Ein Gedicht von Günter Grass

  • Ersteller Ersteller Greenorange
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...die Palestinenser hätten sofort nach der Gründung des Staates Israel von den umliegenden arabischen Ländern aufgenommen und integriert werden können....so wie es der Staat Israel mit den jüdischen Flüchtlingen aus den arabischen Ländern gemacht hat...aber...die Palestinenser waren "wertvoller", wenn man sie in Lagern hielt und sie damit und entsprechenden Hetzparolen zu Waffen gegen das verhasste westlich orientierte Israel heranzüchtete.

das ist richtig, was du über umgang mit den vertriebenen palästinensern sagst. und das sag ich nicht zum ersten mal.

zuletzt hier:

https://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=3329089&postcount=3
ich glaub kaum, dass man diese position als einseitig bezeichnen kann.


natürlich soll israel sich wehren können und dürfen. aber in erster linie solte israel mal seine siedler aus dem westjordanland rausholen und aufhören, durch den siedlungsbau immer neuen hass zu schüren. und der staat soll die diskriminierungen seiner arabischen staatsbürger beenden.

vermutlich werden die tiraden gegen israel in manchen seiner nachbarländer auch dann nicht aufhören. aber dann werde ich vermutlich zum glühenden israelverteidiger. davor aber nicht.

greenorange, es ist sehr anständig, dass du dich dafür bedankst, dass dir andere die argumente liefern, zu denen du selbst nicht fähig bist.
 
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Ich interpretiere das Gedicht (wenn es denn eins ist) als eine Aufforderung zur friedlichen Lösung dieses Konfliktes. Das begrüsse ich auch. Ich denke auch definitiv nicht, dass Grass Antisemit ist. Und mit der gleichnamigen Keule macht man es sich auch sehr einfach. Da spart man sich jede Auseinandersetzung mit dem Inhalt.

Allerdings ist das "Gedicht" doch einseitig.
Die Drohungen des Irans, die innenpolitische Lage dort und die Unterstützung der Hisbollah usw. werden nur ganz kurz oder gar nicht angerissen, weshalb dann der Eindruck entsteht als ob es nur eine einseitige Bedrohung zu Ungunsten Irans gäbe.

Außerdem denke ich schon, dass der Iran an einer Atombombe interessiert ist, und in dem ganzen Kontext ist es nicht unverständlich, dass das für Israel ein Problem ist. Jedoch hat Israel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst Atomwaffen, die USA haben ein riesiges Arsenal, und haben in der Vergangenheit bereits Angriffskriege geführt, wenn ihnen eine Regierung irgendwo auf der Welt nicht gepasst hat (u.a. Irak).
Sie sind auch die einzigen die diese Waffe bereits eingesetzt haben. Sogesehen kann man sich auch im Iran zurecht bedroht fühlen (noch mehr durch die USA). Und die Bombe ist als Abschreckung gegenüber derartigen Angriffen eben gut zu gebrauchen. Wobei ich aber, anders als Grass befürchtet wiederum nicht glaube, dass diese Atomwaffen eingesetzt würden. Einen atomaren Erstschlag des Westens (und oder Israel) kann ich mir kaum oder gar nicht vorstellen.

Günter Grass Aufruf zur internationalen Kontrolle beider Seiten ist hingegen eigentlich nicht abwegig. Durchsetzbar ist es wohl kaum bzw. nicht. Aber wenn ich Präsident des Iran wäre und mich tatsächlich dazu bereit erklären würde auf die Atombombe zu verzichten, dann würde ich wenigstens darauf bestehen, dass dann mal öffentlich zugänglich wird ob und wieviele Atombomben Israel tatsächlich besitzt. Da könnte man dann auch diplomatisch Druck machen.

