Ja es ist sehr komplex. Ich hatte früher auch vielfach diesen Fluchtimpuls in Gruppensituationen, ich hab diese massive Informationsflut in großen Gruppen einfach nicht ertragen, wusste nicht wie ich damit umgehen soll, weil jeder und alles geschrien hat "hier". So habe ich es zumindest wahrgenommen.
Ganz klar, voll verständlich. Kenne das auch so.
Und richtig, wenn dein Selbst dich an etwas stört, willst du es beheben, entweder eben indem du dich dem zuwendest das die Störung verursacht- also dem anderen, oder in dir selbst.
Die Frage ist, warum man sich gestört fühlt, in Gruppen zB.
Warum ich so auf Schwingungen etc reagiere.
Darum würde es ja gehen. Oder eigentlich darum, dass es gar nicht so weit kommt das es zu einer "Störung" kommt. Wenn die mal als solche da ist, ist man ja bereits im Zugzwang, kann sich ihr entziehen oder irgendwie auf sie reagieren.
Aber, irgendeine Energie kommt meist immer rein.
Und was ich eben auch beobachte, ist, dass ich z.B. einen grade vorherrschenden Grundkonflikt habe: ich fühl mich zu jmd.hingezogen, wir sind in Kontakt, aber er hält sich sehr bedeckt. Ich spür ne Menge Gefühle, und kann sie nicht zuordnen, sein Verhalten passt dazu nicht, und auf meine Fragen reagiert er eher verschlossen.
Er hält mich aber genau damit an der Angel, denn gegen diese Anziehung kann ich kaum was machen;....versuche also wegen meiner Verwirrung 'mehr Infos zu sammeln', also einfach zu verstehen*** was da abläuft.
Aber es gelingt mir nicht gut, und das verwirrt mich generell; bzw.... macht mich einfach anfälliger für die Schwingungen der anderen. Dieser Zusammenhang wurde mir diese Woche bewusst....
Wenn dich etwas sozusagen aus deiner Mitte bringt, etwas aushebelt, so wird sich das natürlich, könnte man sagen, auf die Informationsverarbeitung auch auswirken. Dein System will dich ja wieder stabilisieren, ein Aspekt davon ist ja dieses verstehen wollen. Nun klappt das aber anscheinend in dem Fall nicht, also bleibt das Ganze instabil. Über die Instabilität scheint es dir so, als ob mehr Anderes auch reinkommt. Tatsächlich ist's nicht mehr, aber auf Grund der fehlenden Stabilität führt es bei der Verarbeitung zu mehr Verwirrung, überforddert sozusagen das System, das sich aufsplitten muss, einerseits in Informationsverarbeitung, andererseits in Reparatur- und Wartungsarbeiten, könnte man sagen.
Somit kann, was Garfield schreibt, auch evtl. wahr sein;... jedenfalls in Teilen.
Insofern, als das ich schon was damit zu tun habe, wie ich andere wahrnehme.
Ich bin ja auch kein leeres Blatt, sondern meine eigene Emotionalität und Schienen spielen da schon mit rein.
Natürlich interagiert da vieles. Aber das kann man ja mitunter auch überprüfen. War die Frau in deinem Beispiel nun tatsächlich durcheinander oder nicht? Wenn's nur deine Einbildung oder Projektion war, so müsste bei ihr alles in Ordnung gewesen sein, oder?
Die Frage ist natürlich immer, was gehört wo tatsächlich hin, was fließt von wo wohin?
Ich finds auch immer gefährlich, das zu vernachlässigen und nur zu sagen:
"haaaach, ich bin halt so empathisch...".... denn was in uns selbst los ist, beeinflusst ja auch was wir wie sehen.
Daher ist das ganze Thema höchst schwierig.
Wenn du empathisch bist, bist du genau deshalb und damit alleine eigentlich in einer unguten Situation. Eben weil dich so viel auf so viele Arten Aushebeln, durch die Gegend wirbeln kann. Es kann zu viel sein, werden und du kriegst es nicht auf die Reihe.
Also würde es tatsächlich darum gehen, dass jemand, alleine im eigenen Interesse, versucht, aus dem empathisch sein, wahrnehmen ins Sehen zu gelangen, also zum Empathen in Constantins Bedeutungskontext zu werden.
Damit man eben nicht mehr eigenen und fremden Gefühlen dermaßen ausgeliefert ist. Wenn du dir Informationen, bevor sie Gefühle, Stimmungen werden, lesen kannst, den eigentlichen Inhalt verstehst, werden daraus diese Gefühle erst gar nicht. Problem gelöst.
Theoretisch, praktisch ist's schwieriger. Aber grundsätzlich sehe ich da auch keinen wirklich anderen Weg. Ich meine, an mir selbst und für und an anderen gelitten habe ich für meinen Teil genug, keinen Bock mehr drauf.
Am bestehen gehts mir, wenn ich nicht so viel emotional involviert bin, weder jetzt wenn ich mich zu jemandem angezogen fühle, der darauf eher distanziert reagiert,
noch wenn ich die Emotionen anderer auch in mir fühle.
Denn, wer weiß wessen Emotionen es sind;.... ich glaube, das schwankt. Mal ist es ursächlich meine, mal die der anderen. Alles kommt vor...
Auch ganz klar.
Du kriegst viel mit, also ein bisschen sind's bei dir auch die Selbstzweifel an dem was du da eigentlich ja ohnehin siehst, liest, die dich dann auch verunsichern können, zumindest wenn du grad eher selbst instabil bist, glaube ich.