Elfman
Sehr aktives Mitglied
Bin mir ziemlich sicher, dass ich noch an etwas anderes denke, als diese Einheitserfahrung, die hier hin und wieder randläufig erwähnt wird. Diese von der ich las, findet doch zumeist in einem Zustand von Bewußtsein statt, den man gewiss als eine Art Trance bezeichnen oder beschreiben kann. (?) Eine vorübergehende Entpersonalisierung mit kurzzeitigem Aussetzen des Gedankenstroms, keiner Möglichkeit etwas zu fassen und dem Hauch einer Ekstase?
Ja, es ist keine Psychoanalyse, analytische Meditation oder Acid-Test oder so was.
Liebe ist Ekstase, und man ist gleichzeitig selbst Teil dieser Ekstase, fühlt sich damit verbunden, darin aufgehoben und 1 mit dieser Liebe. Das ist aber kein pathetisches Knuddelgefühl oder ähnliches, obwohl man dann vielleicht gewissermaßen das Bedürfnis hat, die ganzen Welt an diesem Zustand teilhaben zu lassen und ihr alles Gute wünscht.
Wenn Du von Entpersonalisierung sprichst, trifft es das in diesem Zusammenhang recht gut:
Man projiziert diese Liebe auf die Welt, die Menschen, ohne dabei bestimmte einzelne Individuen hervorzuheben oder konkrete Vorstellungen zu haben, was dieses Gute eigentlich ist, das man ihnen wünscht.
Das eigene ich ist in diesem Zustand meiner Meinung nach allerdings trotzdem nicht wirklich Ent-Grenzt, auch wenn es sich nicht als sonderlich egoistisch dabei empfindet.
Es ist auch kein wirkliches Verlöschen des Ichs in die Grenzenlosigkeit des Nirwanas,
es (er)lebt ja zum Glück anschließend noch.