Letztlich würde ich sicherlich lieber in Israel leben als im iranischen Gottesstaat, aber dennoch ist es etwas heuchlerisch wenn man selbst auf einem Arsenal Atomwaffen sitzt und einen Erstschlag plant, weil der Feind da nachziehen will. Hätten die Amerikaner 1945-46 als sich der Konflikt mit der Sowjetunion schon abzeichnete ebenfalls darauf gesetzt mit Waffengewalt zu verhindern dass die Sowjetunion auch an Atomwaffen kommt, dann hätte es gleich noch den dritten Weltkrieg hinterher gegeben.

LG PsiSnake
 
Im Grunde genommen ist diese Disput hier irgendwie auch lächertlich - wenn G.G-s Ansichten nicht so aberwitzig wären... Dass er ein ziemlich schlechtes Gedicht verfasst hat ist dabei noch das kleinste Übel. Das haben auch schon andere "Künstler" vor ihm getan und die Welt ist noch nicht untergegngen...

Auch die Frage ist letztendlich unwichtig, ob dieser Herr G. G. ein Antisemit ist oder nicht.So wie ich ihm einschätze, krazt das wenig an sein Selbsverständnis. Und dass er offnsichtlich einige Tatsachen verdreht sieht - na ja er ist sicher nicht der Einzige... Der berechtigte Aufschrei wird ihn nicht ändern, höchsten wird er sein"Beleidigtsen" pflegen. Und dass ich ihn als "Antisemit" sehe (trotzdem das er angeblich Israel "zugetan" ist) nebbich, was macht das schhon?! Im Polen, während des Kriges haben "christeliche Antisemite" Juden geholfe zu überleben, weil sie Juden versteckt haben. Die geschichte hat merkwürdige schnörkel...
So geshen ist diese "Antisemismusdebatte" um G. G. ist auch teilweise recht überflüssig.

Und trotzdem hat G. G mein Buch verfasst, mit dem Titel "Blechtrommel" und dieses Buch hat (nach meinem Gefühl) auch mal dazu beigetragen, dass Dutsche angefangen haben ihre Vergangeit zu verarbeiten. So gesehen war e auch ganz gut, dass er einst den Literarischen Nobelpreis bekommen hat.

Was bleibt letztendlich? Mit Micha Brumliks Worten in der taz ausgedrück: Der Grass von 2012 ist schlimmer als ein Antisemit, da er mit sich, seiner und der deutschen Geschichte in eienr Wise umgeht, die nicht nur traurig stimmt, sondern auch politisch verhängnissvoll ist." (die tageszeitun 5./6. April 2012)

(Wer den Ganzen Artikel lesen möchte, wird sicher unter www.taz.de pfündig.)



Shimon A.
 
PSI
Allerdings ist das "Gedicht" doch einseitig.
Die Drohungen des Irans, die innenpolitische Lage dort und die Unterstützung der Hisbollah usw. werden nur ganz kurz oder gar nicht angerissen, weshalb dann der Eindruck entsteht als ob es nur eine einseitige Bedrohung zu Ungunsten Irans gäbe.
Darf Kritik nur dann geäußert werden, wenn auch ja ganz paritätisch die Verfehlungen der Gegenseite dargestellt werden?

Nein - Kritik gehört einfach zur freien Meinungsäußerung, ohne dass daran Bedingungen geknüpft werden.

LGInti
 
Ich interpretiere das Gedicht (wenn es denn eins ist) als eine Aufforderung zur friedlichen Lösung dieses Konfliktes. Das begrüsse ich auch. Ich denke auch definitiv nicht, dass Grass Antisemit ist. Und mit der gleichnamigen Keule macht man es sich auch sehr einfach. Da spart man sich jede Auseinandersetzung mit dem Inhalt.

Allerdings ist das "Gedicht" doch einseitig.
Die Drohungen des Irans, die innenpolitische Lage dort und die Unterstützung der Hisbollah usw. werden nur ganz kurz oder gar nicht angerissen, weshalb dann der Eindruck entsteht als ob es nur eine einseitige Bedrohung zu Ungunsten Irans gäbe.

