Gaddafi abschaffen

@Condemn,
- Sicherheitskräfte des Ghadhafi-Regimes haben vier Mitarbeiter von Al-Jazira festgenommen. Diese hätten seit mehreren Tagen im westlichen Libyen gearbeitet, meldet der Sender. (16.49)

- Mitarbeiter von libyschen Gesundheitsbehörden sagen, es habe bei den Luftangriffen der Koalition 64 Tote gegeben. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich. (14.39)

http://www.nzz.ch/nachrichten/polit...geschehen_um_libyen_am_sonntag_1.9959402.html

Gadaffi macht alles und der macht es auch gegen alle internationalen abkommen, ... .
Alleine schon für die Drohung, dass er Mittelmeerraum Terrorismus verbreiten will, dafür gehört er vor ein interantionales Gericht. Man sieht Gadaffis angebliche Toten sind nicht überprüfbar durch unabhängige. Also ist es ein reiner Propagandakrieg.
lg
Cyrill
 
Werbung:
Ist Dir noch nie aufgefallen, dass sich der Westen immer nur um die "Menschenrechte" kümmert, wenn das betreffende Land reiche Öl und/oder Gasvorkommen hat?

Warum marschieren die USA eigentlich nicht in Saudi-Arabien ein? Warum aber wollen sie gerne den Iran fertig machen? Warum die arabische Welt? Schau Dir die Welt an... es gibt Länder, die arm sind, wo das Wort "Menschenrechte" vollkommen unbedeutend ist... auch für den Westen. Diese Länder finden hier nicht mal in der Presse statt.


Danke, genau so ist es!

:danke::danke::kiss4:
 
@Condemn,
- Sicherheitskräfte des Ghadhafi-Regimes haben vier Mitarbeiter von Al-Jazira festgenommen. Diese hätten seit mehreren Tagen im westlichen Libyen gearbeitet, meldet der Sender. (16.49)
http://www.nzz.ch/nachrichten/polit...geschehen_um_libyen_am_sonntag_1.9959402.html

Gadaffi macht alles und der macht es auch gegen alle internationalen abkommen, ... .
Alleine schon für die Drohung, dass er Mittelmeerraum Terrorismus verbreiten will, dafür gehört er vor ein interantionales Gericht.
lg
Cyrill

Du verstehst absolut nicht worauf ich hinaus will. Ich sage nicht, Gaddafi sei ein zweiter Gandhi.

Ich sage: Da werden auf allen Seiten auf Kosten der jeweiligen Bevölkerungen Kriege geführt.

Und "gegen internationale Abkommen"... das ist vielleicht ein Witz. Das machen USA und EU dauernd. Der Irak-Krieg war ein völkerrechtswidriger Krieg, Kosovo ebenfalls usw.usf.
 
Du verstehst absolut nicht worauf ich hinaus will. Ich sage nicht, Gaddafi sei ein zweiter Gandhi.

Ich sage: Da werden auf allen Seiten auf Kosten der jeweiligen Bevölkerungen Kriege geführt.

Und "gegen internationale Abkommen"... das ist vielleicht ein Witz. Das machen USA und EU dauernd. Der Irak-Krieg war ein völkerrechtswidriger Krieg, Kosovo ebenfalls usw.usf.

Hätte der Westen im Kosovo nicht eingegriffen, würde man heute noch Vorwürfe hören, weshalb alle weggeschaut haben.
Was macht den Deutschland in Afghanistan und die anderen Truppen?
lg
Cyrill
 
Macht das Antworten schwerer, bzw. das zitieren.
Hatte ja auch nicht damit gerechnet, dass die antworten so lang ausfallen würden :D
Ich checke nach wie vor nicht, wie Du dabei bleiben kannst, die Folterungen der USA seien ungeplant...? Natürlich gibt es im Krieg auch Folterungen, Vergewaltigungen, und jede Menge anderer Menschenrechtsverletzungen durch Soldaten, die sozusagen außer Kontrolle geraten. Der wesentliche Punkt bleibt aber: Es gab und gibt systematische Folter. Gerade Abu-Ghraib als ein Beispiel für "ungeplante Folter" zu bringen ist vollkommen daneben, weil dieses Beispiel systematische Folter nicht nur in Bildern zeigte, sondern auf vielfältige Art und Weise belegte. Da waren sogar ÄRZTE involviert. Es geht um eine Vielzahl ausgeklügelter Foltermethoden, die übrigens nicht nur dort Anwendung fanden.

