Was aber grundsätzlich nicht ausschließt, dass es diese geben könnte. Und so weit ich weiss, gibt es auch sowohl in D wie in Ö entsprechende Ansätze, die derzeit eher an der Umsetzung paralleler Ideen zur Vereinheitlichung dieser Gewerbe in der EU scheitern.
Ich kann nur von meiner Reiki-Ausbildung berichten (damals war noch Reiki II für den GewS notwendig, ist schon über 10 Jahre her). Reiki I: 1 Wochenende - 1 Tag Geschichte des Reiki, Chakrenlehre, 2. Tag Mediatation und Einweihung, erste Versuche. Ganz am Rande ein bisschen die rechtliche Seite in ein paar Sätzen.
Reiki II: Symbole lernen, 3 Einweihungen, Übungen.
Nie etwas über Gewerbe, Umgang mit Menschen, Psychologie, Notfallshilfe.
Ich denke das wird heute auch nicht anders sein. Hauptgewicht ist auf der energetischen Technik, und nicht auf dem "Firlefanz" als Selbständiger.
Einerseits ganz toll - ich bekomme ein super Werkzeug, und kann es so anwenden, wie mich mein Gefühl leitet (das zugegeben am Anfang noch ziemlich unterentwickelt ist

). Andererseits aber auch keine Basis, wirklich erfolgreich selbständig arbeiten zu können.
Wie gesagt, Krankheiten DÜRFEN behandelt werden! Aber eben nur begleitend zu einer medizinischen Versorgung, bzw. ist diese dem Klienten dringend (und möglichst nachweislich) nahe zu legen.
Anders die Ausbildung zum Lebensberater. Hier sind in Ö neben dem fachlich/technischen Teil vorgeschrieben: Recht, Marketing, wirtschaftliche Grundlagen, Coaching, Psychologie mit Diagnose, Krisenintervention. Dazu Selbsterfahrung, 750 Stunden supervidiertes Praktikum (die Hälfte des für Psychotherapeuten vorgeschriebenen).
Ich sehe es mittlerweile eher so, dass eine Ausbildung im esoterischen Bereich eine tolle Chance für die eigene Entwicklung ist. Aber für die wirklich professionelle Anwendung müsste es gesetzliche Mindestanforderungen geben, analog dem Lebensberater.
Was gleichzeitig sowohl den Wildwuchs eindämmen würde, als auch die Reputation des Berufsstandes erhöhen, und das Angebot auf jene Personen beschränken würde, die wirklich ernsthaft selbständig diesen Beruf ausüben wollen ... und nicht aus Mangel an Erfahrung und Basiswissen dem Berufsstand schaden.