Exit....Sterbehilfe für Gesunde?

  • Ersteller Ersteller Moondance
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nur damit mal klar wird, worüber hier überhaupt diskutiert wird.

Es sind Diskussionen seit Jahren schon und der Gesetzgeber hat nicht umsonst den Abs. 4 § 1901a BGB geschaffen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1901a.html

im übrigen - ein sowohl physisch, wie auch psychisch gesunder mensch wird wohl sowieso sein leben nicht freiwilig vorzeitig beenden wollen, aber den tod als natürlichen teil des lebens annehmen, wenn die zeit gekommen ist.

Da braucht keiner physisch oder psychisch krank sein, Suizide sind Grenzsituationen, da ist auch keiner vor gewappnet. Kann jedem jederzeit passieren.
wer aber will, aber sich nicht traut und einen ganz einfachen Weg haben möchte, da muss man hinterfragen und das sehr deutlich.


Klar ist der Tod unser Ende vom Leben. Ist schon von Geburt an sicher und man sollte kein Sterben unnötig verlängern. Und wenn keine Aussicht auf Leben mehr besteht, sind Ärzte gefragt. Hier spielt aber dann auch noch die Organspende mit rein.

Man sollte auch bedenken, diese Patientenverfügungen haben ihre Ursache darin, dass sie dem Schutze der Ärzte dienen, wenn sie lebensverlängernde Maßnahmen abschalten. Darum ging es nämlich zur Schaffung der Patientenverfügungen.

Und es bleibt dabei, wann keine Aussicht mehr besteht, entscheiden Ärzte, ungeachtet der Patientenverfügung, denn sie greift erst, wenn keine Aussicht mehr besteht. Eine ganz große Problematik der Einschätzung, denn Ärzte sind zum heilen da, nicht zum töten. Und diese Problematik ist nicht abzustellen.

die ganze diskussion ist somit absurd.

Och, Wünsche nach freier Zugänglichkeit zu sicheren Pillen für alle ...... ist schon verdammt diskussionswürdig. Hat aber mit Sterbehilfe nichts mehr zu tun.
 
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Es sind Diskussionen seit Jahren schon und der Gesetzgeber hat nicht umsonst den Abs. 4 § 1901a BGB geschaffen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1901a.html

darf ich dich an den threadtitel erinnern?

'sterbehilfe für gesunde?'

mit keinem wort wird im eröffnungsthread erwähnt, dass sterbehilfe für gesunde überhaupt nicht zur diskussion steht, sondern dass der aufhänger eine polemisierung durch eine politikerin ist.

ich empfinde den threadtitel als manipulation - ich bin jedenfalls drauf reingefallen, bis ich mir vorhin die links näher angeschaut habe.

Och, Wünsche nach freier Zugänglichkeit zu sicheren Pillen für alle ...... ist schon verdammt diskussionswürdig. Hat aber mit Sterbehilfe nichts mehr zu tun.
wünsche sind frei - lt. herrschender gesetzeslage wohl kaum realisierbar -
außer vielleicht für sehr gut betuchte - abseits der gesetze.


Da braucht keiner physisch oder psychisch krank sein, Suizide sind Grenzsituationen, da ist auch keiner vor gewappnet. Kann jedem jederzeit passieren.
wer aber will, aber sich nicht traut und einen ganz einfachen Weg haben möchte, da muss man hinterfragen und das sehr deutlich.
nein, der natürliche trieb ist die erhaltung des lebens solange es möglich ist.
die grenzsituation resultiert daraus, dass der trieb gestört ist -
wieso auch immer.

es wurde schon erwähnt, dass es gar nicht so leicht ist seinem leben selbst ein ende zu setzen - sehr oft endet das mit leidvollster lebensverlängerung.

querschnittgelähmte haben im übrigen überhaupt keine möglichkeit ihre selbstbestimmung zu leben - sprich zu sterben.
nachdem sie ständiger pflege bedürfen, wird ihnen wohl auch der weg verwehrt sein die nahrungs- und flüssigkeitsaufnahme zu verweigern.

um die dienste von exit oder dignitas in anspruch nehmen zu können, ist ein enormer bürokratischer und sicherlich auch kostspieliger aufwand in kauf zu nehmen.
da sind wohl kurzschlussselbstmorde eher ausgeschlossen.
Und es bleibt dabei, wann keine Aussicht mehr besteht, entscheiden Ärzte, ungeachtet der Patientenverfügung, denn sie greift erst, wenn keine Aussicht mehr besteht. Eine ganz große Problematik der Einschätzung, denn Ärzte sind zum heilen da, nicht zum töten. Und diese Problematik ist nicht abzustellen.
ja genau, deshalb befürworte ich einrichtungen wie exit und dignatas - solange die auflagen so streng sind, wie sie sind.
 
ich empfinde den threadtitel als manipulation - ich bin jedenfalls drauf reingefallen, bis ich mir vorhin die links näher angeschaut habe.