Systemisch wäre es gewesen, wenn ein System, ein Plan, dahinter gewesen wäre. Ein System wäre ohne Ziel nutzlos und beinhaltet dadurch mehr als nur die Befriedigung des persönlichen Sadismus. Systematische Folter müsste - offiziel oder inofiziel - von der Führung an die Truppen weiter gegeben werden, in den meisten Fällen zur Demoralisierung des Gegners oder als ein Element einer grausamen Taktik, die Unterworfenen nicht nur ihre Identität, sondern Würde und jegliche Rechte zu nehmen. Im Krieg geschieht dies auch nicht primär zur Informationsbeschaffung und die Greueltaten sollten vom Gegner wahrgenommen werden.
Im aktuellen Fall geschahen die Folterungen im Rahmen einer fatalen Gruppendynamik, wie zB gezeig in dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Film "Das Experiment", fals dir das was sagt - eine geschlossene Gruppe, deren Vorgesetzten sich "höchstens" der Duldung strafbar machtem, was schlimm genug ist. Systematisch in diesem Sinn ist nicht synonym zu „regelmässig“ gemeint, auch macht es keine Aussage ob die Gefangenen nach bestimmten Regeln oder Muster ausgewählt werden oder nicht. Oder trenne ich systemisch und systematisch zu unscharf? Aber ich denke auch systematisch würde man keine Einzelfälle so bezeichnen, auch wenn die Einzelfälle eine ganze Gruppe darstellen.

Außerdem bleibt für mich unverständlich, wo Du nun die Grenze ziehst, zwischen "Krieg" und "nicht Krieg"...

Genfer Konventionen... Diese Unterscheidung ist wichtig und definiert, sobald etwas unter Krieg fällt und nicht etwa bloss ein Scharmützel ist oder so, kommen die GK zum tragen, die ua die Behandlung von Kriegsgefangenen regelt, es besteht unter anderem ein klarer Folterverbot. Die Amerikaner halten sich daran und verurteilen Verstösse...

Die USA selbst haben es Krieg gegen den Terror genannt. Und warum zählt das nicht zu "Krieg"?

Weil Krieg als solcher definiert ist, und dieser Ausdruck als Rechtfertigungsgrund gemeint ist, da der Präsident erweiterte Vollmachten im Kriegsfall bekommt, zB um Telefonabhörungen ohne Gerichtsbeschluss zu ermöglichen. "Krieg gegen den Terror" umfasste ja sämtliche Aktionen gegen ihn, auch solche die nichts mit Kampfhandlungen zu tun hatten.
Das sind echt seltsame Mutmaßungen. Egal, ob auf Deinem Mist gewachsen oder nicht. Wo siehst Du den großen Einfluss von Schmidt auf die USA im Zusammenhang mit heutiger Folter? Und wo siehst Du auch nur Ansatzweise diese vermeintliche Heiligkeit der Europäer (Schmidt ist ja übrigens auch einer), die sich in ihren Handlungen vom kategorischen Imparativ leiten lassen?

