FIWA
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Ei da brauch ich nichts "definieren", da braucht man nur vor die Haustür gehen, um Vorschussmißtrauen, Nächstenhaß, Lieblosigkeit, Abgrenzung und Distanzierung ganz real live zu erleben (und natürlich braucht man das alles um sich zu "schützen").?
Du bist ja noch schlimmer als ich, denn was du beschreibst, ist die soziale Kälte und die hat mit Abschiebung oder Ausgrenzung bestimmter Gruppen so nur untergeordnet zu tun. Die soziale Kälte ist generell da. Dessen sollte man sich schon in einer nur auf Leistung getrimmten Gesellschaft bewusst sein.
Gut, wer sich von seinen Nachbarn versorgen läßt (denn "den Staat" gibt es ja nicht als reale Person), der hat natürlich ganz andere Probleme - der könnte auch auf die Idee kommen, dass denen das irgendwann zu dumm wird und sie überlegen könnten wie sie sich seiner entledigen.?
So ist es doch schon, man will sich dem Sozialen entledigen, weil sie vom Staate leben und es dem Staate zu teuer wird. Speziell Heimplätze und Hartz4, da hat man sich derzeit drauf eingeschossen und nun kommt der Hammer, auch von Menschen, die selbst vom Staate leben und das sehr gut leben.
Ich rede aber von den Leuten, die leistungsfähig und leistungswillig sind, und dabei erkennen müssen, dass sie doch nur zum Funktionieren und Konsumieren gebraucht werden - und die davon dann genug haben, weil das macht ja keinen Spass, nur zu schuften für das Anspruchsdenken anderer.?
Für welches Anspruchsdenken schuften, für Arbeitslose, Behinderte, Heimbewohner ???? Oder für die Politiker, Manager und die dich kontrollieren, denn auch die leben von dir.
Ah, Du meinst, wenn man aufhört zu arbeiten, seine Mitmenschen zur "Gegenseite" erklärt, und sich ganz darauf beschränkt, diese mit seinen Ansprüchen und seinem erhobenen Zeigefinger zu traktieren, dann, meinst Du, macht das Leben wieder Spass? Wirklich?
Das meinte ich nicht, es sind Ansprüche der Menschen an den Staat. Auch der Demenzkranke hat diese Ansprüche, wenn seine Rente und Pflegeversicherung nicht reicht zur Deckung der Heimkosten und seine Kinder nicht einspringen können.
Genauso haben Arbeitslose Ansprüche auf Hilfen aus dem Staatssäckel. So sind unsere Gesetze. Und wer hier Leistungen bekommt, hat seine Ansprüche nachgewiesen, hat einen Anspruch darauf.
Das ist der feine Unterschied, wodurch er auch nichts sich gewählt hat. Es gehört dazu Akzeptanz und das Begreifen, dass die, die genau gegen dieses System der sozialen Absicherung auf den Rücken der Allgemeinheit wettern, selbst vom Staate leben. Kommt dieses Wettern, noch von Managern, oder Politikern, wird es richtig amüsant, denn die hätten auch nichts, ohne den Rücken der Allgemeinheit. Nur sie sahnen zigfach mehr ab, als es unten kostet.
Nur, irgendwann ist das Geld zu Ende und wer sich schon selbst bereichert, will immer mehr, daher muss man irgendwo einsparen und Kosten senken. Da ist eine soziale Kälte förderlich. So weit sind wir schon!
Ist es so langsam angekommen ?
Das man sich genau dagegen stellen muss, denn ansonsten haben wir bald, "welche Pille möchten sie denn gerne" und das noch mit einem hämischen Grinsen, nämlich das Angebot an andere, zur eigenen Absicherung seiner vom Staate erbrachten Leistungen.
