinensern wurde es verwehrt. Man hat ihnen den Wasserhahn abgedreht - das muss man sich nur vorstellen, ohne trinkbares Wasser zu sein - und sie mit einer Mauer umzingelt und somit eingekerkert. Alles für die Israelis, aber nichts für die Palästinenser! Das war und ist der Grundtenor.

Wer wundert sich da, wenn sie zur der einzigen Waffe greifen, die sie besitzen, nämlich ihr nacktes Leben einzusetzen. Zumindest am Anfang ihres Widerstandes gegen diese Unterdrückung hatten sie nur ihr eigenes Leben. Erst nachdem die Hamas einen kleinen abgeschnittenen Landstrich ihr "eigen" nennen konnten, war es ihnen möglich zu Waffen zu kommen, deren Ausmaß aber zu dem, was die Israelis ihren Familien und Kindern angetan haben- so viele Tote - im Verhältnis ein Wespenstich war.

Die Palästinenser sind ungerecht und menschenverachtend behandelt worden und sie werden es immer noch.

Das ist die Ursache dieses Krieges, man mag es drehen wie man will.

Es ist natürlich auch schwer für die Israelis insofern, dass sie endlich ein Land haben und in diesem nicht zur Ruhe kommen können, weil die Palästinenser dieses Land für sich beanspruchen.

Sorgenvolle Grüße

eva07
 
Ich würds gern verstehen: die Hamas ist antisemitisch, radikal-homophob, ultranationalistisch, erzkonservativ, vulgärreligiös, kollektivistisch und extremistisch antiliberal - in einem Wort: rechtsextremistisch. Ich finds seltsam, dass ein - angeblich - Linker sich mit solchem Elan für eine Bagage von Rechtsterroristen stark macht, neben der die NPD wie ein Kaffeekränzchen wirkt.

hm.. differenzieren ist für dich ein fremdwort was?

du behauptest, die Hamas sei undemokratisch an die Macht gekommen... ich belege das Gegenteil... heisst nicht dass ich ein Fan der Hamas bin (Ideologisch müsste ich ja der Fatah nahe stehen wa)

hm

aber vieleicht kannst du mir erklähren, wie ein Linksgerichteter Mensch wie ich freude an einem Theologischen Staat haben soll, der Bürger die das Pech haben nicht zu einer Bestimmten Religion zu gehören als Bürger zweiter und dritter klasse Behandelt, wie ich freude haben könnte an einem Imperealistischen Staat, der sich nicht an Internationale Abkommen hällt, an einem militanten Staat, der für Wahlkampe kurzerhand mal 1800 Leute umbringt, ein Volk komplett entrechtet und ihm keine der im gebührenden Rechte zugesteht?

als ein Israelkritiker "Tötet die Juden" rufen kann.

aber du kannst ja nicht einmal zwischen Israelkritik und Antisemitismus unterscheiden, da währe ja alles andere wirklich zu viel verlangt

so und nun geh du mal wieder Nationalistische Ideen propagieren...
 
Wenn Deine Sichtweise eine objektive wäre, gäbe es nur die Möglichkeit, die Hamas mit Stumpf und Stiel auszurotten um zum Frieden zu kommen.
Nun geht das erstens nicht und zweitens ist Deine Sichtweise eben nur Deine Sichtweise.
Ich habe gar nicht die Absicht, objektiv zu sein. :rolleyes:

Die expansive Siedlungspolitik der Israelis, die grundsätzliche Spannungen extrem verschärfte, ist für Dich nicht sichtbar.
Es müsste doch da eine funktionale Abhängigkeit erkennbar sein, wenn dem so wäre. Die Vernichtung Israels hatten sich dessen Feinde aber lange vor Beginn des Siedlungsbaus auf die Fahnen geschrieben. Während des Siedlungsbaus wurde diese "grundsätzliche Spannung" auch nicht extremer, weil genozidale Absichten nicht mehr maximalisierbar sind. Und nach dem Rückbau der Siedlungen in Gaza änderte sich daran, man rate, auch nichts. Du irrst dich mit deiner Einschätzung. Ganz einfach.
 
„Wenn es Frieden gibt, werden wir den Arabern vielleicht noch rechtzeitig verzeihen können, dass sie unsere Söhne getötet haben. Aber es wird schwieriger für uns sein, ihnen zu verzeihen, dass sie uns gezwungen haben, ihre Söhne zu töten.“

Golda Meir,
theologisch-rassistisch-imperialistisch-militaristisch-tyrannische Ministerpräsidentin
 
Theologischen Staat haben soll
Von welchem Staat genau redest du? :confused:

, der Bürger die das Pech haben nicht zu einer Bestimmten Religion zu gehören als Bürger zweiter und dritter klasse Behandelt
Sag, in Darfur wurde eine muslimische Minderheit von muslimischen Massenmördern traktiert. Dem wollten sich einige, die dem Märchen vom moslemfressenden Horrorjuden partout nicht glauben mochten, durch Flucht entziehen. Durch Flucht nach Israel!!! Moslems werden von Moslems terrorisiert und fliehen in den Judenstaat. Da fühlten sich ihre ägyptischen Glaubensbrüder brüskiert und setzten dem kurzerhand mittels einiger gezielter MG-Salven ein Ende. Moslems werden von Moslems terrorisiert und fliehen in den Judenstaat und werden wiederum von Moslems getötet. In Israel hätte ihnen das Gesetz die freie Ausübung ihrer Religion garantiert. Sehr viel freier übrigens als in den meisten europäischen Ländern. Was glaubst du, wie ernst ich deine Analyse der religiösen Toleranz in Israel danach noch nehme?

, wie ich freude haben könnte an einem Imperealistischen Staat
Imperialistisch... :lachen: Ein Land von der Größe Hessens? Die haben ja hemmungslos imperialisert, was? :lachen::lachen::lachen:
Autsch. :lachen:



































:lachen::lachen::lachen:
 
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Ich habe gar nicht die Absicht, objektiv zu sein. :rolleyes:


Es müsste doch da eine funktionale Abhängigkeit erkennbar sein, wenn dem so wäre. Die Vernichtung Israels hatten sich dessen Feinde aber lange vor Beginn des Siedlungsbaus auf die Fahnen geschrieben. Während des Siedlungsbaus wurde diese "grundsätzliche Spannung" auch nicht extremer, weil genozidale Absichten nicht mehr maximalisierbar sind. Und nach dem Rückbau der Siedlungen in Gaza änderte sich daran, man rate, auch nichts. Du irrst dich mit deiner Einschätzung. Ganz einfach.

Es irrt der Mensch, solang er strebt.
Schuldzuweisung führen nicht weiter.
 
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