Nene, keine Mutmassungen. Wenn dus nicht verstehst, kannst ja mir die Schuld dafür geben ;) Wieso Heiligkeit? Ist nur ein anderes ethisches Grundprinzip, was in Europa nicht ganz so stark nachhalt wie Schmidt in Amerika und GB. (GB gehört doch auch zu Europa). Aber es führt doch zu einem ganz anderem Verhalten, ob man das "Richtige" am Ziel festmacht oder der Weg zum Ziel "Richtig" sein muss, also was von beidem entscheiden tut, ob man moralisch richtig handelt. Und jetzt wird deutlich, wahrum Guantanamo und Abu-Ghraib scharf auseinander zu halten sind, denn meine Aussage gillt nur für die staatlich befohlene Folter, die wodurch gerechtfertigt wird? Durch den an und für sich guten Zweck... Die wurden ja nicht zum Spass auf Guantanomo gebracht oder weil sie Muslime wären oä.
Noch was anderes: das schlimme an den Folterung ist der Fakt das Amerika so die Glaubwürdigkeit und Legitimation für den "gerechten" Krieg und als "Vorbild" verloren hat, und nicht etwa der Schwerengrad der Folterung, denn sonst wäre schwer zu begreifen, wieso im internationalen Vergleich ausgerechnet diese solche Kritik erntet (nicht an dich gerichtet, Condemn)


Irgendwie wirken wenige Sätze von Dir in Folge schon wieder so, als ob Du Dir ständig selbst widersprichst. Erklär mir mal bitte, was Du damit genau meinst...

Das ist kein Widerspruch. Ich müsste die genaue Definition von Krieg nochmals nachschlagen, aber eine 1tägige einseitige Offensivaktion wird höchstens als kriegerische Handlung klassiviziert. Neben zeitlicher und räumlicher Dimension ist für die klassifizierung auch eine Strategie nötig, also ein klares Ziel das erreicht werden will. Ob "den Rebellen helfen" schon dazu zählt? Also das mit der Desertierung ist eine reale Möglichkeit, die die militärischen Aktionen begrenzen würde und ein Idealfall darstellen würde, da Bodentruppen überflüssig bleiben würden und Verluste auf jeder Seite in Grenzen gehalten würden...

In Afghanistan wurde hier auch lange nicht von Krieg gesprochen. Das sind juristische Spitzfindigkeiten, die die Realität leider nicht anders aussehen lassen. Und heute sind "wir" am zweiten Tag von Luftangriffen. Frag Dich, wie es nur weitergehen kann...
Ja es geht um mehr, zB GK. Aber hoffen wir das Beste!

Du siehst da Trennungen wo keine sind. Ob USA oder England/Frankreich... das sind dieselben Interessengruppen. Und klar passt denen das nicht. Es würde ihnen weit besser passen, wenn Gaddafi noch 20 Jahre weitermachen könnte wie bisher. Denen/uns hat auch Ägypten nicht gepasst. Denk mal nicht, dass die USA und die EU etwas gegen Diktatoren hätte... Die haben Panik, dass sich da jetzt Machtstrukturen herausbilden könnten, die sie nicht kontrollieren können.

Und ich dachte schon, du siehst das ganze differenzierter, da auch das Vorgehen induviduell ist :P


Das ist einer der Gründe, warum ich von "Flächenbrand" spreche. Und weißt Du auch, auf wen sie da alles setzen?


Warum schreibst Du fremde Ansichten, die nicht Deiner Meinung entsprechen?

Rasch zum letzten: Natürlich ist das Erzählen anderer Meinungen etwas total anderes als die eigene Meinung wiedergeben!
 
Hätte der Westen im Kosovo nicht eingegriffen, würde man heute noch Vorwürfe hören, weshalb alle weggeschaut haben.
Was macht denn Deutschland in Afghanistan und die anderen Truppen?
lg
Cyrill


Blindheit muss echt wehtun

Condemn schrieb:
es gibt Länder, die arm sind, wo das Wort "Menschenrechte" vollkommen unbedeutend ist... auch für den Westen. Diese Länder finden hier nicht mal in der Presse statt.
 
Hätte der Westen im Kosovo nicht eingegriffen, würde man heute noch Vorwürfe hören, weshalb alle weggeschaut haben.
Was macht denn Deutschland in Afghanistan und die anderen Truppen?
lg
Cyrill

Genau.. wieder mal top-informiert...
Enthüllungen eines Insiders - Scharpings Propaganda im Kosovo-Krieg
Nun redet erstmals ein General vor der Kamera und spricht von einer größeren Manipulationskampagne. Demnach hat Rudolf Scharping Fakten bewusst falsch wiedergegeben und Drohkulissen entworfen, die nicht der realen Gefahr entsprachen, nur um die mediale Heimatfront ruhigzustellen.
http://daserste.ndr.de/panorama/media/scharping4.html



Es begann mit einer Lüge

Wie die Nato im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand

(...)