Der ist nicht manipulativ, denn bei allen Diskussionen hier in DE ging es immer wieder um den Missbrauch der Sterbehilfe und das ist auch unserer Vergangenheit geschuldet.

Und speziell in neuerer Geschichte, bei Hartz4, bekommt das Thema wieder neue Dimensionen und einen bitteren Beigeschmack, siehe auch hier bei Boes :
http://www.wir-sind-boes.de/todesfaelle-1.html
speziell die Einführung sollte man mal aufmerksam lesen, hat schon was. Kopiere ich extra hier nicht rein, da sich jeder Mensch mal irgendwie missverständlich ausdrücken kann.

Das gleiche Thema haben wir aber auch bei alten Menschen in Heimen und immer wieder - auch in öffentlichen Diskussionen - kommt das Thema Kosten auf. Wie jetzt auch bei der Rente wieder.

Immer wenn es auf das Soziale geht, kommt gleich .... die Kosten. die kosten, die kosten und die kosten auch ...... so richtig abwertend ........ und zugleich verpulvern wir Milliarden, auch unnütz. Damit kann man leider Stimmung machen.

nein, der natürliche trieb ist die erhaltung des lebens solange es möglich ist.
die grenzsituation resultiert daraus, dass der trieb gestört ist -
wieso auch immer.

Sehe ich anders und zwar wenn der Lebensablauf gestört wird - massiv - kann es zu Kurzschlussreaktionen kommen, wenn man überfordert ist. Unsere jüngere Entwicklung fördert es noch.

es wurde schon erwähnt, dass es gar nicht so leicht ist seinem leben selbst ein ende zu setzen - sehr oft endet das mit leidvollster lebensverlängerung.

Hatte ich oft genug drauf hingewiesen. Man stelle sich mal vor, wenn selbst Gift versagen würde und nur arge Schäden hinterlassen würde, bei vollem Bewusstsein.

querschnittgelähmte haben im übrigen überhaupt keine möglichkeit ihre selbstbestimmung zu leben - sprich zu sterben.

Das ist so ein Punkt, wo ich auch vor Angst habe. Vom Kopf an gelähmt zu sein ........ neeeeee ....

ja genau, deshalb befürworte ich einrichtungen wie exit und dignatas - solange die auflagen so streng sind, wie sie sind.

Die Auflagen werden sich hier in DE auch nicht viel ändern, eben auch aufgrund unserer Geschichte. Dazu verwies ich extra auf Abs. 4 § 1901a BGB und zwar hier den zweiten Satz.
Die Erklärung hat keinen vertraglichen Status.

Das ist eben diesen Umstand geschuldet, es muss eindeutig sein, dass keine Genesung mehr gegeben ist, als Grundlage und das entscheiden Ärzte. Ergo, so nur eine Erklärung, wenn das und das ist, will ich das, ist aber kein Vertrag. Es ist der Entscheidung der behandelnden Ärzte überlassen und sie gehen bei Unterlassung von lebenserhaltenden Maßnahmen straffrei aus, wenn keine Aussicht auf Genesung besteht und wenn eine Erklärung vorliegt. Genau daher verdammt problematisch.
Kommt aber noch schlimmer, dieser Verfügung kann formlos widersprochen werden und da reicht, wie ich schon geschrieben habe, eine Frage, der Sanis, Pfleger, Krankenschwester, Ärzte und die Verfügung ist hinfällig.

Kommt aber noch schlimmer, Organspende, wenn keine Aussicht mehr besteht und da brauchen auch nur Angehörige zustimmen, wenn keine gegenteilige Verfügung des Betroffenen vorliegt.

Wir hatten damals bei meinem Vater auch diese Frage vom Leitenden der Intensiv, wie bei Aussetzen der Gehirntätigkeit verfahren werden sollte. Ist ein übles Thema. Ich habe selbst auch überlegt so eine Verfügung zu machen, aber dann überlegt, ich will noch 100 werden, na o.k. so 99 reicht auch, realistisch ein bisschen über 70 und das ist noch ein bisschen hin, bestimme ich mal einfach so ;)
 
Er ist ja ein idealer Sündenbock, auf den wir gerne mit dem Finger zeigen, wenns mal schief läuft. Nur schafft keiner im Alleingang, was der geschafft hat.

Eben, man hat mitgemacht und musste mitmachen und das ist unsere deutsche Geschichte als Deutsche.

Es kann sich wiederholen, ein Anführer dazu ist austauschbar.

Daher auch bitte Obacht mit so Sprüchen, wie, sind schon genug Menschen hier auf der Welt. Das hat so ein beklemmendes Gefühl.

Speziell wenn jegliche Diskussion zu solchen Themen nur dem massiven Auseinanderdriften von Arm und Reich geschuldet ist.
 
Was sollte hier frech und beleidigend sein .......... seine eigene Existenz etwa :schmoll:

Hat schon was, in einem Thread wo es um Sterbehilfe für Gesunde geht, seine Verantwortung gegenüber den Mitmenschen zu zeigen, wenn man auf deren Kosten lebt.

