Auch Psychologie ist "zusammengeschustert", da die Ausbildung mehrere unterschiedliche Techniken und diese auch in Wahlfächern umfasst. Hier besteht also der Unterschied nur in der vorgegebenen Struktur der Ausbildung, die es eben in der Esoterik nicht gibt. Hier kann sich jeder Mensch frei das aussuchen, was ihn interessiert.
Esoterik ist genau deshalb Esoterik, weil hier mit Dingen gearbeitet wird, für die es bisher noch kaum Erklärungen - sehr wohl aber einige Erklärungsversuche - gibt. Die Erklärungsversuche gibt's auch in Buchform.
Bisher war in der Esoterik ja auch kaum irgendetwas "beweisbar" im Sinne der klassischen Wissenschaft. Mittlerweile gibt es aber an manchen Stellen auch schon Meßgeräte, und die Ergebnisse decken sich sehr gut mit den Erwartungshaltungen (wobei das recht einfach möglich ist, nachdem die Geräte meist nach den Erwartungshaltungen geeicht werden

).
Letztendlich wissen wir nur, wie wir was tun können, damit etwas passiert. Aber was da wirklich dahinter steckt, ob wir mit der Energiewelle Mensch interferieren, ob wir bioenergetische Vorgänge beeinflussen, ob wir eine Seele streicheln ... das weiß keiner mit Sicherheit. Auch wenn es hier teilweise "gechannelte" Informationen gibt, die sich spannenderweise schon unabhängig zu einem grossen Teil decken.
Da sieht man, was Jahrzehnte an Parolen anrichten

. Wenn Du die Schulmedizin anschaust, dann ist ein normaler praktischer Arzt ungefähr auf dem Niveau eines Reiki I-Schülers. Er hat ein bisschen Ahnung von Anatomie, er weiss, wo er seine Pflaster hinkleben oder seine Tabletten einwerfen muss. Aber er arbeitet grossteils ohne eine grossartige Ahnung von den "ganz großen" Zusammenhängen. Alles was er über die Basisdinge hinaus braucht, wird ihm von anderen "vertrauenswürdigen" Quellen bereitgestellt.
Anders ein paar wissenschaftliche Fachrichtungen. Biochemie, Neurologie etc. Sie haben schon Reiki II-Niveau oder sind dem schamanischen Anfänger vergleichbar. Sie wissen schon, wenn ich dezidiert diesen Anreiz im System setze (vergleichbar einem grünen Heilenergiebällchen des Schamanen), dann wird im System etwas passieren. Und es ist auch halbwegs genau definierbar, was passiert.
Nur - den Menschen durchschaut hat bisher noch niemand, weder die Medizin noch der Esoteriker. Hätten wir das, dann hätten wir keine so großen Schwierigkeiten mehr, "Heilmittel" für spezifische Krankheiten zu finden. Würden wirklich wissen, wie wir funktionieren, dann könnten wir allen Krankheiten bereits in ihrer Entstehung gegensteuern. Dann würden Medikamente nicht nur zu 30%, 40%, 50% ... wirken, wären nicht unverträglich oder allergieauslösend.
Die Medizin hat hier gegenüber der Esoterik (bzw. hier eigentlich klar der Energetik) einen gravierenden Nachteil: sie muss sich mit jedem einzelnen Effekt (Kranheitsbild, biochemischen Vorgang) einzeln auseinandersetzen, da sie zu einem grossen Teil im Bereich der Linderung von Symptomen, und nur teilweise an der Heilung arbeitet. Ausgenommen ist hierbei natürlich die "Ersatzteilmedizin" - da ist's relativ (!) einfach und funktioniert auch.
Der Energetiker wirft einfach die Selbstheilung an (mal ganz salopp und vereinfacht ausgedrückt), und in 80-90% der Fälle funktioniert's - vorausgesetzt ein Heiler mit entsprechender Erfahrung und eigener Entwicklung. Wobei es hier kein Pendant zur Ersatzteilmedizin gibt - physisch kaputt ist kaputt, da kann auch der Energetiker nichts mehr tun.
Warum sehen wir das so verzerrt? Weil alle unsere kleinen täglichen Wehwehchen von der Medizin mittlerweile ganz gut im Griff sind. Dass selbst das nicht so ist, wissen alle Migränepatienten. Bei den großen Krankheiten schaut's dann noch viel schlechter aus.
Im Vergleich Psychologie/Psychotherapie schaut's dann ziemlich ähnlich aus.