Ein Gedicht von Günter Grass

  • Ersteller Ersteller Greenorange
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Wenn es Presse und Politik nicht schaffen stimmt man eben mit den Füßen und dem Magen ab: Kein Urlaub in unfreien Ländern, keine Nahrung oder anderes Zeug von dort kaufen und immer akustischer Gegenwind. So konnte ich die DDR nicht live erleben, aber auch die Unterdrückung nicht durch unnötige Geldgaben oder Stillschweigen verlängern.
 
Der Staat existiert nun aber schon seit 1947 und die dort geborenen Menschen kann man auch nicht mehr woanders hinverpflanzen. Deshalb haben auch diese Menschen inzwischen ein Recht, dort zu leben. Es kann jetzt keine Diskussion mehr darüber geben, ob Israel existieren darf oder nicht, sondern es muß über die Art und Weise der Politikführung diskutiert werden, wie es auch für andere Länder gilt.

Das schrieb ich:

Stimme aber damit überein das sie das Recht haben ihn zu erhalten.
 
Integration der Palästinenser lag im Interesse der Israelis, niemand schürt Feuer im eigenen Haus. Bevölkerung Israels besteht aus einem Gemisch von Juden aus Europa, Asien, Afrika und Amerika, 81% der Bevölkerung ist jüdischen Ursprungs. Und da ich Verwandte in Israel habe, weiß ich, daß es genug Beispiele von gutem Zusammenleben mit im Land vorhandenen Minderheiten gab, auch Arik Brauer hat über diese guten Beispiele berichtet, seine Frau ist eine Israelin.
Hetze, Einmischung kam immer von außen, das ist dokumentiert. Es ist leicht, in diesem Moderne-Feudalismus-Zusammenspiel, zwischen mehreren Religionen, das Volk aufzuheizen.

tatsache ist, dass neubürger und öffentliche angstellte einen treueschwur auf den jüdischen charakter des staates leisten müssen.
tatsache ist, dass es in verschiedenen jobs arbeitsverbote für arabischstämmige israelis gibt.
tatsache ist, dass alle organisationen verboten sind, die den jüdischen charakter des staates in frage stellen.
kleine gemeinden sollen demnächst neue bürger abweisen dürfen, wenn diese "sozial und kulturell nicht zur gemeinschaft passen"

ganz zu schweigen von der siedlungspolitik. aber das ist ja wieder ein anderes thema.

ja, 81% sind jüdischen ursprungs. wären die insgesamt über eine million vertriebenen palästinenser (750000 davon allein im zug der staatsgründung) und ihre nachkommen noch da (deren integration offenbar doch nicht so ganz in israels interesse lag), würde es ein bisserl anders ausschauen.

aber das gehört zu den tatsachen, für die du dich schon die ganze zeit blind und taub stellst und es mit sicherheit auch weiter tun wirst. aber ich verstehs ja. tommy-beschimpfen (und dann über die dicke luft im thread jammern) hat halt priorität.
 
Aber zu Beginn gab es zwischen den Siedlern und den Einheimischen sogar auch Freundschaften, soweit ich es noch weiß und eben mehr durch das Treiben der Politiker und Großgrundbesitzer und dem Großmufti von Jerusalem dazu ist dieses ganze Leid entstanden.

dass nicht alle jüdischen sielder imperialistenmonster waren, ist ja eh klar. aber das ändert nix daran, dass eben diese vertreibungen shcon lang vor 1948 eingesezt haben.

natürlich hat es auch freundschaften gegeben. aber das war ganz und gar nicht im sinn der zionistischen chefideologen. schon herzl hat theoretisiert, dass die urbevölkerung außer landes geschafft werden muss.
später, schon vor der staatsgründung haben die zionistischen organisationen darauf gedrängt, dass jüdische unternehmer keine arabischen arbeiter beschäftgen (die wären nämlich billiger gewesen). usw.