Das hat schon was. Da dreht sich was bei mir um :3puke:





geht es um sterbehilfe für gesunde??? das ist mord...oder?!


shimon
 
Eben, man hat mitgemacht und musste mitmachen und das ist unsere deutsche Geschichte als Deutsche.

Es kann sich wiederholen, ein Anführer dazu ist austauschbar.

Daher auch bitte Obacht mit so Sprüchen, wie, sind schon genug Menschen hier auf der Welt. Das hat so ein beklemmendes Gefühl.

Speziell wenn jegliche Diskussion zu solchen Themen nur dem massiven Auseinanderdriften von Arm und Reich geschuldet ist.

Es geht mir niemals darum, irgendwelche Radikale aufzupeppeln. Im Gegenteil!
Es geht gerade darum, dass sowas, wie in unserem Land Erlebte, nie wieder, und zwar nirgendwo auf der Welt, je wieder passiert.
Wenn also in einem Bereich des Lebens Extreme in Erscheinung treten, müssen wir uns daher gegenseitig informieren und rechtzeitig gegen lenken, damit diese Extreme uns alle nicht im Endeffekt ins Chaos treiben.
Wenn Überbevölkerung zugange ist und es kommt ein Hinweis darauf, dann geht es nicht darum, sofort hinzugehen und die Menschen zu dezimieren, sondern um einer Schwachstelle, die uns alle in gefährliche Zeiten treiben kann, rechtzeitig entgegen zu wirken, also durch weniger Kinder, statt dass irgendwann wieder so ein Döskopf daher kommt und auf die Idee kommt, mal auf eine andere Art die Überbevölkerung in den Griff zu bekommen.

Schau, wie der 1933´er an die Macht gekommen ist.
Er kam an die Macht, als es den Menschen hundselendig ging: Wirtschaftskrise 1929, Hunger, Arbeitslosigkeit, Massenunruhen,....
Was passiert also, wenn man eine Schwachstelle nicht rechtzeitig erkennt und gegen lenkt?
Irgendein hergelaufener Irrer macht sich daran zu schaffen, kommt an die Macht und löst das Problem auf seine kranke Art und Weise.
Wäre das besser, als heute die Menschen aufzuklären, damit sie rechtzeitig gegen lenken können, bevor das Chaos uns über den Kopf wächst?

Die Fehler der Vergangenheit sind dazu da, dass wir sie gut durchstudieren, unsere Schlussfolgerungen daraus ziehen und in Zukunft auf bestimmte Signale achten, die in der Vergangenheit uns zu großen Fehlern trieben und diese Signale als Hinweis nehmen und bei problematischen Entwicklungen rechtzeitig gegen lenken: Damit sich die Vergangen nie wieder wiederholt!

Bei uns in Europa gibt es noch nicht so viele Menschen, so dass wir uns wegen der Überbevölkerung Sorgen machen müssten. Die Überbevölkerung in anderen Ländern tangiert uns aber trotzdem....und zwar gerade wegen der Globalisierung aber nicht nur deswegen.
Eine friedliche Lösung ist die Aufklärung der Massen, damit sie überhaupt darüber informiert sind, welche Probleme uns zur Zeit alle belasten und....damit keiner hinterher sagt, dass er nichts davon wusste. Diese Argumentation kennen wir schliesslich aus unserer Geschichte.
Und die friedliche Lösung sollte uns eher anspornen, als wenn später ein Diktator sowas in die Hand nimmt.
Genau darum geht es mir.

Wenn in friedlichen Zeiten keine Lösungen gefunden werden, kommt immer später einer, der eine andere Lösung dafür haben wird. Ob die uns dann aber gefallen wird.....ist eine gute Frage!

Wenn die Masse hungrig und unruhig wird, wird es ihr egal sein, wer eine Lösung bringt. Das kennen wir ja aus unserer Geschichte.
Daher sollten wir alle dazu beitragen, dass sowas nie wieder passiert.
Also handeln, noch bevor die Masse hungrig und unruhig wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
geht es um sterbehilfe für gesunde??? das ist mord...oder?!
shimon
nein, sterbehilfe für gesunde wird in keinem land diskutiert und wird/ist nirgendwo rechtlich legitimiert.

der threadtitel, in verbindung mit dem eingangspost ist irreführend, wenn man die links nicht genau studiert.

@fiwa
dass menschen die nicht 'funktionieren' das leben so schwer gemacht wird, dass sie ihres lebens überdrüssig werden steht auf einem anderen blatt und hat mit der gegenständlichen diskussion, die der grundlage entbehrt, nichts zu tun.
 
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geht es um sterbehilfe für gesunde??? das ist mord...oder?!


shimon

Der Selbst-Mord ist Mord an sich sich selbst. Der freie Zugang zu Giften die 100 % tödlich sind, ist Beihilfe zum Selbst-Mord.

Strafbar in vielen Ländern, Schweiz ist da eine Ausnahme und zwar wenn keine selbstsüchtigen Motive zu Grunde liegen.
 
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