Welche „arabischen“ Frauen bedauerst Du denn, dass Du sie so pauschal über einen Kamm scherst?
Natürlich die arab. Frauen, die bei uns leben. Und über die ich mir im Alltag ein Bild machen kann.
Wobei diese Frauen, die ich genannt habe, stellvertretend für alle Frauen stehen, die von ihren Männern unterdrückt werden.
Sie leben in einem freien, westlich Land, im dem für sie noch immer Zwänge herrschen, die ihnen von ihren Männen, Vätern, Onkeln diktiert werden. Und wo auch die Töchter wiederum in diese Zwänge hineingeboren und erzogen werden, weil die Männer dieser Familien zwar hier leben, aber unser Frauenbild völlig ablehnen.
Und das „arabische“ männliche Kind, welches Du siehst, woher weißt Du, dass es arabisch ist und nicht türkisch, kurdisch, afghanisch?
Siehe arab. Frauen
In diesem Fall ist die Nation, aus der dieses Kind stammt, völlig austauschbar, das stimmt. Wenn es hier geboren und aufgewachsen ist, dürfte die Nation überhaupt keine Rolle spielen.
Aber natürlich, auch die von dir genannten patriarchalen Strukturen der Türken, Kurden und Afghanen oder auch Tschetschenen zeigen dieses Bild sehr deutlich. Wenn ein männl. Kind in einer patirarchalen Struktur aufwächst, kann es auch nur wieder der Meinung sein, ein Mann ist aufgrund seines Geschlechtes der bessere Mensch und darf deswegen Frauen bevormunden und unterdrücken. Und diese Einstellung ist leider auch schon bei den Kindern zu sehen, für die diese Weltsicht völlig selbstverständlich ist.
Egal, ob Araber, Türke, Kurde, Afghane (beliebig erweiterbar).
Denn so wie Du schreibst, schätze ich mal, dass Du die Nationen nicht auseinander halten kannst
Macht es für dich wirklich einen Unterschied, ob ein Araber oder ein Tschetschene, Kurde, Türke seiner Tochter verbietet, beim gemischten Schwimmunterricht in der Schule mitzumachen?
Oder ob ein Araber, Türke, Kurde, Tschetschene seiner Frau verbietet, einen Deutschkurs zu besuchen?
Oder ob ein Araber, Türke usw. sich weigert, einer Frau die Hand zu geben?
Beispiele sind beliebig erweiterbar.
Ich habe dich schon einmal gefragt: Wie erklärst du dir, dass nur bestimmte Zuwanderer“gruppen“ (Araber, Afghanen, Türken, Kurden, Tschetschenen usw.) von der autochthonen Bevölkerung mit so viel Skepis – oder auch Fremdenfeindlichkeit, wie manche jetzt wieder behaupten würden – gesehen werden und andere (Vietnamesen, Japaner, Chinesen, Skandinavier, Amerikaner, Franzosen, Tschechen usw) problemlos akzeptiert werden?
Und ich habe dich auch gebeten, ein Beispiel für deine Behauptung, dass Migranten schlechtere Bildungschancen haben, zu nennen.
Vielleicht magst du mir diese zwei Fragen bei Gelegenheit beantworten?