Ich unterstreiche alle deine Ausführungen und fühle mich ebenfalls nicht schuldig.
Dass so etwas wie der Holocaust einzigartig war (wahrscheinlich in der ganzen Geschichte der Menschheit), beschreibt dieser Artikel:
https://www.tagesschau.de/inland/meldung64616.html
daraus:
Was also unterscheidet den Holocaust von den Verbrechen in Ruanda, Armenien und in der Sowjetunion, was macht ihn einzigartig, präzedenzlos?
Yehuda Bauer, einer der renommiertesten Holocaust-Forscher, hat versucht Antworten zu geben. Und er führt für den singulären Charakter des Holocaust gleich mehrere Gründe an. Zunächst basiere kein anderer Genozid so "vollständig auf Mythen und Halluzinationen", die dann auf so rationale Weise in die Tat umgesetzt wurden. Präzedenzlos sei der Holocaust zudem wegen seines "globalen Charakters", denn das Ziel der Nationalsozialisten sei es gewesen, die Juden überall auf der Welt zu ermorden. Drittens sei die Vernichtung überall dort, wo Nazis Juden in die Hände bekamen, total und Ergebnis einer "ausdrücklichen Staatspolitik" gewesen. Und schließlich sieht Bauer im Holocaust ein neues, revolutionäres Element, mit dem weltweit ein biologistisches "Rassenprinzip" durchgesetzt werden sollte.
und:
Denn hätte die Welt die Botschaft von Auschwitz gehört, die Morde in Darfur, Kambodscha, Bosnien und Ruanda hätten verhindert werden können.
Es ist wichtig, dass der Holocaust niemals vergessen wird und es besteht die Hoffnung, dass einzelne doch daraus lernen und die Warnzeichen für Ähnliches schnell erkennen.
Dabei geht es überhaupt nicht speziell um Deutsche oder andere Nationen - es geht darum, was Menschen generell anderen Menschen antun können und um die unmenschliche "Effizienz" eines organisierten Massenmords in solch einem Ausmaß sowie um die Manipulation von Menschen - und in genau diesem Kontext der Manipulation auch das "Nutzen" wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Gegenbenheiten.