Grundsätzlich: Bei der geringe Wahlbeteiligung kann man schon fast nicht mehr von Demokratie sprechen
1. Es zeigt sich ein gewaltiger Rechtsruck: Nationalismus, Abgrenzung von "Anderen" ("die sind Böse, wir sind Gut"), Kontrolle; statt Lösungen im eigenen Land zu suchen, wird das Problem abgewälzt.
Einwanderer, EU/ Euro, Islam, u.s.w.
2. die Schuld an de Misere den Einwanderern zuzuschieben, ist m.M.n. falsch
a keiner wandert gerne aus, ausser es geht nicht anders (u.a. durch Kriege, Hungersnöte nach dem Einmarsch christlicher Länder/ 1. Welt, Globalisierung, u.s.w.)
b Gastarbeiter (wie auch Sklaven) wurden ins Land geholt
c ohne deren Kinder veraltet die Gesellschaft (ausser sie würde kinderfreundlicher)
-> Einwanderer sind ganz unten in der Hackordnung...
3. Europa:
Korruption ist der Grund für den desolaten Zustand in den wirtschaftsschwachen EU-Mitgliedern in Südeuropa, nicht deren "Faulheit", "Unfähigkeit".
Aber auch in Nordeuropa; wieviele Grosskonzerne zahlen keine Steuern, wieviele Politiker veruntreuen Gelder, wieviele Banken wurden durch Steuergelder ausgeloest? (wen wundert, dass kein Geld in der Kasse ist, und ein Buhmann gesucht wird).
Wen wundert, dass gelogen wird? Die Politiker sind doch längst am Gängelband/ Leckerlis der Industrie, statt, wie es ihre Aufgabe wäre, die Wirtschaft in ihre Schranken zu weisen (genau das Gegenteil dessen, was sog. "Liberale/ Freiheitliche" wollen). Es fehlt an Arbeitsplätzen, und Geldern, um die Finanzierung von Ausbildung, Kindereinrichtungen, Pflege, Sozialsystem zu gewährleisten (um damit eine gewisse Chancengleichheit zu erreichen)
Würde nicht gelogen, ginge keiner mehr zur Wahl, weil keiner dem zustimmen wollte.
Mensch ist auch zu sehr mit der Aufrechterhaltung des eigenen Lebens beschaeftigt, was wenig Raum lässt für eigene Betrachtungen. Von den Medien wird Meinung gemacht und Angst geschürt (z.B. Terrorismus), was staatliche Kontrolle/ Einschraenkung der Persönlichkeitsrechte erleichtert.
Was bleibt als Fazit?
Wer an die Demokratie, die "Herrschaft des Volkes" glaubt, muss aktiv werden und einen langen Atem haben, gegen die uralten Mythen anzugehen. Es gibt kein uneingeschränktes Wachstum, da keine unbeschränkten Resourcen. Den Keil noch weiter zwischen die Menschen zu treiben (arm- reich, gebürtig- fremd
) verschärft die Probleme jedoch, statt sie zu lösen.