Rudolf Scharping (27. 03. 1999):
"Wir wären ja auch niemals zu militärischen Maßnahmen geschritten, wenn es nicht diese humanitäre Katastrophe im Kosovo gäbe mit 250.000 Flüchtlingen innerhalb des Kosovo, weit über 400.000 Flüchtlingen insgesamt, und einer zurzeit nicht zählbaren Zahl von Toten."

Nicht zählbare Tote schon vor Beginn der Nato-Bombardierung? Die OSZE, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, müsste davon doch gewusst haben. Denn ihre Beobachter hatten penibel die Vorkommnisse im Kosovo gemeldet. Ihr Fazit für den März 1999: 39 Tote im gesamten Kosovo - bevor die Nato-Bomber kamen. Drohte also eine "humanitäre Katastrophe"?

Der damals leitende deutsche General bei der OSZE und eine amerikanische Diplomatin, die damals im Kosovo war, erinnern sich.

Heinz Loquai, General a. D. - OSZE:
"Die Legitimationsgrundlage für die deutsche Beteiligung war die so genannte humanitäre Katastrophe, eine solche humanitäre Katastrophe als völkerrechtliche Kategorie, die einen Kriegseintritt rechtfertigte, lag vor Kriegsbeginn im Kosovo nicht vor."
(...)
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/NATO-Krieg/ard-sendung.html

Der Kosovokrieg wurde erneut im Frühjahr 2010 in der Debatte um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in die Diskussion eingebracht, da dieser die aktive militärische Präsenz deutscher Soldaten bei NATO-Einsätzen einleitete. Dass im Kosovokrieg Propaganda Mittel der Politik wurde, kritisierte Barbara Supp im Spiegel am Beispiel des Fischer Auschwitz-Vergleichs: „Und dann sprach Joschka Fischer von einem neuen Auschwitz, das der Serbe Milošević plane und das nur durch Krieg zu verhindern sei. Auschwitz - das äußerste Mittel. Der Kosovo-Krieg, obwohl das Völkerrecht dagegen sprach, sei also gerecht und ohne Alternative. Er hieß „humanitäre Intervention“. Wer dagegen war würde Alliierter der serbischen Mörder sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg#Mobilisierung_der_Jugoslawischen_Armee_.28VJ.29

Die Situation der Menschenrechte und vor allem der Albaner im Kosovo (Serbien) nahm die NATO Ende März 1999 zum Anlass, einen völkerrechtlich höchst umstrittenen Krieg gegen Serbien zu beginnen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.

Bei der Mobilisierung der Öffentlichkeit spielte insbesondere in Deutschland ein sogenannter “Hufeisenplan“ eine wichtige Rolle. Bei diesem Plan sollte es sich um ein Papier handeln, dass die Führung des damaligen jugoslawischen Despoten Slobodan Milosevic zur Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo entworfen und in die Tat umgesetzt habe.

(...)

Auch Jahre nach dem Kosovokrieg ist nicht restlos geklärt, ob dieses Dokument je existiert hat oder nur ein erfundenes Propaganda-Instrument war. http://aol.wissen.de/wde/generator/..._06_realismus/index,page=1308326,chunk=4.html

Das ist nur ein ganz kleiner Teil dessen, was zum Thema zu finden ist.
 
Genau.. wieder mal top-informiert...









Das ist nur ein ganz kleiner Teil dessen, was zum Thema zu finden ist.
Ebenfalls wer sagt Dir, dass dies auch keine Propaganda ist?
Ja im nachhinein ist man immer klüger, Fakt ist wie haben heute noch viele Flüchtlinge und Menschen aus diesem Gebiet, ... .
Ich würde mal die Menschen fragen wo dort waren und persönlich betroffen waren, denn dann kannst Du Dir evtl. ein anderes Bild machen.
lg
Cyrill
 
Werbung:
Zurück
Oben