Der fachliche Vorgang, der in solchen Fällen durchzuführen ist, überfordert möglicherweise viele Beteiligte, ich weiß es nicht. Man muß einfach nur zu einer multiprofessionellen Entscheidung gelangen. Laut der Charte der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen () ist es ein Patientenrecht (in D, wie es in Ö ist weiß ich nicht), auf lebensverlängernde medizinische und pflegerische Maßnahmen zu verzichten. Der Rahmen dafür ist durch die Einführung der Patientenverfügung rechtlich gegeben, aber ein Recht auf Papier ist eben noch nicht die Umsetzung des Rechts in der Praxis. Dafür benötigt es ethische Bildung bei den Ausführenden und die ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht überall gegeben.
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=92830.html
Ich hatte es doch erklärt:
Rechtlich sicher, nur via RA, notariell beglaubigt, nebst Nachweis der vollen geistigen Zurechnungsfähigkeit beim Unterzeichnen der Verfügung.
Dazukommend hinterlegt beim RA oder Notar, Hinterlegung müsste auch beim Amtsgericht gehen.
Nur, greift alles erst, wenn es aussichtslos ist und da kommt die Ethik ins Spiel ......... gibt es noch Hoffnung und das entscheiden Ärzte. Zu Recht.
Genauso Sterbehilfe, aktiv in DE zu Recht verboten, passiv, wird in der Regel rechtlich nicht verfolgt.
Daher, eigentlich alles gut so, wie es ist.
Wer geistig voll da ist und sich wirklich sein Leben nehmen will, der tut es. Einige brauchen dazu zig Anläufe, bei einigen klappt es auf Anhieb.
Einer, der da nur von redet, oder mit droht, will nur Aufmerksamkeit, könnte es aber jederzeit vollenden. Hier sind dann aber andere Ursachen zu suchen.
Mir läuft es noch immer bei einem Titel kalt den Rücken runter, REM - everybody hurts. War ein Wunschtitel eines Freundes bei seiner kirchlichen Bestattung. Ein Mensch, den ich kurz nach Umzug ins Ossilande kennen lernte, mit Ideen und Visionen, lebensfroh mit tollen Fantasien. Das war 12 Jahre nach der Wiedervereinigung.
Er war damals knapp über 20, hatte Arbeitsangebot in den Westen und man kannte es ja schon von den 12 Jahren vorher, wie Ossis im Westen ausgebeutet und unterbezahlt wurden, war Gang und Gebe und wir warnten ihn.
Aber er machte rüber (so hieß es auch noch nach der Wende) und wurde unterbezahlt, störte ihn aber nicht. Arbeit machte Spaß. Bis, ja bis er die Arbeit verlor, als er aufmuckte, wegen Bezahlung, und mit diesem Umstand auch seine Lebenspartnerin verlor. Denn ohne Arbeit biste nichts in teuren Großstädten. Wohnungen teuer und ein Lebenspartner verliert den Job ....... juhuuuu
Sein Quasi-Papa sprach noch am Abend seines Abschiedes telefonisch mit ihm. Ich 1 oder 2 Tage vorher mit ihm und wir haben ihn noch ermuntert zurückzukommen.
Er war ein Draufgänger und so hat er sich auch mit knapp 25 verabschiedet, vorm Zug gesprungen. Der Horrortod schlechthin.
Zugführer sind danach in der Regel nicht mehr einsetzbar und für die Kripo ist das ein Horror die Leichenteile einzusammeln.
Genau daher, verwehre ich mich auch gegen eine generelle Freigabe, von z.B. Arsen, erst recht wenn ein Leben auf Sozialleistungen mit der Hölle verglichen wird, oder mit dem Greifen in die Tasche des Nachbarns gleichgesetzt wird.
Denn diese Sprücheklopper haben nicht die Courage vorn Zug zu springen, sie wollen es nur den anderen erleichtern, nicht die Staatskasse zu belasten. Scheinheilig dahinter, denn sie wüssten nicht wie ein Suizid richtig klappen würde.
Daher bin ich gegen die Freigabe für alle und zugleich auch gegen eine Erleichterung im Alter, wenn man todkrank ist.
Denn kein Mensch möchte in der Intensiv hinvegetieren, oder auf der Geriatrie, oder im Heim. Ein Mensch möchte eigentlich zu Hause sterben und dazu, die Pflege ist zu Hause machbar, sogar Intensivtechnisch und das preiswerter, als in allen anderen Vorgaben der Heime oder KHs.
Verweigert ein Todkranker zu Hause Essen und Trinken, wird ein Hausarzt nicht den Notarzt rufen. Nie und nimmer.
Nur, diese Zuhausepflege ist eine absolute Belastung und da setzt dann eine gewisse Scheinheiligkeit ein, des Abgebens und andere sollen doch nun mal den Wunsch des Ablebens vollrichten und wenn sie es nicht tun, wird gejammert nach Erleichterung.
Auch über diesen Umstand bitte sehr Nachdenken.
Und nun keine Sprüche, weiß du wie schwer das ist. Ja, weiß ich, einen 50 Kilo Sack kann man auf die Schulter schmeißen, oder irgendwie hantieren. Einen abgemagerten ehemals 90 Kilo Menschen, der dann noch minimum 50 Kilo wiegt, kann man einzeln nicht hantieren.
Das war übrigens noch ein Spruch meines Vaters in den letzten Tagen, ein 50 Kilo Sack ist leichter zu hantieren und du machst dich mit mir kaputt. Er half aber mit, so gut wie er noch konnte.
Darum nichts erzählen, ich weiß, wie schwer das ist.