Außerdem denke ich schon, dass der Iran an einer Atombombe interessiert ist, und in dem ganzen Kontext ist es nicht unverständlich, dass das für Israel ein Problem ist. Jedoch hat Israel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst Atomwaffen, die USA haben ein riesiges Arsenal, und haben in der Vergangenheit bereits Angriffskriege geführt, wenn ihnen eine Regierung irgendwo auf der Welt nicht gepasst hat (u.a. Irak).
Sie sind auch die einzigen die diese Waffe bereits eingesetzt haben. Sogesehen kann man sich auch im Iran zurecht bedroht fühlen (noch mehr durch die USA). Und die Bombe ist als Abschreckung gegenüber derartigen Angriffen eben gut zu gebrauchen. Wobei ich aber, anders als Grass befürchtet wiederum nicht glaube, dass diese Atomwaffen eingesetzt würden. Einen atomaren Erstschlag des Westens (und oder Israel) kann ich mir kaum oder gar nicht vorstellen.

Günter Grass Aufruf zur internationalen Kontrolle beider Seiten ist hingegen eigentlich nicht abwegig. Durchsetzbar ist es wohl kaum bzw. nicht. Aber wenn ich Präsident des Iran wäre und mich tatsächlich dazu bereit erklären würde auf die Atombombe zu verzichten, dann würde ich wenigstens darauf bestehen, dass dann mal öffentlich zugänglich wird ob und wieviele Atombomben Israel tatsächlich besitzt. Da könnte man dann auch diplomatisch Druck machen.

Letztlich würde ich sicherlich lieber in Israel leben als im iranischen Gottesstaat, aber dennoch ist es etwas heuchlerisch wenn man selbst auf einem Arsenal Atomwaffen sitzt und einen Erstschlag plant, weil der Feind da nachziehen will. Hätten die Amerikaner 1945-46 als sich der Konflikt mit der Sowjetunion schon abzeichnete ebenfalls darauf gesetzt mit Waffengewalt zu verhindern dass die Sowjetunion auch an Atomwaffen kommt, dann hätte es gleich noch den dritten Weltkrieg hinterher gegeben.

LG PsiSnake




PsiSnake,


auch wenn es permanet verbreitet wird und du es wiederholst ist weder der "erstschlag-these", noch die "jüdische bombe" eine unumstössliche warheit und ist bewiesen!



shimon
 
PSI Darf Kritik nur dann geäußert werden, wenn auch ja ganz paritätisch die Verfehlungen der Gegenseite dargestellt werden?

Nein - Kritik gehört einfach zur freien Meinungsäußerung, ohne dass daran Bedingungen geknüpft werden.

LGInti





ach wo...kritker haben auch das "recht" halbe wahrheiten zu verbreiten oder unwahrheiten in internet zu stellen... wer und was "spricht" dagegen



:ironie:



shimon
 
Zitat: Darf Kritik nur dann geäußert werden, wenn auch ja ganz paritätisch die Verfehlungen der Gegenseite dargestellt werden?

Nein - Kritik gehört einfach zur freien Meinungsäußerung, ohne dass daran Bedingungen geknüpft werden.


Bei so einem Thema, und wenn man ein bekannter Autor ist, dessen Wort Gewicht hat, dann sollte man die Gesamtlage so gut es geht darstellen, und Lösungen aufzeigen. Sonst lässt man sich einmal zu einfach für Propagandazwecke vereinnahmen und andererseits problemlos in eine Ecke schieben. Ein mittelmäßiges und ziemlich einseitiges Gedicht zu schreiben war da wohl eher suboptimal.
 
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Hagall,

bist du sicher, dass es israel wichtig ist, ob du ein sogenanter "israelvert
eidiger" bist oder nicht...:lachen:



:ironie:



shimon

bist du sicher, dass es mich in irgendeiner weise schert, was irgendwer in israel über mich denkt? ich hab hier meine position beschrieben, wie jeder andere auch. nicht mehr und nicht weniger.
 
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