das war zum teil schon lang vor dem unseligen treiben des großmuftis (das natürlich die sache noch viel schlimmer gemacht hat)

weizmann und ben-gurion haben während in europa die nazis gewütet haben, erklärt, dass die das schicksal europäischer juden nur insofern interessiert, als es zur einwanderung nach palästina beträgt, und dass sie liber eine halbe million juden durch überführung nach palästina retten würden als eine ganze million durch überführung nach großbritannien.

da und dort vorkommende freundschaften sind zwar eine schöne fußnote, aber das hilft nicht das geringste, wenn solche figuren an den hebeln sitzen.
 
aber ein aus meiner Sicht stichhaltiger Argument.
Warum geht es den Palästinenser so schlecht? Sicher nicht, weil sie nur von Israelis sekkiert werden, sondern weil sie durch die Politik eigener Leute mittendrin im Feuergefecht stehen.

wir wollen nicht vergessen, dass die siedlungspolitik ausgerechnet in den jahren nach dem oslovertrag so stark angestiegen ist wie nie zuvor. und dass das genau die zeit war, in der es keine anschläge, keine intifada oder sonstwas gegeben hat.

Aber sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben, das ist akzeptabel?

jein.

einerseits ist sowas natürlich nicht zu akzeptieren, was kämen wir dann da hin...

andererseits ist es jetzt beim größten teil über 60 jahre her. und wenn die umliegenden länder wirklich so ein großes herz für die vertreibenen palästinenser hätten, wie sie immerwährend behaupten, dann würden sie sie endlich einmal integrieren und wie vollwertige mennschen behandeln, anstatt sie in ihren elendigen flüchtlingslagern zu halten und ihnen zu sagenm, dass palästina - und nur palästina der boden ist, auf dem sie als vollwertige bürger leben dürfen.

"henne und ei"-frage ist das trotzdem keine, greenorange. es liegen 2000 jahre dazwischen, und was vor diesen 2000 jahren genau passiert ist, weiß noch dazu eh keiner wirklich so genau. mit sowas daherzukommen, ist lächerlich.
 
weizmann und ben-gurion haben während in europa die nazis gewütet haben, erklärt, dass die das schicksal europäischer juden nur insofern interessiert, als es zur einwanderung nach palästina beträgt,

sollte natürlich heißen: .....dass SIE (also die oberzionisten) das schicksal europäischer juden....
 
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dass nicht alle jüdischen sielder imperialistenmonster waren, ist ja eh klar. aber das ändert nix daran, dass eben diese vertreibungen shcon lang vor 1948 eingesezt haben.

natürlich hat es auch freundschaften gegeben. aber das war ganz und gar nicht im sinn der zionistischen chefideologen. schon herzl hat theoretisiert, dass die urbevölkerung außer landes geschafft werden muss.
später, schon vor der staatsgründung haben die zionistischen organisationen darauf gedrängt, dass jüdische unternehmer keine arabischen arbeiter beschäftgen (die wären nämlich billiger gewesen). usw.

das war zum teil schon lang vor dem unseligen treiben des großmuftis (das natürlich die sache noch viel schlimmer gemacht hat)

weizmann und ben-gurion haben während in europa die nazis gewütet haben, erklärt, dass die das schicksal europäischer juden nur insofern interessiert, als es zur einwanderung nach palästina beträgt, und dass sie liber eine halbe million juden durch überführung nach palästina retten würden als eine ganze million durch überführung nach großbritannien.

da und dort vorkommende freundschaften sind zwar eine schöne fußnote, aber das hilft nicht das geringste, wenn solche figuren an den hebeln sitzen.




hagall,


was alles willst du von den alten zionisten wissen?

ich glaube nicht, dass es zur besserung der lage beiträgt: wen jede und jeder genau weiss wie "böse" buben diese zionisten waren? denkst du, dass du es heute mit deinen sog "kritik" ändern kannst. es ist einfach "cosa nostra" - nur wir (also die jüdische gemeinschaft) kann es ändern..UND DU SICHER NICHT! ausserdem, ist es wirklich nicht deien ausfgabe...


shimon
 
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