Ein Gedicht von Günter Grass

  • Ersteller Ersteller Greenorange
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genau dieses "unter sich leben" ist das problem. das bedingt immer noch die vertreibung oder zumindest systematische diskriminierung der verbliebenen arabischen bevölkerung. und der traum vom exklusiv jüdischen staat (also der wörtlichen auslegung des zionismus - schon herzl hat am ende des 19. jh theoretisiert, dass "die urbevölkerung sachte außer landes zu schaffen" ist, wo auch immer der jüdische staat gegründet werden würde) ist offensichtlich für eine nicht zu verachtende anzahl von radikalen israelis immer noch nicht ausgeträumt.

gar so zweckentfremdet ist der zionismusbegriff, der siriuskinds beitrag zugrunde liegt, also auch wieder nicht.




Ich persönlich benötige den "Judenstaat" nicht - ich möchtde statt dessen in ein Welt leben, wo ich auf die Strasse gehen könnte mit mein Kipa - ohne, wie es mir in Belin passiert ist, angepöbelt/angegriffen zu werden.Das ist leider in D. heute noch nicht der Fall. Ganz davon zu schweigen, das in Berlin oder Wien Synagogen von bewafneten Polizisten gechützt werden müssen (weil es ja in D. angdeblich kein Antisemitismus mehr gibt...)

(Wenn der Fall eintreten solllte, können wir auch wieder von mir aus Israel auflösen - bis dahin werde ich Israel unter allen Umständen mit meinem Worten verteidigen.)


Shimon
 
Ich persönlich benötige den "Judenstaat" nicht - ich möchtde statt dessen in ein Welt leben, wo ich auf die Strasse gehen könnte mit mein Kipa - ohne, wie es mir in Belin passiert ist, angepöbelt/angegriffen zu werden.Das ist leider in D. heute noch nicht der Fall. Ganz davon zu schweigen, das in Berlin oder Wien Synagogen von bewafneten Polizisten gechützt werden müssen (weil es ja in D. angdeblich kein Antisemitismus mehr gibt...)

(Wenn der Fall eintreten solllte, können wir auch wieder von mir aus Israel auflösen - bis dahin werde ich Israel unter allen Umständen mit meinem Worten verteidigen.)


Shimon


Shimon

die existenz eines jüdischen staates verteidige ich dahin genau so.

aber sicher nicht die politik DIESES jüdischen staates.
 
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nur falls du es nicht weißt: es gibt auch Israelis, die die Politik ihrer Regierung und den Umgang mit den Palästinensern kritisieren und es gibt sogar welche, die sich (ebenso wie manche Palästinenser) um ein friedliches Zusammenleben bemühen, statt immer die gleichen Parolen vom *Feind* runterzuleiern.

das sind dann wohl auch alles Antisemiten.


Da gibt es viele wunderbare Beispiele, es gibt einen Kibbuz, in dem Israelis und Palästinenser zusammen leben und arbeiten. Dann ist da noch der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim, der das Orchester "West-Östlicher Diwan" zusammen mit dem Palästinenser Edward Said gegründet hat, in diesem Orchester spielen junge Israelis, Syrer, Libanesen, Palästinenser zusammen und sie möchten im gesamten Mittleren Osten konzertieren. Und die Kommunikation untereinander klappt sehr gut. Dann gibt es noch ein Pianisten-Duo, das Duo Amal, ein Israeli und ein Palästinenser, die in Berlin als Nachbarn leben und zusammen Konzerte geben ( aber scheinbar klappt die Verständigung meist über die Musik ).

Und Daniel Barenboim hat noch eine Musikschule in Ramallah gegründet, um palästinensische Kinder zu fördern und er bekam für seine Arbeit einen Preis von einer Stiftung, doch die Innenministerin wollte es ihm verweigern, da er in ihren Augen den israelischen Staat in Frage stellen würde. Er antwortete darauf, er würde nicht den Staat an sich in Frage stellen, sondern nur die Tatsache, dass ein Staat, der in seiner Verfassung die Freiheit der Bürger für das höchste Gut hält, ein anderes Volk unterdrückt. Das sagte also ein Israeli zu der israelischen Innenministerin und machte sich mit der Kritik auch sehr unbeliebt.
 
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